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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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09.08.2012 | 19:06 Uhr | Susanne Hennig

London 2012: Helen und Damon Hill verpassen Bronze um 0,036 Prozent

Britin Charlotte Dujardin gewinnt ihre zweite Goldmedaille

London (fn-press). Denkbar knapp fiel die Entscheidung um die Bronzemedaille aus. 0,036 Prozent Vorsprung hatte letztlich die Britin Laura Bechtolsheimer (84,339), Helen Langehanenberg (84,303) musste mit Platz vier vorlieb nehmen. Gold und Silber gewann die Britin Charlotte Dujardin und Niederländerin Adelinde Cornelissen.

„Wenn das so knapp ist, dann denkt man spontan, so eine Sch…“, sagte Bundestrainer Jonny Hilberath, nachdem die Britin Laura Bechtolsheimer und ihr Wallach Mistral Hojris mit einem Wimpernschlag von 0,036 Prozentpunkten an Helen Langehanenberg und Damon Hill vorbeigezogen waren. Bis dahin war die Hoffnung auf die Bronzemedaille der 30-jährigen Deutschen noch berechtigt, denn der Brite Carl Hester und Uthopia rangierten mit 82,857 Punkten hinter ihr.

Helen Langehanenberg hatte alles gegeben. Der zwölfjährige Damon Hill leistete sich nur einen kleinen „Haker“ in der Piaffe. „In dem Moment wollten wir wohl zu viel“, sagte sie anschließend. Ansonsten absolvierte der westfälische Hengst das Kürpensum mit Dynamik und viel Ausdruck. Langehanenberg: „Natürlich ist es schade, dass es nicht zu Bronze gereicht hat, aber ich bin insgesamt sehr zufrieden. Ich habe heute versucht, meinen letzten olympischen Wettkampf so richtig zu genießen.“ Zu „verdanken“ hat sie den vierten Platz dem dänischen Richter Leif Törnblad. Während fünf der sieben Richter das Paar zwischen 84 und 86 Prozent bewerteten und einer bei knapp 84 Prozent lag, riss Törnblad das Ergebnis mit 79,750 nach unten.

Kristina Sprehe machte ihrem Trainer Jürgen Koschel zu dessen 66. Geburtstag ein schönes Geschenk: In keiner der Londoner Prüfungen präsentierte sie den Hannoveraner Desperados besser als in der Kür. „Das hat viel Spaß gemacht, und ich bin begeistert, dass Desperados sich die gesamte Woche über die Lust und Konzentration erhalten hat“, meinte die mit 25 Jahren Jüngste im deutschen Dressuraufgebot. Im Endergebnis belegte sie Platz acht (81,375 Prozent). Enttäuscht verließ Dorothee Schneider das Viereck. Die zehnjährige Stute Diva Royal hatte sich zwei kleine Patzer in den Zweierwechseln und in der Traversale geleistet, die das Ergebnis schmälerten (81,661, Patz sieben). „Das sollte man sich bei Olympischen Spielen sparen“, meinte die 43-jährige Berufsreiterin aus Framersheim etwas verärgert. Dennoch: Zu Tschaikowskys „Schwanensee“ und zur modifizierten Filmmusik von „The Black Swan“ präsentierte sie eine wunderschöne Kür mit vielen Höhepunkten. Es war Schneiders letzte Prüfung auf Diva Royal. Die Hannoveraner Stute kehrt nach den Spielen zu ihrer Schülerin Stella Roth zurück.

Auch wenn es mit einer Einzelmedaille nicht geklappt hat, zieht Bundestrainer Jonny Hilberath ein rundum positives Fazit. „Alle drei Pferde, auch Dablino von Anabel Balkenhol, haben sich gesteigert, es waren harmonische Ritte mit viel Ausdruck und sehr guten Piaffen und Passagen. Wir sind hier mit einem jungen, neuen Team gegen die Besten der Welt geritten, und dafür es klasse. Wir nehmen von diesen Spielen sicher einen positiven Motivationsschub mit nach Hause“, erklärte Hilberath, dessen Zeit als Bundestrainer zum Ende des Jahres ausläuft.

Ihrer Favoritenrolle wurde die Britin haushoch gerecht: Charlotte Dujardin (26), Schülerin von Carl Hester, präsentierte den zehnjährigen niederländischen Wallach Valegro in einer hamonischen von den Glockenschlägen des Big Ben begleiteten Kür und wurde von den Richtern mit 90,089 Prozent belohnt. Zwar wurde der Ritt der Niederländerin Adelinde Cornelissen auf dem 15-jährigen Wallach Parzival von vielen Beobachtern als der athletischere und ausdrucksstärkere betrachtet, aber, so der britische Chefrichter Stephen Clarke: „Bei Adelinde Cornelissens Pferd haben wir die Leichtigkeit und die Selbsthaltung vermisst. Heute war es eine Entscheidung für die Harmonie von Charlotte und Valegro.“

Bronze also für Laura Bechtolsheimer. Die von Klaus Balkenhol trainierte gebürtige Deutsche zeigte auf ihrem inzwischen 17-jährigen Mistral Hojris vielleicht ihre letzte Championatskür (84,339). Hinter Helen Langehanenberg mit Damon Hill auf Platz vier (84,303) folgten der Brite Carl Hester mit Uthopia (5./82,857) und die Niederländerin Anky van Grunsven mit dem 18-jährigen Ex-Olympiasieger Salinero (6./82,0).

Ergebnisse: www.london2012.de

 

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