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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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14.12.2018 | 15:00 Uhr | Julia Basic

Stöcken: Wolf tötet Ponyfohlen

Ministerium hat Wolfsriss amtlich bestätigt

Stöcken (fn-press). Erschreckende Nachricht aus Niedersachsen: In Stöcken (Heidekreis) hat ein Wolf ein Shetlandpony-Fohlen gerissen. Dies hat das Umweltministerium des Landes inzwischen amtlich bestätigt. Es handelt sich damit um den ersten bestätigten Riss eines Fohlens durch einen Wolf in Niedersachsen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) fordert eine deutliche Reaktion der Politik, um Weidetiere und deren Halter vor dem Raubtier Wolf zu schützen.

Es muss ein schreckliches Bild gewesen sein, das sich einer Stöckener Familie am Mittwochmorgen bot. Wie die Walsroder Zeitung berichtet, entdeckte die Familie auf der Weide ihrer Shetlandponys den Kadaver ihres Fohlens. Daneben die traumatisierte Mutterstute, die seit 16 Jahren auf dem Hof lebt und selbst von dem Wolf verletzt wurde. Durch die amtliche Bestätigung des Wolfsrisses hat die Familie nun Anspruch auf Billigkeitsleistungen. Ein schwacher Trost für den Verlust eines Fohlens. 

„Nun ist das passiert, wovor wir immer gewarnt haben. Unser Mitgefühl gilt der Familie, die den schrecklichen Fund machen musste“, sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau. „Jetzt muss auch dem letzten Menschen klar werden, dass der Wolf eine echte Bedrohung für Weidetiere ist. Wir werden nicht ruhen, ehe geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um unsere Pferde vor diesem Raubtier zu schützen. Die nächste Fohlen-Saison ist nicht mehr fern. Die Tierhalter müssen dabei unterstützt werden, ihren Pferden ein sicheres Umfeld geben zu können, an das sich der Wolf nicht herantraut und in das er vor allem nicht eindringen kann.“

An den Diskussionen zum Thema Wolf beteiligt sich die FN bereits seit mehreren Jahren intensiv und vertritt öffentlich eine klare Position zur Rückkehr des Wolfes: Generell ist es zu begrüßen, dass eine ausgerottete Tierart zurückgekehrt ist. Aber diese Rückkehr darf nicht auf Kosten der Haus- und Nutztiere geschehen. Die FN steht in engem Schulterschluss mit anderen Interessenvertretern, wie dem Aktionsbündnis Pro Pferd, dem Deutschen Bauernverband und verschiedenen Nutztier-Zuchtverbänden. Gemeinsam stehen sie in einem intensiven Austausch mit den zuständigen Ministerien und Behörden und setzen sich dafür ein, dass die Belange der Tierhalter berücksichtigt werden. Mehr Informationen sowie Stellungnahmen finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/umweltundpferdehaltung/gefahr-wolf 

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