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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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06.10.2017 | 11:30 Uhr | Stadt Dillenburg

Landgestüt Dillenburg: Ende des Hengstverkaufs gefordert

Stadtverordnete verabschieden Resolution an Hessische Landesregierung

Dillenburg (fn-press). Die Stadtverordnetenversammlung Dillenburgs hat gestern Abend eine Resolution verabschiedet, mit der sie die Hessische Landesregierung und insbesondere das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auffordert, die Entscheidung über den sofortigen Verkauf aller im Landgestüt Dillenburg beheimateten Hengste auszusetzen. 

Alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit Ausnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, haben die Resolution einstimmig beschlossen. Sie finden den Text hier im Wortlaut: 
www.dillenburg.de/media/Start%20und%20Aktuelles/Resolution%202017_10_05.pdf

Zum Hintergrund erklärt die Stadt Dillenburg:
Am 17. August 2017 nahmen Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie die Fraktionsvorsitzenden auf Einladung der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz an einem Gespräch in Wiesbaden teil. Dort teilte Frau Hinz den Dillenburger Gästen mit, dass die Schließungsentscheidung vom Juni 2017 zurückgenommen werde, man allerdings den Zuchtbetrieb aufgeben werde. Zwecks Formulierung von Zielen für die Zukunftssicherung zeigte sie sich für gemeinsame Gespräche offen.

Zu den teilweise in den sozialen Medien kursierenden Gerüchten, die Stadt Dillenburg habe sich hier auf einen „Kuhhandel“ eingelassen oder gar einen „Vertrag“ unterschrieben, teilen wir mit, dass es weder einen solchen Vertrag gibt, noch wir uns zu irgendeinem Zeitpunkt mit der Entscheidung der Ministerin, den Zuchtbetrieb aufzugeben, einverstanden gezeigt haben. Die Entscheidung von Frau Hinz, den Zuchtbetrieb aufzugeben, wurde uns MITGETEILT, ohne dass wir dazu eingebunden wurden.

Nach unserer Auffassung ist die Zuchtaufgabe in keinster Weise erforderlich. Dies belegen die mehrfach zitierten Fachgutachten eindeutig. Daher hat Bürgermeister Michael Lotz seit dem Gespräch Mitte August in Wiesbaden drei verschiedene Stellen im Ministerium angeschrieben: den Ministerpräsidenten Volker Bouffier, das Hessische Umweltministerium und die Fachebene, den Landesbetrieb. Hier baten wir um die Aufnahme der bereits angekündigten, gemeinsamen Gespräche zur Zukunftssicherung des Landgestüts, beispielsweise durch einen zu gründenden Beirat, der sich aus Vertretern der Pferdeverbände, des Denkmalschutzes, des Tierschutzes, aus touristischen Fachleuten usw. zusammensetzen könnte und der je nach Themenfeld dazu konkrete Konzepte erarbeitet. Bis heute haben wir auf unsere Schreiben keinerlei Antwort erhalten, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Auf mehrfache telefonische Nachfrage von Bürgermeister Michael Lotz wurde uns von Wiesbaden mitgeteilt, dass man die Schreiben erhalten habe und wir noch eine Antwort erhalten, was bis heute allerdings nicht der Fall ist.

Mit der heute verabschiedeten Resolution möchten wir noch einmal öffentlich deutlich machen, wie wichtig uns das Thema ist und dass wir weiter entschlossen um das Landgestüt und die Erhaltung des Zuchtbetriebes kämpfen. Wir bedanken uns außerordentlich herzlich für die große Unterstützung aus der Bevölkerung und von allen Freunden, denen das Landgestüt genauso am Herzen liegt, wie uns.

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