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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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05.05.2018 | 08:00 Uhr | fn-press/GWP

GWP-Förderpreis 2018 verliehen

Sieben wissenschaftliche Arbeiten rund um das Thema Pferd prämiert

Magdeburg (fn-press/GWP). Den Jahrestagungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist auch in diesem Jahr die Verleihung des GWP-Förderpreises vorausgegangen. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd prämiert dabei die besten Abschlussarbeiten, die an deutschen Hochschulen zum Thema Pferd geschrieben werden. Die Jury bildeten Hendrik Fiegel (Starnberg), Dr. Julia Mack (Ohlstadt) und Prof. Dr. Cornelius Jongeling (Mettingen). 

In der Kategorie wurde in diesem Jahr nur eine Arbeit prämiiert. Dies war die Dissertation von Dr. Christine Fuchs aus Zorneding, Oberbayern, mit dem Titel „Narkolepsie oder REM-Schlafmangel? 24-Stunden-Überwachung und polysomnographische Messungen bei adulten „narkoleptischen“ Pferden“. Geschrieben wurde die Arbeit an der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München unter Betreuung von Prof. Dr. Dr. Michael Erhard. Die Arbeit beschäftigt sich ausführlich mit dem Schlafverhalten und Schlafstörungen bei Pferden. Neununddreißig Pferde, bei denen eine Narkolepsie diagnostiziert wurde, verbunden mit häufigem Niederbrechen (die Vordergliedmaßen knicken ein und das Pferd stürzt auf die Fesselgelenke oder die Karpalgelenkte) wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden überwacht. Außerdem wurden polysomnographische Messungen durchgeführt. Die Arbeit konnte einen Zusammenhang zwischen dem Schlafverhalten der Pferde und den häufigen Kollapsen (im Durchschnitt sechzig, in der Spitze einhundertneunundneunzig in vierundzwanzig Stunden) feststellen. Pferde, die sich zum Schlafen hinlegten und/oder wälzten, zeigten deutlich weniger Anfälle. 

Der Siegerpreis bei den Masterarbeiten ging an Aneta Altmeier aus Mechernich in der Nordeifel. Sie verglich das Futteraufnahmeverhalten und die Kauaktivitäten zwischen den Pferderassen Arabisches Vollblut und Norwegisches Fjordpferd. Geschrieben wurde die Arbeit am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen, betreut von Dr. Caroline Lang. Rassetypische Unterschiede im Fressverhalten zwischen den beiden genannten Rassen, die für die unterschiedlichen Typen Nordpferd (Norwegisches Fjordpferd) und Südpferd (Arabisches Vollblut) stehen, konnten nicht festgestellt werden. Vielmehr deuteten die Auswertungen darauf hin, dass das Fressverhalten mehr von der Struktur des Futters und der Art der Verabreichung bestimmt wird. Auf den zweiten Platz kam die Masterarbeit von Vanessa Timm (Clausthal-Zellerfeld), die diese an der Georg-August-Universität Göttingen, betreut von Prof. Dr. Engel Hessel, geschrieben hat. Ihr Thema: „Eintrag von Pferdeäppeln in Reitböden: Einfluss auf die Entwicklung von Mikroorganismen und die Generierung von Schwebstaub in Abhängigkeit von der Bodenzusammensetzung“. Sie stellte fest, dass Pferdeäppel in Reitböden zwar die Entwicklung von Mikroorganismen fördern, aber nicht zu einer erhöhten Schwebstaubgenerierung führen. Auf Platz drei kam Jana-Louisa Leve (Münster), die ihre Arbeit an der Hochschule Osnabrück geschrieben hat und dort von Prof. Dr. Heiner Westendarp betreut wurde. Sie beschäftigte sich mit der Trinkwasserqualität und –quantität in Pferdepensionsbetrieben. Dabei wurden durchaus Defizite festgestellt, insbesondere bezüglich des Wasserdurchflusses der Tränken und der Keimgehalte des Trinkwassers.

In der Kategorie Bachelorarbeiten wurden alle prämiierten Arbeiten an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen geschrieben. Thema der Siegerarbeit war eine Analyse von „Dienstleistungsangebot und Preisgestaltung in Pensions- und Schulpferdebetrieben unter Berücksichtigung des Arbeitszeitbedarfs“. Die Autorin Angela Koberstädt, Stuttgart, war leider aus beruflichen Gründen verhindert. Ihre Arbeit wurde von dem betreuenden Professor Dr. Dirk Winter vorgestellt. Ein sehr aktuelles Thema aus dem Vielseitigkeitssport griff Silvia Gumbold, Neu-Ulm, auf. Sie untersuchte das Abwurfverhalten von Hinderniselementen bei „abwerfbaren“ Geländehindernissen in der Vielseitigkeit nach dem „Klengel-System“. Ziel ist es, die Vielseitigkeitsprüfungen durch veränderte Hinderniskonstruktionen sicherer zu machen. Die Autorin konnte darstellen, dass dieses durch das „Klengel-System“ möglich ist, sie fand jedoch auch Schwachstellen heraus, die noch verbessert werden sollten. Ebenfalls anspruchsvoll war die Bachelorarbeit von Nora Weiher aus Puderbach, Rheinland-Pfalz, die sich ganz dem Islandpferd verschrieben hat. Dazu passend kurz und bündig das Thema ihrer Arbeit: „Leistungsdiagnostik bei Islandpferden“. Neben einer Onlineumfrage wurde mit siebzehn Turnier-Islandpferden ein Stufenbelastungstest zur Analyse der Ausdauerleistungsfähigkeit durchgeführt und dabei Laufgeschwindigkeit, Herzfrequenz und Blutlaktatkonzentration der Pferde untersucht.

Unterstützt wurde der GWP-Förderpreis 2018 wiederum von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, dem FN-Verlag sowie den Firmen R+V/VTV-Versicherung, Derby Spezialfutter und HIT Aktivstall. Dadurch war es auch in diesem Jahr möglich, dass die Preisträger Geldprämien bis zu fünfhundert Euro, wertvolle Buchpräsente sowie Eintrittskarten zu den Bundeschampionaten erhalten konnten. Insgesamt wurden siebzehn Arbeiten eingereicht, die von sieben verschiedenen Hochschulstandorten stammten und die durchweg an ihren Universitäten gut bis sehr gut bewertet worden waren. 

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