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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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16.08.2019 | 19:45 Uhr | Eva Borg

EM Vierspänner: Platz zwei für deutsche Fahrer nach Dressur

Anna Sandmann und Georg von Stein mit starken Dressuren

Donaueschingen (fn-press). Bei den Europameisterschaften der Vierspänner in Donaueschingen im Schwarzwald haben die deutschen Fahrer Top-Ergebnisse in der Dressur geliefert und liegen nach der ersten Teilprüfung auf Platz zwei. Es führen die aktuellen Mannschafts-Europameister aus den Niederlanden. Für das deutsche Team starten Georg von Stein aus Modautal in Hessen, Lokalmatador Michael Brauchle aus Lauchheim-Hülen und EM-Debütantin Anna Sandmann aus Lähden im Emsland.

„Ich bin super zufrieden mit den heutigen Ergebnissen“, sagte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der in Donaueschingen vom mehrfachen Weltmeister, dem Australier Boyd Exell, als Co-Trainer unterstützt wird. Den Grundstein für die gute Ausgangsposition der deutschen Mannschaft legte am Vormittag Georg von Stein als erster Mannschaftsfahrer. „Ich hatte heute ein super Gefühl, es hat richtig Spaß gemacht und das ist ja immer ein Zeichen dafür, dass viel klappt“, sagte er nachher. Mit seinen 47,58 Strafpunkten führte er sogar bis zur Mittagspause, am Ende wurde es Platz vier.

Platz sieben für Anna Sandmann bei EM-Premiere
Als letzte Starterin der 41 EM-Teilnehmer lieferte auch Anna Sandmann ein Top-Ergebnis ab. Die 23-jährige Tochter von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann fährt ihr erstes Championat bei den Vierspännern und dann direkt für die Mannschaft. „Ich habe versucht auszublenden, dass ich für die Mannschaft fahre, ich versuche doch sowieso das bestmögliche Ergebnis abzuliefern. Außerdem wusste ich ja erst seit gestern, dass ich im Team bin, da hatte ich ja nicht so lange Zeit darüber nachzudenken“, lachte sie. „Anna ist ganz toll gefahren, sie hat versucht alles rauszuholen, das war eine Dressur mit Pepp“, sagte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. Sie belegte mit 48,58 Punkten Platz sieben.

Bei Michael Brauchle, dem dritten deutschen Mannschaftsfahrer, lief nicht alles ganz optimal. Er kam auf 56,50 Punkte (Platz 16) und lieferte damit das Streichergebnis für die Mannschaftswertung. „Da haben sich heute viele Kleinigkeiten summiert: Taktfehler, ungenaue Hufschlagfiguren und mangelnde Balance im Gespann, aber dennoch ist das ein Gespann mit viel Potential“, so das Fazit von Geiger.

Gut zufrieden nach der Dressur war auch Mareike Harm (Negernbötel). Sie musste kurzfristig ihr Pferd fürs Gelände, den Traber Quebec Sautreuil - genannt Sepp - in der Dressur anspannen, da der eigentlich eingeplante Amicello in der Verfassungsprüfung rausgenommen worden war. Deshalb startet sie auch als Einzelfahrerin und nicht für das Team. „Das hat der Sepp heute richtig gut gemacht“, lobte sie ihren Traber. Sie kam mit 49,38 Punkten auf Rang acht. Platz neun ging an Christoph Sandmann mit 51,78 Punkten. Die Ergebnisse der weiteren deutschen Einzelfahrer waren: Rene Poensgen (Eschweiler)  Platz 21 (56,63), Dirk Gerkens (Paderborn) Platz 24 (61,10), Nachwuchsfahrer und EM-Debütant Markus Stottmeister (Bösdorf) Platz 26 (61,70) und Sebastian Heß (Ubstadt-Weiher) Platz 37 (68,36).

Dressursieg für den Franzosen Benjamin Aillaud
„Ich kann mit dem Ergebnis gut leben, da die Spitze ja bei 42 Punkten liegt, da ist man ja noch nicht ganz weit weg“, erklärte Christoph Sandmann nach der Prüfung. Die Spitze – das ist der Franzose Benjamin Aillaud (42,58), der mit seiner harmonischen Vorstellung mit seinen lackschwarzen Arabo-Friesen schon vor der Verkündung des Ergebnisses vom Publikum begeistert gefeiert wurde und die Dressurprüfung gewann. Dicht gefolgt vom aktuellen Europameister Ijsbrand Chardon (43,92) und seinem Sohn Bram (43,98) aus den Niederlanden.

Georg von Stein: "Das Gelände ist nicht zu unterschätzen."
Somit führen vor dem morgigen Gelände die aktuellen Mannschafts-Europameister aus den Niederlanden (87,90) vor dem Team aus Deutschland (96,16), den Franzosen (98,15) und den Belgiern (101,15). „Das Gelände ist nicht zu unterschätzen, es wechselt in den Hindernissen immer wieder zwischen Technik und Geschwindigkeit, da wird alles abgefragt“, so die Einschätzung von Georg von Stein vor dem Gelände am Samstag. Am Sonntag fällt die Entscheidung über die Medaillen dann im abschließenden Hindernisfahren.

Der SWR überträgt am Samstag, 17. August, von 16.15 bis 17.30 Uhr und am Sonntag, 18. August von 14.15 bis 15.15 Uhr und Clipmyhorse überträgt live aus Donaueschingen. 

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