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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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19.08.2019 | 18:00 Uhr | Julia Basic

EM Dressur: Deutsches Team nach Tag 1 in Führung

Jessica von Bredow-Werndl und Dorothee Schneider machten den Auftakt

Rotterdam/NED (fn-press). Die deutsche Dressurreiter liegen nach dem ersten Tag des Grand Prix‘ bei den Europameisterschaften in Rotterdam deutlich in Führung. Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB machten als erstes Starterpaar den Auftakt für Deutschland, sie erreichten 76.894 Prozent. Dorothee Schneider und Showtime FRH beendeten die Prüfung mit der Tagesbestleistung: 80.233 Prozent. Am Dienstag greifen auch Sönke Rothenberger mit Cosmo sowie Isabell Werth mit Bella Rose in das Geschehen ein. Dann entscheidet sich auch, ob das deutsche Team seinen EM-Titel von 2017 verteidigen kann.

So sonnig und guter Stimmung wie der erste Wettkampf-Tag in Rotterdam endete, so regnerisch und tränenreich hatte er begonnen. Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) war mit größten Hoffnungen in den Grand Prix gestartet. Ihre Trakehnerin TSF Dalera BB hatte sich zuletzt in Aachen von ihrer besten Seite gezeigt. Auch im Rotterdamer EM-Stadion leistete sich die zwölfjährige Stute von Easy Game – Handryk keinen Fehler. Nur ein ganz natürliches Bedürfnis unterbrach den Rhythmus. „Das war leider ein besch… Moment, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist zum Heulen. Aber sie musste eben aufs Klo“, sagte Jessica von Bredow-Werndl unter Tränen, nachdem sich ihre Stute ausgerechnet in der Links-Traversale erleichtern musste und die Lektion dabei unterbrach. „Sie musste bisher nur einmal in einer Prüfung äppeln, damals ist sie aber normal weiter galoppiert. Ich frage mich, warum das ausgerechnet hier passieren musste. Es ist so schade, weil Dalera wirklich top in Schuss ist, das hat sie phasenweise auch gezeigt. Sie wollte keinen Fehler machen. Ich hatte beim Abreiten ein unglaubliches Gefühl, als wären wir auf einem ganz neuen Level. Aber die Traversale zählt in der Bewertung leider doppelt. Das ist einfach blöd gelaufen.“ Doch nach dem Malheur fingen sich die beiden Mannschaftsweltmeisterinnen schnell wieder und erhielten dennoch fast 76.894 Prozent – das zweitbeste Ergebnis des Tages.

Zwischen Anspannung, Vertrauen und der perfekten Passage
Als zweites Starterpaar gingen für die deutsche Equipe Dorothee Schneider (Framersheim) und Showtime FRH an den Start. Die beiden Mannschaftsolympiasieger ließen nichts anbrennen und erreichten 80.233 Prozent. Die Top-Note 9.9 gab es für die Passage des 13-jährigen Hannoveraner Wallachs (von Sandro Hit – Rotspon) auf der Schlusslinie. Lediglich in den Piaffen ließ er ein paar Punkte liegen. „Showtime war heute ein bisschen nervös in der Arena, das hat man gemerkt. Aber er hat sich zwischendurch immer wieder stabilisiert und in der Aufgabe das Vertrauen zurückbekommen. Die Schlusslinie war einfach wunderbar. Ich bin froh, dass er diese Aufgabe so gut absolviert hat und wir so ein tolles Ergebnis zum Team beisteuern konnten“, sagte Schneider.

33 Paare waren am ersten Tag der Mannschaftsentscheidung im Grand Prix angetreten. Am Dienstag starten noch einmal so viele, ehe dann feststeht, welche Teams die Medaillen mit nach Hause nehmen dürfen. Aus deutscher Sicht ist noch zwei Mal Daumendrücken angesagt: Um 10.30 Uhr starten Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und Cosmo, um 14.30 Uhr Isabell Werth (Rheinberg) und Bella Rose. Nach dem Teil 1 des Grand Prix‘ führt das deutsche Team nun mit vier Prozent Vorsprung vor Großbritannien und Schweden.

Positives Zwischenfazit
Bundestrainerin Monica Theodorescu war mit dem ersten Wettkampftag zufrieden: „Das war ein sehr guter erster Tag. Jessica hatte leider einfach Pech mit diesem Äppeln, im Grunde in der dämlichsten Lektion, in der einem das passieren kann, außer vielleicht noch in der Piaffe. Aber so ist nunmal die Natur. Jessica ist weitergeritten, hat weiter gekämpft und die Prüfung mit vielen Höhepunkten toll zu Ende gebracht. Dorothee ist auch ganz stark geritten. Die erste Piaffe mit Unterbrechung, aber sonst sauber, ohne Fehler, mit vielen Höhepunkten. Das Pferd ist gewaltig in Schuss. In den Piaffen war er vielleicht noch nicht ganz so locker. Aber über 80 Prozent am ersten Tag sind absolut spitze.“

Alle deutschen Springpferde „fit to compete“
Indes absolvierten auch die deutschen Springpferde die Verfassungsprüfung anstandslos. Für das Team um Christian Ahlmann (Marl) mit Clintrexo Z, Simone Blum (Zolling) mit DSP Alice, Daniel Deußer (Rijemanm/BEL) mit Scuderia 1918 Tobago Z und Marcus Ehning (Borken) mit Comme il faut sowie das Reservepaar Maurice Tebbel (Emsbüren) und Don Diarado steht am Dienstag zunächst um 17 Uhr das Trainingsspringen auf dem Programm. Am Mittwoch absolvieren die vier Teamreiter dann das Zeitspringen, das sowohl für die Einzel- als auch die Team-Wertung zählt. jbc

Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier.

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