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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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02.09.2017 | 20:05 Uhr | fn-press

DKB-BCH 2017: Vierjährige Champions gekürt

Titel gehen an Devonport und Candy OLD

Warendorf (fn-press). Zunächst waren sie die Besten ihrer Zuchtverbände, heute nun standen sie auch bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf an der Spitze: Der Hannoveraner Champion Devonport gewann die Konkurrenz der vierjährigen Hengste, die Oldenburger Championesse Candy OLD die der vierjährigen Stuten und Wallache.

Der Sieg von Devonport war sehr überlegen und kam durchaus nicht unerwartet. Der Dancier-Ravollo-Sohn aus der Zucht von Christine Miesner (Scheeßel) und dem Besitz von Gerd Sosath hatte bereits die Finalqualifikation dominiert und glänzte im Finale ausschließlich mit Noten im „sehr guten Bereich“. Der schicke Rappe überzeugte in allen Grundgangarten mit großer Sportlichkeit, Dynamik, Balance und Taktsicherheit. Dies war den Richtern Dr. Carsten Munk, Peter Olsson und Jürgen Uthoff ebenso wie das „moderne und gut konstruierte Gebäude“ eine glatte 9,0 wert. Die ausgesprochen harmonische Einheit von Reiterin Rieke Schnieder (Oldenburg) und Hengst belohnte die Jury mit der Wertnote 9,5. Auch von den beiden Fremdreitern, Bettina Hoy (Rheine) und Marcus Hermes (Billerbeck) gab es mit 18,50 Punkten Höchstbewertungen. Insgesamt siegte Devonport so mit 64,00 Punkten.

Silber ging an Oldenburger Prämienhengst For Final OLD. Der Rappe von For Romance I – Dimaggio (Züchterin Sarah Kohl, Bad Zwischenahn; Besitzer Dressurpferdeleistungszentrum Lodbergen) war Dritter der Finalqualifikation und Zweiter des Finals Teil A. Zu den Wertnoten der Richter (Trab, Galopp, Schritt und Ausbildung jeweils 8,5; Gebäude 9,0) gesellten sich 17,50 Punkte von den beiden Fremdreitern. Das Endergebnis des Rappen, der von Stefanie Ahlert (Greven) präsentiert wurde, lag damit bei 60,50 Punkten.

Mit Bronze gekrönt wurde der Trakehner Champion, Freiherr von Stein von Millennnium – Perechlest. Für den noblen Dunkelbraunen aus der Zucht des Hauptgestütes Graditz und dem Besitz des Landgestüts Moritzburg, der von Kay Pawlowska (Radeburg) vorgestellt wurde,  gab es im Galopp sowie für das Gebäude eine „sehr gute“ Note und für den Trab eine 8,5. Im Schritt hätten sich die Richter „etwas mehr Übertritt gewünscht“ (WN 7,5) und in der Ausbildung „eine etwas sicherere Anlehnung“ (WN ebenfalls 7,5) – so erläuterte es Kommentator Reinhard Richenhagen. Zusammen mit den 18,00 Punkten der beiden Fremdreiter lautete das Endergebnis für Freiherr von Stein 59,50 Punkte.

Stuten und Wallache
Die Schärpe bei den vierjährigen Stuten und Wallachen holte sich Candy OLD. Die Siegerin der Oldenburger Elite-Stutenschau gewann das Finale mit 62,00 Punkten. „Ein modernes, blutgeprägtes Reitpferd“, hob Martin Richenhagen hervor. Die Tochter des Sir Donnerhall I aus einer Mutter von Fürst Heinrich (Züchter und Besitzer Hilde und Paul Wendeln, Garrel)  ist eine Schwester des gekörten Sir Heinrich OLD, 2014 Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde, und zur Bundeschampionesse 2013 der vierjährigen Reitpferde  Cindy OLD. Die höchsten Richter-Wertnoten (9,0) erhielt die von Hermann Gerdes (Dötlingen) vorgestellte Stute im Trab und im Gebäude, für den Galopp, den Schritt und die Ausbildung gab es eine 8,5. Von den beiden Fremdreitern Bettina Hoy und Marcus Hermes addierten sich 18,50 Punkte zu den 43,50 Punkten der Jury: Endergebnis 62,00 Punkte.

Auch der Vize-Titel ging an den Oldenburger Zuchtverband, an Feel Free OLD von Foundation-Sandro Hit. Züchterin der braunen Stute, die bei der Oldenburger Eliteschau Bronze gewann, ist Indira Wallner (Moltzow), Besitzer das Gestüt Brune, vorgestellt wurde Feel Free OLD von Anja Engelbart. „Die Vorstellung überzeugte mit viel Harmonie“, sagte der Kommentator. Dafür gab es, genauso wie für den „elastischen Trab mit einer enormen Schulterfreiheit“, die Wertnote 9,0. Mit einer 8,5 sowohl für den Schritt als auch den Galopp, einer 8,0 für das Gebäude und 18,00 Punkten der Fremdreiter kam Feel Free OLD am Ende auf 61,00 Punkte. Bronze ging an den Rheinländer Discover von Don Frederic –Ferragamo. Der Braune aus der Zucht und dem Besitz von Stephan Borgmann (Ostbevern) ist Halbbruder zu Estobar NRW, Ehrendorf, Eichendorff und Moliere. In Warendorf vorgestellt von Sina Aringer (Hagen) erzielte Discover seine höchste Wertnote im Trab – 9,0 („sehr gute Schwungentwicklung, große Motorik“), erhielt vier Mal eine 8,5 und ein Mal eine 8,0. Von den Fremdreitern gab es 18,00 Punkte, das Endergebnis lautete 60,50. FN/bsp

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