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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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03.09.2017 | 16:15 Uhr | fn-press

DKB-BCH 2017: Zwei neue Doppelbundeschampion bei den Dressurponys

Daily Pleasure WE siegt bei den sechsjährigen, Clooney bei den fünfjährigen Dressurponys

Warendorf (fn-press). Der Sonntagmorgen auf dem Dressurviereck war den Ponys vorbehalten. Dominierend in diesem Jahr waren die Hengste, die fast ausnahmslos jeweils die Ränge eins bis drei belegten. Bundeschampion der sechsjährigen Dressurponys 2017 darf sich der Hengst Daily Pleasure WE (8,4) nennen, der Sieg bei den fünfjährigen Dressurponys ging an den Hengst Clooney (8,5).

Das Finale der sechsjährigen Dressurponys war ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Hier siegte der gekörte Hengst Daily Pleasure WE von HB Daylight aus einer Dressmann I-Mutter (Züchter: Reinhard Kramer (Lathen)) aus dem Zuchtgebiet Weser-Ems unter dem Sattel seiner Besitzerin Ann-Cathrin Rieg (Schwäbisch-Gmünd). Der Bundeschampion des Vorjahres ging als vorletzter Starter ins Viereck und erntete für die überzeugende Vorstellung viel Applaus der Zuschauer sowie durchweg Lob der Richter. Qualifiziert über den fünften Platz in der Finalqualifikation (7,8) steigerte sich das Pony im Finale deutlich: Hier stand der Hengst durchgehend sicher an den Reiterhilfen und präsentierte sich bei konstanter Anlehnung im guten Seitenbild, wobei er seine natürlichen Anlagen geradezu schulmäßig zur Geltung bringen konnte. Für den geregelten und elastischen Trab mit erkennbarer Lastaufnahme in den Versammlungen und ausgeprägter Balance vergaben die Richter eine 8,0. Der Schritt, gleichmäßig im Vor- und Übertritt bei optimaler Dehnungsbereitschaft, war eine 8,5 wert. Zudem zeigte Daily Pleasure WE einen taktsicheren und deutlich bergauf gesprungenen, ausbalancierten Galopp mit der Bereitschaft zur Lastaufnahme und deutlich erkennbaren Versammlungsgrad, für den es ebenfalls eine 8,5 gab. Mit derselben Note wurde die sichere gleichbleibende Anlehnung und sehr gute Durchlässigkeit belohnt. Insgesamt bescheinigen die Richter dem Hengst, ausbildungsmäßig auf dem richtigen Weg zu sein. Die Endnote von 8,4 bedeutete den Sieg im Feld der 14 Finalisten, 28 Ponys waren in der Finalqualifikation gestartet.

Silber ging an den mit der Note 8,2 lange Zeit führenden westfälischen Hengst Golden West, einem Sohn des HET Golden Dream – FS Golden Moonlight, der auf der Hengststation Rohmann (Marl) deckt und sich über den dritten Platz in der Finalqualifikation fürs Finale empfahl. Der damals von Wibke Hartmann-Stommel vorgestellte Vizechampion 2014 der dreijährigen Reitponys und Bundeschampion 2015 der vierjährigen Reitponys aus der Zucht von Bianca Weidner aus Gütersloh (Besitzerin: Melissa Rose Mulchahey) wurde von Julia Rohmann (Marl) geritten. Der aparte Hengst imponierte mit energisch abfußendem Trab und viel Schub in den Verstärkungen, der mit einer 8,5 belohnt wurde. 7,5 vergaben die Richter für den fleißigen und geregelten, allerdings im Vor- und Übertritt etwas knappen Schritt. Wiederum 8,5 gab es für den sicher im Dreitakt gesprungenen Galopp mit guter Bergauftendenz und Schwebephase, der im Mittelgalopp minimal eilig wurde. Gelobt wurde zudem die durchgehend schöne Anlehnung und ordentliche Maultätigkeit, die Versammlungen hätten etwas mehr herausgearbeitet werden können. Insgesamt sahen die Richter in dem Hengst ein Pony, das die Grundanlagen für ein Sportpony in höheren Aufgaben mitbringt.

Nur ein Zehntel dahinter platzierte sich mit der Note 8,1 der holsteinisch gezogene Hengst Steendieks Corlandos von FS Chambertin – Nordstar (Züchter: Peter Börge, Schönhorst; Besitzerin: Dr. Julia Holtermann) unter dem Sattel von Marie Holtermann (Geldern). Hier wurde für den energischen Trab die Note 7,5 vergeben, den man sich etwas schwingender und mit mehr Kadenz gewünscht hätte. Der Schritt war taktsicher, fleißig und gut durch den Körper gehend (8,0), der Galopp in guter Bergauftendenz mit Bereitschaft zur Lastaufnahme (8,0). Ebenso Lob gab es für die durchweg leichte, konstante Anlehnung und die gute Durchlässigkeit (8,5) des Ponys, das uneingeschränkt auf dem richtigen Weg ist.

Fünfjährige Dressurponys
Auch bei den fünfjährigen Dressurponys gingen die Gold- und Silbermedaillen an Hengste. Mit einer Endnote von 8,5 wurde Clooney Bundeschampion der fünfjährigen Dressurponys, der sich über den vierten Platz in der Finalqualifikation qualifizierte. Auch er ist mit dem Gelände in Warendorf bestens vertraut, siegte er im Vorjahr bereits bei den vierjährigen Reitponys unter Wibke Hartmann-Stommel. Stolz sein dürfte seine Reiterin Nadine Krause (Bad Homburg), die den hessischen Hengst von Cyrill aus einer Mutter von Valido in nicht nur einer harmonischen Vorstellung präsentierte, sondern zudem auch seine Züchterin und Besitzerin ist. Das talentierte Pony zeigte durchweg sehr gute Grundgangarten, wobei im Trab besonders der geregelte und elastisch abfußende Ablauf bei schönem Seitenbild beeindruckte und den Richtern eine 8,5 wert war. Ebenfalls eine 8,5 wurde für den taktsicheren Schritt in schöner Vorwärts-Abwärtsdehnung vergeben. Im gut ausbalancierten Galopp wäre etwas mehr Kadenz in der Versammlung wünschenswert gewesen (8,0). Besonders imponierte der Falbhengst mit einer durchweg guten Anlehnung, war immer sehr sicher an den Hilfen, sehr konzentriert und ansprechend im Seitenbild und zeigte hohe Durchlässigkeit, die mit einer 9,0 belohnt wurde – Ein Pony, das alles für den großen Sport mitbringt und sich nun Doppelbundeschampion nennen darf.

Vizechampion wurde der hannoversch gebrannte Hengst Nike’s Newcomer von Nacromancer in the Dark aus einer Mutter von Niveau (ZG: U. Wesemann und H. Kuhlmann (Langwedel); Besitzerin: Antonia Kuffner). Von Antonia Busch-Kuffner (Prinzhöfte) vorgestellt lieferte der Falbe als erster Starter am frühen Morgen einen gelungenen Auftakt. Das Pony zeigte sich mit viel Ausstrahlung, selbstverständlich locker und gelassen bei sehr guter Maultätigkeit. Der Trab überzeugte mit guter Balance und schönem Einschwingen in den Verstärkungen (9,0). Für den fleißig durch den Körper gehenden Schritt gab es die 7,5, mindernd wirkte sich hier der mangelnde Vortritt aus der Vorderhand aus. Der Galopp war stets losgelassen und ausbalanciert, schön in Haltung und korrekt an den Reiterhilfen (8,5). Besonders beeindruckte die stetige Selbstverständlichkeit und innere Gelassenheit des Hengstes, die zur Note 9,0 für die Durchlässigkeit beitrugen. Wünschenswert wäre etwas mehr Aktivität aus der Hinterhand gewesen, die Note 8,4 bedeutete am Ende Platz zwei und damit deutlichen Abstand auf den Drittplatzierten.

Bronze ging an den rheinländischen Wallach Disney Dancer, einem Wallach von FS Daddy Cool – Derbino (Züchterin: Alexa Prange/NED; Besitzerin: Stefanie Frieß) unter dem Sattel von Hannah Erbe (Krefeld). Die Endnote 8,0 setzt sich zusammen aus einer 7,5 für den etwas übereilten Trab, einer 9,0 für den durch den Körper schwingenden Schritt mit deutlichem Übertritt, 8,0 für den Galopp sowie 7,5 und 8,0 für Durchlässigkeit und Gesamteindruck.

Einer der Favoriten und Sieger der Finalqualifikation, Diamond Touch von Golden Dime – FS Golden Moonlight (Züchter: Bianca Weidner, Gütersloh), bekam viel Applaus der Zuschauer, rangiert mit einer Endnote von 7,7 am Ende auf Platz sechs. Der von Lara Stoll (Geilenkirchen) gerittene Deckhengst der Station Schurf beeindruckte mit seiner Trabtour (9,0), musste jedoch Abzüge bei der Durchlässigkeit und Losgelassenheit hinnehmen.

Stellvertretend für die Richtergruppen resümiert Kommentator Dietrich Plewa, dass in beiden Finalprüfungen die Qualität der Ponys recht unterschiedlich war. Gezeigt wurden einige züchterisch sehr gelungene, qualitätsvolle Ponys „wie man sie sich wünscht: mit Bewegungen wie bei einem Großpferd.“ Durchweg überzeugte hingehen die reiterliche Qualität und Ausbildungsstand der Ponys: „Dieses Jahr waren alle Ponys durchweg sehr gut geritten, so dass wenig technische Probleme auftreten“, stellt Plewa fest. FN/Katja Arens

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