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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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01.07.2012 | 21:15 Uhr | fn-press

CHIO Aachen: Deutschland siegt im Nationenpreis

WM-Nominierungen stehen fest

Aachen (fn-press). Das Team Deutschland I hat den Nationenpreis zum Abschluss der Voltigierprüfungen beim CHIO in Aachen gewonnen. Die Mannschaft, bestehend aus dem RSV Neuss-Grimlinghausen, Erik Oese (Radebeul) und Sarah Kay (Sörup) siegte in der Albert-Vahle-Halle mit 25,989 Punkten vor Österreich (25,626) und der zweiten deutschen Vertretung (25,605). Den Sieg im Pas-de-Deux-Wettbewerb sicherten sich die Geschwister Joanne und Hannah Eccles.

Es war in diesem Jahr kein Doppelsieg für Deutschland. Dennoch zeigte sich Bundestrainerin Ulla Ramge zufrieden. „Die anderen Nationen sind uns dicht auf den Fersen und haben uns teilweise überholt“, stellte die 49-Jährige fest. Die einzigartige Atmosphäre in Aachen würde aber beflügeln und der Heimvorteil letzte Kraftreserven freisetzen. So wie bei Erik Oese. Der 24-jährige aus Radebeul bei Dresden war im regulären Wettkampf noch von seinem Pferd Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Longe: Kai Vorberg) gestürzt. Im Nationenpreis blieb er ohne größere Abzüge und steuerte zum deutschen Ergebnis 8,572 Punkte bei. Gemeinsam mit Sarah Kay aus Sörup (8,166) auf Fruerholms Cato und dem amtierenden Europameister RSV Neuss-Grimlinghausen auf Arkansas setzte er sich an die Spitze des Feldes des Nationenpreises, bei dem jeweils eine Mannschaft und zwei Einzelvoltigierer (Herr und Dame) in den Zirkel der Albert-Vahle-Halle eingelaufen waren und deren Notenpunkte addiert in das Endergebnis eingingen. Die Neusser Trainerin und Longenführerin Jessica Schmitz war mit der Leistung ihrer Pferdeakrobatinnen ebenfalls zufrieden. Es ist traumhaft. Ich bin jedes Jahr nach unserem Start glücklich und kann es kaum glauben, dass wir hier erneut als Sieger hervorgegangen sind“, sagte die 31-Jährige, die die Wettkampfhalle in Aachen mittlerweile als ihr „Wohnzimmer“ bezeichnet.

Rang zwei des Nationenpreises eroberte das Team Österreich. Die Mannschaft um Stefan Csandl, der am Vortag den Einzelwettbewerb gewann, sowie Lisa Krakowitzer und das Team UVT Salzburg Freisaal erhielt in der Endabrechnung 25,626 Zähler. Das waren lediglich 21 Hundertstel Punkte mehr als Deutschland II, bestehend aus dem VV Ingelsberg auf Adlon (Longe: Alexander Hartl/Note: 8,997), Sportsoldat Viktor Brüsewitz (8,556) aus Garbsen und Regina Burgmayr (8,052) aus Kastenseeon. Ramge hatte Brüsewitz, der im regulären Wettkampf eigentlich vor Oese lag, nach dessen Wunsch hin zur Ingelsberger Mannschaft ins zweite deutsche Team gesetzt. Der 22-Jährige war bereits 2010 in dieser Konstellation aktiv, hatte mit den Voltigiererinnen von Trainer Hartl bei den Weltreiterspielen in Kentucky 2010 Silber geholt.

Zu einem wahren „Weltfest des Pferdesports“ avancierte der Pas-de-Deux-Wettbewerb. Hier lieferten fast alle Paare in zwei Wertungsdurchgängen Leistungen auf Weltklasse-Niveau ab. Den Sieg sicherten sich am Ende die Britinnen Joanne und Hannah Eccles auf W H Bentley. Für ihre Küren – longiert von Vater John – erhielten sie 8,519 Punkte. Auf 8,372 Zähler kamen die Zweitplatzierten Rosalind Ross und Devon Maitozo. Die Kalifornier überzeugten auf dem deutschen Vierbeiner Ecestelli. Der 14-jährige Mannschafts-Junioren-Europameister an der Longe von Kurt Isensee bot den Amerikanern die hervorragende Basis, um die tänzerischste Kür der gesamten Konkurrenz mit der nötigen Leichtigkeit zu präsentieren. „Er ist ein hervorragendes Pferd“, sagte Maitozo, Einzel-Weltmeister von 1998 und Mannschafts-Weltmeister von 2010. Mit knappem Abstand (8,3) folgten seine Landsleute Megan Benjamin und Blake Dahlgren auf Anyway (Longe: Lasse Kristensen). Auf Rang vier landete das beste deutsche Duo, Pia Engelberty und Torben Jacobs auf Weltoni RS von der Wintermühle (Longe: Alexandra Knauf).

Im Anschluss an den CHIO Aachen nominierte die Arbeitsgruppe Spitzensport Voltigieren des DOKR die Teilnehmer für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Le Mans im Einzelvoltigieren und Pas-de-Deux. Die deutschen Farben in Le Mans werden vertreten von: Kristina Boe (Hamburg), Sarah Kay (Sörup) und Regina Burgmayr (Kastenseeon) sowie Erik Oese (Radebeul), Viktor Brüsewitz (Garbsen) und Torben Jacobs (Köln). Im Doppelvoltigieren werden starten: Pia Engelberty und Torben Jacobs auf Weltoni RS von der Wintermühle (Longenführerin: Alexandra Knauf) sowie die amtierende Europameisterin Theresa-Sophie Bresch mit ihrem Partner Daniel Rein auf Cyrano (Doris Marquart). Das Team RSV Neuss-Grimlinghausen auf Arkansas an der Longe von Jessica Schmitz hatte das WM-Ticket bereits im Mai gelöst. FN/Daniel Kaiser

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