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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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10.11.2017 | 10:00 Uhr | Adelheid Borchardt

„Stensbeck"-Feier: Auszeichnung für die besten Auszubildenden

Erstmals Ursula-Bruns-Plakette vergeben

Warendorf (fn-press). 133 Pferdewirte und neun Pferdewirtschaftsmeister trafen sich zur festlichen Stensbeck- und Graf von Lehndorff-Feier, um sich für ihre guten Prüfungsleistungen auszeichnen zu lassen. Darunter 15 Auszubildende, die eine ganz neue Auszeichnung erhielten: Die Ursula-Bruns-Plakette. Desweiteren wurden die Jahrgangsbesten zum dritten Mal mit dem J.J. Darboven Förderpreis ausgezeichnet.

„Sie werden für viele Menschen Vorbild sein. Die Menschen werden erwarten, dass sie nicht nur über Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen verfügen, sondern diese auch leben“, stellte Markus Scharmann, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für die Pferdewirtausbildung zuständig, in seiner Laudatio für die Jahrgangsbesten Berufsreiter heraus. Die Gesellschaft schaut immer kritischer auf den Pferdesport. In sozialen Medien kann alles, immer und überall verbreitet werden. Art und Weise der Kommunikation haben sich verändert. „In dieser Zeit sind wir alle mehr denn je dazu aufgefordert, nicht nur Verantwortung für unser eigenes Tun zu übernehmen, sondern für den Erhalt der Akzeptenz des Pferdesportes in der Gesellschaft“, so der Pferdewirtschaftsmeister und Diplomtrainer weiter. Dazu gehöre an allererster Stelle ein ehrlicher Abgleich zwischen dem Anspruch an den Beruf und der gelebten Realität, denn an „dieser werden wir schlussendlich gemessen.“ Deshalb: „Haben Sie den Mut, sich Fehler einzugestehen und lernen Sie aus diesen Fehlern.“ Denn „wir alle befinden uns in einem lebenslangen Lernprozess.“

Die Stensbeck- bzw. Graf-von-Lehndorf-Plakette erhalten alle Pferdewirte (Bronze) und Pferdewirtschaftsmeister (Silber), die ihre Prüfung mit exzellenten Noten bestanden haben. Die Stensbeck-Plakette erinnert an Oskar Maria Stensbeck (1858-1939), einen der besten Ausbilder seiner Zeit. Georg Graf von Lehndorff (1833-1914), einer der bedeutenden Landstallmeister der Preußischen Gestütsverwaltung und bedeutender Kenner des Vollblutpferdes, ist Namensgeber der zweiten Plakette, die die Leistungen der Pferdewirte und Meister in den beiden Bereichen Haltung und Service sowie Zucht belohnt.

Erstmals wird in diesem Jahr die Ursula-Bruns-Plakette vergeben. Seit der Neuordnung der Berufsausbildung der Pferdewirte 2010 gibt es die Fachrichtung Spezialreitweisen Einsatzgebiet Gangreiten. Mit der Ursula-Bruns-Plakette haben der Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV) und die Internationale Gangpferdevereinigung (IGV) gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eine Auszeichnung für die besten Auszubildenden dieser Fachrichtung ins Leben gerufen. Mit der Namensgebung für die Auszeichnung wird an eine Pferdefrau erinnert, die das Freizeitreiten und Gangpferdereiten in Deutschland maßgeblich geprägt hat und im letzten Jahr im Alter von 93 Jahren verstarb. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik galt Ursula Bruns Hauptinteresse seit den 50er Jahren einer artgerechten Haltung und Ausbildung von Pferden. Sie schrieb über 48 Bücher, darunter „Dick und Dalli und die Ponys“, auf das die Immenhof-Filme zurückgehen. 1958 gründete sie die Zeitschrift „Pony-Post“ und 1969, darauf aufbauend, „Freizeit im Sattel“. 1976 entwickelte Ursula Bruns mit der Erwachsenenpädagogin Prof. Inge Behr eine neue Methode zum Einstieg in das Reiten. Um die von ihr entwickelten Ideen in die Praxis umzusetzen, gründete sie 1978 das FS Test-Zentrum Reken in Westfalen – heute bundesweit als Reit-Zentrum Reken bekannt. Bis ins hohe Alter von über 80 Jahren ritt Ursula Bruns täglich ihre Isländer und töltenden Traber. Für ihr Engagement erhielt sie viele Auszeichnungen, darunter die Plakette in Silber für besondere Verdienste, mit der die FN Ursula Bruns 2007 ehrte.

Nicht für gute Prüfungen, sondern für besondere Verdienste um die Berufsausbildung wird seit 2012 die Stensbeck-Plakette in Gold vergeben. Preisträger 2017 ist Henning Müller (Neustadt/Dosse). Von 1969 bis 1971 machte der Pferdewirtschaftsmeister seine Ausbildung zum Pferdewirt Zucht und Haltung im Gestüt Neustadt, dem heutigen Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse), in dem er 41 Jahre – zuletzt als Hauptsattelmeister – wirkte. Müller bildete fast 350 Pferdewirte aus und viele seiner Schützlinge bestanden ihre Ausbildung mit Auszeichnung. Er baute die Reit- und Fahrschule in Neustadt auf, deren Ausbildungsleiter er war. Zudem initiierte er erfolgreich das Projekt „Reiten in der Schule“. Für seinen Berufsstand – und damit die Qualität der Ausbildung von Reitern und Pferden - engagierte er sich als Delegierter der Bundesvereinigung der Berufsreiter sowie in den Prüfungsausschüssen an der Deutschen Reitschule für Abschluss- und Meisterprüfungen – Fachrichtung Klassische Reitausbildung, ebenso in den Prüfungsgremien für Pferdehaltung und Service sowie Pferdezucht.

Die Jahrgangsbesten der jeweiligen Ausbildungsgänge wurden mit dem J.J. Darboven-Förderpreis ausgezeichnet, der 2015 erstmals vergeben wurde. Bei den Pferdewirten Fachrichtung Pferdehaltung und Service ging der Preis an Sandy Kleinschmitt (Haibach). Sie schloss ihre Berufsausbildung bei Ulrike Mohr mit Note 1,0 ab. Kathrin Goullon (Heidmühlen/Ausbilder: Christian Hess) ist mit Note 1,3 die Beste in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung und Hannah Kurz (Dreieich/Ausbilder: Christoph Meyer zu Hartum) mit Note 1,18 die Beste in der Fachrichtung Zucht. Bei den Pferdewirten IPZV bestand Isabell Kröckritz (Dahlingen) mit Note 1,6 als Jahrgangsbeste die Prüfung. Katharina Albersmeier (Warburg) schloss ihre Pferdewirtschaftsmeisterprüfung Fachrichtung Reiten mit Note 1,74 ab und Marie Lange-Fuchs (Hohenfelde) war mit Note 1,64 beste Absolventin bei den Pferdewirtschaftsmeister Zucht und Haltung. Alle Sechs erhielten je einen Scheck über 500 Euro.

Und das sind alle Ausgezeichneten in der Übersicht:

Mit der Stensbeck Plakette in Gold wurde Henning Müller (Neustadt/Dosse) ausgezeichnet.

Die Stensbeck-Plakette in Silber erhielten: Katharina Albersmeier (Warburg); Lina Claren (Pulheim); Pascale Gander (Ladenburg); Friedericke Maas (Neustadt/Dosse); Thilo Schulz (Bergen); Mathis Schwentker (Kirchdorf); Friedericke Josefine Stuft (Münster).

Mit der Stensbeck-Plakette in Bronze wurden ausgezeichnet: Sönke Aldinger (Kehl/Ausbilder Timo Beck); Lea Buzilowski (Balve/Marisa Philipp); Katharina Saskia Dietl (Neustadt/Dosse/Henning Müller); Franziska Elsen (Dossenheim/Julia Kühn); Christoph Fingerhut (Warendorf/Friedrich Lutter); Fiona Führlbeck (Münster/Ralf Eberhardt); Kathrin Goullon (Heidmühlen/Christian Hess); Lotte Heuser (Dettighofen/Laura Schulze); Josephine Last (Warendorf/Hannes Müller); Anniina Lintula (Ascheberg/Kai Ligges); Francesca-Marija Lopar (Münster/Jörg Jacobs); Niklas Mathes (Essen/Ulla von Bormann); Annabell Miesner (Warendorf/Susanne Miesner); Marie Piuva (Bad Homburg/Andreas Wendenburg); Carla Röhr (Landesbergen/Thorsten Röhr); Kirsten Schweiger (Neuburg a.d. Donau/Anita Schweiger); Sven Sieger (Eulendorf/ohne Ausbilder); Anna Sulz (Walddorfhäslach/Katharina Schulte-Varendorff); Nora Tranins (Wahrenholz-Betzhorn/ohne Ausbilder); Nathalie Westphal (Redefin/Michael Thieme).

Die Graf Lehndorff-Plakette in Silber erhielten: Marie Lange-Fuchs (Hohenfelde) und Simone Salzer (Adorf OT Gettengrün).

Die Graf Lehndoff-Plakette in Bronze – Fachrichtung Zucht – ging an: Weena Bayer (Padenstedt/Ausbilder Ute Rowäder); Katharina Saskia Dietl (Neustadt/Dosse/Henning Müller); Susanne Frohn (Köln/Frank Dorff); Mirijam Grill (Gomadingen/Karl Single); Rebekka Maria Therese Grün (Gomadingen/Karl Single); Colin Hackert (Neustadt/Dosse/Henning Müller); Merle Hennemann (Havelaue OT Wolsier/Anika Hoffmann); Malin Krummel (Langenhagen/Iris Lorberg); Hannah Kurz (Herford/Christoph Meyer zu Hartum); Christin Müller (Luckau/Jana Freund); Kristine Neubauer (Ahrsen/Claudia Mohlfeld); Jasmin Nies (Odenthal/Teresa Dornbusch); Fabian Puchta (Beerfelden/Ralf Kredel); Clemens Roos (Gomadingen/Karl Single); Annika Rücker (Gomadingen/Karl Single); Philipp Santl (Traitsching/Susanne Dedecek); Jan Schröder (Dierstdorf/Ilona Danowski); Carina Ströbel (Hohenlinden/Gösta Nowak); Laura Unger (Bassum/Marten Hillmann); Sophie von Wrede (Sottrum/Stefan Ullrich).

Die Graf Lehndorff-Plakette in Bronze – Fachrichtung Haltung und Service – ging an: Alissa Acquaviva (Hergatz/Ausbilder Linda Elisabeth Müller); Louisa Beeck (Celle/Henning Steinhoff); Rebecca Katharina Bendisch (Mayen/Anne Horst-Saur); Natalie Bitzinger (Framersheim/Dorothee Schneider); Kristin Bosch (Gomadingen/Karl Single); Lisa-Marie Braniewicz (Bad Zwischenahn/Sandra Tietjen); Dornice Curland (Vechelde/Hendrik Schäfer); Ann-Marie Dammer (Stedten am Ettersberg/Birgit Dammer); Madeleine Dichta (Höhr-Grenzhausen/Harald Petter); Sophia Eißner (Neuburg/Andreas Brandt); Louisa Genzmer (Billerbeck/Katharina Schulte-Varendorff); Sarah Gerards (Mayen/Anne Horst-Saur); Maja Gjorgjievski (Messel/ohne Ausbilder); Lisa-Marie Guggenheimer (Haltern am See/Dieter Pothen); Sabrina Gut (Gomadingen/Karl Single); Kristin Hampl (Seeheim-Jugenheim/ohne Ausbilder); Silke Hanke (Hainspitz/Mandy Haufe); Jennifer Rita Helling (Warendorf/Friedrich Lutter); Lorenz Hemmerich (Moritzburg/Volkmar Wagner); Bianca Huppertz (Schleiden/Adrienne Slottke); Louisa Janck (Bad Bramstedt/Marin Schönfeld); Nadja Jüttner (Gielde/Elisabeth Kather); Elisabeth Karl (Moritzburg/Volkmar Wagner); Sandy Kleinschmitt (Bensheim/Ulrike Mohr); Lena Knigge (Werther/Lina Delius); Lara Kripke (Fehmarn/Kai Rüder); Luisa Kröningebbes (Bielefeld/Christian Deharde); Tina Kunze (Torgau/Antje Zimpel); Sarah Labenski (Haßloch/Claudia Heicke); Jasmin Lamprecht (Torgau/Antje Zimpel); Tanja Lemmer (Ebsdorfergrund/ohne Ausbilder); Anna Linke (Reichenbach/Oberlausitz/Marko Maaß); Mona Luthin (Könnern/Kathrin Dobronski); Theresa Mayer (Gomadingen/Karl Single); Hannah Meißner (Leiblfing/Manuela Meißner); Oliver Morgen (Redefin/Dirk Engelke-Wilk); Emily Müller (Torgau/Antje Zimpel); Anika Naumann (Bensheim/Ulrike Mohr); Lars Peters (Usingen-Wernborn/ohne Ausbilder); Svenja Petersen (Donzdorf/Antje Grund); Franziska Quade (Köln/Detlef Kierdorf); Ina Roters (Ganschow/Friedhelm Mencke); Paul Schadly (Zörbig/Siegmund Hintsche); Chatharina Scheer (Recklinghausen/Johannes Lackmann); Inga Schmidt (Knüllwald-Rengshausen/Andreas Högel); Carolina Schriefers (Niederkrüchten/Tanja Gutjahr); Jana Schröder (Nottuln/Svenja Leifhelm); Nani Schultz (Glienecke/ohne Ausbilder); Ellen Steger (Worms/Thomas Wittemer); Nora Thiele (Hagen a.T.W./Ina Gröngröft); Rodena Vogel (Herzebrock-Clarholz/Heinrich-Josef Scholvien-Bergmann); Sina Völkel (Wallenhorst/Heiner Sudowe); Matthias Wandschneider (Gadebusch/Michael Nagel); Jana Wenzel (Bensheim/Ulrike Mohr); Julia Wichers (Oranienburg/Heike Tischler); Katharina Wiegman (Gomadingen/Karl Single); Zoe Winter (Oebisfelde-Weferlingen/Uschi Emmerich-Elsner); Lea Wörner (Gomadingen/Karl Single).

Die Ursula Bruns-Plakette in Bronze erhielten: Ann-Kathrin Berner (Sinzheim/Ausbilder Anna Krolow); Svenja Braun (Wört); Tobias Duffner (Dumersheim/Jens Fürchtenschneider); Shirin Geier (Much/Johanna Tryggvason); Lea Lisa Marie Görlitz (Auersmacher/Michaela Schäfer); Sandra Heiliger (Wermelskirchen); Katja Hochbein (Altenberger/Anne Trappe); Larissa Kejwal (Dahlenburg); Isabelle Köckritz (Weitingen); Carina Maaßen (Jüchen/Regina Eckert); Maren Richter (Dorsten); Kristina Scheuffgen (Zülpich); Lisa-Marie Schwarz (Eisenschmitt/Annette Single); Nele Wagenitz (Schwarzenbek); Miriam Wenzel (Frickenhausen/Annette Single).

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