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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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18.04.2017 | 11:00 Uhr | Adelheid Borchardt

Neuerungen für Trainerausbildung und Kennzeichnung

Ausbildungsexperten diskutieren über APO 2020

Münster (fn-press). Nach der APO ist vor der APO: Die nächste Auflage der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) 2020 stand im Mittelpunkt der Fachschulleitertagung Anfang April an der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster/Handorf. Aus dem gesamten Bundesgebiet folgten rund 50 Leiter von Fachschulen und dezentralen Lehrgängen der Einladung der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), um Themen und mögliche Neuerungen im Bereich der Trainerqualifikationen zu diskutieren.

Einig waren sich die Ausbilder der Ausbilder darin, dass der Trainerassistent als Vorstufenqualifikation attraktiver gemacht werden soll. „Denkbar sind zum Beispiel neue Aufgabenfelder, die die Qualifikation aufwerten“, sagte Eva Lempa-Röller, bei der FN zuständig für die Trainerausbildung. Der Trainerassistent kann schon im Alter von 16 Jahren abgelegt werden, und „ist gerade für Jugendliche und junge Erwachsene interessant, denn er ist auch ein sehr guter Einstieg in eine Trainerlaufbahn.“ Fachliche Voraussetzungen beispielsweise für den Trainerassistenten Reiten sind derzeit der Basispass Pferdekunde oder die Reitabzeichen RA 7 und 6 sowie das Longierabzeichen LA 5 und die Teilnahme an einem Trainerassistenlehrgang zur Prüfungsvorbereitung.

Prüfung ist noch ein Stichwort im Zusammenhang mit der APO 2020. In Vorbereitung der neuen APO werden zahlreiche Ideen und Konzepte in Form von Pilotmaßnahmen überprüft. Eine dieser Maßnahmen testete, wie moderne Prüfungsverfahren aussehen können. Die Diskussion reichte von gänzlichem Verzicht auf Prüfung und Noten bis zu Mischformen, bei denen zum Beispiel der Lehrgangsleiter bestimmte Fächer bzw. Leistungen im Laufe des Lehrgangs beurteilt und nur noch Kernfächer Gegenstand einer Prüfung sind. Zu der Diskussion gehörte zudem der Ablauf der Prüfung. Schon mit der aktuellen APO wurden im Prüfungssystem die Schwerpunkte vermehrt in Richtung praxisorientierten Prüfungsgespräch gelegt. Im Rahmen der Fachschulleitertagung tauschten die Experten Ideen und Erfahrungen aus, wie sie bei den angehenden Trainern und Ausbildern den handlungsorientierten Unterricht, die Reitlehre und das sportartbezogene Wissen prüfen.

Neben Prüfungsverfahren testet die FN im Vorfeld der APO 2020 in Form von Pilotmaßnahmen auch diverse neue Qualifikationen für Trainer. So wird im Dezember 2018 entschieden, ob es ab 2020 einen Trainer C Basissport Kinderreitunterricht und einen Trainer A Fahren Breitensport als neues Angebot geben wird. Ebenfalls in der Experimentierphase, die bis Mitte 2018 abgeschlossen sein muss, sind neue Ergänzungsqualifikationen (EQ). Ergänzungsqualifikationen erlauben es Trainern, sich für besondere Themen und Zielgruppen fit zu machen. So gibt es bereits die EQ Kinderreitunterricht oder EQ Bodenarbeit. Und vielleicht gibt es ab 2020 auch eine EQ für erwachsene Spät- und Wiedereinsteiger oder für Schulsport. Die Fachschul-Vertreter befürworten jedenfalls die Vielfalt und Differenzierungen, die in den EQ abgebildet werden.

„Es ist toll, wie sehr die Fachschulleiter den alljährlichen Erfahrungs- und Informationsaustausch nutzen und schätzen“, freute sich Eva Lempa-Röller über die Resonanz der Teilnehmer. „Zum einen ist dieses Treffen ein wichtiger Baustein für die Qualitätssicherung in der Ausbildung und die Fortschreibung der APO. Zum anderen können und sollen diese Experten ihre Empfehlungen und Erfahrungen in die Weiterentwicklung der APO einfließen zu lassen.“

Ähnlich engagiert ging es beim Treffen der Mitglieder der Kennzeichnungskommission und des Arbeitskreises Kennzeichnung zu, die sich mit dem Thema Pferdehaltung und Kennzeichnung von Pferdebetrieben in der APO beschäftigen. Die rund 40 Experten bekannten sich klar zur Fortführung der FN-Kennzeichnung unter Berücksichtigung der „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltung unter Tierschutzgesichtspunkten“ des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Gleichzeitig nutzten sie das Treffen, um die bundesweit einheitliche Anwendung der Qualitätskriterien sicherzustellen, indem sie diese bei einer Stallbesichtigung diskutierten. Dies dient auch einem der Überarbeitungsziele für die APO 2020. Das Kennzeichnungssystem durch noch mehr Qualität aufzuwerten. Und diese Qualität soll sowohl für die zu kennzeichnenden Betriebe als auch deren Kunden deutlicher werden. So wird in dem Zusammenhang eine für die Kunden des gekennzeichneten Betriebes aussagekräftigere Außenwirkung angestrebt. In diesem Sinne soll auch das Punktesystem für die Reit-, Fahr- und Voltigier-Schulen novelliert werden. Bo

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