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Olympische Spiele London - Gold für die Vielseitigkeitsreiter - Foto: Stefan Lafrentz

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Europameisterschaften Fahren in Göteborg

21. bis 27. August 2017 in Göteborg

Mannschaftssilber und ein dritter Platz in der Einzelwertung für Christoph Sandmann - das ist die Bilanz der Vierspänner-Fahrer bei den Europameisterschaften in Göteborg. Bereits in der Dressur zeigten die Fahrer ihr ganzes Können: Drei Gespanne blieben unter 50 Strafpunkten. Die drei deutschen Teilnehmer, Mareike Harm (Negernbötel), Christoph Sandmann (Lähden) und Georg von Stein (Modautal), lagen deshalb von Tag eins an auf dem Silberrang hinter den großen Konkurrenten aus den Niederlanden. Die Marathon-Strecke führte durch die Göteborger Innenstadt. Rund 20.000 Zuschauer jubelten den Fahrern und ihren Pferden zu. Zur größten Herausforderung wurde der Boden im Slottskogen-Park, der im Laufe des Tages immer tiefer wurde. Doch die deutschen Gespanne schlugen sich achtbar und verteidigten Platz zwei. Christoph Sandmann kämpfte sich sogar auf Rang drei vor, den er auch im abschließenden Kegel-Fahren nicht mehr hergab. Auch Mareike Harm und Georg von Stein ließen im Parcours nichts anbrennen und sicherten den Silberrang für die deutsche Mannschaft.

  

Bilder der Vierspänner bei der EM 2017 in Göteborg

EM Göteborg: Bronze für Christoph Sandmann - Foto: Dirk Caremans
EM Göteborg: Mareike Harm in der Dressur - Foto: Stefan Lafrentz
EM Göteborg: Mareike Harm im Kegelparcours - Foto: Dirk Caremans

Der Wettkampfmodus: Dressur - Gelände - Kegelfahren
Die erste Teilprüfung ist die Dressur. Das Ergebnis wird in Strafpunkte umgerechnet. Die Dressur der Vierspänner findet an zwei Tagen statt. Danach folgt die Geländeprüfung, der sogenannte Marathon. Er besteht aus einer Phase A, der Wegstrecke, und der Phase B, in der acht Hindernisse möglichst schnell zu bewältigen sind. Die Zeit wird bei der Ein- und Ausfahrt in jedes Hindernis gestoppt und am Ende zusammengerechnet und in Strafpunkte umgewandelt.

Am nächsten Tag steht als dritte und letzte Teilprüfung das Hindernisfahren, auch Kegelfahren genannt, auf dem Programm. Die Fahrer starten im umgekehrter Reihenfolge ihrer Rangierung nach Dressur und Gelände. Das heißt, der bis dahin Führende fährt als letzter Starter in den Kegelparcours ein. Die Fahrer müssen den schnellsten Weg durch einen Kegelparcours finden. Für einen beim Durchfahren vom Kegel heruntergefallenen Ball gibt es drei Strafpunkte. Für das Überschreiten der häufig sehr knapp bemessenen erlaubten Zeit gibt es ebenfalls Strafpunkte.

Am Ende werden die Strafpunkte aus allen drei Teildisziplinen zusammen gerechnet. Der Fahrer mit den wenigsten Strafpunkten ist neuer Europameister.  Drei Vierspänner bilden außerdem ein Team, wobei das jeweils schlechteste Ergebnis der drei Fahrer in den drei Teilprüfungen das Streichergebnis liefert. So werden immer die zwei besten Ergebnisse aus jeder Teilprüfung zusammengerechnet. Das Team mit den wenigsten Strafpunkten ist am Ende Mannschafts-Europameister.