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Deutsche Classic Ponys - Foto: Stefanie Grober

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Zuchtprogramme in Deutschland

Deutsche Ponyzucht

Ein Zuchtprogramm in der deutschen Pony- und Kleinpferdezucht richtet sich nach dem Rahmen, den sich die Zuchtverbände durch die seit dem 1. Januar 1990 gültige Zuchtverbandsordnung (ZVO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) Bereich Zucht selbst gegeben haben. Die ZVO regelt unter anderem eine einheitliche Umsetzung des Tierzuchtgesetzes in der Pferdezucht für die FN-Mitgliedszuchtverbände. Für die Zuchtverbände sind die jeweiligen Länderverordnungen maßgebend. Die in der ZVO für die einzelnen Ponyrassen angegebenen Zuchtziele orientieren sich an den jeweiligen Vorgaben aus den Ursprungszuchtbüchern.
Das Zuchtprogramm umfasst Maßnahmen, die geeignet sind, einen Zuchtfortschritt im Hinblick auf das jeweilige Zuchtziel der Rasse zu erreichen. Hierzu gehören insbesondere

  • Festlegung der Zuchtziele
  • Selektion der Zuchttiere:
    • Die Selektion geschieht durch eine Körung und Anerkennung der Hengste sowie eine Eintragung in die Hengstbücher und Eintragungen der Stuten in die Stutbücher aufgrund bestimmter Voraussetzungen, die die Tiere hinsichtlich Pedigree und Beurteilung der äußeren Erscheinung einschließlich des Bewegungsablaufs erfüllen müssen.
  • Prüfung der Zuchttiere:
    • Die Prüfung der Zuchttiere vergleichbarer Rassen dient als unverzichtbare Selektionshilfe in der Pferdezucht.

Das Zuchtplanungsmodell beim Deutschen Reitpony:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die erste Selektionsstufe bei Ponys stellt die Fohlenbeurteilung dar. Die Selektion der Hengste bzw. Stuten (2. Selektionsstufe) erfolgt dann im Rahmen der Körung oder Stutbuchaufnahme. Im Anschluss daran werden Eigenleistungen auf Station oder im Feld anlässlich der Hengstleistungsprüfung bzw. der Zuchtstutenprüfung als dritte Selektionsstufe erfasst (nicht für alle Rassen vorgeschrieben).

Leistungsprüfungen:
Leistungsprüfungen werden als Hengstleistungsprüfung und als Zuchtstutenprüfung angeboten. Die obligatorische Hengstleistungsprüfung stellt zur Zeit die wesentliche Leistungsprüfung auch in der Pony- und Kleinpferdezucht dar. Hier können unter weitgehend standardisierten Umweltverhältnissen genügend sichere Daten gewonnen werden, welche eine frühzeitige Selektion der Vatertiere ohne wesentliche Verlängerung des Generationsintervalls zulassen. Die Zuchtstutenprüfung geschieht auf freiwilliger Basis und ist ein Kriterium zur Prämierung der Stute.
Leistungsprüfungen können auch in Form von Turniersportprüfungen durchgeführt werden. Die genauen Anforderungen der verschiedenen Leistungsprüfungen sind in der ZVO niedergeschrieben.

Die bisher nur bei Reitpferden bundesweit angewandte Methode der Zuchtwertschätzung aufgrund von Turniererfolgen ist im Bereich der Ponyzucht noch nicht umgesetzt worden, sollte jedoch auch hier angewandt werden, wenn die Datenerfassung dies zulässt. So könnte, durch Zuchtwertschätzung anhand von Turniererfolgen eines Hengstes, seiner Verwandten und seiner Nachkommen, auch bei den Ponys die nächste, vierte Selektionsstufe im Zuchtprogramm manifestiert werden.

Leistungsstutbuch der FN:
Bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bereich Zucht - wird ein Leistungsstutbuch geführt, in das eingetragene Zuchtstuten eines von der FN anerkannten Zuchtverbandes eingetragen werden können, die in der Beurteilung des Exterieurs, der Regelmäßigkeit und des Schwungs der Gänge etc., von der Zuchtleitung des jeweiligen Verbandes in der Gesamtnote als überdurchschnittlich bewertet wurden. Außerdem sind die Stuten nur dann eintragungsberechtigt, wenn sie in 4 Zuchtjahren 2 Fohlen gebracht haben. Es gibt folgende Abteilungen:

  • Abteilung A: Eintragung aufgrund der Ablegung der Eigenleistungsprüfung (Stations- oder Feldprüfung)
  • Abteilung B: Eintragung aufgrund eigener Turniererfolge
  • Abteilung C: Eintragung aufgrund von Turniererfolgen der Nachkommen
  • Abteilung D: Eintragung aufgrund von Zuchterfolgen (Fruchtbarkeit)



Unterteilung der Zuchtbücher:
Hengste und Stuten werden in unterschiedlichen Abteilungen geführt. Die Zuchtbücher sind nach den unterschiedlichen Rassen und Zuchtrichtungen eingeteilt. Die Mindestangaben im Zuchtbuch regelt die Zuchtbuchordnung in der ZVO, ebenso wie die Kriterien zur Sicherstellung der Identität und die Anforderungen an die Merkmale der äußeren Erscheinung sowie der Leistung. Diese Merkmale müssen zur Eintragung vom Zuchtpferd erfüllt werden.
Jeder Zuchtverband legt in seiner eigenen Zuchtbuchordnung selbst fest, welche Zuchtbuchabteilungen am Zuchtprogramm teilnehmen. Bei Rassen mit geschlossenen Zuchtbüchern können nur Tiere am Zuchtprogramm teilnehmen, deren Eltern selbst in einem Zuchtbuch der selben Rasse eingetragen sind. Im Gegensatz dazu kann bei Rassen mit offenen Zuchtbüchern eine Fremdanpaarung mit vorgegebenen Veredlern im Zuchtprogramm vorgesehen sein. Die Ponys werden je nach Abstammung und/oder Leistung in eine der folgenden Abteilungen bzw. Abschnitte des Zuchtbuches eingetragen:

  • Hauptabteilung:
    • Hengstbuch I
    • Hengstbuch II
    • Stutbuch I
    • Stutbuch II
    • Anhang für Hengste und Stuten
  • Besondere Abteilung (nur bei offenen Zuchtbüchern)
    • Vorbuch für Hengste und Stuten


Weitere Informationen zu den Eintragungsbedingungen in die Zuchtbücher sind in der Zuchtverbandsordnung (ZVO) zu finden.

Ansprechpartner

Foto von Dr. Teresa Dohms-Warnecke

Dr. Teresa Dohms-Warnecke

Tel 02581/6362-157
Fax 02581/6362-105

E-Mail

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