Deutsche Reiterliche Vereinigung

Coronavirus: Auswirkungen auf den Pferdesport

Tagesaktuelle Informationen

Die Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) treffen Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter sowie Turnierveranstalter mit besonderer Härte und erschüttern sie bis ins Mark. Als Interessenvertreter von Pferdesport und Pferdezucht haben sich die FN und ihre Mitgliedsverbände erfolgreich dafür eingesetzt, dass Training und Unterricht auf den Pferdesportanlagen auch in Corona-Zeiten stattfinden dürfen. Weiterhin arbeiten die Verbände daran, dass auch Veranstaltungen wie Turniere, Leistungsprüfungen, Lehrgänge und Seminare wieder flächendeckend stattfinden dürfen.

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen im Sinne von Pferdesport und Pferdezucht ab, die in den untenstehenden Downloads und FAQ nachzulesen sind. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Dafür sind Bundesregierung, Bundesländer, Landkreise und Kommunen zuständig. So kommt es, dass es regional und lokal unterschiedliche Regelungen für Pferdesport und Pferdezucht gibt. Die FN rät allen Pferdesportlern und Züchtern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen.


Downloads

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Noch nicht auf alle Fragen haben wir schon jetzt eine zufriedenstellende Antwort. Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, Ihre Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir derzeit sehr viele Anfragen erhalten und auch ein wenig Zeit für die Recherche benötigen. Sobald wir über die entsprechenden Informationen und Empfehlungen verfügen, werden wir sie hier veröffentlichen. Wir können jedoch keine rechtsverbindlichen Antworten geben. Ihre Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse corona@fn-dokr.de senden.

Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen wieder zu erlauben. Damit können bundesweit wieder Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es werden zukünftig noch stärker regional unterschiedliche Regelungen für den Sport gelten. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Links zu den Verordnungen und Sonderregelungen der jeweiligen Bundesländer sind auf dieser Seite unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Die Lockerung der Maßnahmen stützt sich auf einen Beschluss der Sportministerministerkonferenz. Darin heißt es unter anderem, dass der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden kann, wenn die Sportangebote an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die FN und ihre Mitgliedsverbände haben sich mit guten Argumenten dafür stark gemacht, mit den Entscheidungsträgern eine Sonderlösung für Reithallen als Teil der Außensportstätte zu erwirken. Inzwischen sind Training und Unterricht in Deutschland auch in Reithallen fast flächendeckend wieder erlaubt. Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Die FN rät allen Pferdesportlern sich vor Ort über die konkreten Regelungen in ihrem Bundesland bzw. Ihrer Kommune zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch wieder andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit externer Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Private Pferdehalter, also Pferdebesitzer, die ihre Pferde als Selbstversorger in einem eigenen Stall halten, müssen genauso wie Vereine und Betriebe Maßnahmen ergreifen, die gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und das Tierwohl sicherstellen.

Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen wieder zu erlauben. Damit können bundesweit wieder Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es werden zukünftig noch stärker regional unterschiedliche Regelungen für den Sport gelten. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Die Lockerung der Maßnahmen stützt sich auf einen Beschluss der Sportministerministerkonferenz. Darin heißt es unter anderem, dass der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden kann, wenn die Sportangebote an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die FN und ihre Mitgliedsverbände haben sich mit guten Argumenten dafür stark gemacht, mit den Entscheidungsträgern eine Sonderlösung für Reithallen als Teil der Außensportstätte zu erwirken. Inzwischen sind Training und Unterricht in Deutschland auch in Reithallen fast flächendeckend wieder erlaubt. Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Die FN rät allen Pferdesportlern sich vor Ort über die konkreten Regelungen in ihrem Bundesland bzw. Ihrer Kommune zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch wieder andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit externer Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Position der FN
Der Pferdesport – ob als Freizeitaktivität oder als Turniersport – ist der Hauptgrund dafür, dass in Deutschland schätzungsweise 1,3 Millionen Pferde leben. Von der Begeisterung von Reitern, Fahrern und Voltigierern für ihre Pferde leben ganze Berufszweige und Branchen – von den Stallbetreibern über Futtermittelhersteller, Ausrüster, Sattler bis zu Tierärzten, Schmieden und Physiotherapeuten sowie Pferdewirten und Trainern. Die FN setzt sich deshalb dafür ein, dass der Zugang zu den Pferden auch in Corona-Zeiten in ausreichendem Maße sichergestellt ist. Gleichzeitig unterstützt die FN die Stallbetreiber darin, klare Regeln für den Betrieb ihrer Anlagen aufzustellen. Die Einhaltung der Regeln ist notwendig, um den Behörden keinen Anlass für die Schließung der Anlagen zu geben.

Status Quo
Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen wieder zu erlauben. Damit können bundesweit wieder Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es werden zukünftig noch stärker regional unterschiedliche Regelungen für den Sport gelten. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Welche Eckpunkte müssen beachtet werden?
Auch wenn der Sportbetrieb wieder erlaubt ist, kann leider noch kein Normalbetrieb herrschen, denn die Eindämmung des Coronavirus hat noch immer oberste Priorität. Die Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter. Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch wieder andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Die Lockerung der Maßnahmen stützt sich auf einen Beschluss der Sportministerministerkonferenz. Darin heißt es unter anderem, dass der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden kann, wenn die Sportangebote an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die FN und ihre Mitgliedsverbände haben sich mit guten Argumenten dafür stark gemacht, mit den Entscheidungsträgern eine Sonderlösung für Reithallen als Teil der Außensportstätte zu erwirken. Inzwischen sind Training und Unterricht in Deutschland auch in Reithallen fast flächendeckend wieder erlaubt. Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Die FN rät allen Pferdesportlern sich vor Ort über die konkreten Regelungen in ihrem Bundesland bzw. Ihrer Kommune zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

Gibt es eine zeitliche Begrenzung für die Anwesenheit auf der Pferdesportanlage/im Stall/in der Reithalle? Dürfen mehrere/unterschiedliche Personen ein Pferd versorgen und bewegen (z.B. Reitbeteiligungen)?
Nach Auffassung der FN gehen aus den Beschlüssen der Bundesregierung und der Sportminister keine genau definierten zeitlichen Begrenzungen oder Begrenzungen der Personenzahl hervor. Allerdings können die Vorgaben regional unterschiedlich sein. Die FN empfiehlt also, sich die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen. Unbedingt einzuhalten sind aber zu jeder Zeit der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln.

Pferdesportler dürfen zwar wieder ihrem Hobby nachgehen, trainieren und Unterricht nehmen. Trotzdem wird leider noch nicht alles wieder so normal sein, wie es vor Corona war. Bundesweit gelten weiter die bekannten Abstands- und Hygiene-Regeln sowie weitere Auflagen für Sportanlagen. Zum Beispiel dürfen noch nicht in allen Bundesländern wieder Gemeinschafts- und Umkleideräume genutzt werden, Risikogruppen dürfen keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden und es dürfen in den meisten Bundesländern keine Zuschauer zugelassen werden. Die Anwesenheit externer Personen muss demnach, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage bzw. dem Verantwortlichen des Vereins oder dem leitenden Trainer/Reitlehrer abgestimmt sein und dokumentiert werden.

Darf ein Stallbetreiber den Betrieb für Pferdebesitzer und Einstaller schließen oder die Anwesenheitszeit und Personenzahl auf der Anlage begrenzen?
Die vollständige Schließung eines Betriebs dürfte nach der grundsätzlichen Öffnung der Sportanlagen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Der Betreiber/Besitzer der Anlage hat jedoch das Hausrecht und muss beurteilen, welche Aktivitäten rund um Versorgung und Bewegung der Pferde auf seiner Anlage unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes noch stattfinden können. Die FN unterstützt die Stallbetreiber darin, klare Regeln für den Betrieb ihrer Anlagen aufzustellen – unter angemessener und verantwortungsvoller Berücksichtigung der Betriebsgröße, der vorhandenen Möglichkeiten (Ställe, Plätze, Hallen) sowie der Zahl der Einstaller. Die vorhandenen Möglichkeiten auf den Anlagen müssen also mit Vernunft und Augenmaß so gut wie möglich ausgeschöpft werden, um unter den genannten Auflagen die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen. Die Einhaltung der Regeln ist notwendig, um den Behörden keinen Anlass für die erneute Schließung der Anlagen zu geben. Zu seinem eigenen gesundheitlichen Schutz und zum gesundheitlichen Schutz seiner Kunden und Mitarbeiter hat der Stallbetreiber das Recht, Personen der Anlage zu verweisen bzw. diese nicht betreten zu lassen, wenn diese sich nicht an die Vorgaben zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronavirus halten.
Die FN appelliert auch an das Gewissen der Pferdebesitzer, die Anwesenheit im Stall auf ein angemessenes Maß zu begrenzen, um auch anderen die Chance auf Zeit mit ihrem Pferd zu geben. Es herrscht derzeit eine Ausnahmesituation, die von allen Beteiligten einen immensen Verzicht auf den gewohnten Lebensalltag bedeutet. Deshalb bittet die FN auch alle Beteiligten darum, die aktuelle Situation nicht auszunutzen und keine persönlichen Konflikte auszutragen.

Gemeinsam nach Lösungen und Kompromissen suchen
Es gibt also noch immer Einschränkungen für Pferdesportler. In vielen Ställen wird es auch weiterhin so sein, dass es keinen unbeschränkten Zugang zu den Pferden gibt, weil die Abstandsregeln sonst nicht einzuhalten sind. Die FN unterstützt die Betreiber der Anlagen dabei, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen und Hygienekonzepte zu erstellen, um die behördlichen Vorgaben zu erfüllen. Dabei müssen sie die vorhandenen Möglichkeiten auf ihren Anlagen so gut wie möglich ausschöpfen, um unter den genannten Auflagen die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen. Ebenso appelliert die FN an das Gewissen der Pferdebesitzer, die Anwesenheit im Stall auf ein angemessenes Maß zu begrenzen, um auch anderen die Chance auf Zeit mit ihrem Pferd zu geben. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die von uns allen einen immensen Verzicht auf den gewohnten Lebensalltag bedeutet. Die FN bittet alle Beteiligten darum, die aktuelle Situation nicht auszunutzen und keine persönlichen Konflikte auszutragen.

Die Bundesregierung hat zum Aufenthalt von Personen in der Öffentlichkeit folgende Aussage getroffen: Die wichtigste Maßnahme bleibt noch für lange Zeit, Abstand zu halten. Deshalb bleibt es weiter entscheidend, dass Bürgerinnen und Bürger in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern einhalten. Die Kontaktbeschränkungen sollen grundsätzlich weiter gelten. Da jedoch die Infektionszahlen von Region zu Region variieren, gibt es in den Bundesländern auch unterschiedliche Kontaktbeschränkungen. Die FN rät deshalb dazu, sich vor einem Ausritt mit mehreren Personen über die geltenden Regelungen im jeweiligen Bundesland zu informieren.

Nach unserer fachlichen Einschätzung können insbesondere die Abstandsregeln bei sportlichen Aktivitäten außerhalb der Anlagen jedoch genauso gut, wenn nicht sogar besser, eingehalten werden als auf der Pferdesportanlage. Da also Training und Reitunterricht mit Teilnehmern aus mehr als zwei Haushalten stattfinden dürfen, spricht rein fachlich nichts dagegen, dass mit dem gleichen Personenkreis auch ein Ausritt möglich sein sollte, solange dabei die Abstands- und Hygiene-Regeln eingehalten werden. Vor einem solchen Ausritt sollte dringend beim zuständigen Ordnungsamt nachgefragt werden, ob Ausritte mit Personen aus mehr als zwei Haushalten erlaubt sind.

Status Quo
Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Damit können bundesweit Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern (gilt in den meisten Bundesländern) sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer entscheiden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte. Das heißt, es gelten regional unterschiedliche Regelungen für den Sport. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Regelungen regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Links zu den Verordnungen und Sonderregelungen der jeweiligen Bundesländer sind in der folgenden Übersicht zu finden. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

In den Bundesländern gibt es folgende Sonderregelungen:

  • Baden-Württemberg
    Outdoor- und Indoor-Sport (z.B. in Reithallen) sind unter Auflagen wieder möglich. Die Hygiene- und Abstandsregelungen müssen auch weiterhin strikt eingehalten werden. Training mit Körperkontakt bleibt untersagt. Es darf nur individuell oder in Gruppen von maximal zehn Personen trainiert werden. Dabei muss einer Person eine Fläche von 40 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de
  • Bayern
    Die Ausübung des Pferdesports ist unter Beachtung bestimmter Voraussetzungen allein oder in kleinen Gruppen von bis zu fünf Personen wieder erlaubt. Das heißt, es ist Reitunterricht im Freien und in der Reithalle mit maximal vier Reitern plus Reitlehrer wieder möglich soweit erforderliche Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden. Der Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig. Indoorsportstätten können den Betrieb wieder aufnehmen. Der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien ist wieder zulässig. Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen, unter denen dies stattfinden darf, gibt es beim Bayerischen Reiter- und Fahrerverband. Auch das Training mit Körperkontakt ist wieder zugelassen. Voraussetzung ist hierfür, dass für eine Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionsketten in festen Trainingsgruppen trainiert wird. Die aktuelle Verordnung und das Rahmenhygienekonzept Sport sind hier zu finden: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/
  • Berlin/Brandenburg
    Die Nutzung von Außen-Sportanlagen, das Unterrichten und Trainieren einzeln und in kleinen Gruppen ist wieder erlaubt – ausschließlich kontaktlos und unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygiene-Regeln.
    In Brandenburg dürfen seit dem 28. Mai 2020 auch öffentliche und private Indoor-Sportanlagen, insbesondere Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzschulen und Tanzstudios grundsätzlich wieder öffnen, sofern die Betreiber dazu Hygienekonzepte erstellt haben. Ab dem 15. Juni 2020 ist auch die Nutzung von Indoor-Sportanlagen wieder zulässig, allerdings unter Auflagen. Körperkontakt im Sport ist weiterhin untersagt. Die Aktiven können damit zwar grundsätzlich in und auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen trainieren, müssen aber nach wie vor die allgemeinen, weiter gültigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Zudem müssen die Betreiber der Anlagen den Zutritt und Aufenthalt – so wie bereits zuvor – entsprechend steuern und beschränken sowie regelmäßig die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Geräten durchführen. Beim Sport in geschlossenen Räumen muss zusätzlich für eine ausreichende Raumlüftung gesorgt und müssen Personendaten in einer Anwesenheitsliste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfasst werden. Mehr Informationen gibt es beim Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg.
    In Berlin dürfen Fitnessstudios und ähnliche Unternehmen, gewerbliche Sportanlagen, sportbezogene gewerbliche Freizeitangebote, gewerbliche Tanz- und Ballettschulen sowie gewerbliche Bildungsangebote, die das gemeinsame Sporttreiben beinhalten (private Sportschulen), unter Einhaltung festgesetzter Regeln seit dem 2. Juni geöffnet werden. Unter anderem muss die Sportausübung kontaktfrei und unter Einhaltung eines Mindestabstands von 3 Metern erfolgen. Regelmäßige und angemessene Lüftung aller Räume ist zu gewährleisten. Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in Kleingruppen von höchstens acht Personen (einschließlich der Trainerin oder des Trainers oder sonstiger betreuender Personen) unter Gewährleistung des Mindestabstands. Der Verantwortliche für die Sportstätte muss ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Anwesenden erfasst werden. Mehr Informationen dazu gibt es auch beim Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg unter www.lpbb.de/index.php/nachrichten/neue-anpassung-der-eindaemmungsmassnahmenverordnung-im-land-berlin.html
  • Bremen
    Es ist erlaubt, unter Auflagen sowohl draußen als auch in geschlossenen Räumen Sport zu treiben. Für Gruppen bis zu zehn Personen ist auch Kontaktsport erlaubt, bei dem der Mindestabstand entsprechend unterschritten werden darf. Trotz der Lockerungen empfiehlt der Pferdesportverband Bremen in Trainingsgruppen weiterhin in konstanter Gruppenzusammensetzung zu trainieren. Weitere Informationen gibt es beim Pferdesportverband Bremen sowie beim Landessportbund.
  • Hamburg
    Alle Sportarten, bei denen die allgemeinen Kontaktregeln beachtet werden, sind möglich. Das bedeutet, dass bis zu 10 Personen ohne Mindestabstand Sport treiben und auch Wettkämpfe durchführen können. Alle Anbieter, Betreiber und Vereine müssen ein Schutzkonzept erstellen und dafür sorgen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Sie sind verpflichtet, die Kontaktdaten zu erfassen. Quelle: Stadt Hamburg sowie Hamburger Sportbund.
  • Hessen
    Der Sportbetrieb ist in einem erweiterten Umfang gestattet. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb innerhalb einer Gruppe von höchstens zehn Personen ist analog den Regelungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum erlaubt. Bei Kontaktfreiheit oder Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sind auch größere Gruppen zulässig. Es können somit auch mehrere Gruppen (jeweils maximal 10 Personen) miteinander unter Abstandswahrung zueinander eine Sportanlage gleichzeitig für Training oder Wettkampf nutzen. Die Hygieneregeln für den Sportbetrieb sind hier zu finden: https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht#Sportbetrieb
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Mit Wirkung vom 15. Juni 2020 darf das sportliche Training im Freien und auf Indoor-Sportanlagen im Freizeit- und Breitensport auch ohne Einhaltung des bisherigen Mindestabstandes stattfinden. Die Trainingsgruppen sollen möglichst konstant zusammengesetzt sein. Die Trainingsteilnehmer müssen für jeden Trainingstag und jedes Training in einer Tagesanwesenheitsliste erfasst werden. Weiter einzuhalten sind die Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die Rahmenempfehlungen des DOSB und LSB sowie die sportartspezifischen Regelungen und Empfehlungen der jeweiligen Sportfachverbände. Mehr Informationen dazu gibt es beim Pferdesportverband Mecklenburg-Vorpommern.
  • Niedersachsen
    Seit dem 25. Mai 2020 dürfen auch Sporthallen (z.B. Reithallen) unter Auflagen wieder genutzt werden. Die Sportausübung muss kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgen und ein Abstand von mindestens zwei Metern muss eingehalten werden. Außerdem müssen die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen stets durchgeführt werden. Die Sportausübung ist auch zulässig, wenn sie in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen erfolgt. In diesem Fall ist sicherzustellen, dass der Familienname, der Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer jeder an der Sportausübung beteiligten Person sowie der Beginn und das Ende der Sportausübung dokumentiert werden, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Zuschauer sind bei einer Sportausübung zugelassen, wenn jeder Zuschauer einen Abstand von mindestens eineinhalb Metern zu jeder anderen Person, die weder zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand noch zu einer gemeinsamen Gruppe von nicht mehr als zehn Personen gehört, einhält. Beträgt die Zahl der Zuschauer mehr als 50, gelten strengere Regeln wie Zuschauen im Sitzen und Dokumentation der Anwesenden. Weitere Informationen gibt es beim Pferdesportverband Hannover.
  • Nordrhein-Westfalen
    Der Sport- und Trainingsbetrieb ist unter Auflagen wieder erlaubt. Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen erlaubt. Seit dem 15. Juni ist die Kontaktfreiheit keine Voraussetzung mehr für die Hallennutzung. So dürfen Voltigierer nun wieder das Kürtraining mit Partnerübungen in der Halle durchführen. Auch die Hilfestellung beim Aufsprung, beim Üben am Holzpferd oder in anderen Trainingssituationen, die Körperkontakt implizieren, sind jetzt „indoor“ wieder erlaubt. Mehr Informationen dazu gibt es beim Pferdesportverband Westfalen.
    Vorläufig bis zum 30. Juni gibt es in den Kreisen Gütersloh und Warendorf Einschränkungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus: Die Verordnung beinhaltet nicht, dass Sportstätten wieder geschlossen werden. Die aktuelle Verordnung enthält kein Verbot des kontaktlosen Sports. Es darf also im Freien auf der Pferdesportanlage und im Gelände weiterhin geritten werden. Anders verhält es sich mit dem Kontaktsport: Er ist ausdrücklich auch im Freien verboten. Voltigiergruppen dürfen daher auf dem Außenplatz nur solche Trainingsformen ausüben, die vollständig kontaktfrei erfolgen können. Das Kontaktverbot bezieht auch Hilfestellungen ein. Auch der Fahrsport ist davon betroffen, da Fahrer und Beifahrer/Ausbilder auf dem Kutschbock keinen Mindestabstand einhalten können. Zuschauer dürfen die Pferdesportanlagen nicht mehr betreten. Minderjährige und unterstützungsbedürftige Personen dürfen aber weiterhin begleitet werden und für diese Begleitung ist auch keine Altersgrenze eingefügt worden. Die Nutzung von Indoor-Sportanlagen und damit auch Reithallen ist verboten (mehr Informationen dazu gibt es weiter unten unter der Frage „Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?“).
  • Rheinland-Pfalz
    Ab dem 24. Juni 2020 ist Trainings- und Wettkampfbetrieb drinnen und draußen auch im Kontaktsport in Gruppen mit bis zu zehn Personen erlaubt. Bei Gruppen von mehr als zehn Personen müssen die Abstandsregeln eingehalten werden. Weitere Informationen unter: www.pferdesportverband-rlp.de/coronavirus-auswirkungen-auf-den-pferdesport-in-rheinland-pfalz
  • Saarland
    Der Kurs-, Trainings- und Sportbetrieb kann unter Auflagen aufgenommen werden. Dazu zählen der Mindestabstand, die Ausübung allein oder in kleinen Gruppen von bis zu zwanzig Personen, bei denen das Training des Einzelnen im Vordergrund steht, die kontaktfreie Durchführung mit Ausnahme des familiären Bezugskreises, die konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Geräten, die Nutzung der Umkleide- und Nassbereiche unter Abstands- und Hygieneregeln, die Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen, keine Nutzung von Gesellschafts- und Gemeinschaftsräumen an den Sportstätten, keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen durch die Aufnahme des Trainingsbetriebes und die Begrenzung der Zuschauerzahlen. Die Kontaktnachverfolgung beim Sport ist verpflichtend. Kontaktsport ist in Gruppen mit bis zu zehn Personen erlaubt. Mehr Informationen gibt es beim Pferdesportverband Saarland.
  • Sachsen
    Training und Wettkämpfe in und auf Sportstätten werden sind in Sachsen für jede Sportart wieder möglich. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Alle Informationen gibt es beim Pferdesportverband Sachsen.
  • Sachsen-Anhalt
    Sportstätten dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Demnach ist unter Einhaltung der Maßnahmen die Erteilung von Reitunterricht nun nicht mehr nur noch im Freien, sondern auch wieder in der Reithalle möglich. Auch die Durchführung von Turnieren und Abzeichenlehrgängen ist unter der Beachtung bestimmter Vorgaben wieder möglich. Die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht. Kontaktsport ist mit maximal 50 Personen wieder erlaubt. Mehr Informationen gibt es beim Pferdesportverband Sachsen-Anhalt und beim Landessportbund.
  • Schleswig-Holstein
    Seit 18. Mai 2020 darf Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen stattfinden. Das heißt, Training und Unterricht sind unter Auflagen auch in der Reithalle wieder erlaubt. Hierbei ist das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern zu anderen Sportlern sowie Trainern stets einzuhalten. Das allgemeine Kontaktverbot gilt hier nicht. Das heißt, es dürfen sich mehr als zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln zur Sportausübung in einer Sportanlage aufhalten. Es sind keine genau definierten zeitlichen Begrenzungen oder Begrenzungen der Personenzahlen festgelegt. Zuschauerinnen und Zuschauern ist der Zutritt zur Sportanlage nicht gestattet. Sofern das Training in Reithallen stattfindet, sind die Kontaktdaten aller Personen, die sich hier aufhalten, zu erheben und ein Hygienekonzept zu erstellen. Auch Seminar- und Lehrgangsveranstaltungen mit maximal 50 Personen und einem entsprechenden Hygienekonzept sind zulässig.
    Ab dem 8. Juni 2020 dürfen Gruppen von 10 Personen auch ohne das Einhalten der Abstandsregeln Sport ausüben. Auf die Sportart kommt es nicht an; auch kontaktintensive Sportarten wie Kampfsport können ausgeübt werden. Bei der Ausübung von Sport gilt das allgemeine Abstandsgebot aus § 2 Abs. 1 der Corona-Verordnung. Dabei gilt ebenfalls die Ausnahme nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, wonach der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen nicht eingehalten werden muss. Dies ist bei der Ausübung von Sport in einer Gruppe bis zu 10 Personen stets der Fall, weil sich die Personen zu einem privaten Zweck, nämlich der Ausübung von Sport, treffen. Demnach ist es aktuell wieder möglich, Gruppenvoltigieren, Reitspielgruppen oder gemeinsame Ausritte mit bis zu 10 Personen durchzuführen, Reitanfänger direkt am Pferd zu unterstützen, oder als Trainer auf einem Gespann mitzufahren. Dennoch ist unbedingt zu beachten, dass die Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen dazu dienen, die Gesundheit aller zu schützen, deshalb sollten diese auch eingehalten werden, wo immer es möglich ist.
    Mehr Informationen gibt es beim Pferdesportverband Schleswig-Holstein sowie in den FAQ der Landesregierung.
  • Thüringen
    Seit dem 13. Mai 2020 ist der Sport- und Trainingsbetrieb auf und in allen privaten und öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen wieder erlaubt - stets unter strengster Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Auch Lehrgänge für die Aus- und Fortbildung, Arbeitseinsätze auf oder in Sportanlagen sowie Vereins- und Verbandsversammlungen sind wieder möglich. Bei Sportarten, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, muss kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. Um den Sportbetrieb wirklich wiederaufnehmen zu können und das Infektionsrisiko zu minimieren, gilt es einige Auflagen zu beachten. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des zuständigen Ministeriums.

Was ist beim Training und bei der Erteilung von Unterricht in Zeiten des Coronavirus zu beachten?
Hilfe bei der Erstellung eines Konzepts für den Infektionsschutz gibt die FN in den Handlungsempfehlungen zur Wiederaufnahme von Unterricht und Training (siehe unter Downloads). Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen zur Wiederaufnahme von Training und Unterricht stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf Voltigier- und Fahr-Unterricht stattfinden?
Wo Reiten möglich ist, ist aus Sicht der FN auch Voltigieren und Fahren möglich. Aus dem Beschluss der Sportministerkonferenz geht hervor, dass Sport erlaubt ist, wenn er kontaktfrei und an der frischen Luft stattfindet. Gruppenunterricht oder Übungen mit zwei oder mehr Voltigierern auf dem Pferd sind danach nicht zulässig, solange die Abstandsregelung von 1,5 Metern gilt. Die Bundesländer treffen eigene Regelungen, wann Mannschafts- und Kontaktsportarten wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen dürfen. In manchen Bundesländern, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, ist Kontaktsport und damit auch das Gruppenvoltigieren wieder erlaubt. In den Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht in Corona-Zeiten (siehe Downloads) gibt die FN Tipps und Hilfestellung für die Disziplinen Voltigieren und Fahren.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Die Lockerung der Maßnahmen stützt sich auf einen Beschluss der Sportministerministerkonferenz. Darin heißt es unter anderem, dass der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden kann, wenn die Sportangebote an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die FN und ihre Mitgliedsverbände haben sich mit guten Argumenten dafür stark gemacht, mit den Entscheidungsträgern eine Sonderlösung für Reithallen als Teil der Außensportstätte zu erwirken. Inzwischen sind Training und Unterricht in Deutschland auch in Reithallen fast flächendeckend wieder erlaubt. Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Die FN rät allen Pferdesportlern sich vor Ort über die konkreten Regelungen in ihrem Bundesland bzw. Ihrer Kommune zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

Gibt es beim Unterricht eine Begrenzung der Gruppengröße oder eine Obergrenze für die Anzahl von Pferden/Menschen in der Reithalle bzw. auf dem Reitplatz?
Aus Sicht der FN wurde die Phase der Notbewegung abgelöst durch die Erlaubnis, Unterricht und Training kontaktlos und an der frischen Luft durchzuführen. Allerdings können die Vorgaben regional unterschiedlich sein. Aus den Beschlüssen der Bundesregierung und der Sportminister gehen nach Auffassung der FN keine genau definierten zeitlichen Begrenzungen oder Begrenzungen der Personenzahl hervor. Die FN empfiehlt also, sich die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen. Unbedingt einzuhalten sind aber zu jeder Zeit der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln.

Wie Unterricht und Training auch in Corona-Zeiten stattfinden können und wie ein entsprechendes Hygienekonzept aussehen sollte, dafür gibt die FN Tipps und Empfehlungen in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads). Die Größe der Unterrichtsgruppe hängt also von den Gegebenheiten auf der Pferdesportanlage ab (Größe der Halle/des Platzes, Leistungsstand der Schüler/Pferde usw.) und sie muss in das jeweilige Hygienekonzept passen. Der Stallbetreiber bzw. Verantwortliche des Vereins oder der leitende Reitlehrer/Trainer müssen die Gruppen demnach verantwortungsbewusst und mit Augenmaß zusammenstellen.

Muss beim Reiten und im Stall ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?
Die Einführung einer Pflicht für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes obliegt nicht der Entscheidung der FN, sondern richtet sich nach den jeweils geltenden behördlichen Vorgaben/Empfehlungen. Sollte es eine solche Pflicht geben, empfiehlt sich nach Auffassung der FN das Tragen einer entsprechenden Maske beim Aufenthalt im Stall, in den Sattelkammern, auf den Stallgassen und in den Sanitärräumen. Der Stallbetreiber hat das Hausrecht und kann daher auch jederzeit eine Maskenpflicht anordnen. Informationen dazu gibt es auch auf den Seiten der Bundesregierung unter www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/schuetzt-ein-mundschutz-vor-ansteckung--1728426

Was muss ich beachten, wenn ich als Pferdebesitzer/Einstaller unter Quarantäne gestellt werden?
Für den Fall einer häuslichen Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Denn im Falle einer Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen, auch nicht, um sein Pferd zu versorgen. Es empfiehlt sich, bereits vorab wichtige Informationen zu sammeln und Vertretungsregelungen zu treffen (Beispiel: im Falle einer Quarantäne weiß Frau XY welches Zusatzfutter mein Pferd braucht, wie es zu bewegen ist und wo Sattel und Trensen sind). Es ist auch ratsam, dem Stallbetreiber eine Liste mit den wichtigsten Daten zukommen zu lassen (Hufschmied, Tierarzt, Besonderheiten beim Reiten/ Longieren etc.), damit dieser im Falle einer Quarantäne alle Pferde entsprechend versorgen kann. 

Aufruf an alle Pferdesportler: Seid bitte solidarisch und helft euch gegenseitig! Richtet Gruppen über Smartphones und Social Media ein und stimmt euch ab, wer sich wann um die Pferde kümmern kann.

Was ist, wenn der Betriebsleiter/-besitzer unter Quarantäne gestellt wird?
Jeder Betreiber/Besitzer eines Pensionstalls/einer Reitanlage muss für den Fall einer Erkrankung eine Vertretungsperson ernennen – das gilt auch unabhängig von Corona. Im dem Fall, dass eine Person aufgrund einer Infektion unter häusliche Quarantäne gestellt wird, hat sie den Anweisungen des Gesundheitsamtes unbedingt zu folgen und darf das Haus/die Wohnung nicht verlassen. Das bedeutet auch, dass der Betreiber/Besitzer den Stall/die Reitanlage nicht mehr betreten darf. Die ernannte Vertretungsperson muss dann die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde in Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstallern koordinieren. Auch hier gilt: Der Kreis der Personen, die Zutritt zu Anlage haben, ist so klein wie möglich zu halten. Ebenso ist die Zeit des Aufenthalts auf die absolut notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde zu begrenzen.

Welche Hilfe bietet die Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Schutzschild für Beschäftigte, Betriebe und Unternehmen entwickelt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Es beinhaltet die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen und die Ausweitung bestehender Programme für Liquiditätshilfen. Dies soll Unternehmen den Zugang zu günstigen Krediten erleichtern, etwa durch die Lockerung von Kredit-Bedingungen. Mehr Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie Corona-Hotlines gibt es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html

Programm für Überbrückungshilfen
Kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen können einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen, wenn ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist.

Bitte beachten: Die Überbrückungshilfe kann nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Antragsschluss ist der 31.08.2020.

Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sich in der Übersicht Förderprogramme „Soforthilfe Corona” von Bund und Ländern. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass im Netz unseriöse Seiten kursieren können, die gegen Geldzahlung Hilfe beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Fake-E-Mails zur Corona-Soforthilfe, in denen zur Rückzahlung „zu viel erhaltener Fördergelder“ aufgefordert wird.

Auch E-Mails mit Zahlungsanweisungen ohne Corona-Bezug sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Derzeit häufen sich Fake-Mails von Betrügern, die nach intensiver Recherche der Vereinshomepages Zahlungsaufforderungen im Namen des Vorsitzenden an den Kassenwart versenden.
Wie lassen sich gefälschte E-Mails mit Zahlungsanweisungen erkennen?

  • Prüfen Sie die Endung der Absenderadresse auf Richtigkeit (z.B. „.com“ statt „.de“, oder oft Endungen anderer Länder).
  • Fragen Sie sich, ob es plausibel ist, dass Ihr Vorstandsmitglied Sie um die Ausführung dieser Zahlung bittet und ob es einen Verwendungszweck gibt, der Ihnen bekannt ist.
  • Besonders viele Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Anrede („Du“ statt „Sie“, direkte Ansprache mit dem Vornamen) und Grußformel in einer Mail können Hinweise auf eine Fälschung sein.
  • Zudem wird oft ein zeitlicher Druck durch Wörter wie „schnell“ oder „sofort“ ausgeübt.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie das Vorstandsmitglied per Telefon und lassen sich den Zahlungsauftrag bestätigen.
  • Sollte es sich um eine Fake-Mail handeln, antworten Sie nicht auf die Mail, laden Sie keine Anhänge herunter, klicken Sie keine Links an und zeigen Sie den Betrugsversuch bei der Polizei an.

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für landwirtschaftliche Betriebe?
Unterstützungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind zum Beispiel Erleichterungen bei Saisonarbeitskräften, Arbeitszeitregelungen und Hinzuverdienstgrenzen, Stundung von Steuerzahlungen und Anpassung von Steuervorauszahlungen sowie Liquiditätshilfedarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Alle diese Unterstützungsmöglichkeiten sollten direkt bei den zuständigen landwirtschaftlichen Behörden erfragt werden oder auch beim Deutschen Bauernverband, dem Interessenvertreter für alle Landwirtinnen und Landwirte. Kontaktdaten gibt es in der Übersicht landwirtschaftlicher Behörden und Verbände.

Wo finden Vereine, Betriebe und Ausbilder weitere Praxistipps zur finanziellen Unterstützung? 
Auf der Website der Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrerverband e.V. gibt es einen hilfreichen „Praxisleitfaden zur finanziellen Unterstützung für Pferdebetriebe“. Hier wird ein Überblick über finanzielle Hilfen und organisatorische Maßnahmen gegeben, die dazu beitragen können, Kosten zu reduzieren und ggf. Umsätze zu stabilisieren. Der Praxisleitfaden steht auf der Website der Bundesvereinigung der Berufsreiter als Download zur Verfügung: www.berufsreiter.com

Welche Corona-Sonderprogramme gibt es noch?

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht kleinen, mittelständischen sowie Großunternehmen gemäß KMU-Definition zur Verfügung, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Das Sonderprogramm wird über die Programme „KfW-Unternehmerkredit 037/047“, (ab KMU-Unternehmensgröße „Kleinbetrieb“) sowie das Programm „ERP-Gründerkredit – Universell“ umgesetzt. Durch den "KfW-Gründerkredit Universell" werden Gründer sowie Freiberufler und junge, gewerbliche mittelständische Unternehmen gefördert, die noch keine fünf Jahre bestehen.

    Anträge können über die Hausbank gestellt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Website der KfW: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

    Der KfW-Schnellkredit 2020 soll Unternehmen mit mehr als zehn Vollzeitbeschäftigten, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, durch eine rasche Liquiditätshilfe unterstützen. und ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Weitere Informationen hier.

Politische Ebene
In der Coronavirus-Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Wir setzen uns auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe ein und drängen darauf, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Schildern Sie Ihre Notlage in knapper aber deutlicher Form Ihrem Kommunalpolitiker, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN bittet darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie zu bekommen (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de). So können wir uns viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner für Notsituationen im Pferdesport nach Bundesländern.

Wann kann ich eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen? 
Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Angestellte und selbstständig Tätige können in diesem Fall für den dadurch entstehenden Verdienstausfall eine Entschädigung beantragen. Wir haben eine Liste mit Fragen und Antworten sowie den zuständigen Behörden für eine Verdienstausfallentschädigung zusammengestellt. Wichtiger Hinweis: Eine Verdienstausfall-Entschädigung kann nur auf der Grundlage eines behördlich angeordneten „Tätigkeitsverbotes“ (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) gem. IfSG erfolgen.

Wo erhalte ich Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen?
Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport sind durch die Corona-Krise von Einnahmenausfällen betroffen, während die üblichen Ausgaben bestehen bleiben. Um die hieraus resultierenden Liquiditätsengpasse zu überbrücken, können Überbrückungskredite beantragt werden. Finanzierungsangebote gibt es für sogenannte KMU (Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen), Selbständige und Freiberufler. Die Abgrenzung eines KMU ist wichtig für den Zugang zu Finanzmitteln und EU-Förderprogrammen, die speziell auf diese Unternehmen ausgerichtet sind. Die Abgrenzung erfolgt anhand von Schwellenwerten für Jahresumsatz und Bilanzsumme sowie anhand der Beschäftigtenzahl: Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), kleine Unternehmen (unter 50 Beschäftigte) und mittlere Unternehmen (unter 250 Beschäftigte).

Förderbanken/Landesförderinstitute: Jedes Bundesland verfügt über eine Förderbank bzw. ein Landesförderinstitut. Hierüber werden zumeist zinsgünstige Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel unterstützt. Zur Beantragung ist die Vorlage eines Businessplans bei der Hausbank erforderlich. Diese stellt nach Prüfung der Unterlagen beim Landesförderinstitut den Antrag. Eine Übersicht der Förderbanken, die zu den jeweiligen Bundesländern führt, gibt es unter www.investitionsbank.info. Wir empfehlen, die entsprechende Website der Landesförderbanken regelmäßig zu besuchen, denn dort werden immer wieder aktuelle Informationen bereitgestellt.

Bürgschaftsbanken: Notwendige Liquiditätshilfen für gewerbliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler können außerdem über Bürgschaftsbanken abgesichert werden. Zur wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise erweitern auch die Bürgschaftsbanken ihre Unterstützung von KMU. Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen für eine erfolgreiche Bewilligung vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken unter https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/ermoeglicher.de gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank sowie Berater erfolgen. Wichtig ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Die direkten Ansprechpartner sind immer die Hausbanken. Links zu mehr Informationen zu den Krediten gibt es hier:

BADEN-WÜRTTEMBERG 
Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH 
Werastraße 13-17, 70182 Stuttgart 
Telefon: 0711-16 45 6 
E-Mail: info@buergschaftsbank.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank.de/

BAYERN 
Bürgschaftsbank Bayern GmbH 
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München 
Telefon: 030-31 10 04-0 
E-Mail: info@bb-bayern.de 
Internet: https://www.bb-bayern.de/

BERLIN 
BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 
Schillstraße 9, 10785 Berlin 
Telefon: 030/311 004-0 
E-Mail: info@buergschaftsbank-berlin.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank.berlin/start.html

BRANDENBURG 
Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH Schwarzschildstraße 94, 14480 Potsdam Telefon: 0331-649 63 0 
E-Mail: info@BBimWeb.de 
Internet: https://www.bbimweb.de/

BREMEN 
Bürgschaftsbank Bremen GmbH
Am Wall 187-189, 28195 Bremen 
Telefon: 0421-33 52-33 
E-Mail: info@buergschaftsbank-bremen.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank-bremen.de/

HAMBURG 
BürgschaftsGemeinschaft Hamburg GmbH 
Besenbinderhof 39, 20097 Hamburg 
Telefon: 040-61 17 00 0 
E-Mail: bg-hamburg@bg-hamburg.de 
Internet: https://www.bg-hamburg.de/

HESSEN 
Bürgschaftsbank Hessen GmbH 
Gustav-Stresemann-Ring 9, 65189 Wiesbaden Telefon: 0611-15 07 0 
E-Mail: info@bb-h.de 
Internet: https://bb-h.de/

MECKLENBURG-VORPOMMERN 
Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH 
Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin 
Telefon: 0385-395 55 0 
E-Mail: info@bbm-v.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank-mv.de/

NIEDERSACHSEN 
Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH 
Hildesheimer Straße 6, 30169 Hannover 
Telefon: 0511-337 05 0 
E-Mail: info@nbb-hannover.de 
Internet: https://www.nbb-hannover.de/

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Bürgschaftsbank NRW GmbH 
Hellersbergstraße 18, 41460 Neuss 
Telefon: 02131-51 07 0 
E-Mail: info@bb-nrw.de 
Internet: https://www.bb-nrw.de/de/index.html

RHEINLAND-PFALZ 
Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH Rheinstraße 4 H, 55116 Mainz 
Telefon: 06131-629 15 5 
E-Mail: info@bb-rlp.de 
Internet: https://www.bb-rlp.de/

SAARLAND 
Bürgschaftsbank Saarland GmbH 
Franz-Josef-Röder-Straße 17, 66119 Saarbrücken 
Telefon: 0681-30 33 0 
E-Mail: info@bbs-saar.de 
Internet: https://www.bbs-saar.de/

SACHSEN 
Bürgschaftsbank Sachsen GmbH 
Anton-Graff-Straße 20, 01309 Dresden 
Telefon: 0681-30 33 0 
E-Mail: info@bbs-sachsen.de 
Internet: https://www.bbs-sachsen.de/

SACHSEN-ANHALT 
Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH 
Große Diesdorfer Straße 228, 39108 Magdeburg 
Telefon: 0391-737 52 0 
E-Mail: info@bb-mbg.de 
Internet: https://www.bb-mbg.de/

SCHLESWIG-HOLSTEIN 
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH 
Lorentzendamm 22, 24103 Kiel 
Telefon: 0431-59 38 0 
E-Mail: info@bb-sh.de 
Internet: https://www.bb-sh.de/home/startseite/

THÜRINGEN 
Bürgschaftsbank Thüringen GmbH 
Bonifaciusstraße 19, 24103 Kiel 
Telefon: 0361-21 35 0 
E-Mail: info@bb-thueringen.de 
Internet: https://bb-thueringen.de/

Habe ich als Vereinsmitglied einen Anspruch auf (teilweise) Rückerstattung meines bereits geleisteten Mitgliedsbeitrages? 
Aufgrund der Schließungen von Vereinssportanlagen und der momentanen Absage von Turnierveranstaltungen stellen sich immer mehr Vereinsmitglieder die Frage, ob sie noch verpflichtet sind, ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen bzw. ob sie bereits geleistete Beiträge zurückverlangen können.

Ein aufgrund der Satzung eines gemeinnützigen Vereins geschuldeter und geleisteter (echter) Mitgliedsbeitrag einerseits kann grundsätzlich nicht durch das Mitglied zurückgefordert werden. Gleichzeitig dürfte ein solcher Beitrag auch durch den Verein gar nicht zurück erstattet werden. Eine Zurückerstattung wäre gemeinnützigkeitsschädlich. Selbst ein vom Verein „gut gemeinter“ (teilweiser) Verzicht auf die Beiträge seiner Mitglieder ist daher nicht möglich.

Der Mitgliedsbeitrag dient in erster Linie zur Erfüllung der jeweiligen satzungsgemäßen Zwecke und der Erfüllung der Gesamtbelange sämtlicher Mitglieder. Entscheidend ist dabei, dass bei (echten) Mitgliedsbeiträgen – meist handelt es sich dabei um Jahresbeträge – kein Leistungsaustauschverhältnis vorliegt. Ein Mitglied leistet den Mitgliedsbeitrag nicht in Erwartung einer konkreten Gegenleistung. Außerdem ergibt sich aus der Mitgliedschaft die Verpflichtung, sich gegenüber dem Verein loyal zu verhalten und den Vereinszweck aktiv zu fördern. Alles, was dem Verein schadet, hat zu unterbleiben. Die durch den Verein aufgrund der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen liegen in aller Regel nicht in der Sphäre des Vereins. Sie können ihm daher auch nicht vorgehalten werden. 

Anders wird sich die Rechtslage jedoch darstellen, wenn ein Mitglied – neben dem Jahresbeitrag – eine finanzielle Leistung für eine durch den Verein zu erbringende, konkrete Gegenleistung (Kurs, etc.) erbracht hat. Dabei handelt es sich um ein Leistungsaustauschverhältnis. Kann diese konkrete Gegenleistung durch den Verein gar nicht erbracht werden – und wird ein Kurs beispielsweise nicht nur verschoben sondern komplett abgesagt – wird die finanzielle Leistung dem Mitglied in der Regel zurück zu erstatten sein. Es kommt jedoch auf den Einzelfall an.

Habe ich das Recht meine Mitgliedschaft (sofort) zu beenden?
Eine ordentliche Kündigung der Mitgliedschaft im Reitverein ist bei Einhaltung der jeweiligen Regelung in der konkreten Satzung möglich. Eine solche muss vom Mitglied auch nicht begründet werden. 
Eine außerordentliche (fristlose) Kündigung der Mitgliedschaft, etwa mit der Begründung, dass die Vereinssportanlagen nicht mehr genutzt werden können und/oder keine Turniere stattfinden, dürfte allerdings nicht so einfach möglich sein. Auch hier kommt es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Dabei ist entscheidend, ob dem Mitglied die Mitgliedschaft im Verein unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung sowohl seiner als auch der Interessen des Vereins nicht mehr zugemutet werden kann. Gegen die Möglichkeit eines sofortigen Vereinsaustritts dürfte vor allem sprechen, dass Vereine größtenteils behördlichen Anordnungen Folge leisten und außerdem ihren gegenüber Mitgliedern bestehenden Schutzpflichten nachkommen.

Müssen ausgefallene Reitstunden, die im Voraus gezahlt wurden, nachgeholt werden, wenn ein Stall aufgrund des Coronavirus schließen musste?
Rein rechtlich stehen sich Unterrichtserteilung und Bezahlung der Reitstunde in einem Leistungsaustausch gegenüber. Wenn eine Leistung – hier die Reitstunde – nicht erbracht werden kann, entfällt auch der Anspruch auf die Bezahlung. In der aktuellen Situation ist ein solidarischer Umgang miteinander besonders wichtig. Wir Pferdesportler können die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergebenden Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen.
Sprechen Sie deshalb offen miteinander, zum Beispiel über einen anteiligen Solidarbeitrag, der hilft, die laufenden Kosten zu decken, oder über spätere Gegenleistungen des Betriebs oder Vereins, wenn diese extreme Ausnahmesituation überstanden ist. Schließlich hat niemand etwas von einer etwaigen Insolvenz eines Pferdebetriebs.

Status Quo
Der Pferdetourismus in Deutschland ist von der Corona-Krise besonders hart betroffen, da die Urlauber und Reitschüler die Angebote durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht wahrnehmen konnten und den Betrieben somit Einnahmen fehlen. Die Kosten für Versorgung und Unterbringung der Pferde laufen aber unverändert weiter. Die FN gibt den Betrieben deshalb Tipps und Hinweise, um den Betrieb möglichst schnell wieder hochfahren zu können.

Restaurants, Ferienwohnungen, Campingplätze und Hotels dürfen unter strengen Hygieneauflagen öffnen. Alle Öffnungen stehen unter der Voraussetzung, dass sich die Infektionslage nicht verschlechtert. Die Bundesländer erlassen jeweils eigene rechtlich verbindliche Verordnungen für diese Branchen. Kontaktbeschränkungen bleiben in unterschiedlicher Form in den Bundesländern weiter bestehen.

Die FN rät Inhabern von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, sich vor der Öffnung unbedingt die geltenden Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und diese stets einzuhalten. Diese sind hier zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Was muss bei der schrittweisen Öffnung der Betriebe außerdem beachtet werden und wo finde ich Informationen?
Bei allen touristischen Angeboten rund um den Pferdesport, die in der ersten Phase der Öffnung geplant und durchgeführt werden sollen, sind die Vorbereitung der Betriebe und das Briefing der Mitarbeiter sehr wichtig. Die FN empfiehlt den betroffenen Betrieben und Anbietern die Hygienemaßnahmen bzw. die teils veränderten Gegebenheiten vor Ort schon vor Anreise an ihre Gäste zu kommunizieren. Das erzeugt Transparenz und schafft Vertrauen.

Schutz- und Hygienepläne müssen durch die Betreiber erstellt werden und die Bereiche Besucher- und Kundenlenkung, Beherbergung, Gastronomie und die Angebote rund um das Reiten, Fahren, Voltigieren, Abzeichenlehrgänge, Ausritte, Ausfahrten und Wanderritte im Rahmen des Urlaubs müssen sorgsam unter Beachtung aller Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen geplant sowie mit den Mitarbeitern und Gästen besprochen werden.
Handlungsempfehlungen für die Wiederaufnahme von Training und Unterricht stellt die FN als Download im oberen Bereich dieser Seite zur Verfügung.

Achtung: Solange Verbote der touristischen Vermietung in Kraft sind, kann ein Verstoß ein Bußgeld, gegebenenfalls auch eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Im Zweifel rät die FN, sich an die jeweilige Landesregierung, die die Verordnung erlassen hat, die Tourismusorganisation des Bundeslandes oder bei Verbraucherfragen an die Verbraucherzentrale des jeweiligen Landes zu wenden. Da die Corona-Lage weiterhin sehr dynamisch ist, kann es in kurzen Abständen zu Aktualisierungen der Verordnungen kommen.

Sowohl der Deutsche Tourismus Verband e.V. (DTV) als auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband) stellen stets aktualisierte Übersichten zu den jeweiligen Verordnungen der Länder unter diesen Links bereit:

Wichtige Empfehlungen und Hinweise des DTV und des DEHOGA Bundesverbandes zur Vorbereitung und Eröffnung von Gastronomie und Beherbergung
Alle wichtigen Informationen, Hinweise und Empfehlungen zur korrekten Umsetzung der rechtlichen Verordnungen der Länder in der Form eines Dokuments, das permanent überarbeitet und aktualisiert wird, sind hier zu finden:

Wichtige Ansprechpartner für die Fachbereiche Beherbergung und Gastronomie:

Deutscher Tourismusverband e.V.
Service GmbH
Schillstraße 9
10785 Berlin
Zentrale:
Tel.: 030 / 856 215 -0
kontakt@‎deutschertourismusverband.de
www.deutschertourismusverband.de

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-0
Fax 030/72 62 52-42
info@dehoga.de
www.dehoga.de

DEHOGA – Landesverbände
www.dehoga-bundesverband.de/ueber-uns/landesverbaende

DTV – Landes- und regionale Tourismusorganisationen
www.deutschertourismusverband.de/verband/mitglieder.html

Status Quo
Bundesweit gilt: Die Kontaktbeschränkungen bleiben weiter bestehen, ebenso müssen zu jeder Zeit die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden. Großveranstaltungen sind noch mindestens bis Ende Oktober verboten. Aufgrund von regionalen Besonderheiten und epidemiologischen Lagen gibt es von den Bundesländern und örtlichen Behörden unterschiedliche oder weitere Regelungen rund um das Thema Veranstaltungen. Die Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die regional gelten, sind auf der Seite des jeweiligen Bundeslandes zu finden: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Was müssen Veranstalter jetzt bei der Planung von Seminaren, Lehrgängen oder anderen Vereinsaktivitäten- und Aktionen beachten?
Für jede Veranstaltung ist ein nachvollziehbares, detailliertes Hygienekonzept unabdingbar. Zudem ist in einigen Bundesländern vorab eine Erlaubnis zur Durchführung der geplanten Veranstaltung bei den lokalen Behörden (Ordnungs- und/oder Gesundheitsamt) einzuholen.

Auch wenn in einigen Bundesländern keine Genehmigungspflicht besteht, rät die FN, frühzeitig Kontakt mit den örtlichen Behörden aufzunehmen und das Konzept vorzustellen.

Die Kontaktdaten des zuständigen Gesundheitsamtes sind ganz einfach über die Eingabe der Postleitzahl auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter diesem Link zu finden: https://tools.rki.de/PLZTool/

Weitere Informationen sowie Hilfe zur Erstellung eines Hygienekonzepts sind in den FN-Merkblättern "Leitfaden für den Wiederbeginn von Seminarveranstaltungen" und "Leitfaden für den Wiederbeginn von Lehrgangsveranstaltungen" zu finden.

Grundsätzlich sollten Gesellschafts- und Gemeinschaftsräume, soweit in den Ländern nicht anders geregelt, geschlossen bleiben. Die maximale Personenzahl richtet sich nach aktuellen behördlichen Vorgaben bzw. Obergrenzen zur Abgrenzung einer Großveranstaltung; dabei sind die Beteiligten (Referent, Lehrgangsleiter, Probanden und Helfer) bei der Berechnung der zugelassenen Teilnehmer zu berücksichtigen. Ebenso ist der von den Behörden zum Zeitpunkt der Veranstaltung vorgegebene Mindestabstand zwischen Personen für die Planung maßgeblich.

Für die Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben ist grundsätzlich der Veranstalter verantwortlich. Bei der Umsetzung kann er sich durch andere Personen, zum Beispiel einen Hygiene-Beauftragten, unterstützen lassen. Der Hygiene-Beauftragte ist Ansprechpartner für die Teilnehmer sowie für die Behörden. Falls es vonseiten der örtlichen Behörde Vorgaben zur Dokumentation der Anwesenheit aller anwesenden Personen bei der Veranstaltung gibt, müssen entsprechende Anwesenheitslisten geführt werden. Auch die Öffnung einer etwaigen Gastronomie richtet sich nach den allgemeinen behördlichen Vorgaben. Mehr Informationen über das Thema Bewirtung und Beherbergung gibt es auch auf dieser Seite unter der Frage „Dürfen Pferdebetriebe für den Reit- und Pferdetourismus wieder öffnen?“.

Was ist, wenn Abzeichen- und Ausbilderlehrgänge abgesagt werden müssen?
Nach den ersten Lockerungen vom 8. Mai ist in einigen Bundesländern die Trainerausbildung unter Hygieneauflagen und Einschränkungen im Hinblick auf die Teilnehmeranzahl wieder angelaufen. Für abgesagte Lehrgänge verlieren Veranstalter ihre Ansprüche auf die Teilnahmegebühr. Eventuell bereits bezahlte Teilnahmegebühren müssen zurückgezahlt werden. Generell sind für Abzeichen- und Ausbilder-Lehrgänge die Landesverbände zuständig. Sie erheben von den Veranstaltern, in der Regel Vereine oder Betriebe, eine Bearbeitungsgebühr. Ob diese erstattet wird, hängt von der jeweiligen Gebührenordnung der Landesverbände ab. Dies ist bei den einzelnen Verbänden zu erfragen. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände mit Kontaktdaten: https://www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/pferdebranchenbuch/kategorie-uebersicht?catId=18

Was ist beim Abschluss von Verträgen mit externen Dienstleistern zu beachten?
Die nach wie vor bestehende Unsicherheit, ob und unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen in den nächsten Monaten durchgeführt werden können, macht den Abschluss von Verträgen mit Dienstleistern aktuell besonders schwierig. Die Vereine sollten beim Abschluss von Verträgen mit Dienstleistern darauf achten, dass in den Verträgen ein vertragliches Widerrufsrecht für den Fall einer Untersagung oder Nicht-Genehmigung der Veranstaltung der Behörden enthalten ist. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Verträge die Möglichkeit einer Vertragsanpassung für den Fall vorsehen, dass die Veranstaltung aufgrund behördlicher Auflagen oder vergleichbarer Vorgaben in allgemeinen Regelungen der Länder oder Kommunen anders als ursprünglich geplant durchgeführt werden muss.

Was ist mit Veranstaltungen bzw. Reisen von FN, DOKR und Persönlichen Mitgliedern (PM)?
Für alle Eigenveranstaltungen von FN und DOKR sowie den Persönlichen Mitgliedern der FN, die noch nicht offiziell abgesagt worden sind, gilt, dass sie unter dem Vorbehalt der zu dem Zeitpunkt gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Selbstverständlich werden alle Regelungen der einzelnen Bundesländer in Bezug auf Veranstaltungen umgesetzt. Darüber hinaus werden die Teilnehmerzahlen je Veranstaltung restriktiv gehandhabt, um die nötigen Abstände zwischen Personen vor Ort zu wahren und Hygienemaßnahmen sicherzustellen.
Gäste von anstehenden PM-Reisen erhalten gesonderte Informationen über ihre Reise. Fragen zu den PM-Reisen können an FNticket&travel gerichtet werden. Die Mitarbeiterinnen sind per E-Mail unter pm-reisen@fn-dokr.de oder telefonisch unter 02581-6362-613 zu erreichen.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz-, und Strafverfahrensrecht („Corona-Abmilderungs-Gesetz“) ist in Kraft getreten. Damit haben sich weitreichende Veränderungen mit wesentlichen Erleichterungen für Vereine ergeben:

Virtuelle Mitgliederversammlungen
Ursprünglich war die Durchführung virtueller Mitgliederversammlungen bislang nur in jenen Vereinen möglich, in deren Satzung dies explizit vorgesehen war bzw. in denen sämtliche Mitglieder diesbezüglich ihre Zustimmung erteilt haben. Die Gesetzesänderung bewirkt nunmehr, dass es Vereinen generell ermöglicht wird, Mitgliedversammlungen virtuell abzuhalten. Es bedarf dafür weder einer Satzungsgrundlage noch einer „Allzustimmung“. Eine virtuelle Mitgliederversammlung ist der herkömmlichen Präsenzversammlung gleichgestellt.

Welche Möglichkeiten virtueller Zusammenkünfte gibt es?
In der Praxis kann eine virtuelle Mitgliederversammlung mit Hilfe von Bildschirmübertragungen, Chatrooms, etc. aber auch via Telefon in Betracht kommen. Zu beachten ist jedoch, dass den Mitgliedern bei einer Einberufung neben den regulären formalen Vorgaben auch der Verfahrensablauf rechtzeitig übermittelt wird. Unumgänglich ist ein Authentifizierungsverfahren, um sicherzustellen, dass nur Mitglieder teilnehmen. Dabei ist es sinnvoll, die Mitglieder zu verpflichten, die erforderlichen Zugangs- bzw. „Einwahldaten“ samt Passwort keinem Dritten zugänglich zu machen und unter Verschluss zu halten.

Stimmabgabe und Beschlussfassung
Durch die Gesetzesänderung ergibt sich für einzelne Mitglieder auch die Möglichkeit, ihre Stimmen bereits im Vorfeld schriftlich abzugeben. Die Abgabe der Stimme setzt demnach gar keine Teilnahme an der virtuellen/physischen Versammlung mehr voraus.

Während für eine wirksame schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren bislang die Zustimmung sämtlicher Mitglieder erforderlich war, ergibt sich aufgrund der Gesetzesänderung nunmehr die Möglichkeit eines Umlaufverfahrens unter erleichterten Voraussetzungen. Eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren ist bereits dann wirksam, wenn alle Mitglieder daran (lediglich) beteiligt werden UND bis zum Ende der durch den Verein gesetzten Entscheidungsfrist mindestens die Hälfte von ihnen ihre Stimme in Textform abgegeben hat. Die erforderliche Mehrheit des jeweiligen Beschlusses ergibt sich durch die Satzung bzw. durch das Gesetz. Da eine Stimmabgabe lediglich die „Textform“ voraussetzt, ist sie beispielsweise auch durch E-Mail, SMS etc. möglich.

Amtszeit von Vorstandsmitgliedern
Die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern von Vereinen, die für eine bestimmte Zeit bestellt wurden, endete bislang nach Ablauf des für die Amtszeit festgesetzten Zeitraumes. Dies konnte dazu führen, dass ein Verein nach Ablauf dieses Zeitraumes u.U. handlungsunfähig wurde, sofern die Vereinssatzung nicht ausdrücklich Gegenteiliges vorsah. Auch diesem Umstand wurde durch das Corona-Abmilderungs-Gesetz Rechnung getragen. Es enthält nunmehr die Regelung, dass ein Vorstandsmitglied auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt bleibt.

Anmerkung: Die Wirkung dieser Gesetzesänderung ist zum einen zunächst bis zum 31. Dezember 2021 beschränkt. Den Vereinen wird daher empfohlen, die neu geltenden gesetzlichen Regelungen per Satzungsänderung in die Satzung aufzunehmen und deren Anwendbarkeit dadurch auch über das Jahr 2021 hinaus sicherzustellen.

Zum anderen ist darauf hinzuweisen, dass sich die gesetzlichen Regelungen zur Beschlussfassung auf die Mitgliederversammlung beschränken. Für die Beschlussfassung des Vorstands ändert sich dadurch nichts.

Nähere Informationen gibt es unter www.vereinsrechtstag.de/aktuelles/

Insolvenzrechtliche Neuregelungen 
Aufgrund des Corona-Abmilderungs-Gesetzes ergeben sich zudem Neuerungen im Insolvenzrecht, welche rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft getreten sind. Für Vereine ist dabei vor allem die Neuregelung zur Stellung eines Insolvenzantrages wichtig. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung) des Vereins nicht auf den Folgen der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. War der Schuldner (Verein) am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

Mit anderen Worten ist daher nach wie vor unverzüglich ein Insolvenzantrag seitens des Vorstands zu stellen, sofern sich die Insolvenzreife durch Gründe ergibt, die nicht mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehen.

Im Hinblick auf die genannte Vermutung ist festzuhalten, dass diese auch widerlegt werden kann. Stellt sich daher in einem späteren Verfahren heraus, dass der Verein bereits am 31. Dezember 2019 zahlungsunfähig war, oder, dass sich die später eintretende Insolvenzreife nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie ergeben hat, drohen dem Vorstand neben Schadenersatzforderungen auch Strafverfahren.

Dringender Hinweis: Dem Vorstand von Vereinen, die aktuell tatsächlich von einer (angehenden) Insolvenz betroffen sind, wird daher dringend empfohlen, sich mit der gegenständlichen sowie den weiteren Regelungen zum Insolvenzrecht im Detail zu befassen.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Pferde mit dem neuen Corana-Virus infiziert wurden oder das Virus verbreiten können. Informationen zu Untersuchungen von Tieren auf SARS-CoV 2 gibt es auf den Seiten des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) unter www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus.

Position der FN
Der sportliche Vergleich auf Turnieren ermöglicht es Reitern, Fahrern, Voltigierern ihren eigenen Ausbildungs- und Leistungsstand sowie den ihrer Pferde zu überprüfen und weiterzuentwickeln – vom Einsteiger bis zum Spitzensportler, vom jungen Pferd bis zum Grand-Prix-Pferd. Der Turniersport bietet Amateuren ebenso eine Plattform wie Berufsreitern, die mit Ausbildung, Beritt und Verkauf von Pferden ihren Lebensunterhalt verdienen. Hier werden Mensch und Tier außerdem für eine spitzensportliche Laufbahn gesichtet und auf Championate vorbereitet. Damit dies möglichst schnell wieder möglich ist, hat die FN ein Konzept erarbeitet, wie die Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen bei Turnierveranstaltungen sichergestellt werden kann (siehe oben unter Downloads). Auf dieser Grundlage wirbt sie dafür, dass auch Pferdesportveranstaltungen Schritt für Schritt wieder möglich werden.

Status Quo
Seit Mitte März sind größere Zusammenkünfte von Personen in der Öffentlichkeit verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auch wenn noch mindestens bis Ende Oktober in ganz Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen, machen einige Bundesländer zumindest für sportliche Wettkämpfe den Weg wieder frei. In einigen Regionen dürfen wieder Turniere unter Corona-Bedingungen stattfinden. Die Auflagen stellen aber vor allem kleinere, ehrenamtliche Vereine vor große Herausforderungen. Um den Turniersport in Deutschland wieder anzuschieben, ermutigt die FN die Veranstalter, sich mit Planung und Durchführung von Turnieren in Zusammenarbeit mit den Behörden und Landeskommissionen zu beschäftigen. Hier gibt es eine Übersicht der Landeskommissionen.

Veranstalter, die sich jetzt mit der Planung und Durchführung ihres Turniers beschäftigen, sollten folgende Hinweise und Empfehlungen beachten:

Welche Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sind zu ergreifen? 
Ohne geeignetes Hygienekonzept darf vorerst kein Turnier stattfinden. Wie dies aussehen kann, richtet sich in erster Linie nach den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes und der zuständigen Kommune. Diese sind in der Regel auf den Internetseiten der Behörden zu finden. Die FN rät allen Veranstaltern, sich diese genau durchzulesen. In jedem Fall empfiehlt die FN, einen zuständigen „Hygiene-Beauftragten“ zu benennen. Er ist der Ansprechpartner für Turnierteilnehmer und Behörden. Seine Aufgabe ist es, die Infektionsschutz-Maßnahmen zu kommunizieren (z.B. durch Hinweisschilder) und deren Einhaltung gewissenhaft zu kontrollieren. 

Zu den Infektionsschutzmaßnahmen gehören u.a.:

  • Einhalten der gewohnten Hygieneregeln (z.B. häufiges und gründliches Händewaschen, Beachtung der Regeln zum Niesen und Husten, etc).
  • Einhalten des Mindestabstands von 1,5 bis zwei Meter, z.B. auch bei Medikations- und Pferdekontrollen.
  • Das freiwillige oder verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes je nach geltender Verordnung.
  • Zugang nur für Personen ohne typische Krankheitssymptome.
  • Begrenzte Zahl an Begleitpersonen je Teilnehmer/Pferd.
  • Anwesenheitsdokumentation durch Abgabe der Nennung und die Erklärung der Startbereitschaft und/oder behördlich vorgeschriebene Dokumente.
  • Regelmäßige Desinfektion von Türklinken und anderen Gegenständen, die häufig von vielen Menschen berührt werden.
  • Anbringen von (Plexi-)Glasscheiben zur räumlichen Trennung von Personen, z.B. in Meldestellen oder auf dem Richterturm.
  • Ausreichende Möglichkeiten, um Hände mit Seife zu waschen – bestenfalls mit fließendem Wasser, auch bereits nach der Ankunft auf den Parkplätzen.

Alle Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben gelten jederzeit, das heißt sowohl auf den Prüfungsplätzen, in der Meldestelle, auf dem Richterturm, aber auch auf den Parkplätzen, im Stall- und Ausstellerbereich sowie bei der Vorbereitung und dem Aufbau des Turniers. Die Wegeführung auf dem Turniergelände muss entsprechend gut organisiert und gekennzeichnet werden. Die gesamten Empfehlungen sind im Leitfaden für die Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen nachzulesen.

Muss das Hygienekonzept genehmigt werden und von wem? 
Die lokalen Behörden (Ordnungs- und/oder Gesundheitsämter) müssen der Durchführung des Turniers zustimmen. Dafür ist ein detailliertes und gleichzeitig realistisch umzusetzendes Hygienekonzept notwendig. 

Welche Prüfungen sollte man jetzt ausschreiben? 
Durch den wochenlangen Ausfall von Turnieren ist ein erheblicher Nachholbedarf entstanden. Das bedeutet, dass nicht nur dringend (zusätzliche) Veranstaltungen benötigt werden, sondern auch die Ausschreibungen angepasst werden müssen. Dabei sollte auch an ein „Einstiegsangebot“ für die höheren Leistungsklassen nachgedacht werden, ebenso wie an die seit 2020 möglichen Starts außer Konkurrenz. Ebenfalls benötigt werden Jungpferdeprüfungen in ausreichender Zahl, ggf. auch ausgeschrieben als Qualifikationen für das Bundeschampionat. Denkbar ist auch eine Kombination aus Turnierprüfungen und Trainingsmöglichkeiten. Die zuständige Landeskommission wird hier gern konstruktiv beraten, auch zu den diversen weiteren LPO-Möglichkeiten zur Ausschreibungsgestaltung. Aktuell wird man sicherlich an höhere Einsätze, die reduzierte Auszahlung der Geldpreise (bis auf null möglich) sowie eine zusätzliche Sondergebühr zur Finanzierung der Corona-bedingten Maßnahmen denken. Diese Möglichkeiten bietet die LPO. 

Dürfen Zuschauer das Turnier besuchen? Und wie sieht es mit der Gastronomie aus?
Es gelten die allgemeinen behördlichen Vorgaben für den Publikumsverkehr auf Sportanlagen und die besonderen Regelungen für Sportveranstaltungen. Es ist davon auszugehen, dass Turniere auf absehbare Zeit erst einmal als „Geisterturniere“ ohne Zuschauer stattfinden müssen. Eventuell vorhandene Sitzplätze für Helfer müssen in ausreichendem Abstand positioniert werden. Die Möglichkeiten für die Gastronomie orientieren sich an den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. 

Wie kann man eine Ausschreibung und Ausschreibungsänderung auch kurzfristig veröffentlichen? 
Die Veröffentlichungspflicht gemäß § 30 LPO wird im laufenden Jahr so gehandhabt, dass nach Rücksprache mit den Landeskommissionen in den meisten Fällen eine rechtzeitige Online-Veröffentlichung über Nennung-Online ausreicht – auf eine Veröffentlichung im offiziellen Verbandsorgan kann 2020 verzichtet werden. Das gilt auch für Ausschreibungsänderungen, zum Beispiel die Verkürzung der Nennungsschlüsse auf den spätmöglichsten Termin (gemäß den Durchführungsbestimmungen zu § 34 LPO auf bis zu fünf Tage vor PLS-Beginn). 

Was ändert sich bei Late-Entry-Turnieren? 
Um das Angebot an Turnieren und Prüfungen zu erhöhen, bietet sich auch die Ausschreibung von Late-Entry-Turnieren unter der Woche an, insbesondere für Jungpferdeprüfungen. Denkbar sind hier auch eine Kooperationen zwischen Vereinen und geeigneten privaten Reitanlagen. Ausnahmsweise besteht in der Turniersaison 2020 die Möglichkeit, Turniere mit mehr als acht Prüfungen und Turniere, die länger dauern als nur einen Tag, als Late-Entrys auszuschreiben – sofern die jeweilige Landeskommission zustimmt. 

Was passiert, wenn mehrere Veranstalter am gleichen Wochenende ein Turnier veranstalten wollen? 
Aufgrund der Ausnahmesituation können Turniere in der aktuellen Saison 2020 zum Teil auch ohne das Einverständnis aller betroffenen termingleichen Veranstalter verschoben werden. Die Entscheidung darüber obliegt der jeweiligen Landeskommission. Es empfiehlt sich jedoch für den verschiebenden Veranstalter immer, sich mit den anderen Vereinen abzusprechen und nach einer solidarischen Lösung zu suchen. Damit nicht zwei Turniere dasselbe Prüfungsangebot haben, könnte zum Beispiel ein Verein ein Dressur- und der andere ein Springturnier veranstalten. Alternativen eignen sich auch für Jungpferde- oder Jugendturniere, so dass für alle Sparten ein Angebot besteht. 

Wie sieht es mit der Anwesenheit von Ärzten und Sanitätern aus? 
Die Vorschriften der medizinischen Notfallvorsorge müssen weiterhin erfüllt werden. Ein steter Kontakt zum verpflichteten Rettungsdienst beziehungsweise verantwortlichen Arzt ist besonders wichtig, da es in der aktuellen Situation zu kurzfristigen Absagen kommen kann. Bei Engpässen in der Verfügbarkeit der gemäß § 40 LPO vorgeschriebenen ärztlichen/sanitätsdienstlichen Versorgung empfiehlt das Fachgremium Humanmedizin der FN, zusätzlich zum anwesenden verantwortlichen Arzt mit Notfallkoffer (z.B. aus Reihen des gastgebenden Vereins) eine medizinische Hilfskraft (z.B. Krankenpfleger, Arzthelfer) einzusetzen. Für Geländeprüfungen Reiten und Fahren sind die Vorgaben des § 40 LPO verbindlich einzuhalten.

Was sollten Turnierveranstalter jetzt tun? 
Die FN ruft alle Turnierveranstalter zur Besonnenheit auf und rät weiterhin zur Verlegung des Nennungsschlusses näher an den Turnierbeginn heran, um maximale Flexibilität bei der Planung zu erhalten. Das geht auch noch für bereits eingereichte Turniere. Bei einem Nennungsschluss bis zu fünf Tage vor Turnierbeginn handelt es sich noch nicht um ein Late-Entry-Turnier.

Falls ein Turnier doch abgesagt werden muss, was ist im Falle einer Absage zu tun? 
Jegliche Absage eines Turniers – aus welchen Gründen auch immer – müssen die Turnierveranstalter an ihre zuständige Landeskommission melden. Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem Nennung-Online eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.

Welche Turniere sind bereits abgesagt? 
Welche Turniere abgesagt sind, ist dem Online-Nennungssystem Nennung-Online (www.nennung-online.de) zu entnehmen oder kann direkt bei den Veranstaltern sowie den zuständigen Landesverbänden erfragt werden. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Bekomme ich mein Nenngeld zurück?
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren. Seit Juni werden die Nenngelder nicht mehr eingefroren. Bei Turnieren, bei denen das Nenngeld bereits abgebucht und an den Veranstalter überwiesen wurde, muss dieser das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Da die Absagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Regel als höhere Gewalt eingestuft werden, können die Veranstalter drei Euro je reserviertem Startplatz behalten (Vielseitigkeits-LP zehn Euro). Die Nennung-Online-Gebühr bleibt bei der FN. Der Verbleib der LK-Abgabe ist in den Landesverbänden unterschiedlich geregelt.

Und so läuft das ab: Sobald die Veranstaltung in Nennung-Online als "abgesagt" gekennzeichnet ist, wird dem Turnierverwalter in Nennung-Online an der Stelle, an der auch die Nennungsdaten heruntergeladen werden, eine Datei mit Daten zur Rückabwicklung zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch FAQ unter www.nennung-online.de/faq/turnierverwaltung/68).

Nachdem bereits viele Prüfungen ausgefallen sind: Wie sieht es mit Ranglistenpunkten und Leistungsklasseneinstufung für 2021 aus? Und können Jungpferde eventuell 2021 noch eine Saison länger starten? 
Wir beobachten sehr aufmerksam den Wiedereinstieg in den Turniersport. Sobald sicher erkennbar ist, wie sich das Angebot entwickelt, werden wir uns intensiv mit den Themen Ranglistenpunkte, Leistungsklassen sowie Basis- und Aufbauprüfungen befassen. Zunächst jedoch gehen wir noch immer davon aus, dass in den kommenden Monaten noch ausreichend Turnierveranstaltungen stattfinden können.

Wie können Turnierveranstalter Teilnehmer und Zuschauer informieren?
Turnierverwalter können in Nennung-Online „Wichtige Informationen“ bereitstellen. TORIS unterstützt beim Versenden von Informationen an Teilnehmer/Richter (Übersichten-Listen > Veranstaltung Vorbereitung > Briefe / Email-Exportdatei)

Welche Schäden drohen einem Veranstalter, wenn eine Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden muss?
Der wahrscheinlichste Fall eines Schadens sind sogenannte frustrierte Aufwendungen. Diese kommen zustande, wenn ein Veranstalter zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits Dinge angeschafft oder Dienstleister beauftragt hat. Teilweise wird sich der Veranstalter von diesen Verträgen wieder lösen können, weil mit der zwangsweisen Absage der Veranstaltung die Geschäftsgrundlage für die Anschaffung bzw. Dienstleistung weggefallen ist. In anderen Fällen kann er auf seinen Aufwendungen sitzen bleiben, wenn zum Beispiel bei Vertragsschluss nicht klar war, dass die Anschaffung/der Auftrag explizit für die Durchführung der Veranstaltung getätigt worden ist oder eine Rückabwicklung schlicht nicht möglich ist. Ein Haftungsschaden wegen Schadensersatzansprüchen von Teilnehmern o.ä. ist dem gegenüber unwahrscheinlich, weil in Fällen höherer Gewalt das erforderliche Verschulden des Veranstalters nicht vorliegt. Sonstige Kostenregelungen für Veranstalter ergeben sich aus den jeweiligen Verträgen mit Dienstleistern und Partnern.

Tritt eine Versicherung ein, wenn einem Veranstalter wegen einer Absage der Veranstaltung aufgrund des Coronavirus Schäden verbleiben?
Das kommt auf die Schadensform im Einzelfall und auch auf das Zustandekommen des Schadens an. Viele Versicherungsbedingungen schließen eine Haftung der Versicherung bei höherer Gewalt allerdings aus. Einzelfragen können letztlich nur von der jeweiligen Versicherung beantwortet werden.

Wie gehe ich als Veranstalter mit bereits abgeschlossenen Verträgen um?
Im Hinblick auf viele geplante Veranstaltungen sind bereits Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen worden. Die Veranstalter sind nun mit der Frage konfrontiert, ob sie sich von diesen Verträgen lösen können, wenn die Veranstaltung wegen des Coronavirus ausfallen muss. Eindeutig kann Frage nur im Einzelfall und auf Grundlage der konkret abgeschlossenen Verträge beantwortet werden. Grundsätzlich enthält das deutsche Recht eine Vorschrift, nach der man die Anpassung eines Vertrages verlangen oder sich ggf. auch ganz von dem Vertrag lösen kann, wenn ein weiteres Festhalten an dem unveränderten Vertrag unzumutbar ist. Es ist naheliegend, dass diese Vorschrift angewendet werden kann, wenn eine Veranstaltung aufgrund einer behördlichen Verfügung abgesagt werden muss. Auch wenn hoheitliche Auflagen, wie zum Beispiel eine Beschränkung der Anzahl der Besucher, gemacht werden, können diese Auswirkung auf das Interesse an dem abgeschlossenen Dienstvertrag haben, so dass über eine Vertragsanpassung verhandelt werden kann. Die Frage nach der Zumutbarkeit ist immer eine Werte-Entscheidung, bei der die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt und zum Ausgleich gebracht werden müssen. Es ist deshalb wichtig, nicht vorschnell einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären, sondern zuvor die Möglichkeiten einer Vertragsanpassung sorgfältig zu prüfen und ggf. anzubieten.

Wichtige Hinweise:
Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die folgenden Links und Informationen einem ständigen Anpassungsprozess.

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen ab. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Es gibt bundesweit keine einheitlichen Regelungen, jedes Bundesland veröffentlicht eigene Verordnungen und Regelungen für den Sportbetrieb und für Veranstaltungen in Corona-Zeiten. Die Nachfolgenden Informationen stellen einen verkürzten und zusammengefassten Überblick dar, wie sich die Situation in den Bundesländern derzeit darstellt.

Jeder Turnierveranstalter muss vor der Durchführung seines Turniers ein Hygienekonzept erstellen und dieses eng mit den zuständigen Behörden (z.B. Ordnungs- oder Gesundheitsamt) sowie dem Landespferdesportverband (LV) abstimmen. Ggf. ist auch eine Erlaubnis des zuständigen Landesministeriums notwendig, um ein Turnier durchführen zu dürfen.

In den meisten Bundesländern sind Wettkämpfe und Veranstaltungen nur unter Auflagen (z.B. Abstandsregeln, Ausschluss von Zuschauern) erlaubt. Diese Auflagen finden sich in den jeweiligen Verordnungen. Die FN empfiehlt jedem Turnierveranstalter dringend, sich die geltende Rechtslage des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und auf dieser Grundlage ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen. 

Wie ein solches Hygienekonzept aussehen und erstellt werden sollte, ist dem „Leitfaden für die Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen in Corona-Zeiten“ zu entnehmen, der auf dieser Seite oben im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Alle Turnierveranstaltungen (stattfindenden sowie erst kürzlich abgesagte) sind wie gewohnt über die Turniersuche auf www.nennung-online.de zu finden und werden täglich aktualisiert.

Übersicht nach Bundesländern:

  • Baden-Württemberg
    Wettbewerbe und Wettkämpfe im Breiten- und Leistungssport dürfen ohne Zuschauerinnen und Zuschauer wieder ausgetragen werden. Die neue Regelung gilt für alle kontaktlosen Sportarten, bei denen ein Abstand von eineinhalb Metern eingehalten werden kann - wie zum Beispiel Tennis, Golf, Reiten, Turnen, Schwimmen, viele Leichtathletikdisziplinen und Sportschießen. Teilnehmen dürfen bis zu 99 Sportler, Zuschauer sind weiterhin nicht zugelassen.
    Link zum Landesverband: https://www.pferdesport-bw.de/
    Link zur Verordnung: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/
  • Bayern
    Seit dem 8. Juli 2020 können Wettkämpfe nicht mehr nur im Freien, sondern auch in geschlossenen Räumen durchgeführt werden, wenn es sich um kontaktfrei betriebene Sportarten handelt und die Hygiene- und Schutzmaßnahmen beachtet werden.
    Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden, waren bislang nur mit bis zu 50 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 100 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Seit dem 8. Juli 2020 können diese Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel stattfinden. Quelle: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php
    Link zum Landesverband: https://www.brfv.de/wichtiger-hinweis-fuer-turnierveranstalter/
    Link zur Verordnung und zum „Rahmenhygienekonzept Sport“: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/
  • Berlin
    Der Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten im Freien ist ab dem 25. Mai 2020 zulässig, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet, welches vorab von der für Sport zuständigen Senatsverwaltung genehmigt wurde.
    Link zum Landesverband: https://www.lpbb.de/index.php/covid-19.html
    Link zur Verordnung: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

  • Brandenburg
    Bisher gibt es noch keine Informationen, ab wann Sportveranstaltungen bzw. sportliche Wettbewerbe wieder erlaubt sind.
    Link zum Landesverband: https://www.lpbb.de/index.php/covid-19.html

  • Bremen
    Veranstaltungen und Zusammenkünfte sind an der frischen Luft mit bis zu 400 Personen sowie in geschlossenen Räumen mit bis zu 250 Personen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erlaubt. Betreiber von Sportanlagen müssen ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen, das bestimmte Anforderungen erfüllt und auf Verlangen den Behörden gezeigt werden muss. Der Pferdesportverband Bremen empfiehlt weiterhin das Führen von Namenslisten zum Zwecke einer Infektionsnachverfolgung für Outdoor-Gruppen. Für Indoorangebote ist die Erfassung von Kontaktdaten gemäß Corona-Verordnung verpflichtend.
    Link zum Landesverband: https://www.pferdesportverband-bremen.de/
    Link zur Verordnung: https://www.bremen.de/corona
  • Hamburg
    Wettkämpfe und Ligaspiele im Bereich des Profisports können unter der Voraussetzung, dass die Spiele nicht vor Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden, in besonders begründeten Fällen auf Antrag durch die zuständige Behörde genehmigt werden. Anbieterinnen und Anbieter haben hierfür ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Die für Sport zuständige Behörde kann weitergehende Anordnungen treffen. Auch Ansammlungen auf Sportanlagen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Bisher gibt es noch keine Informationen, ab wann Sportveranstaltungen bzw. sportliche Wettbewerbe auch im Amateur- und Freizeitbereich wieder erlaubt sind.
    Link zum Landesverband: www.landesverband.pferdesport-hamburg.de
    Link zur Verordnung: https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen/
  • Hessen
    Der Wettkampfbetrieb ist erlaubt, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt. Zuschauer sind sowohl beim Training und als auch bei Turnierveranstaltungen wieder zugelassen. Eine Obergrenze an Personen, die sich gleichzeitig auf dem Trainings- bzw. Turniergelände aufhalten dürfen, gibt es nicht. Die Dokumentationspflicht war schon mit den letzten Lockerungen aufgehoben worden. Allerdings muss der Mindestabstand von 1,5 Meter weiterhin eingehalten werden. Mehr Informationen zu den Auflagen im Trainings- und Wettkampfbetrieb stellt der Landessportbund Hessen bereit.
    Link zum Landesverband: www.psv-hessen.de
    Link zur Verordnung: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Sportwettkämpfe mit Zuschauerinnen und Zuschauern (200 bei Innen-, 500 bei Außenveranstaltungen) sind im landesweiten Freizeit- und Breitensport wieder möglich. Dies galt bereits für kontaktlose Sportarten und soll nunmehr auch für Sportarten mit Körperkontakt ermöglicht werden. Die Öffnung des Sportbetriebes auch für Zuschauende gilt für den Freizeit -, Breiten – und Leistungssportbereich. Die Anzahl der sich gleichzeitig auf oder in der Sportanlage befindenden Personen beträgt maximal 500 im Außenbereich und 200 in überdachten Veranstaltungsorten. Besondere Maßnahmen zur Begrenzung der Besucherzahlen und zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes, müssen von den jeweiligen Veranstaltern getroffen werden. Quelle: Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V.. Der Landesverband hat sein pferdesportspezifisches Konzept der Entwicklung angepasst und stellt es allen Veranstaltern zur Verfügung. Mehr Informationen dazu gibt es direkt beim Landesverband: https://www.pferdesportverband-mv.de/index.php/corona/
  • Niedersachsen
    Das Land Niedersachsen schreibt in seinen FAQ zum Thema Wettkämpfe: Wenn bei einer Einzel- oder Individualsportart gewährleistet werden kann, dass bei einer Austragung eines Wettkampfes die Anforderungen wie konsequenter Verzicht auf direkten körperlichen Kontakt, stets mindestens ein Abstand von zwei Metern, die Hygieneregeln sowie keine Zuschauerinnen und Zuschauer eingehalten werden, steht einem Wettkampf nichts entgegen. Für die konkrete Ausgestaltung sollte jedoch sicherheitshalber Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt vor Ort aufgenommen werden. Quelle: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen_faq/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-rund-ums-sporttreiben-188025.html
    Link zum Landesverband Hannover: https://www.psvhan.de/
    Link zum Landesverband Weser-Ems: https://www.psvwe.de/news/aktuelles/artikel/einheitliche-regelung-in-niedersachsen-wettkaempfe-wieder-moeglich-fuer-amateure-und-berufsreiter/
    Link zur Verordnung: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html
  • Nordrhein-Westfalen
    Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind seit Ende Mai wieder zugelassen. Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen sind unter Auflagen wieder erlaubt, Veranstaltungen mit als 100 Personen bedürfen eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutz-Konzeptes. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen kann bei Erstellung von Sitzplänen und Sicherstellung der Rückverfolgung der Teilnehmer die Abstandsregel von 1,5 Metern entfallen. Untersagt bleiben große Festveranstaltungen wie zum Beispiel Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Musikfestivals und Sportfeste.
    Das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept muss bestimmte Anforderungen erfüllen, diese sind in § 2b der aktuellen NRW Corona-Verordnung aufgeführt. Zudem ist das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept zur Information der Unteren Gesundheitsbehörde vor der Durchführung der Veranstaltung vorzulegen. Quelle und Link zur aktuellen Verordnung: https://www.land.nrw/corona
    Der Pferdesportverband Westfalen stellt noch mehr Informationen dazu bereit und hat ein Muster für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept zur Durchführung von Wettbewerben im Pferdesport erstellt: https://www.pferdesportwestfalen.de/aktuelles/newsfeed/artikel/hygienekonzept-fuer-turniere 
    Link zum Pferdesportverband Rheinland: https://www.psvr-online.de/
  • Rheinland-Pfalz
    Seit dem 24. Juni 2020 ist der Wettkampfbetrieb drinnen und draußen auch in Gruppen bis zu zehn Personen wieder erlaubt. Zuschauer sind in begrenzter Zahl im Rahmen eines Hygienekonzeptes im Innen- und Außenbereich von Veranstaltungen zulässig. Für den Sportbetrieb und die Durchführung von Veranstaltungen haben die Behörden Hygienekonzepte erstellt, die einzuhalten sind.
    Link zum Landesverband: https://www.pferdesportverband-rlp.de/coronavirus-auswirkungen-auf-den-pferdesport-in-rheinland-pfalz/
    Link zur Verordnung: https://corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/
    Link zu den Hygienekonzepten: https://corona.rlp.de/de/themen/hygienekonzepte/
  • Saarland
    Der Wettkampfbetrieb im Freizeitsport ist zulässig, sofern auch im Rahmen des Wettkampfes bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden (z.B. Mindestabstand, kontaktfrei) und soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des Sportfachverbandes stattfindet, das vorab vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport im Einvernehmen mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie genehmigt wurde. Eine Kontaktnachverfolgung ist im Wettkampfbetrieb im Sport verpflichtend zu gewährleisten.
    Link zum Landesverband: https://pferdesportverbandsaar.de/?p=3345
    Link zur Verordnung: https://pferdesportverbandsaar.de/?p=3345
  • Sachsen
    Training und Wettkämpfe in und auf Sportstätten werden im Freistaat Sachsen mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab dem 6. Juni 2020 für jede Sportart wieder möglich sein. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/237294
    Link zur Verordnung: https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html
  • Sachsen-Anhalt
    Die Durchführung von Wettkämpfen mit oder ohne Zuschauer erfordert ein Hygienekonzept des Veranstalters. In geschlossenen Räumen dürfen maximal 250 Personen, ab dem 29. August 2020 maximal 500 Personen und im Freien maximal 1.000 Personen zugelassen werden.
    Link zum Landesverband: https://www.pferdesportverband-san.de/
    Link zur Verordnung: https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/sechste-verordnung/
  • Schleswig-Holstein
    Sportliche Wettkämpfe sind grundsätzlich mit einer maximalen Personenzahl von 250 gleichzeitig anwesenden Personen ohne Sondergenehmigung gestattet. Für diese Veranstaltungen ist ein Hygienekonzept zu erstellen, welches bei einer Prüfung durch die örtliche Gesundheitsbehörde vorgelegt werden und den Teilnehmern zugänglich gemacht werden kann. Es müssen stets die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Für Turnierveranstaltungen mit mehr als 250 gleichzeitig anwesenden Personen muss ein Sonderantrag mit entsprechendem Hygienekonzept bei der zuständigen Behörde durch den Veranstalter gestellt werden. Zuschauer sind ausschließlich im Außenbereich zulässig. Quelle: Pferdesportverband Schleswig-Holstein
    Link zum Pferdesportverband: https://pferdesportverband-sh.de/news
    Link zur aktuellen Verordnung: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html
  • Thüringen
    Der Sportbetrieb ist unter Infektionsschutzregeln und Vorgaben für Hygienekonzepte erlaubt. Sportveranstaltungen mit Zuschauern sind verboten.
    Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Landesregierung.
    Link zum Landesverband: https://trfv.de/startseite.html
    Link zur Verordnung: https://www.tmasgff.de/covid-19/verordnung

Finden Prüfungen für Pferdewirte statt und werden DOSB-Lizenzen verlängert?

Der Lehrbetrieb an den Fachschulen findet teilweise wieder statt. Informationen gibt es direkt bei den Fachschulen bzw. auf deren Internetseiten. Eine Liste der anerkannten Fachschulen ist im FN-Trainerportal zu finden.

Pferdewirtprüfung Fachrichtung klassische Reitausbildung
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.
Die Zwischenprüfungen im Herbst sollen wie geplant stattfinden.

Die Abschlussprüfungen in der Fachrichtung klassische Reitausbildungen finden unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder statt. Auch die Module der Pferdewirtschaftsmeisterlehrgänge können wieder durchgeführt werden.

Absage aller beruflichen Prüfungen
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, alle Abschlussprüfungen zunächst bis zum 30. April 2020 in allen Ausbildungsberufen abzusagen. Diese Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Aktuell kann leider noch nicht mitgeteilt werden, wann dies der Fall sein wird. Termine können erst festgesetzt werden, wenn es die Risikoeinschätzung zulässt. Unter www.landwirtschaftskammer.de werden tagesaktuell neue Informationen eingestellt.

Informationen für Trainer
Der DOSB hat beschlossen, die Vergabe für die DOSB-Lizenzverlängerungen und für die maximale Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen während der Corona-Krise dahin zu verändern, dass die Ausbildungsträger

  1. die DOSB Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages und ebenso
  2. die Ausbildungsdauer von Trainerausbildungsmaßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise nicht abschließend stattfinden können, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre

verlängern können.

Dies bedeutet für den Pferdesport, dass Trainer C und B Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, ab dem Tag des letzten Gültigkeitsdatums auf fünf Jahre erweitert sind und Trainer A Lizenzen auf drei Jahre Gültigkeit zu verlängern sind.

Die Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen, die gesplittet worden sind, z.B. Modullehrgänge, Teilprüfungen bei Wiederholungsprüfungen etc. können von zwei Jahre auf drei Jahre verlängert werden.

Position der FN
Ohne Pferdezucht kein Pferdesport. Die Pferdezucht und die daraus hervorgehenden Pferde sind die Basis des Pferdesports im Freizeitbereich sowie auf breitensportlicher und auf spitzensportlicher Ebene. Damit dies auch so bleibt, setzen sich die FN und die deutschen Pferdezuchtverbände dafür ein, dass wirtschaftliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Pferdezucht soweit wie möglich aufrechterhalten bleiben. Unter dem Dach der FN hat die Gemeinschaft der Zuchtverbände Konzepte dafür entwickelt, damit Zuchtveranstaltungen/Zuchttermine auch in Corona-Zeiten stattfinden können (siehe oben unter Downloads).

Kann ich mit meiner Stute zur Hengststation fahren?
Es gibt keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen für den Transport von Tieren auf Grund der Corona-Pandemie. Hengststationen wird dennoch empfohlen, den Samen nach Möglichkeit kontaktfrei abholen oder durch einen Kurierdienst verbringen zu lassen. Viele Hengststationen haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, um den Publikumsverkehr auf ihren Stationen zu beschränken. Hier hilft der Blick auf die Homepage der jeweiligen Hengststation. Dies gilt analog für Tierkliniken, sofern sie aus züchterischen Gründen aufgesucht werden. Darüber hinaus sind die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen des jeweiligen Bundeslandes bei allen Fahrten zu beachten.

Ab wann können wieder Hengstleistungsprüfungen, Stutbuchaufnahmen und Fohlenregistrierungen stattfinden?
Derzeit finden deutschlandweit wieder Zuchtveranstaltungen statt. Die FN und die Zuchtverbände informieren über alle Termine, die sie anbieten, auf ihren Internetseiten.

Wie sieht es mit der Eintrag von Hengsten ohne HLP ins Hengstbuch I aus?
Hierfür gibt es einen Sonderbeschluss der FN-Mitgliedszuchtverbände, die ein Zuchtprogramm für Deutsches Reitpferd führen. Aufgrund des Ausfalls der Hengstleistungsprüfungen infolge der Coronavirus-Epidemie soll die vorläufige Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I im Jahr 2020 auch ohne die Nachweise der notwendigen Hengstleistungsprüfungen möglich sein. Diese Aussetzung der ZVO-Bestimmungen zum Hengstbuch I-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass den Hengsten die Prüfungen generell erlassen werden. Für die vorläufige oder endgültige Eintragung in das Hengstbuch I im Jahr 2021 müssen alle notwendigen Eigenleistungsnachweise gemäß Zuchtverbandsordnung (ZVO) nachgewiesen werden.

Dies bedeutet:

  • Vorläufige Eintragung von dreijährigen gekörten Hengsten ohne Teilnahme an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung bzw. an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung im Sommer/Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 sowie an der Sportprüfung für Hengste Teil I im Frühjahr 2021 nachweisen.
  • Vorläufige Eintragung von vierjährigen gekörten Hengsten mit entsprechendem Ergebnis aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung oder einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil I bzw. 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung oder an der Sportprüfung für Hengste Teil II in 2021 zweimal mit Ergebnis nachweisen. Falls die 14-tägige Veranlagungsprüfung noch nicht mit Ergebnis absolviert wurde, muss auch diese nachgewiesen werden.
  • Vorläufige Eintragung von fünfjährigen gekörten Hengsten mit entsprechenden Ergebnissen aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung sowie aus einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil II in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen sich diese Hengste im Laufe des Jahres 2020 zum Bundeschampionat qualifiziert oder eine 50-tägige Hengstleistungsprüfung im Herbst 2020 absolviert haben oder im Frühjahr 2021 mit Ergebnis absolvieren. Alternativ können Hengste auch die Teilnahme mit Ergebnis an der ausnahmsweise nur in 2021 durchgeführten altersgerechten Sportprüfung Teil II für 6-jährige Hengste nachweisen.

Wie sieht es bei den Ponys und Kleinpferden aus?
Auch bei den Pony-, Kleinpferde- und Sonstigen Rassen gibt es aufgrund der derzeitigen Corona-Krise eine Fristverlängerung für das Absolvieren der Hengstleistungsprüfungen. Für alle Hengste, die in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung ableisten müssen, wird die Frist für einen Verbleib im Hengstbuch I bis Jahresende 2021 verlängert.

Ja, die Olympischen Spiele werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf den Sommer 2021 (23. Juli bis 8. August) verlegt. Die Paralympics finden von 24. August bis 5. September 2021 statt. Eine Stellungnahme der FN zu der Verschiebung ist unter https://www.pferd-aktuell.de/news/aktuelle-meldungen/fei---fn---dokr/olympia-2020-fn-praesidium-begruesst-verschiebung zu finden.

 

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Stand: 10.07.2020