Deutsche Reiterliche Vereinigung

Coronavirus: Auswirkungen auf den Pferdesport

Aktuelle Informationen

Die Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) treffen Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter sowie Turnierveranstalter mit besonderer Härte und erschüttern sie bis ins Mark. Als Interessenvertreter von Pferdesport und Pferdezucht haben sich die FN und ihre Mitgliedsverbände erfolgreich dafür eingesetzt, dass Training und Unterricht auf den Pferdesportanlagen auch in Corona-Zeiten stattfinden dürfen. Es wurde zudem erreicht, dass auch Veranstaltungen wie Turniere, Leistungsprüfungen, Lehrgänge und Seminare wieder flächendeckend stattfinden dürfen.

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen im Sinne von Pferdesport und Pferdezucht ab, die in den untenstehenden Downloads und FAQ nachzulesen sind. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Dafür sind Bundesregierung, Bundesländer, Landkreise und Kommunen zuständig. So kommt es, dass es regional und lokal unterschiedliche Regelungen für Pferdesport und Pferdezucht gibt. Die FN rät allen Pferdesportlern und Züchtern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen.

Die jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die in den Region gelten, sind auf den Seiten der Bundesländer zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198


Downloads

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Noch nicht auf alle Fragen haben wir eine zufriedenstellende Antwort. Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, Ihre Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir sehr viele Anfragen rund um Corona erhalten und auch ein wenig Zeit für die Recherche benötigen. Sobald wir über die entsprechenden Informationen und Empfehlungen verfügen, werden wir sie hier veröffentlichen. Wir können jedoch keine rechtsverbindlichen Antworten geben. Ihre Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse corona@fn-dokr.de senden.

Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Damit können bundesweit Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es gelten regional sehr unterschiedliche Regelungen für den Sport. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Links zu den Verordnungen und Sonderregelungen der jeweiligen Bundesländer sind auf dieser Seite unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren? Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen? Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Die Anwesenheit von externen Personen wie Trainern/Ausbildern, Reitern, Tierärzten o.ä. muss, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Private Pferdehalter, also Pferdebesitzer, die ihre Pferde als Selbstversorger in einem eigenen Stall halten, müssen genauso wie Vereine und Betriebe Maßnahmen ergreifen, die gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und das Tierwohl sicherstellen.

Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Damit können bundesweit Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es gelten regional sehr unterschiedliche Regelungen für den Sport. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren? Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen? Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Die Anwesenheit von externen Personen wie Trainern/Ausbildern, Reitern, Tierärzten o.ä. muss, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Position der FN
Der Pferdesport – ob als Freizeitaktivität oder als Turniersport – ist der Hauptgrund dafür, dass in Deutschland schätzungsweise 1,3 Millionen Pferde leben. Von der Begeisterung von Reitern, Fahrern und Voltigierern für ihre Pferde leben ganze Berufszweige und Branchen – von den Stallbetreibern über Futtermittelhersteller, Ausrüster, Sattler bis zu Tierärzten, Schmieden und Physiotherapeuten sowie Pferdewirten und Trainern. Die FN setzt sich deshalb dafür ein, dass der Zugang zu den Pferden auch in Corona-Zeiten in ausreichendem Maße sichergestellt ist. Gleichzeitig unterstützt die FN die Stallbetreiber darin, klare Regeln für den Betrieb ihrer Anlagen aufzustellen. Die Einhaltung der Regeln ist notwendig, um den Behörden keinen Anlass für die Schließung der Anlagen zu geben.

Status Quo
Die Bundesregierung sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben beschlossen, den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Damit können bundesweit Unterricht und Training auf Pferdesportanlagen stattfinden, wenn die geltenden Vorgaben eingehalten werden. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer sollen in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte entscheiden. Das heißt, es gelten regional sehr unterschiedliche Regelungen für den Sport. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Besonderheiten regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Welche Eckpunkte müssen beachtet werden?
Auch wenn der Sportbetrieb wieder erlaubt ist, kann leider noch kein Normalbetrieb herrschen, denn die Eindämmung des Coronavirus hat noch immer oberste Priorität. Die Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter. Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die konkretisierenden Leitfäden und Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht mit Tipps zur Erstellung eines Hygienekonzepts stehen auf dieser Seite oben unter Downloads zur Verfügung.

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Unterricht und Training
Die besonderen Regeln für den Sportbetrieb in den einzelnen Bundesländern sind unter der Frage „Ist Unterricht erlaubt?“ zu finden.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch wieder andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Der FN liegen keine Informationen vor, dass es nicht so ist. Allerdings muss die Anwesenheit von externen Personen, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Gibt es eine zeitliche Begrenzung für die Anwesenheit auf der Pferdesportanlage/im Stall/in der Reithalle? Dürfen mehrere/unterschiedliche Personen ein Pferd versorgen und bewegen (z.B. Reitbeteiligungen)?
Nach Auffassung der FN gehen aus den Beschlüssen der Bundesregierung und der Sportminister keine genau definierten zeitlichen Begrenzungen oder Begrenzungen der Personenzahl hervor. Allerdings können die Vorgaben regional unterschiedlich sein. Die FN empfiehlt also, sich die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen. Unbedingt einzuhalten sind aber zu jeder Zeit der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln.

Pferdesportler dürfen zwar wieder ihrem Hobby nachgehen, trainieren und Unterricht nehmen. Trotzdem ist leider noch nicht alles wieder so normal, wie es vor Corona war. Bundesweit gelten weiter die bekannten Abstands- und Hygiene-Regeln sowie weitere Auflagen für Sportanlagen. Die Anwesenheit externer Personen muss demnach, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage bzw. dem Verantwortlichen des Vereins oder dem leitenden Trainer/Reitlehrer abgestimmt sein und dokumentiert werden.

Darf ein Stallbetreiber den Betrieb für Pferdebesitzer und Einstaller schließen oder die Anwesenheitszeit und Personenzahl auf der Anlage begrenzen?
Die vollständige Schließung eines Betriebs dürfte nach der grundsätzlichen Öffnung der Sportanlagen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Der Betreiber/Besitzer der Anlage hat jedoch das Hausrecht und muss beurteilen, welche Aktivitäten rund um Versorgung und Bewegung der Pferde auf seiner Anlage unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes noch stattfinden können. Die FN unterstützt die Stallbetreiber darin, klare Regeln für den Betrieb ihrer Anlagen aufzustellen – unter angemessener und verantwortungsvoller Berücksichtigung der Betriebsgröße, der vorhandenen Möglichkeiten (Ställe, Plätze, Hallen) sowie der Zahl der Einstaller. Die vorhandenen Möglichkeiten auf den Anlagen müssen also mit Vernunft und Augenmaß so gut wie möglich ausgeschöpft werden, um unter den genannten Auflagen die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen. Die Einhaltung der Regeln ist notwendig, um den Behörden keinen Anlass für die erneute Schließung der Anlagen zu geben. Zu seinem eigenen gesundheitlichen Schutz und zum gesundheitlichen Schutz seiner Kunden und Mitarbeiter hat der Stallbetreiber das Recht, Personen der Anlage zu verweisen bzw. diese nicht betreten zu lassen, wenn diese sich nicht an die Vorgaben zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronavirus halten.

Gemeinsam nach Lösungen und Kompromissen suchen
Es gibt also noch immer Einschränkungen für Pferdesportler. In vielen Ställen wird es auch weiterhin so sein, dass es keinen unbeschränkten Zugang zu den Pferden gibt, weil die Abstandsregeln sonst nicht einzuhalten sind. Die FN unterstützt die Betreiber der Anlagen dabei, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen und Hygienekonzepte zu erstellen, um die behördlichen Vorgaben zu erfüllen. Dabei müssen sie die vorhandenen Möglichkeiten auf ihren Anlagen so gut wie möglich ausschöpfen, um unter den genannten Auflagen die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen. Ebenso appelliert die FN an das Gewissen der Pferdebesitzer, die Anwesenheit im Stall auf ein angemessenes Maß zu begrenzen, um auch anderen die Chance auf Zeit mit ihrem Pferd zu geben. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die von uns allen einen immensen Verzicht auf den gewohnten Lebensalltag bedeutet. Die FN bittet alle Beteiligten darum, die aktuelle Situation nicht auszunutzen und keine persönlichen Konflikte auszutragen.

Die Bundesregierung hat zum Aufenthalt von Personen in der Öffentlichkeit folgende Aussage getroffen: Die wichtigste Maßnahme bleibt noch für lange Zeit, Abstand zu halten. Deshalb bleibt es weiter entscheidend, dass Bürgerinnen und Bürger in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern einhalten. Die Kontaktbeschränkungen sollen grundsätzlich weiter gelten. Da jedoch die Infektionszahlen von Region zu Region variieren, gibt es in den Bundesländern auch unterschiedliche Kontaktbeschränkungen. Die FN rät deshalb dazu, sich vor einem Ausritt mit mehreren Personen über die geltenden Regelungen im jeweiligen Bundesland zu informieren.

Nach unserer fachlichen Einschätzung können insbesondere die Abstandsregeln bei sportlichen Aktivitäten außerhalb der Anlagen jedoch genauso gut, wenn nicht sogar besser, eingehalten werden als auf der Pferdesportanlage. Da also Training und Reitunterricht mit Teilnehmern aus mehr als zwei Haushalten stattfinden dürfen, spricht rein fachlich nichts dagegen, dass mit dem gleichen Personenkreis auch ein Ausritt möglich sein sollte, solange dabei die Abstands- und Hygiene-Regeln eingehalten werden. Vor einem solchen Ausritt sollte dringend beim zuständigen Ordnungsamt nachgefragt werden, ob Ausritte mit Personen aus mehr als zwei Haushalten erlaubt sind.

Status Quo
Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport ist auf und in Sportanlagen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Vor allem der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie die Hygieneregeln sind weiterhin zu jeder Zeit zu berücksichtigen. Die Bundesländer entscheiden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens über weitere Schritte. Das heißt, es gelten regional unterschiedliche Regelungen für den Sport. Die FN und ihre Landesverbände bemühen sich, diese Regelungen regelmäßig zu aktualisieren und über ihre Kommunikationskanäle zu veröffentlichen. Links zu den Verordnungen und Sonderregelungen der jeweiligen Bundesländer sind in der folgenden Übersicht zu finden. Die FN rät allen Pferdesportlern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen, ob es konkrete Regelungen für den Pferdesport gibt.

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin/Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Was ist generell beim Training und bei der Erteilung von Unterricht in Zeiten des Coronavirus zu beachten?
Hilfe bei der Erstellung eines Konzepts für den Infektionsschutz gibt die FN in den Handlungsempfehlungen für Unterricht und Training (siehe unter Downloads). Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten.

Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb und die Betonung des verantwortungsvollen Schutzes der Menschen.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz klein gehalten und Abstand gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel Handhygiene.
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die staatlichen Vorgaben schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die genannten Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Darf ich mit meinem Pferd zum Training fahren, es also transportieren?
Die Anwesenheit von externen Trainern/Ausbildern und Reitern muss, so wie alle anderen Aktivitäten auch, in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf Voltigier- und Fahr-Unterricht stattfinden?
Wo Reiten möglich ist, sind aus Sicht der FN auch Voltigieren und Fahren möglich. Die Bundesländer treffen jedoch eigene Regelungen zum Thema Kontaktsport. In den meisten Bundesländern ist Kontaktsport und damit auch das Gruppenvoltigieren erlaubt. In den Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht in Corona-Zeiten (siehe Downloads) gibt die FN Tipps und Hilfestellung für die Disziplinen Voltigieren und Fahren. Länderspezifische Regelungen zum Kontaktsport sind in der obenstehenden Übersicht der Bundesländer zu finden.

Gibt es beim Unterricht eine Begrenzung der Gruppengröße oder eine Obergrenze für die Anzahl von Pferden/Menschen in der Reithalle bzw. auf dem Reitplatz?
Aus Sicht der FN wurde die Phase der Notbewegung abgelöst durch die Erlaubnis, Unterricht und Training kontaktlos und an der frischen Luft durchzuführen. Allerdings können die Vorgaben regional unterschiedlich sein. Aus den Beschlüssen der Bundesregierung und der Sportminister gehen nach Auffassung der FN keine genau definierten zeitlichen Begrenzungen oder Begrenzungen der Personenzahl hervor. Die FN empfiehlt also, sich an die obenstehenden Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes zu halten und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen. Unbedingt einzuhalten sind aber zu jeder Zeit der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern sowie die Hygiene-Regeln, es sei denn, es gibt Ausnahmen für den Kontaktsport.

Wie Unterricht und Training auch in Corona-Zeiten stattfinden können und wie ein entsprechendes Hygienekonzept aussehen sollte, dafür gibt die FN Tipps und Empfehlungen in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads). Die Größe der Unterrichtsgruppe hängt also von den Gegebenheiten auf der Pferdesportanlage ab (Größe der Halle/des Platzes, Leistungsstand der Schüler/Pferde usw.) und sie muss in das jeweilige Hygienekonzept passen. Der Stallbetreiber bzw. Verantwortliche des Vereins oder der leitende Reitlehrer/Trainer müssen die Gruppen demnach verantwortungsbewusst und mit Augenmaß zusammenstellen.

Muss beim Reiten und im Stall ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?
Die Einführung einer Pflicht für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes obliegt nicht der Entscheidung der FN, sondern richtet sich nach den jeweils geltenden behördlichen Vorgaben/Empfehlungen. Sollte es eine solche Pflicht geben, empfiehlt sich nach Auffassung der FN das Tragen einer entsprechenden Maske beim Aufenthalt im Stall, in den Sattelkammern, auf den Stallgassen und in den Sanitärräumen. Der Stallbetreiber hat das Hausrecht und kann daher auch jederzeit eine Maskenpflicht anordnen. Informationen dazu gibt es auch auf den Seiten der Bundesregierung unter www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/schuetzt-ein-mundschutz-vor-ansteckung--1728426

Was muss ich beachten, wenn ich als Pferdebesitzer/Einstaller unter Quarantäne gestellt werden?
Für den Fall einer häuslichen Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Denn im Falle einer Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen, auch nicht, um sein Pferd zu versorgen. Es empfiehlt sich, bereits vorab wichtige Informationen zu sammeln und Vertretungsregelungen zu treffen (Beispiel: im Falle einer Quarantäne weiß Frau XY welches Zusatzfutter mein Pferd braucht, wie es zu bewegen ist und wo Sattel und Trensen sind). Es ist auch ratsam, dem Stallbetreiber eine Liste mit den wichtigsten Daten zukommen zu lassen (Hufschmied, Tierarzt, Besonderheiten beim Reiten/ Longieren etc.), damit dieser im Falle einer Quarantäne alle Pferde entsprechend versorgen kann. 

Aufruf an alle Pferdesportler: Seid bitte solidarisch und helft euch gegenseitig! Richtet Gruppen über Smartphones und Social Media ein und stimmt euch ab, wer sich wann um die Pferde kümmern kann.

Was ist, wenn der Betriebsleiter/-besitzer unter Quarantäne gestellt wird?
Jeder Betreiber/Besitzer eines Pensionstalls/einer Reitanlage muss für den Fall einer Erkrankung eine Vertretungsperson ernennen – das gilt auch unabhängig von Corona. Im dem Fall, dass eine Person aufgrund einer Infektion unter häusliche Quarantäne gestellt wird, hat sie den Anweisungen des Gesundheitsamtes unbedingt zu folgen und darf das Haus/die Wohnung nicht verlassen. Das bedeutet auch, dass der Betreiber/Besitzer den Stall/die Reitanlage nicht mehr betreten darf. Die ernannte Vertretungsperson muss dann die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde in Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstallern koordinieren.

Welche Hilfe bietet die Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Schutzschild für Beschäftigte, Betriebe und Unternehmen entwickelt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Es beinhaltet die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen und die Ausweitung bestehender Programme für Liquiditätshilfen. Dies soll Unternehmen den Zugang zu günstigen Krediten erleichtern, etwa durch die Lockerung von Kredit-Bedingungen. Mehr Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie Corona-Hotlines gibt es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html

Programm für Überbrückungshilfen
Kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen können einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen, wenn ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist.

Bitte beachten: Die Überbrückungshilfe kann nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer über ein bundeseinheitliches Online-Portal beantragt werden: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sich in der Übersicht Förderprogramme „Corona” von Bund und Ländern. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass im Netz unseriöse Seiten kursieren können, die gegen Geldzahlung Hilfe beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Fake-E-Mails zur Corona-Soforthilfe, in denen zur Rückzahlung „zu viel erhaltener Fördergelder“ aufgefordert wird.

Auch E-Mails mit Zahlungsanweisungen ohne Corona-Bezug sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Derzeit häufen sich Fake-Mails von Betrügern, die nach intensiver Recherche der Vereinshomepages Zahlungsaufforderungen im Namen des Vorsitzenden an den Kassenwart versenden.
Wie lassen sich gefälschte E-Mails mit Zahlungsanweisungen erkennen?

  • Prüfen Sie die Endung der Absenderadresse auf Richtigkeit (z.B. „.com“ statt „.de“, oder oft Endungen anderer Länder).
  • Fragen Sie sich, ob es plausibel ist, dass Ihr Vorstandsmitglied Sie um die Ausführung dieser Zahlung bittet und ob es einen Verwendungszweck gibt, der Ihnen bekannt ist.
  • Besonders viele Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Anrede („Du“ statt „Sie“, direkte Ansprache mit dem Vornamen) und Grußformel in einer Mail können Hinweise auf eine Fälschung sein.
  • Zudem wird oft ein zeitlicher Druck durch Wörter wie „schnell“ oder „sofort“ ausgeübt.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie das Vorstandsmitglied per Telefon und lassen sich den Zahlungsauftrag bestätigen.
  • Sollte es sich um eine Fake-Mail handeln, antworten Sie nicht auf die Mail, laden Sie keine Anhänge herunter, klicken Sie keine Links an und zeigen Sie den Betrugsversuch bei der Polizei an.

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für landwirtschaftliche Betriebe?
Unterstützungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind zum Beispiel Erleichterungen bei Saisonarbeitskräften, Arbeitszeitregelungen und Hinzuverdienstgrenzen, Stundung von Steuerzahlungen und Anpassung von Steuervorauszahlungen sowie Liquiditätshilfedarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Alle diese Unterstützungsmöglichkeiten sollten direkt bei den zuständigen landwirtschaftlichen Behörden erfragt werden oder auch beim Deutschen Bauernverband bzw. den Landesvertretungen. Kontaktdaten gibt es in der Übersicht landwirtschaftlicher Behörden und Verbände.

Wo finden Vereine, Betriebe und Ausbilder weitere Praxistipps zur finanziellen Unterstützung? 
Auf der Website der Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrerverband e.V. gibt es einen hilfreichen „Praxisleitfaden zur finanziellen Unterstützung für Pferdebetriebe“. Hier wird ein Überblick über finanzielle Hilfen und organisatorische Maßnahmen gegeben, die dazu beitragen können, Kosten zu reduzieren und ggf. Umsätze zu stabilisieren: www.berufsreiter.com

Welche Corona-Sonderprogramme gibt es noch?

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht kleinen, mittelständischen sowie Großunternehmen gemäß KMU-Definition zur Verfügung, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Das Sonderprogramm wird über die Programme „KfW-Unternehmerkredit 037/047“, (ab KMU-Unternehmensgröße „Kleinbetrieb“) sowie das Programm „ERP-Gründerkredit – Universell“ umgesetzt. Durch den "KfW-Gründerkredit Universell" werden Gründer sowie Freiberufler und junge, gewerbliche mittelständische Unternehmen gefördert, die noch keine fünf Jahre bestehen.

    Anträge können über die Hausbank gestellt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Website der KfW: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

    Der KfW-Schnellkredit 2020 soll Unternehmen mit mehr als zehn Vollzeitbeschäftigten, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, durch eine rasche Liquiditätshilfe unterstützen. und ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Weitere Informationen hier.

Politische Ebene
In der Coronavirus-Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Wir setzen uns auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe ein und drängen darauf, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Schildern Sie Ihre Notlage in knapper aber deutlicher Form Ihrem Kommunalpolitiker, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN bittet darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie zu bekommen (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de). So können wir uns viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner für Notsituationen im Pferdesport nach Bundesländern.

Wann kann ich eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen? 
Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Angestellte und selbstständig Tätige können in diesem Fall für den dadurch entstehenden Verdienstausfall eine Entschädigung beantragen. Wir haben eine Liste mit Fragen und Antworten sowie den zuständigen Behörden für eine Verdienstausfallentschädigung zusammengestellt. Wichtiger Hinweis: Eine Verdienstausfall-Entschädigung kann nur auf der Grundlage eines behördlich angeordneten „Tätigkeitsverbotes“ (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) gem. IfSG erfolgen.

Wo erhalte ich Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen?
Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport sind durch die Corona-Krise von Einnahmenausfällen betroffen, während die üblichen Ausgaben bestehen bleiben. Um die hieraus resultierenden Liquiditätsengpasse zu überbrücken, können Überbrückungskredite beantragt werden. Finanzierungsangebote gibt es für sogenannte KMU (Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen), Selbständige und Freiberufler. Die Abgrenzung eines KMU ist wichtig für den Zugang zu Finanzmitteln und EU-Förderprogrammen, die speziell auf diese Unternehmen ausgerichtet sind. Die Abgrenzung erfolgt anhand von Schwellenwerten für Jahresumsatz und Bilanzsumme sowie anhand der Beschäftigtenzahl: Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), kleine Unternehmen (unter 50 Beschäftigte) und mittlere Unternehmen (unter 250 Beschäftigte).

Förderbanken/Landesförderinstitute: Jedes Bundesland verfügt über eine Förderbank bzw. ein Landesförderinstitut. Hierüber werden zumeist zinsgünstige Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel unterstützt. Zur Beantragung ist die Vorlage eines Businessplans bei der Hausbank erforderlich. Diese stellt nach Prüfung der Unterlagen beim Landesförderinstitut den Antrag. Eine Übersicht der Förderbanken, die zu den jeweiligen Bundesländern führt, gibt es unter www.investitionsbank.info. Wir empfehlen, die entsprechende Website der Landesförderbanken regelmäßig zu besuchen, denn dort werden immer wieder aktuelle Informationen bereitgestellt.

Bürgschaftsbanken: Notwendige Liquiditätshilfen für gewerbliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler können außerdem über Bürgschaftsbanken abgesichert werden. Zur wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise erweitern auch die Bürgschaftsbanken ihre Unterstützung von KMU. Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen für eine erfolgreiche Bewilligung vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken unter https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/ermoeglicher.de gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank sowie Berater erfolgen. Wichtig ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Die direkten Ansprechpartner sind immer die Hausbanken. Links zu mehr Informationen zu den Krediten gibt es hier:

BADEN-WÜRTTEMBERG 
Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH 
Werastraße 13-17, 70182 Stuttgart 
Telefon: 0711-16 45 6 
E-Mail: info@buergschaftsbank.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank.de/

BAYERN 
Bürgschaftsbank Bayern GmbH 
Max-Joseph-Straße 4, 80333 München 
Telefon: 030-31 10 04-0 
E-Mail: info@bb-bayern.de 
Internet: https://www.bb-bayern.de/

BERLIN 
BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 
Schillstraße 9, 10785 Berlin 
Telefon: 030/311 004-0 
E-Mail: info@buergschaftsbank-berlin.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank.berlin/start.html

BRANDENBURG 
Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH Schwarzschildstraße 94, 14480 Potsdam Telefon: 0331-649 63 0 
E-Mail: info@BBimWeb.de 
Internet: https://www.bbimweb.de/

BREMEN 
Bürgschaftsbank Bremen GmbH
Am Wall 187-189, 28195 Bremen 
Telefon: 0421-33 52-33 
E-Mail: info@buergschaftsbank-bremen.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank-bremen.de/

HAMBURG 
BürgschaftsGemeinschaft Hamburg GmbH 
Besenbinderhof 39, 20097 Hamburg 
Telefon: 040-61 17 00 0 
E-Mail: bg-hamburg@bg-hamburg.de 
Internet: https://www.bg-hamburg.de/

HESSEN 
Bürgschaftsbank Hessen GmbH 
Gustav-Stresemann-Ring 9, 65189 Wiesbaden Telefon: 0611-15 07 0 
E-Mail: info@bb-h.de 
Internet: https://bb-h.de/

MECKLENBURG-VORPOMMERN 
Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH 
Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin 
Telefon: 0385-395 55 0 
E-Mail: info@bbm-v.de 
Internet: https://www.buergschaftsbank-mv.de/

NIEDERSACHSEN 
Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH 
Hildesheimer Straße 6, 30169 Hannover 
Telefon: 0511-337 05 0 
E-Mail: info@nbb-hannover.de 
Internet: https://www.nbb-hannover.de/

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Bürgschaftsbank NRW GmbH 
Hellersbergstraße 18, 41460 Neuss 
Telefon: 02131-51 07 0 
E-Mail: info@bb-nrw.de 
Internet: https://www.bb-nrw.de/de/index.html

RHEINLAND-PFALZ 
Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH Rheinstraße 4 H, 55116 Mainz 
Telefon: 06131-629 15 5 
E-Mail: info@bb-rlp.de 
Internet: https://www.bb-rlp.de/

SAARLAND 
Bürgschaftsbank Saarland GmbH 
Franz-Josef-Röder-Straße 17, 66119 Saarbrücken 
Telefon: 0681-30 33 0 
E-Mail: info@bbs-saar.de 
Internet: https://www.bbs-saar.de/

SACHSEN 
Bürgschaftsbank Sachsen GmbH 
Anton-Graff-Straße 20, 01309 Dresden 
Telefon: 0681-30 33 0 
E-Mail: info@bbs-sachsen.de 
Internet: https://www.bbs-sachsen.de/

SACHSEN-ANHALT 
Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH 
Große Diesdorfer Straße 228, 39108 Magdeburg 
Telefon: 0391-737 52 0 
E-Mail: info@bb-mbg.de 
Internet: https://www.bb-mbg.de/

SCHLESWIG-HOLSTEIN 
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH 
Lorentzendamm 22, 24103 Kiel 
Telefon: 0431-59 38 0 
E-Mail: info@bb-sh.de 
Internet: https://www.bb-sh.de/home/startseite/

THÜRINGEN 
Bürgschaftsbank Thüringen GmbH 
Bonifaciusstraße 19, 24103 Kiel 
Telefon: 0361-21 35 0 
E-Mail: info@bb-thueringen.de 
Internet: https://bb-thueringen.de/

Habe ich als Vereinsmitglied einen Anspruch auf (teilweise) Rückerstattung meines bereits geleisteten Mitgliedsbeitrages? 
Aufgrund der Schließungen von Vereinssportanlagen und der momentanen Absage von Turnierveranstaltungen stellen sich immer mehr Vereinsmitglieder die Frage, ob sie noch verpflichtet sind, ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen bzw. ob sie bereits geleistete Beiträge zurückverlangen können.

Ein aufgrund der Satzung eines gemeinnützigen Vereins geschuldeter und geleisteter (echter) Mitgliedsbeitrag einerseits kann grundsätzlich nicht durch das Mitglied zurückgefordert werden. Gleichzeitig dürfte ein solcher Beitrag auch durch den Verein gar nicht zurück erstattet werden. Eine Zurückerstattung wäre gemeinnützigkeitsschädlich. Selbst ein vom Verein „gut gemeinter“ (teilweiser) Verzicht auf die Beiträge seiner Mitglieder ist daher nicht möglich.

Der Mitgliedsbeitrag dient in erster Linie zur Erfüllung der jeweiligen satzungsgemäßen Zwecke und der Erfüllung der Gesamtbelange sämtlicher Mitglieder. Entscheidend ist dabei, dass bei (echten) Mitgliedsbeiträgen – meist handelt es sich dabei um Jahresbeträge – kein Leistungsaustauschverhältnis vorliegt. Ein Mitglied leistet den Mitgliedsbeitrag nicht in Erwartung einer konkreten Gegenleistung. Außerdem ergibt sich aus der Mitgliedschaft die Verpflichtung, sich gegenüber dem Verein loyal zu verhalten und den Vereinszweck aktiv zu fördern. Alles, was dem Verein schadet, hat zu unterbleiben. Die durch den Verein aufgrund der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen liegen in aller Regel nicht in der Sphäre des Vereins. Sie können ihm daher auch nicht vorgehalten werden. 

Anders wird sich die Rechtslage jedoch darstellen, wenn ein Mitglied – neben dem Jahresbeitrag – eine finanzielle Leistung für eine durch den Verein zu erbringende, konkrete Gegenleistung (Kurs, etc.) erbracht hat. Dabei handelt es sich um ein Leistungsaustauschverhältnis. Kann diese konkrete Gegenleistung durch den Verein gar nicht erbracht werden – und wird ein Kurs beispielsweise nicht nur verschoben sondern komplett abgesagt – wird die finanzielle Leistung dem Mitglied in der Regel zurück zu erstatten sein. Es kommt jedoch auf den Einzelfall an.

Habe ich das Recht meine Mitgliedschaft (sofort) zu beenden?
Eine ordentliche Kündigung der Mitgliedschaft im Reitverein ist bei Einhaltung der jeweiligen Regelung in der konkreten Satzung möglich. Eine solche muss vom Mitglied auch nicht begründet werden. 
Eine außerordentliche (fristlose) Kündigung der Mitgliedschaft, etwa mit der Begründung, dass die Vereinssportanlagen nicht mehr genutzt werden können und/oder keine Turniere stattfinden, dürfte allerdings nicht so einfach möglich sein. Auch hier kommt es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Dabei ist entscheidend, ob dem Mitglied die Mitgliedschaft im Verein unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung sowohl seiner als auch der Interessen des Vereins nicht mehr zugemutet werden kann. Gegen die Möglichkeit eines sofortigen Vereinsaustritts dürfte vor allem sprechen, dass Vereine größtenteils behördlichen Anordnungen Folge leisten und außerdem ihren gegenüber Mitgliedern bestehenden Schutzpflichten nachkommen.

Müssen ausgefallene Reitstunden, die im Voraus gezahlt wurden, nachgeholt werden, wenn ein Stall aufgrund des Coronavirus schließen musste?
Rein rechtlich stehen sich Unterrichtserteilung und Bezahlung der Reitstunde in einem Leistungsaustausch gegenüber. Wenn eine Leistung – hier die Reitstunde – nicht erbracht werden kann, entfällt auch der Anspruch auf die Bezahlung. In der aktuellen Situation ist ein solidarischer Umgang miteinander besonders wichtig. Wir Pferdesportler können die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergebenden Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen.
Sprechen Sie deshalb offen miteinander, zum Beispiel über einen anteiligen Solidarbeitrag, der hilft, die laufenden Kosten zu decken, oder über spätere Gegenleistungen des Betriebs oder Vereins, wenn diese extreme Ausnahmesituation überstanden ist. Schließlich hat niemand etwas von einer etwaigen Insolvenz eines Pferdebetriebs.

Status Quo
Der Pferdetourismus in Deutschland ist von der Corona-Krise besonders hart betroffen, da die Urlauber und Reitschüler die Angebote durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zunächst nicht wahrnehmen konnten und den Betrieben somit Einnahmen fehlen. Die Kosten für Versorgung und Unterbringung der Pferde laufen aber unverändert weiter. Die FN gibt den Betrieben deshalb Tipps und Hinweise, um den Betrieb möglichst schnell wieder hochfahren zu können.

Restaurants, Ferienwohnungen, Campingplätze und Hotels durften bereits unter strengen Hygieneauflagen öffnen. Alle Öffnungen stehen unter der Voraussetzung, dass sich die Infektionslage nicht drastisch verschlechtert. Die Bundesländer erlassen jeweils eigene rechtlich verbindliche Verordnungen für diese Branchen. Kontaktbeschränkungen bleiben in unterschiedlicher Form in den Bundesländern weiter bestehen.

Die FN rät Inhabern von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, sich vor der Öffnung unbedingt die geltenden Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und diese stets einzuhalten. Diese sind hier zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Was muss bei der schrittweisen Öffnung der Betriebe außerdem beachtet werden und wo finde ich Informationen?
Bei allen touristischen Angeboten rund um den Pferdesport sind die Vorbereitung der Betriebe und das Briefing der Mitarbeiter sehr wichtig. Die FN empfiehlt den betroffenen Betrieben und Anbietern die Hygienemaßnahmen bzw. die teils veränderten Gegebenheiten vor Ort schon vor Anreise an ihre Gäste zu kommunizieren. Das erzeugt Transparenz und schafft Vertrauen.

Schutz- und Hygienepläne müssen durch die Betreiber erstellt werden und die Bereiche Besucher- und Kundenlenkung, Beherbergung, Gastronomie und die Angebote rund um das Reiten, Fahren, Voltigieren, Abzeichenlehrgänge, Ausritte, Ausfahrten und Wanderritte im Rahmen des Urlaubs müssen sorgsam unter Beachtung aller Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen geplant sowie mit den Mitarbeitern und Gästen besprochen werden.

Handlungsempfehlungen für Training und Unterricht stellt die FN als Download im oberen Bereich dieser Seite zur Verfügung.

Achtung: Solange Verbote der touristischen Vermietung in Kraft sind, kann ein Verstoß ein Bußgeld, gegebenenfalls auch eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Im Zweifel rät die FN, sich an die jeweilige Landesregierung, die die Verordnung erlassen hat, die Tourismusorganisation des Bundeslandes oder bei Verbraucherfragen an die Verbraucherzentrale des jeweiligen Landes zu wenden. Da die Corona-Lage weiterhin sehr dynamisch ist, kann es in kurzen Abständen zu Aktualisierungen der Verordnungen kommen.

Sowohl der Deutsche Tourismus Verband e.V. (DTV) als auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband) stellen stets aktualisierte Übersichten zu den jeweiligen Verordnungen der Länder unter diesen Links bereit:

Wichtige Empfehlungen und Hinweise des DTV und des DEHOGA Bundesverbandes zur Vorbereitung und Eröffnung von Gastronomie und Beherbergung
Alle wichtigen Informationen, Hinweise und Empfehlungen zur korrekten Umsetzung der rechtlichen Verordnungen der Länder in der Form eines Dokuments, das permanent überarbeitet und aktualisiert wird, sind hier zu finden:

Wichtige Ansprechpartner für die Fachbereiche Beherbergung und Gastronomie:

Deutscher Tourismusverband e.V.
Service GmbH
Schillstraße 9
10785 Berlin
Zentrale:
Tel.: 030 / 856 215 -0
kontakt@‎deutschertourismusverband.de
www.deutschertourismusverband.de

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-0
Fax 030/72 62 52-42
info@dehoga.de
www.dehoga.de

DEHOGA – Landesverbände
www.dehoga-bundesverband.de/ueber-uns/landesverbaende

DTV – Landes- und regionale Tourismusorganisationen
www.deutschertourismusverband.de/verband/mitglieder.html

Status Quo
Bundesweit gilt: Die Kontaktbeschränkungen bleiben weiter bestehen, ebenso müssen zu jeder Zeit die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden. Großveranstaltungen sind noch mindestens bis Ende des Jahres 2020 verboten. Aufgrund von regionalen Besonderheiten und epidemiologischen Lagen gibt es von den Bundesländern und örtlichen Behörden unterschiedliche oder weitere Regelungen rund um das Thema Veranstaltungen. Die Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die regional gelten, sind auf der Seite des jeweiligen Bundeslandes zu finden: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Was müssen Veranstalter jetzt bei der Planung von Seminaren, Lehrgängen oder anderen Vereinsaktivitäten- und Aktionen beachten?
Für jede Veranstaltung ist ein nachvollziehbares, detailliertes Hygienekonzept unabdingbar. Zudem ist in einigen Bundesländern vorab eine Erlaubnis zur Durchführung der geplanten Veranstaltung bei den lokalen Behörden (Ordnungs- und/oder Gesundheitsamt) einzuholen.

Auch wenn in einigen Bundesländern keine Genehmigungspflicht besteht, rät die FN, frühzeitig Kontakt mit den örtlichen Behörden aufzunehmen und das Konzept vorzustellen.

Die Kontaktdaten des zuständigen Gesundheitsamtes sind ganz einfach über die Eingabe der Postleitzahl auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter diesem Link zu finden: https://tools.rki.de/PLZTool/

Weitere Informationen sowie Hilfe zur Erstellung eines Hygienekonzepts sind in den FN-Merkblättern "Leitfaden für die Durchführung von Seminarveranstaltungen" und "Leitfaden für die Durchführung von Lehrangeboten" zu finden.

Ob Gesellschafts- und Gemeinschaftsräume genutzt werden dürfen und ob Obergrenzen für die maximale Personenzahl bestehen, richtet sich nach aktuellen behördlichen Vorgaben. Referenten, Lehrgangsleiter, Probanden und Helfer sind bei der Berechnung der zugelassenen Teilnehmer zu berücksichtigen. Ebenso ist der Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zwischen Personen für die Planung maßgeblich.

Für die Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben ist grundsätzlich der Veranstalter verantwortlich. Bei der Umsetzung kann er sich durch andere Personen, zum Beispiel einen Hygiene-Beauftragten, unterstützen lassen. Der Hygiene-Beauftragte ist Ansprechpartner für die Teilnehmer sowie für die Behörden. Falls es vonseiten der örtlichen Behörde Vorgaben zur Dokumentation der Anwesenheit aller anwesenden Personen bei der Veranstaltung gibt, müssen entsprechende Anwesenheitslisten geführt werden. Auch die Öffnung einer etwaigen Gastronomie richtet sich nach den allgemeinen behördlichen Vorgaben. Mehr Informationen über das Thema Bewirtung und Beherbergung gibt es auch auf dieser Seite unter der Frage „Dürfen Pferdebetriebe für den Reit- und Pferdetourismus wieder öffnen?“.

Was ist, wenn Abzeichen- und Ausbilderlehrgänge abgesagt werden müssen?
Nach dem Lockdown im Frühjahr ist die Trainerausbildung unter Hygieneauflagen und Einschränkungen im Hinblick auf die Teilnehmeranzahl wieder angelaufen. Für abgesagte Lehrgänge verlieren Veranstalter ihre Ansprüche auf die Teilnahmegebühr. Eventuell bereits bezahlte Teilnahmegebühren müssen zurückgezahlt werden. Generell sind für Abzeichen- und Ausbilder-Lehrgänge die Landesverbände zuständig. Sie erheben von den Veranstaltern, in der Regel Vereine oder Betriebe, eine Bearbeitungsgebühr. Ob diese erstattet wird, hängt von der jeweiligen Gebührenordnung der Landesverbände ab. Dies ist bei den einzelnen Verbänden zu erfragen. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände mit Kontaktdaten: https://www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/pferdebranchenbuch/kategorie-uebersicht?catId=18

Was ist beim Abschluss von Verträgen mit externen Dienstleistern zu beachten?
Die nach wie vor bestehende Unsicherheit, ob und unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen in den nächsten Monaten durchgeführt werden können, macht den Abschluss von Verträgen mit Dienstleistern aktuell besonders schwierig. Die Vereine sollten beim Abschluss von Verträgen mit Dienstleistern darauf achten, dass in den Verträgen ein vertragliches Widerrufsrecht für den Fall einer Untersagung oder Nicht-Genehmigung der Veranstaltung der Behörden enthalten ist. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Verträge die Möglichkeit einer Vertragsanpassung für den Fall vorsehen, dass die Veranstaltung aufgrund behördlicher Auflagen oder vergleichbarer Vorgaben in allgemeinen Regelungen der Länder oder Kommunen anders als ursprünglich geplant durchgeführt werden muss.

Was ist mit Veranstaltungen bzw. Reisen von FN, DOKR und Persönlichen Mitgliedern (PM)?
Für alle Eigenveranstaltungen von FN und DOKR sowie den Persönlichen Mitgliedern der FN gilt, dass sie unter dem Vorbehalt der zu dem Zeitpunkt gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Selbstverständlich werden alle Regelungen der einzelnen Bundesländer in Bezug auf Veranstaltungen umgesetzt. Darüber hinaus werden die Teilnehmerzahlen je Veranstaltung restriktiv gehandhabt, um die nötigen Abstände zwischen Personen vor Ort zu wahren und Hygienemaßnahmen sicherzustellen.
Gäste von anstehenden PM-Reisen erhalten gesonderte Informationen über ihre Reise. Fragen zu den PM-Reisen können an FNticket&travel gerichtet werden. Die Mitarbeiterinnen sind per E-Mail unter pm-reisen@fn-dokr.de oder telefonisch unter 02581-6362-613 zu erreichen.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz-, und Strafverfahrensrecht („Corona-Abmilderungs-Gesetz“) ist in Kraft getreten. Damit haben sich weitreichende Veränderungen mit wesentlichen Erleichterungen für Vereine ergeben:

Virtuelle Mitgliederversammlungen
Ursprünglich war die Durchführung virtueller Mitgliederversammlungen bislang nur in jenen Vereinen möglich, in deren Satzung dies explizit vorgesehen war bzw. in denen sämtliche Mitglieder diesbezüglich ihre Zustimmung erteilt haben. Die Gesetzesänderung bewirkt nunmehr, dass es Vereinen generell ermöglicht wird, Mitgliedversammlungen virtuell abzuhalten. Es bedarf dafür weder einer Satzungsgrundlage noch einer „Allzustimmung“. Eine virtuelle Mitgliederversammlung ist der herkömmlichen Präsenzversammlung gleichgestellt.

Welche Möglichkeiten virtueller Zusammenkünfte gibt es?
In der Praxis kann eine virtuelle Mitgliederversammlung mit Hilfe von Bildschirmübertragungen, Chatrooms, etc. aber auch via Telefon in Betracht kommen. Zu beachten ist jedoch, dass den Mitgliedern bei einer Einberufung neben den regulären formalen Vorgaben auch der Verfahrensablauf rechtzeitig übermittelt wird. Unumgänglich ist ein Authentifizierungsverfahren, um sicherzustellen, dass nur Mitglieder teilnehmen. Dabei ist es sinnvoll, die Mitglieder zu verpflichten, die erforderlichen Zugangs- bzw. „Einwahldaten“ samt Passwort keinem Dritten zugänglich zu machen und unter Verschluss zu halten.

Stimmabgabe und Beschlussfassung
Durch die Gesetzesänderung ergibt sich für einzelne Mitglieder auch die Möglichkeit, ihre Stimmen bereits im Vorfeld schriftlich abzugeben. Die Abgabe der Stimme setzt demnach gar keine Teilnahme an der virtuellen/physischen Versammlung mehr voraus.

Während für eine wirksame schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren bislang die Zustimmung sämtlicher Mitglieder erforderlich war, ergibt sich aufgrund der Gesetzesänderung nunmehr die Möglichkeit eines Umlaufverfahrens unter erleichterten Voraussetzungen. Eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren ist bereits dann wirksam, wenn alle Mitglieder daran (lediglich) beteiligt werden UND bis zum Ende der durch den Verein gesetzten Entscheidungsfrist mindestens die Hälfte von ihnen ihre Stimme in Textform abgegeben hat. Die erforderliche Mehrheit des jeweiligen Beschlusses ergibt sich durch die Satzung bzw. durch das Gesetz. Da eine Stimmabgabe lediglich die „Textform“ voraussetzt, ist sie beispielsweise auch durch E-Mail, SMS etc. möglich.

Amtszeit von Vorstandsmitgliedern
Die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern von Vereinen, die für eine bestimmte Zeit bestellt wurden, endete bislang nach Ablauf des für die Amtszeit festgesetzten Zeitraumes. Dies konnte dazu führen, dass ein Verein nach Ablauf dieses Zeitraumes u.U. handlungsunfähig wurde, sofern die Vereinssatzung nicht ausdrücklich Gegenteiliges vorsah. Auch diesem Umstand wurde durch das Corona-Abmilderungs-Gesetz Rechnung getragen. Es enthält nunmehr die Regelung, dass ein Vorstandsmitglied auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt bleibt.

Anmerkung: Die Wirkung dieser Gesetzesänderung ist zum einen zunächst bis zum 31. Dezember 2021 beschränkt. Den Vereinen wird daher empfohlen, die neu geltenden gesetzlichen Regelungen per Satzungsänderung in die Satzung aufzunehmen und deren Anwendbarkeit dadurch auch über das Jahr 2021 hinaus sicherzustellen.

Zum anderen ist darauf hinzuweisen, dass sich die gesetzlichen Regelungen zur Beschlussfassung auf die Mitgliederversammlung beschränken. Für die Beschlussfassung des Vorstands ändert sich dadurch nichts.

Nähere Informationen gibt es unter www.vereinsrechtstag.de/aktuelles/

Insolvenzrechtliche Neuregelungen 
Aufgrund des Corona-Abmilderungs-Gesetzes ergeben sich zudem Neuerungen im Insolvenzrecht, welche rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft getreten sind. Für Vereine ist dabei vor allem die Neuregelung zur Stellung eines Insolvenzantrages wichtig. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung) des Vereins nicht auf den Folgen der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. War der Schuldner (Verein) am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

Mit anderen Worten ist daher nach wie vor unverzüglich ein Insolvenzantrag seitens des Vorstands zu stellen, sofern sich die Insolvenzreife durch Gründe ergibt, die nicht mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehen.

Im Hinblick auf die genannte Vermutung ist festzuhalten, dass diese auch widerlegt werden kann. Stellt sich daher in einem späteren Verfahren heraus, dass der Verein bereits am 31. Dezember 2019 zahlungsunfähig war, oder, dass sich die später eintretende Insolvenzreife nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie ergeben hat, drohen dem Vorstand neben Schadenersatzforderungen auch Strafverfahren.

Dringender Hinweis: Dem Vorstand von Vereinen, die aktuell tatsächlich von einer (angehenden) Insolvenz betroffen sind, wird daher dringend empfohlen, sich mit der gegenständlichen sowie den weiteren Regelungen zum Insolvenzrecht im Detail zu befassen.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Pferde mit dem neuen Corana-Virus infiziert wurden oder das Virus verbreiten können. Informationen zu Untersuchungen von Tieren auf SARS-CoV 2 gibt es auf den Seiten des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) unter www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus.

Position der FN
Der sportliche Vergleich auf Turnieren ermöglicht es Reitern, Fahrern, Voltigierern ihren eigenen Ausbildungs- und Leistungsstand sowie den ihrer Pferde zu überprüfen und weiterzuentwickeln – vom Einsteiger bis zum Spitzensportler, vom jungen Pferd bis zum Grand-Prix-Pferd. Der Turniersport bietet Amateuren ebenso eine Plattform wie Berufsreitern, die mit Ausbildung, Beritt und Verkauf von Pferden ihren Lebensunterhalt verdienen. Hier werden Mensch und Tier außerdem für eine spitzensportliche Laufbahn gesichtet und auf Championate vorbereitet. Damit dies möglichst schnell wieder möglich ist, hat die FN ein Konzept erarbeitet, wie die Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen bei Turnierveranstaltungen sichergestellt werden kann (siehe oben unter Downloads). Auf dieser Grundlage wirbt sie dafür, dass auch Pferdesportveranstaltungen Schritt für Schritt wieder möglich werden.

Status Quo
Seit Mitte März sind größere Zusammenkünfte von Personen in der Öffentlichkeit verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auch wenn noch mindestens bis Ende des Jahres 2020 in ganz Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen, haben inzwischen fast alle Bundesländer zumindest für sportliche Wettkämpfe den Weg wieder frei gemacht. In den allermeisten Regionen dürfen wieder Turniere unter Corona-Bedingungen stattfinden. Die Auflagen stellen aber vor allem kleinere, ehrenamtliche Vereine vor große Herausforderungen. Um den Turniersport in Deutschland wieder anzuschieben, ermutigt die FN die Veranstalter, sich mit Planung und Durchführung von Turnieren in Zusammenarbeit mit den Behörden und Landeskommissionen zu beschäftigen. Hier gibt es eine Übersicht der Landeskommissionen.

Veranstalter, die sich jetzt mit der Planung und Durchführung ihres Turniers beschäftigen, sollten folgende Hinweise und Empfehlungen beachten:

Welche Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sind zu ergreifen? 
Ohne geeignetes Hygienekonzept darf vorerst kein Turnier stattfinden. Wie dies aussehen kann, richtet sich in erster Linie nach den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes und der zuständigen Kommune. Diese sind in der Regel auf den Internetseiten der Behörden zu finden. Die FN rät allen Veranstaltern, sich diese genau durchzulesen. In jedem Fall empfiehlt die FN, einen zuständigen „Hygiene-Beauftragten“ zu benennen. Er ist der Ansprechpartner für Turnierteilnehmer und Behörden. Seine Aufgabe ist es, die Infektionsschutz-Maßnahmen zu kommunizieren (z.B. durch Hinweisschilder) und deren Einhaltung gewissenhaft zu kontrollieren. 

Zu den Infektionsschutzmaßnahmen gehören u.a.:

  • Einhalten der gewohnten Hygieneregeln (z.B. häufiges und gründliches Händewaschen, Beachtung der Regeln zum Niesen und Husten, etc).
  • Einhalten des Mindestabstands von 1,5 bis zwei Meter, z.B. auch bei Medikations- und Pferdekontrollen.
  • Das freiwillige oder verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes je nach geltender Verordnung.
  • Zugang nur für Personen ohne typische Krankheitssymptome.
  • Begrenzte Zahl an Begleitpersonen je Teilnehmer/Pferd.
  • Anwesenheitsdokumentation durch Abgabe der Nennung und die Erklärung der Startbereitschaft und/oder behördlich vorgeschriebene Dokumente.
  • Regelmäßige Desinfektion von Türklinken und anderen Gegenständen, die häufig von vielen Menschen berührt werden.
  • Anbringen von (Plexi-)Glasscheiben zur räumlichen Trennung von Personen, z.B. in Meldestellen oder auf dem Richterturm.
  • Ausreichende Möglichkeiten, um Hände mit Seife zu waschen – bestenfalls mit fließendem Wasser, auch bereits nach der Ankunft auf den Parkplätzen.

Alle Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben gelten jederzeit, das heißt sowohl auf den Prüfungsplätzen, in der Meldestelle, auf dem Richterturm, aber auch auf den Parkplätzen, im Stall- und Ausstellerbereich sowie bei der Vorbereitung und dem Aufbau des Turniers. Die Wegeführung auf dem Turniergelände muss entsprechend gut organisiert und gekennzeichnet werden. Die gesamten Empfehlungen sind im Leitfaden für die Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen nachzulesen.

Muss das Hygienekonzept genehmigt werden und von wem? 
Die lokalen Behörden (Ordnungs- und/oder Gesundheitsämter) müssen der Durchführung des Turniers zustimmen. Dafür ist ein detailliertes und gleichzeitig realistisch umzusetzendes Hygienekonzept notwendig. 

Welche Prüfungen sollte man jetzt ausschreiben? 
Durch den wochenlangen Ausfall von Turnieren ist ein erheblicher Nachholbedarf entstanden. Das bedeutet, dass nicht nur dringend (zusätzliche) Veranstaltungen benötigt werden, sondern auch die Ausschreibungen angepasst werden müssen. Dabei sollte auch an ein „Einstiegsangebot“ für die höheren Leistungsklassen nachgedacht werden, ebenso wie an die seit 2020 möglichen Starts außer Konkurrenz. Ebenfalls benötigt werden Jungpferdeprüfungen in ausreichender Zahl, ggf. auch ausgeschrieben als Qualifikationen für das Bundeschampionat. Denkbar ist auch eine Kombination aus Turnierprüfungen und Trainingsmöglichkeiten. Die zuständige Landeskommission wird hier gern konstruktiv beraten, auch zu den diversen weiteren LPO-Möglichkeiten zur Ausschreibungsgestaltung. Aktuell wird man sicherlich an höhere Einsätze, die reduzierte Auszahlung der Geldpreise (bis auf null möglich) sowie eine zusätzliche Sondergebühr zur Finanzierung der Corona-bedingten Maßnahmen denken. Diese Möglichkeiten bietet die LPO. 

Dürfen Zuschauer das Turnier besuchen? Und wie sieht es mit der Gastronomie aus?
Es gelten die allgemeinen behördlichen Vorgaben für den Publikumsverkehr auf Sportanlagen und die besonderen Regelungen für Sportveranstaltungen. Es ist davon auszugehen, dass Turniere auf absehbare Zeit erst einmal als „Geisterturniere“ ohne Zuschauer stattfinden müssen. Eventuell vorhandene Sitzplätze für Helfer müssen in ausreichendem Abstand positioniert werden. Die Möglichkeiten für die Gastronomie orientieren sich an den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. 

Wie kann man eine Ausschreibung und Ausschreibungsänderung auch kurzfristig veröffentlichen? 
Die Veröffentlichungspflicht gemäß § 30 LPO wird im laufenden Jahr so gehandhabt, dass nach Rücksprache mit den Landeskommissionen in den meisten Fällen eine rechtzeitige Online-Veröffentlichung über Nennung-Online ausreicht – auf eine Veröffentlichung im offiziellen Verbandsorgan kann 2020 verzichtet werden. Das gilt auch für Ausschreibungsänderungen, zum Beispiel die Verkürzung der Nennungsschlüsse auf den spätmöglichsten Termin (gemäß den Durchführungsbestimmungen zu § 34 LPO auf bis zu fünf Tage vor PLS-Beginn). 

Was ändert sich bei Late-Entry-Turnieren? 
Um das Angebot an Turnieren und Prüfungen zu erhöhen, bietet sich auch die Ausschreibung von Late-Entry-Turnieren unter der Woche an, insbesondere für Jungpferdeprüfungen. Denkbar sind hier auch eine Kooperationen zwischen Vereinen und geeigneten privaten Reitanlagen. Ausnahmsweise besteht in der Turniersaison 2020 die Möglichkeit, Turniere mit mehr als acht Prüfungen und Turniere, die länger dauern als nur einen Tag, als Late-Entrys auszuschreiben – sofern die jeweilige Landeskommission zustimmt. 

Was passiert, wenn mehrere Veranstalter am gleichen Wochenende ein Turnier veranstalten wollen? 
Aufgrund der Ausnahmesituation können Turniere in der aktuellen Saison 2020 zum Teil auch ohne das Einverständnis aller betroffenen termingleichen Veranstalter verschoben werden. Die Entscheidung darüber obliegt der jeweiligen Landeskommission. Es empfiehlt sich jedoch für den verschiebenden Veranstalter immer, sich mit den anderen Vereinen abzusprechen und nach einer solidarischen Lösung zu suchen. Damit nicht zwei Turniere dasselbe Prüfungsangebot haben, könnte zum Beispiel ein Verein ein Dressur- und der andere ein Springturnier veranstalten. Alternativen eignen sich auch für Jungpferde- oder Jugendturniere, so dass für alle Sparten ein Angebot besteht. 

Wie sieht es mit der Anwesenheit von Ärzten und Sanitätern aus? 
Die Vorschriften der medizinischen Notfallvorsorge müssen weiterhin erfüllt werden. Ein steter Kontakt zum verpflichteten Rettungsdienst beziehungsweise verantwortlichen Arzt ist besonders wichtig, da es in der aktuellen Situation zu kurzfristigen Absagen kommen kann. Bei Engpässen in der Verfügbarkeit der gemäß § 40 LPO vorgeschriebenen ärztlichen/sanitätsdienstlichen Versorgung empfiehlt das Fachgremium Humanmedizin der FN, zusätzlich zum anwesenden verantwortlichen Arzt mit Notfallkoffer (z.B. aus Reihen des gastgebenden Vereins) eine medizinische Hilfskraft (z.B. Krankenpfleger, Arzthelfer) einzusetzen. Für Geländeprüfungen Reiten und Fahren sind die Vorgaben des § 40 LPO verbindlich einzuhalten.

Was sollten Turnierveranstalter jetzt tun? 
Die FN ruft alle Turnierveranstalter zur Besonnenheit auf und rät weiterhin zur Verlegung des Nennungsschlusses näher an den Turnierbeginn heran, um maximale Flexibilität bei der Planung zu erhalten. Das geht auch noch für bereits eingereichte Turniere. Bei einem Nennungsschluss bis zu fünf Tage vor Turnierbeginn handelt es sich noch nicht um ein Late-Entry-Turnier.

Falls ein Turnier doch abgesagt werden muss, was ist im Falle einer Absage zu tun? 
Jegliche Absage eines Turniers – aus welchen Gründen auch immer – müssen die Turnierveranstalter an ihre zuständige Landeskommission melden. Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem Nennung-Online eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.

Welche Turniere sind bereits abgesagt? 
Welche Turniere abgesagt sind, ist dem Online-Nennungssystem Nennung-Online (www.nennung-online.de) zu entnehmen oder kann direkt bei den Veranstaltern sowie den zuständigen Landesverbänden erfragt werden. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Bekomme ich mein Nenngeld zurück?
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren. Seit Juni werden die Nenngelder nicht mehr eingefroren. Bei Turnieren, bei denen das Nenngeld bereits abgebucht und an den Veranstalter überwiesen wurde, muss dieser das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Da die Absagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Regel als höhere Gewalt eingestuft werden, können die Veranstalter drei Euro je reserviertem Startplatz behalten (Vielseitigkeits-LP zehn Euro). Die Nennung-Online-Gebühr bleibt bei der FN. Der Verbleib der LK-Abgabe ist in den Landesverbänden unterschiedlich geregelt.

Und so läuft das ab: Sobald die Veranstaltung in Nennung-Online als "abgesagt" gekennzeichnet ist, wird dem Turnierverwalter in Nennung-Online an der Stelle, an der auch die Nennungsdaten heruntergeladen werden, eine Datei mit Daten zur Rückabwicklung zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch FAQ unter www.nennung-online.de/faq/turnierverwaltung/68).

Nachdem bereits viele Prüfungen ausgefallen sind: Wie sieht es mit Ranglistenpunkten und Leistungsklasseneinstufung für 2021 aus? Und können Jungpferde eventuell 2021 noch eine Saison länger starten? 
Wir beobachten sehr aufmerksam den Wiedereinstieg in den Turniersport. Sobald sicher erkennbar ist, wie sich das Angebot entwickelt, werden wir uns intensiv mit den Themen Ranglistenpunkte, Leistungsklassen sowie Basis- und Aufbauprüfungen befassen. Zunächst jedoch gehen wir noch immer davon aus, dass in den kommenden Monaten noch ausreichend Turnierveranstaltungen stattfinden können.

Wie können Turnierveranstalter Teilnehmer und Zuschauer informieren?
Turnierverwalter können in Nennung-Online „Wichtige Informationen“ bereitstellen. TORIS unterstützt beim Versenden von Informationen an Teilnehmer/Richter (Übersichten-Listen > Veranstaltung Vorbereitung > Briefe / Email-Exportdatei)

Welche Schäden drohen einem Veranstalter, wenn eine Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden muss?
Der wahrscheinlichste Fall eines Schadens sind sogenannte frustrierte Aufwendungen. Diese kommen zustande, wenn ein Veranstalter zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits Dinge angeschafft oder Dienstleister beauftragt hat. Teilweise wird sich der Veranstalter von diesen Verträgen wieder lösen können, weil mit der zwangsweisen Absage der Veranstaltung die Geschäftsgrundlage für die Anschaffung bzw. Dienstleistung weggefallen ist. In anderen Fällen kann er auf seinen Aufwendungen sitzen bleiben, wenn zum Beispiel bei Vertragsschluss nicht klar war, dass die Anschaffung/der Auftrag explizit für die Durchführung der Veranstaltung getätigt worden ist oder eine Rückabwicklung schlicht nicht möglich ist. Ein Haftungsschaden wegen Schadensersatzansprüchen von Teilnehmern o.ä. ist dem gegenüber unwahrscheinlich, weil in Fällen höherer Gewalt das erforderliche Verschulden des Veranstalters nicht vorliegt. Sonstige Kostenregelungen für Veranstalter ergeben sich aus den jeweiligen Verträgen mit Dienstleistern und Partnern.

Tritt eine Versicherung ein, wenn einem Veranstalter wegen einer Absage der Veranstaltung aufgrund des Coronavirus Schäden verbleiben?
Das kommt auf die Schadensform im Einzelfall und auch auf das Zustandekommen des Schadens an. Viele Versicherungsbedingungen schließen eine Haftung der Versicherung bei höherer Gewalt allerdings aus. Einzelfragen können letztlich nur von der jeweiligen Versicherung beantwortet werden.

Wie gehe ich als Veranstalter mit bereits abgeschlossenen Verträgen um?
Im Hinblick auf viele geplante Veranstaltungen sind bereits Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen worden. Die Veranstalter sind nun mit der Frage konfrontiert, ob sie sich von diesen Verträgen lösen können, wenn die Veranstaltung wegen des Coronavirus ausfallen muss. Eindeutig kann Frage nur im Einzelfall und auf Grundlage der konkret abgeschlossenen Verträge beantwortet werden. Grundsätzlich enthält das deutsche Recht eine Vorschrift, nach der man die Anpassung eines Vertrages verlangen oder sich ggf. auch ganz von dem Vertrag lösen kann, wenn ein weiteres Festhalten an dem unveränderten Vertrag unzumutbar ist. Es ist naheliegend, dass diese Vorschrift angewendet werden kann, wenn eine Veranstaltung aufgrund einer behördlichen Verfügung abgesagt werden muss. Auch wenn hoheitliche Auflagen, wie zum Beispiel eine Beschränkung der Anzahl der Besucher, gemacht werden, können diese Auswirkung auf das Interesse an dem abgeschlossenen Dienstvertrag haben, so dass über eine Vertragsanpassung verhandelt werden kann. Die Frage nach der Zumutbarkeit ist immer eine Werte-Entscheidung, bei der die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt und zum Ausgleich gebracht werden müssen. Es ist deshalb wichtig, nicht vorschnell einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären, sondern zuvor die Möglichkeiten einer Vertragsanpassung sorgfältig zu prüfen und ggf. anzubieten.

Wichtige Hinweise:
Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die folgenden Links und Informationen einem ständigen Anpassungsprozess.

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen ab. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Es gibt bundesweit keine einheitlichen Regelungen, jedes Bundesland veröffentlicht eigene Verordnungen und Regelungen für den Sportbetrieb und für Veranstaltungen in Corona-Zeiten. Die Nachfolgenden Informationen stellen einen verkürzten und zusammengefassten Überblick dar, wie sich die Situation in den Bundesländern derzeit darstellt.

Jeder Turnierveranstalter sollte vor der Durchführung seines Turniers ein Hygienekonzept erstellen und dieses eng mit den zuständigen Behörden (z.B. Ordnungs- oder Gesundheitsamt) sowie dem Landespferdesportverband (LV) abstimmen. Ggf. ist auch eine Erlaubnis des zuständigen Landesministeriums notwendig, um ein Turnier durchführen zu dürfen.

In den meisten Bundesländern sind Wettkämpfe und Veranstaltungen nur unter Auflagen (z.B. Abstandsregeln, Ausschluss von Zuschauern) erlaubt. Diese Auflagen finden sich in den jeweiligen Verordnungen. Die FN empfiehlt jedem Turnierveranstalter dringend, sich die geltende Rechtslage des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen und auf dieser Grundlage ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen. 

Wie ein solches Hygienekonzept aussehen und erstellt werden sollte, ist dem „Leitfaden für die Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen unter besonderer Berücksichtigung des Infektionschutzes“ zu entnehmen, der auf dieser Seite oben im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Alle Turnierveranstaltungen (stattfindende sowie erst kürzlich abgesagte) sind wie gewohnt über die Turniersuche auf www.nennung-online.de zu finden und werden täglich aktualisiert.

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin/Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Finden Prüfungen für Pferdewirte statt und werden DOSB-Lizenzen verlängert?

Der Lehrbetrieb an den Fachschulen findet teilweise wieder statt. Informationen gibt es direkt bei den Fachschulen bzw. auf deren Internetseiten. Eine Liste der anerkannten Fachschulen ist im FN-Trainerportal zu finden.

Pferdewirtprüfung Fachrichtung klassische Reitausbildung
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.
Die Zwischenprüfungen im Herbst sollen wie geplant stattfinden.

Die Abschlussprüfungen in der Fachrichtung klassische Reitausbildungen finden unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder statt. Auch die Module der Pferdewirtschaftsmeisterlehrgänge können wieder durchgeführt werden.

Absage aller beruflichen Prüfungen
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, alle Abschlussprüfungen zunächst bis zum 30. April 2020 in allen Ausbildungsberufen abzusagen. Diese Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Aktuell kann leider noch nicht mitgeteilt werden, wann dies der Fall sein wird. Termine können erst festgesetzt werden, wenn es die Risikoeinschätzung zulässt. Unter www.landwirtschaftskammer.de werden tagesaktuell neue Informationen eingestellt.

Informationen für Trainer
Der DOSB hat beschlossen, die Vergabe für die DOSB-Lizenzverlängerungen und für die maximale Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen während der Corona-Krise dahin zu verändern, dass die Ausbildungsträger

  1. die DOSB Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages und ebenso
  2. die Ausbildungsdauer von Trainerausbildungsmaßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise nicht abschließend stattfinden können, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre

verlängern können.

Dies bedeutet für den Pferdesport, dass Trainer C und B Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, ab dem Tag des letzten Gültigkeitsdatums auf fünf Jahre erweitert sind und Trainer A Lizenzen auf drei Jahre Gültigkeit zu verlängern sind.

Die Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen, die gesplittet worden sind, z.B. Modullehrgänge, Teilprüfungen bei Wiederholungsprüfungen etc. können von zwei Jahre auf drei Jahre verlängert werden.

Position der FN
Ohne Pferdezucht kein Pferdesport. Die Pferdezucht und die daraus hervorgehenden Pferde sind die Basis des Pferdesports im Freizeitbereich sowie auf breitensportlicher und auf spitzensportlicher Ebene. Damit dies auch so bleibt, setzen sich die FN und die deutschen Pferdezuchtverbände dafür ein, dass wirtschaftliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Pferdezucht soweit wie möglich aufrechterhalten bleiben. Unter dem Dach der FN hat die Gemeinschaft der Zuchtverbände Konzepte dafür entwickelt, damit Zuchtveranstaltungen/Zuchttermine auch in Corona-Zeiten stattfinden können (siehe oben unter Downloads).

Kann ich mit meiner Stute zur Hengststation fahren?
Es gibt keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen für den Transport von Tieren auf Grund der Corona-Pandemie. Hengststationen wird dennoch empfohlen, den Samen nach Möglichkeit kontaktfrei abholen oder durch einen Kurierdienst verbringen zu lassen. Viele Hengststationen haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, um den Publikumsverkehr auf ihren Stationen zu beschränken. Hier hilft der Blick auf die Homepage der jeweiligen Hengststation. Dies gilt analog für Tierkliniken, sofern sie aus züchterischen Gründen aufgesucht werden. Darüber hinaus sind die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen des jeweiligen Bundeslandes bei allen Fahrten zu beachten.

Ab wann können wieder Hengstleistungsprüfungen, Stutbuchaufnahmen und Fohlenregistrierungen stattfinden?
Derzeit finden deutschlandweit wieder Zuchtveranstaltungen statt. Die FN und die Zuchtverbände informieren über alle Termine, die sie anbieten, auf ihren Internetseiten.

Wie sieht es mit der Eintrag von Hengsten ohne HLP ins Hengstbuch I aus?
Hierfür gibt es einen Sonderbeschluss der FN-Mitgliedszuchtverbände, die ein Zuchtprogramm für Deutsches Reitpferd führen. Aufgrund des Ausfalls der Hengstleistungsprüfungen infolge der Coronavirus-Epidemie soll die vorläufige Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I im Jahr 2020 auch ohne die Nachweise der notwendigen Hengstleistungsprüfungen möglich sein. Diese Aussetzung der ZVO-Bestimmungen zum Hengstbuch I-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass den Hengsten die Prüfungen generell erlassen werden. Für die vorläufige oder endgültige Eintragung in das Hengstbuch I im Jahr 2021 müssen alle notwendigen Eigenleistungsnachweise gemäß Zuchtverbandsordnung (ZVO) nachgewiesen werden.

Dies bedeutet:

  • Vorläufige Eintragung von dreijährigen gekörten Hengsten ohne Teilnahme an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung bzw. an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung im Sommer/Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 sowie an der Sportprüfung für Hengste Teil I im Frühjahr 2021 nachweisen.
  • Vorläufige Eintragung von vierjährigen gekörten Hengsten mit entsprechendem Ergebnis aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung oder einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil I bzw. 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung oder an der Sportprüfung für Hengste Teil II in 2021 zweimal mit Ergebnis nachweisen. Falls die 14-tägige Veranlagungsprüfung noch nicht mit Ergebnis absolviert wurde, muss auch diese nachgewiesen werden.
  • Vorläufige Eintragung von fünfjährigen gekörten Hengsten mit entsprechenden Ergebnissen aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung sowie aus einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil II in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen sich diese Hengste im Laufe des Jahres 2020 zum Bundeschampionat qualifiziert oder eine 50-tägige Hengstleistungsprüfung im Herbst 2020 absolviert haben oder im Frühjahr 2021 mit Ergebnis absolvieren. Alternativ können Hengste auch die Teilnahme mit Ergebnis an der ausnahmsweise nur in 2021 durchgeführten altersgerechten Sportprüfung Teil II für 6-jährige Hengste nachweisen.

Wie sieht es bei den Ponys und Kleinpferden aus?
Auch bei den Pony-, Kleinpferde- und Sonstigen Rassen gibt es aufgrund der derzeitigen Corona-Krise eine Fristverlängerung für das Absolvieren der Hengstleistungsprüfungen. Für alle Hengste, die in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung ableisten müssen, wird die Frist für einen Verbleib im Hengstbuch I bis Jahresende 2021 verlängert.

Ja, die Olympischen Spiele werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf den Sommer 2021 (23. Juli bis 8. August) verlegt. Die Paralympics finden von 24. August bis 5. September 2021 statt. Eine Stellungnahme der FN zu der Verschiebung ist unter https://www.pferd-aktuell.de/news/aktuelle-meldungen/fei---fn---dokr/olympia-2020-fn-praesidium-begruesst-verschiebung zu finden.

 

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Stand: 20.10.2020