Deutsche Reiterliche Vereinigung

Coronavirus: Auswirkungen auf den Pferdesport

Aktuelle Informationen

Die Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) treffen Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter sowie Turnierveranstalter mit besonderer Härte und erschüttern sie bis ins Mark. Als Interessenvertreter von Pferdesport und Pferdezucht setzen sich die FN und ihre Mitgliedsverbände dafür ein, dass Training, Unterricht, Turniere, Leistungsprüfungen, Lehrgänge, Seminare und andere Vereinsaktionen auf den Pferdesportanlagen sobald wie möglich wieder stattfinden dürfen. Jedoch haben die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer am 13. Dezember 2020 aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens einen „harten Shutdown“ für die gesamte Bundesrepublik beschlossen. Ziel ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger so viel wie möglich zu Hause bleiben und ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren. 

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen im Sinne von Pferdesport und Pferdezucht ab, die in den untenstehenden Downloads und FAQ nachzulesen sind. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Dafür sind Bundesregierung, Bundesländer, Landkreise und Kommunen zuständig. So kommt es, dass es regional und lokal unterschiedliche Regelungen für Pferdesport und Pferdezucht gibt. Die FN rät allen Pferdesportlern und Züchtern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen.

Die jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die in den Regionen gelten, sind auf den Seiten der Bundesländer zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198


Downloads

Achtung: Es muss stets beachtet werden, dass die Corona-Lage sehr dynamisch ist und sich die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern schnell verändern können. Deshalb unterliegen auch die untenstehenden Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess. 
 
Für diejenigen Bundesländer und Landkreise, in denen ausschließlich die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden aus Tierschutzgründen erlaubt ist, stellt die FN folgende Notfallpläne und Handlungsempfehlungen für die Zeit des Shutdowns zur Verfügung. Bei Ausgangsbeschränkungen oder -sperren ist es unbedingt notwendig, nicht nur die aktuellen Landesverordnungen zu beachten, sondern auch zusätzlich die Vorgaben des eigenen Landkreises bzw. der eigenen Stadt/Gemeinde.

In den meisten Bundesländern ist der Individualsport und damit auch Reiten erlaubt. Dennoch müssen während der Corona-Krise einige Vorgaben eingehalten werden. Dafür bietet die FN folgende Leitfäden und Checklisten:


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Noch nicht auf alle Fragen haben wir eine zufriedenstellende Antwort. Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, Ihre Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir sehr viele Anfragen rund um Corona erhalten und auch ein wenig Zeit für die Recherche benötigen. Sobald wir über die entsprechenden Informationen und Empfehlungen verfügen, werden wir sie hier veröffentlichen. Wir können jedoch keine rechtsverbindlichen Antworten geben. Ihre Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse corona@fn-dokr.de senden.

Status Quo
Die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer haben am 13. Dezember 2020 einen „harten Shutdown“ für die gesamte Bundesrepublik beschlossen. Die Pferdebesitzer oder von ihnen beauftragte Personen (z.B. Reitbeteiligung) haben aber grundsätzlich weiterhin Zugang zu ihren Pferden, um die Versorgung und Bewegung der Pferde und somit das Tierwohl jederzeit sicherstellen zu können.

Position der FN
Dass der Pferdesport – mit Ausnahme des Gruppenvoltigierens – als Individualsport gilt, ist unumstritten. Ebenso, dass die Versorgung und Bewegung von Pferden zu jeder Zeit sichergestellt werden muss, um das Tierwohl zu gewährleisten.

Die FN und ihre Landesverbände vertreten folgende Position gegenüber den Ministerien:

  • Der Pferdesport ist kein Kontaktsport und findet in der Regel an der frischen Luft statt. Es liegt in der Natur der Sache, dass beim Umgang mit Pferden und beim Reiten ein Sicherheitsabstand gewahrt wird. Pferdesportlerinnen und Pferdesportler wissen, wie wichtig Disziplin und die Einhaltung von Regeln sind. Sie können sich gut organisieren und nehmen Rücksicht auf andere Menschen. Das haben sie in den vergangenen Monaten bewiesen.
  • Im Pferdesport gibt es mit Reithallen und Reitplätzen große Bewegungsflächen. Schon im Rahmen des Lockdowns im März/April durfte in den meisten Bundesländern mindestens ein Pferd pro 200 Quadratmeter bewegt werden. Mindestens das muss weiter gelten, auch wenn dies im Einzelfall bedeuten kann, dass mehr als zwei Reiter in einer Halle oder auf einem Platz reiten. Da die örtlichen Gegebenheiten auf den Pferdesportanlagen unterschiedlich sind (Größe der Halle/des Platzes, Belüftung), hält die FN fachlich auch eine Regelung von 100 Quadratmetern pro Pferd für ausreichend, wenn dies durch die Landesverordnungen erlaubt ist. Bei Bedarf kann eine Bewegungsfläche auch in mehrere Flächen unterteilt werden.
  • Die Pferdebewegung in der Halle/auf dem Platz bedarf einer fachkundigen Aufsicht, die die Sicherheit gewährt. Diese Aufgabe übernimmt im besten Fall ein/e Trainer/in oder ein/e Reitlehrer/in. Somit sollte nach Auffassung der FN auch Unterricht erlaubt sein, der weniger Training als vielmehr eine Beaufsichtigung und Sicherheitsbegleitung bei der Bewegung von Pferden ist. Sobald das Infektionsgeschehen in Deutschland Lockerungen ermöglicht und ein Ende des Shutdowns in Sicht ist, werden sich FN und Landesverbände erneut offensiv dafür einsetzen, dass Reitunterricht wieder ermöglicht wird. 
  • Die Pferdesportverbände wollen ihre gesellschaftliche Verantwortung weiterhin wahrnehmen und die Maßnahmen der Behörden unterstützen. Daher wird den Vereinen und Betrieben empfohlen, wieder bzw. weiterhin die Anwesenheit der Menschen auf der Anlage zu dokumentieren. Wenn es aufgrund des Platzangebotes auf der Reitanlage erforderlich ist, wird zudem empfohlen, Zeitfenster zu vergeben, um die Zahl der Menschen auf der Reitanlage zu regulieren.
  • Die Verbände haben den Vereinen und Betrieben seit dem Frühjahr umfassende Leitfäden zur Verfügung gestellt, die konsequent angewandt werden, auf den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln beruhen und stetig aktualisiert werden.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten. Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb auf ein notwendiges Maß.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz so klein wie möglich gehalten und ein Sicherheitsabstand stets gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz so klein wie möglich gehalten und ein Sicherheitsabstand stets gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte auf ein Minimum und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz nach den AHA- plus L-Regeln der Bundesregierung. Mehr Informationen dazu: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona.html
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Personen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung sowie Personen, die wissentlich relevanten Kontakt zu einer auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) positiv getesteten Person hatten und unter behördlich angeordneter Quarantäne stehen, dürfen den Stall/die Pferdesportanlage nicht betreten.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen. Diese sind unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus im Downloadbereich zu finden.
  • Empfehlung zur Nutzung der „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung, um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können. Mehr Informationen zur App gibt es unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Erstellung von Hygienekonzepten und Dokumentation der Anwesenheit
Um die oben genannten Punkte umsetzen zu können, empfiehlt die FN den Betreibern von Pferdesportanlagen/den Verantwortlichen in den Vereinen, unbedingt Hygienekonzepte aufzustellen und dafür zu sorgen, dass die Anwesenheit aller Personen, dazu gehören auch Tierärzte, Schmiede, Therapeuten, externe Reitlehrer und andere Dienstleister, auf der Anlage dokumentiert und abgestimmt wird, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Darf ein Stallbetreiber den Betrieb für Pferdebesitzer und Einstaller schließen oder die Anwesenheitszeit und Personenzahl auf der Anlage begrenzen?
Der Betreiber/Besitzer der Anlage hat das Hausrecht und muss beurteilen, welche Aktivitäten rund um Versorgung und Bewegung der Pferde auf seiner Anlage unter Berücksichtigung der geltenden Regeln noch stattfinden können. Da die Sportanlagen aber nicht wie im März komplett geschlossen werden müssen, sondern Ausnahmen für den Individualsport gelten, müssen Stallbetreiber ihren Einstallern auch den Zugang zu ihren Pferden gewähren und ihren Betrieb nur in absoluten Ausnahmefällen schließen. Dafür ist dann eine gute Begründung notwendig, ein pauschaler Verweis auf den eigenen gesundheitlichen Schutz und den gesundheitlichen Schutz der Kunden und Mitarbeiter wird dabei nicht ausreichen. Es müssen im Einzelfall vielmehr gravierende, zusätzliche Faktoren hinzutreten. Der Anlagenbetreiber ist rechtlich für die Einhaltung der behördlichen Vorgaben verantwortlich. Wenn er Betretungsverbote ausspricht, muss er neben der notwendigen Versorgung sicherstellen, dass Pferde ein ausreichendes Angebot an freier Bewegung haben. Sollte der Trainings-, Ausbildungs- sowie Gesundheitszustand dies zulassen, ist ein Verzicht auf zusätzliche kontrollierte Bewegung vertretbar. Sollte dies nicht möglich sein, muss er Notbewegungspläne aufstellen – stets in enger Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstellern.

Was umfasst die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden?
Die notwendige Versorgung und Bewegung umfasst folgende Punkte und muss zu jeder Zeit sichergestellt werden, um das Tierwohl zu gewährleisten:

  • Pferdegerechte Fütterung
  • Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken)
  • Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Hat es Verletzungen?)
  • Bewegung: Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter Bewegung (z.B. Reiten/Longieren) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für das physische und psychische Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung des Pferdes. Für den Fall, dass ein Pferd ein ausreichendes Angebot an freier Bewegung hat und der Trainings-, Ausbildungs- sowie Gesundheitszustand dies zulässt, ist ein Verzicht auf zusätzliche kontrollierte Bewegung vertretbar.
  • Notwendige tierärztliche und/oder therapeutische Versorgung
  • Dringend notwendige Versorgung durch den Schmied

Gibt es eine zeitliche Begrenzung für die Anwesenheit auf der Pferdesportanlage/im Stall/in der Reithalle? Dürfen mehrere/unterschiedliche Personen ein Pferd versorgen und bewegen (z.B. Reitbeteiligungen)?
Um die gesetzlichen Regelungen bzw. Inhalte der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer einhalten zu können, empfiehlt die FN den Betreibern von Pferdesportanlagen/den Verantwortlichen in den Vereinen, unbedingt Hygienekonzepte aufzustellen und dafür zu sorgen, dass die Anwesenheit aller Personen, dazu zählen neben den Pferdebesitzern/Reitbeteiligungen auch Tierärzte, Schmiede, Therapeuten, externe Reitlehrer und andere Dienstleister, auf der Anlage dokumentiert und abgestimmt wird, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Die FN unterstützt die Stallbetreiber darin, klare Regeln für ihren Betrieb/ihre Anlage aufzustellen – unter angemessener und verantwortungsvoller Berücksichtigung der Betriebsgröße, der vorhandenen Möglichkeiten (Ställe, Plätze, Hallen) sowie der Zahl der Einstaller. Die vorhandenen Möglichkeiten auf den Anlagen müssen mit Vernunft und Augenmaß so gut wie möglich ausgeschöpft werden. Es geht darum, die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen.

Auf Anlagen, deren räumliche Kapazitäten es nicht zulassen, dass sich alle Pferdebesitzer/Reitbeteiligungen zeitgleich bei ihren Pferden aufhalten, müssen also Zeitfenster vorgegeben werden, um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können. Dies dient dazu, allen Pferdebesitzern/Reitbeteiligungen die Möglichkeit zu geben, ihre Pferde angemessen zu versorgen und zu bewegen. Aus den Beschlüssen des Bundes und der Länder gehen jedoch keine konkreten zeitlichen Begrenzungen hervor.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Die Bundesregierung appelliert dringend, in der kommenden Zeit Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Anwesenheit von externen Personen wie Trainern/Ausbildern, Tierärzten, Therapeuten und anderen Dienstleistern muss also ebenfalls auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Zudem müssen alle Aktivitäten in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie die bekannten Hygieneregeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf ich mit meinem Pferd an einen anderen Ort fahren, um die notwendige Bewegung sicherzustellen?
Die Bundesregierung appelliert dringend, in der kommenden Zeit Abstand zu halten, Kontakte zu verringern und wann immer möglich zu Hause zu bleiben. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren sowie generell auf nicht notwendige private Reisen zu verzichten. Deshalb empfiehlt die FN, in den kommenden Wochen auch auf Reisen/Fahrten mit dem Pferd zu verzichten. Sollte jedoch am eigenen Stall keine Möglichkeit gegeben sein, um dem Pferd täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus freier Bewegung (z.B. Paddock/Weide) und kontrollierter Bewegung (z.B. Reiten/Longieren) zukommen zu lassen, sollte es aus Sicht der FN zulässig sein, zum Zwecke der notwendigen Bewegung an einen anderen Ort zu fahren, an dem etwa eine Reithalle oder ein Reitplatz vorhanden ist. Dies ist dann allerdings im Vorhinein mit dem Anlagenbetreiber abzustimmen.

Ich wohne in einem deutschen Grenzgebiet und mein Pferd steht im benachbarten Ausland. Was kann ich tun, wenn es zu Problemen bei der Ein-/Ausreise kommt?
Wir haben allergrößtes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Pferdehalter. So hart es aber leider klingt – nach unserem Kenntnisstand werden die Pferdehalter nicht zu ihren Pferden im Ausland gelangen können, wenn dies die Anweisungen der örtlichen Behörden und/oder der Polizei sind. Derzeit gibt es zwar keine grundsätzlichen Grenzschließungen für den Personenverkehr, jedoch kann jedes Land aus Infektionsschutzgründen eigene (Ausnahme-)Regelungen für den Grenzübertritt aufstellen.

Wir raten Pferdehaltern dringend, sich vor dem Grenzübertritt die jeweiligen Regelungen zur Ein- und Ausreise sowie die Quarantäne-Bedingungen beider Länder durchzulesen und zu berücksichtigen. Die aktuell ausgewiesenen Corona-Risikogebiete sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html zu finden.

Darüber hinaus können wir ihnen nur raten, ihr sehr verständliches und notwendiges Anliegen per E-Mail an ihren zuständigen Amtsveterinär zu schicken. Der auf der deutschen Seite regional zuständige Amtsveterinär sollte auf dem Briefpapier des entsprechenden Landkreises (oder wenigstens per E-Mail) die tiermedizinische Notwendigkeit für den Grenzübertritt bestätigen. Dieses amtliche Dokument kann an der Grenze vielleicht weiterhelfen. Bis dahin sollten die Pferdehalter die E-Mail an den Amtsveterinär ausdrucken und beim Grenzübergang vorzeigen, um damit als „Eigenbeleg“ das Anliegen nachweisen zu können. Möglicherweise kann es helfen, in Reitbekleidung an die Grenze zu fahren, um deutlich zu machen, dass der alleinige Zweck des Grenzübertritts die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde ist. Ob dieses Vorgehen sowie das amtliche Dokument tatsächlich von den Grenzbeamten akzeptiert wird, können wir jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Deshalb sollten die Pferdehalter dringend alternative Personen auf der anderen Seite der Grenze ausfindig machen, die ihre Pferde versorgen können/könnten, wenn es keine andere Lösung dafür geben sollte.

Darf ich in ein anderes Bundesland fahren, um mein Pferd zu versorgen und zu bewegen?
Aus den Beschlüssen von Bund und Ländern geht der dringende Appell an die Bürgerinnen und Bürger hervor, von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Da jedoch auch bei möglichen Ausgangssperren die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde zu jeder Zeit sichergestellt werden muss, um das Tierwohl zu gewährleisten, stellt dies aus Sicht der FN einen triftigen Grund für die Fahrt in ein anderes Bundesland dar. Anderslautenden behördlichen Vorgaben – dazu zählen die Corona-Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes und des Landkreises, in den gereist wird – ist natürlich stets Folge zu leisten. Die FN empfiehlt, stets eine Eigenerklärung für den Zweck der Fahrt mit sich zu führen. Ein Musterformular ist im Downloadbereich dieser Seite zu finden.

Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Aus den Verordnungen der Bundesländer gehen keine klaren Regelungen zum Pferdekauf/-verkauf hervor. Deshalb empfiehlt die FN, diese Frage direkt mit den zuständigen Behörden vor Ort abzustimmen. In den Bundesländern, in denen Ausgangssperren gelten, ist der Pferdekauf nicht explizit als Ausnahme bzw. als triftiger Grund für das Verlassen des Hauses genannt. Nur die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden gemäß Tierschutzgesetz darf stattfinden. Vor diesem Hintergrund sind übermäßig lange Aufenthalte auf der Pferdesportanlage nicht mehr möglich.

Generell sollten Besuche externer Personen auf Pferdesportanlagen in das vorhandene Hygienekonzept integriert werden, um Menschenansammlungen zu verhindern. Die bekannten Abstands- und Hygieneregeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Es ist ratsam, mit dem Tierarzt Rücksprache zu halten, ob er trotz des Shutdowns Ankaufsuntersuchungen durchführt. Zudem sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob in dem Reitstall, in dem das neue Pferd untergebracht werden soll, derzeit neue Einstaller aufgenommen werden können bzw. dürfen.

Zusammenfassend rät die FN, sehr gründlich abzuwägen, ob der aktuelle Zeitpunkt der richtige für einen Pferdekauf oder -verkauf ist. Oftmals sind gerade in der Eingewöhnungszeit mit einem neuen Pferd längere Zeiten am Stall erforderlich.

Die Bundesregierung appelliert dringend an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Individualsport ist in der Regel nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Private Zusammenkünfte sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Insbesondere in Landkreisen/Regionen mit 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern muss sehr genau geprüft werden, ob Ausreiten möglich ist. Manche Bundesländer haben konkrete Informationen zum Ausreiten veröffentlicht. Die FN empfiehlt dringend, sich bei den örtlichen Behörden über die geltenden Regelungen zu informieren und beim Ausreiten an die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes zu halten.

Status Quo
Die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer haben am 13. Dezember 2020 aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens einen „harten Shutdown“ für die gesamte Bundesrepublik beschlossen. Ziel ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihre Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Die Pferdebesitzer oder von ihnen beauftragte Personen (z.B. Reitbeteiligung) haben aber grundsätzlich weiterhin Zugang zu ihren Pferden, um die Versorgung und Bewegung der Pferde und somit das Tierwohl jederzeit sicherstellen zu können. In Landkreisen, Städten und Gemeinden mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kann es weitere lokale Maßnahmen für den Infektionsschutz geben. Die FN rät deshalb dringend, sich regelmäßig über die geltenden Regelungen im eigenen Bundesland sowie dem eigenen Landkreis/der eigenen Stadt oder Gemeinde zu informieren und diese unbedingt zu befolgen. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert täglich die bundesweiten Infektionszahlen. Im RKI-Dashboard können sich Bürgerinnen und Bürger über die 7-Tages-Inzidenzen in ihrem Landkreis informieren.

Position der FN
Die Position der FN ist, dass die Pferdebewegung in der Halle/auf dem Platz einer fachkundigen Aufsicht bedarf, die die Sicherheit gewährt. Diese Aufgabe übernimmt im besten Fall ein/e Trainer/in oder ein/e Reitlehrer/in. Somit sollte nach Auffassung der FN auch Unterricht erlaubt sein, der weniger Training als vielmehr eine Beaufsichtigung und Sicherheitsbegleitung bei der Bewegung von Pferden ist. Sobald das Infektionsgeschehen in Deutschland Lockerungen ermöglicht und ein Ende des Shutdowns in Sicht ist, werden sich FN und Landesverbände erneut offensiv dafür einsetzen, dass Reitunterricht wieder ermöglicht wird.

Im Pferdesport gibt es mit Reithallen und Reitplätzen große Bewegungsflächen. Schon im Rahmen des Lockdowns im März/April durfte in den meisten Bundesländern mindestens ein Pferd pro 200 Quadratmeter bewegt werden. Mindestens das muss weiter gelten, auch wenn dies im Einzelfall bedeuten kann, dass mehr als zwei Reiter in einer Halle oder auf einem Platz reiten. Da die örtlichen Gegebenheiten auf den Pferdesportanlagen unterschiedlich sind (Größe der Halle/des Platzes, Belüftung), hält die FN fachlich auch eine Regelung von 100 Quadratmetern pro Pferd für ausreichend, wenn dies durch die Landesverordnungen erlaubt ist. Bei Bedarf kann eine Bewegungsfläche auch in mehrere Flächen unterteilt werden.

Achtung: Mit dieser Position werden ich sich die FN und ihre Landesverbände auf politischer Ebene wieder für den Pferdesport einsetzen, sobald das Infektionsgeschehen in Deutschland Lockerungen zulässt und ein Ende des Shutdowns in Sicht ist. Rechtsverbindlich sind jedoch ausschließlich die Verordnungen und Vorgaben der Bundesländer und zuständigen Behörden. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen zur Gestaltung des Unterrichts- und Trainingsbetriebs. Diesen ist stets Folge zu leisten, um den Ordnungsbehörden keinen Anlass für die Schließung von Anlagen zu geben oder Bußgelder zu riskieren.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN unter Einhaltung der notwendigen Infektionsschutzregeln auch für Reithallen gelten. In den Bundesländern bzw. Landkreisen gibt es dazu jedoch unterschiedliche Regelungen, deshalb rät die FN rät allen Pferdesportlern, sich vor Ort über die konkreten Regelungen zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen zur Gestaltung des Unterrichts- und Trainingsbetriebs. Diesen ist stets Folge zu leisten, um den Ordnungsbehörden keinen Anlass für die Schließung von Anlagen zu geben oder Bußgelder zu riskieren.

In der folgenden Auflistung sind die jeweiligen Regelungen in den Bundesländern sowie Links zu den aktuellen Verordnungen und den Internetseiten der Landespferdesportverbände zu finden. Bitte beachten Sie unbedingt, dass die Internetseiten der zuständigen Ministerien und Verbände ebenso regelmäßig aktualisiert werden wie die nachfolgende Übersicht.

Regelungen in den einzelnen Bundesländern

Baden-Württemberg (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Ausgangsbeschränkungen für den Tag (Handlungen zur Versorgung von Tieren, Sport und Bewegung im Freien ausschließlich alleine, mit einer weiteren, nicht im selben Haushalt lebenden Person, oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts und Inanspruchnahme veterinärmedizinischer Leistungen sind erlaubt) und für die Nacht (unaufschiebbare Handlungen zur Versorgung von Tieren und Inanspruchnahme veterinärmedizinischer Leistungen sind erlaubt).

Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien ist für den Freizeit- und Amateur-Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig, soweit es sich um weitläufige Außenanlagen handelt und keine Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen erfolgt. Die Nutzung von Sportanlagen generell ist erlaubt für den Reha-Sport, Spitzen- oder Profisport.

Die Landesregierung hat ihre FAQ zum Thema Reitsport aktualisiert. Diese sind hier zu finden: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/ Daraus geht unter anderem hervor, dass Reitunterricht aktuell ausschließlich tagsüber im Freien als Einzelunterricht möglich ist. Gruppenunterricht ist nicht erlaubt. Reithallen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen für die notwendige Bewegung von Pferden genutzt werden. Das Reiten als rein sportliche Betätigung (Reitsport) ist in Hallen nicht möglich.

Bayern (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 01.01.2021, geht folgendes hervor: In Bayern ist das Verlassen des Hauses nur noch aus triftigem Grund erlaubt, dazu gehören Handlungen zur Versorgung von Tieren sowie Sport und Bewegung an der frischen Luft unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen. Sportanlagen bleiben geschlossen. Training und Wettkämpfe der Berufssportler sowie der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader bleiben erlaubt, sofern dabei keine Zuschauer anwesend sind und nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind. Der Veranstalter muss zur Minimierung des Infektionsrisikos ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten und beachten.

Der Bayerische Reit- und Fahrverband hat die wichtigsten Regelungen für den Pferdesport zusammengefasst: Die Nutzung von Sportanlagen im Innen- und Außenbereich sowie sport- und trainingsbezogene Übungen auf Sportanlagen sind grundsätzlich untersagt. Also sind weiterhin weder Gruppen- noch Einzelunterricht erlaubt. Dies gilt im Innen- und Außenbereich.

Anlagen dürfen nur aus zwingenden Gründen des Tierschutzes genutzt werden. Diese Regelung muss streng ausgelegt werden. Sicherzustellen sind die pferdegerechte Fütterung, Boxenpflege, tägliche Tierkontrolle und die tägliche kontrollierte oder freie Bewegung. Zum Bewegen kann Longieren, Reiten und Bodenarbeit zählen. Die Bewegung ist hinsichtlich der Häufigkeit als auch der Dauer strikt auf das durch den Tierschutz vorgegebene Maß zu reduzieren. Für das Bewegen in Reithallen und auf Reitplätzen können hier als Orientierungswert 200 m² pro Pferd unter Einhaltung des Mindestabstands herangezogen werden.

Ausritte außerhalb der Anlagen bleiben erlaubt, allerdings ausschließlich allein, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie mit den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird. Die dazugehörigen Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Tierarzt und Schmied dürfen auf die Anlagen kommen. Es sind auf der gesamten Anlage keine Zuschauer und keine Zusammenkünfte erlaubt. Die Verweildauer ist auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dringend sind alle Infektionsschutzmaßnahmen einzuhalten (Abstand halten, Hand-Hygiene, Mund- und Nasenschutz im Innenraum tragen).

Berlin (Stand 15.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 16.01.2021, geht folgendes hervor: Das Verlassen der eigenen Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft ist nur aus triftigen Gründen zulässig, wobei das Verlassen des Stadtgebiets von Berlin nur innerhalb eines Umkreises von 15 Kilometern zulässig ist, wenn eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 festgestellt und amtlich bekannt gemacht wird. Ausnahmen sind beispielsweise Notfälle, Arbeit, Betreuung Pflegebedürftiger, Behördentermine, Vorladungen, medizinische Behandlungen oder die Wahrnehmung des Sorgerechts. Die Versorgung von Tieren nur, wenn unbedingt erforderlich. Sportliche Aktivitäten sind nur alleine oder mit einer anderen Person kontaktfrei und unter Einhaltung der Abstandsregelungen erlaubt. Diese Beschränkung gilt nicht für Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten, Profiligen sowie Berufssportlerinnen und Berufssportler.

Die Sportausübung in gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios und ähnlichen Einrichtungen ist nur zulässig, soweit sie erforderlich ist. Dies gilt zum Beispiel für Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten, Profiligen sowie Berufssportlerinnen und Berufssportler, aber auch für den Pferdesport in dem unter Tierschutzgesichtspunkten zwingend erforderlichen Umfang.

Der sportliche Wettkampfbetrieb ist nur in der Bundesliga und den internationalen Ligen sowie vergleichbaren professionellen Wettkampfsystemen zulässig, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet. Zuschauende sind untersagt.

Brandenburg (11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor:

Individualsport ist auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Umkleiden und andere Aufenthaltsräume oder Gemeinschaftseinrichtungen sind dabei zu schließen. Kontaktsport mit Personen eines anderen Haushalts ist untersagt.

Gestattet ist auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet. Hier gilt das Abstandsgebot nicht.

Aufenthalts- und Kontaktbeschränkungen:
Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet. Triftige Gründe sind u.a.:

  • die Inanspruchnahme veterinärmedizinischer Leistungen,
  • die Versorgung und Pflege von Tieren,
  • die Ausübung begleiteter Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.

Bremen (11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 08.01.2021, geht folgendes hervor: Die Ausübung von Sport ist nur als Individualsport und nur allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt. Für Kaderathletinnen und -athleten sowie den Bereich des Spitzensports können im Einzelfall durch schriftliche Genehmigung des Sportamts Bremen oder des Magistrats der Stadt Bremerhaven Ausnahmen zugelassen werden. Zulässig bleiben Profisportveranstaltungen im Sinne des Bremischen Sportförderungsgesetzes ohne Zuschauer. Öffentliche und private Sportanlagen, soweit diese nicht zur Berufsausübung oder für die Ausübung eines Individualsports genutzt werden, müssen geschlossen werden.

Hamburg (15.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Die Ausübung von Sport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des gemeinsamen Haushalts ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien zulässig. Zulässig ist ebenso der Sportbetrieb mit Tieren, auch in Hallen, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl gemäß des Tierschutzgesetzes zwingend erforderlich ist. Erlaubt ist auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb für Berufssportlerinnen und -sportler.

Hessen (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Der Freizeit- und Amateursport ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand gestattet. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports bleibt erlaubt. Die Auslegungshinweise der Hessischen Verordnung erklären zum Thema Reiten: „Das Bewegen von Pferden ist auch vor dem Hintergrund des Tierwohlschutzes auf der Sportanlage gestattet, Einzelreitkurse sind ebenfalls gestattet. Davon nicht umfasst sind Gruppenveranstaltungen, Wettbewerbe o.ä.. Das Reiten im Freien ist nur unter Einhaltung der Abstandsregelungen gestattet.“

Mecklenburg-Vorpommern (11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 09.01.2021, geht folgendes hervor: Der Trainings-, Spiel- und Wettkampfbetrieb im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport (Sportbetrieb) ist in allen Sportarten untersagt. Das gilt nicht für den Individualsport, der allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen betrieben wird. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Spitzen- und Profisport bleibt erlaubt. Es müssen stets Hygieneauflagen erfüllt werden. Nach Informationen des Landesportbundes muss der Kinder- und Jugendsport zunächst ruhen. Die Landesregierung hat die Ausnahmegenehmigung für den Trainingsbetrieb von Kindern und Jugendlichen sowie für den Schwimmunterricht aufgehoben. Quelle: https://www.lsb-mv.de/sportwelten/sport-und-gesundheit/corona-virus-und-sport/index.html. Der Pferdesportverband Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht auf seiner Internetseite auch aktuelle Allgemeinverfügungen der verschiedenen Landkreise.

Niedersachsen (11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Das Abstandsgebot gilt nicht bei sportlicher Betätigung zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands. Für den Publikumsverkehr und Besuche sind geschlossen: Angebote des Freizeit- und Amateursportbetriebs auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen, wobei die sportliche Betätigung im Rahmen des Individualsports allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstands auf und in diesen Sportanlagen zulässig bleibt.

Der Betrieb und die Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen zum Zweck des Trainings und Wettbewerbs durch Sportlerinnen und Sportler des Spitzen- und Profisports, deren Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, die jeweiligen Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter, Kampfrichterinnen und Kampfrichter, Personen des medizinischen und physiotherapeutischen Personals sowie durch weitere Personen, die für die Durchführung des Trainings oder Wettbewerbs unabdingbar sind, sind zulässig, wenn ein Hygienekonzept vorliegt, das bestimmte Maßgaben erfüllt.

Sportlerinnen und Sportler im Sinne des Spitzen- und Profisports sind Personen, die einem olympischen oder paralympischen Kader, das heißt einem Olympiakader, einem Perspektivkader oder einem Nachwuchskader 1 oder 2, angehören und an einem Bundesstützpunkt, einem Landesleistungszentrum oder einem Landesstützpunkt trainieren, einer Mannschaft angehören, die aus Sportlerinnen oder Sportlern besteht, die ihre Sportart berufsmäßig ausüben, oder wirtschaftlich selbständige, vereins- und verbandsungebundene Sportlerinnen oder Sportler sind, die ihre Sportart berufsmäßig ausüben, ohne einem Bundeskader anzugehören.

Die Landespferdesportverbände haben ihre Corona-Empfehlungen aktualisiert, diese sind auf den oben genannten Internetseiten der beiden Verbände zu finden.

Nordrhein-Westfalen (Stand 13.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist unzulässig. Wettbewerbe im Berufsreitsport und Pferderennen sowie andere berufsmäßige Sportausübung sind zulässig (Voraussetzung Infektionsschutz und Hygienekonzepte).

Das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen ist im zwingend erforderlichen Umfang auch auf und in Sportanlagen zulässig. Sport- und trainingsbezogene Übungen sind dabei untersagt. Der Pferdesportverband Westfalen hat hierzu eine Konkretisierung veröffentlicht: https://www.pferdesportwestfalen.de/corona-virus-1#c5654 

Erlaubt sind das Training an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten und Landesleistungsstützpunkten sowie das Training von Berufssportlern auf und in den von ihrem Arbeitgeber bereitgestellten Trainingseinrichtungen.

Das Land NRW hat eine Regionalverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus durch einen eingeschränkten Bewegungsradius für Freizeitaktivitäten in Regionen mit erhöhten Infektionszahlen erlassen. Bewohner der betroffenen Gebiete dürfen diese nur verlassen, soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird. Es gibt jedoch Ausnahmen, dazu zählen Fahrten aus gewichtigen und unabweisbaren Gründen – wie etwa die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden aus Tierschutzgründen. Im Downloadbereich dieser Seite ist das Formular „Eigenerklärung Pferdeversorgung“ zu finden. Die FN empfiehlt allen Pferdebesitzern oder von ihnen beauftragten Personen, dieses Formular beim Verlassen des Wohnortes zur Versorgung/Bewegung von Pferden mit sich zu führen.

Rheinland-Pfalz (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor:
Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftsportarten und im Kontaktsport sind untersagt. Die sportliche Betätigung im Amateur- und Freizeitsport in Einzelsportarten auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist nur im Freien und nur alleine, zu zweit oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, zulässig. Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht zugelassen; ausgenommen sind Verwandte ersten und zweiten Grades bei der sportlichen Betätigung Minderjähriger.

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports ist auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen zulässig, sofern ein von den Sportfachverbänden oder Ligaverantwortlichen erstelltes Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird. Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht gestattet.
Zum Bereich Profi- und Spitzensport zählen folgende Personen: Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten in olympischen Disziplinen (Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2, Landeskader) sowie Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten in paralympischen Disziplinen (Paralympicskader, Perspektivkader, Teamkader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2, Landeskader), welche von den zuständigen Bundes- oder Landesverbänden anerkannt sind. Wirtschaftlich selbstständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler ohne Bundeskaderstatus sowie sonstige Athletinnen und Athleten, die sich bereits für die Teilnahme an bevorstehenden Europa- und Weltmeisterschaften qualifiziert haben oder im Jahr 2020 oder im Jahr 2021 qualifizieren können.

Reiterhöfe bleiben geöffnet, es gelten die Kontaktbeschränkungen, der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung überall da, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann. Insbesondere können diejenigen Personen anwesend sein, die aus beruflichen Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen. Tierpflege ist gestattet. Reitschulen dürfen Einzelunterricht (1:1) im Freien anbieten. Reitsport ist allein, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien gestattet. Den Handlungsempfehlungen der FN folgend ist bei einer Reithalle von 20x40 Metern das Bewegen der Pferde durch vier sowie in einer Reithalle von 20x60 Metern durch sechs gleichzeitig reitende Personen zulässig. Quelle: https://corona.rlp.de/de/service/faqs/

Saarland (11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 08.01.2021, geht folgendes hervor: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt ist untersagt. Alle öffentlichen und privaten Sportanlagen mit Ausnahme von Anlagen unter freiem Himmel sind zu schließen. Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb des Berufssports sowie von Bundes- und Landeskadern ist zulässig. Die Nutzung von Sportstätten muss in allen Fällen aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar sein und unter Wahrung von Hygieneauflagen erfolgen. Zuschauer sind ausgeschlossen. Das Saarland hat unter diesem Link einige Fragen und Antworten zum Sportbetrieb zusammengestellt: https://www.saarland.de/DE/portale/corona/faq/haeufigste-fragen/sportbetrieb/sportbetrieb_node.html

Der Pferdesportverband Saar hatte bereits im November ein Hygiene- und Schutzkonzept vorgelegt, das der Verantwortung der Pferdesportlerinnen und Pferdesportler unter diesen besonderen Umständen gerecht wird, und empfiehlt dringend allen Vereinen und Betrieben, das Konzept einzuhalten. Das saarländische Gesundheitsministerium hat gegenüber dem Verband bestätigt, dass das Konzept weiter gültig ist. Somit dürfen Reithallen auch weiterhin zum Bewegen der Pferde genutzt werden (hier ist eine Fläche von 100 Quadratmetern pro Reiter/Pferd zu berechnen). Die Durchführung von Reitunterricht ist hingegen untersagt. Oberste Priorität hat die Beschränkung von Kontakten. Dazu sind folgende Regeln einzuhalten: Hygiene-Beauftragten benennen, Infektionsschutz gewährleisten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Zutritt zur Anlage klar regeln, vor Ort Kontakte vermeiden, Anwesenheitszeiten dokumentieren, Aufenthaltsräume sind geschlossen, Regeln zum Bewegen der Pferde beachten.

Das Hygienekonzept sowie ein Plakat mit den aktuellen Corona-Regeln stehen hier als Download zur Verfügung: https://pferdesportverbandsaar.de/2020/10/30/gemeinsam-gegen-corona/

Sachsen (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: In Sachsen gibt es aufgrund der hohen Infektionszahlen derzeit Ausgangsbeschränkungen bzw. Ausgangssperren. Das Verlassen der Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt. Zu den triftigen Gründen gehören allerdings u.a. Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen. Im Freistaat Sachsen gilt zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages eine erweiterte Ausgangsbeschränkung (Ausgangssperre). Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gründen zulässig: Hierzu gehören u.a. unabdingbare Handlungen zur Versorgung von Tieren.

Nach Informationen des Pferdesportverbandes Sachsen darf somit vorerst kein Reit-/Fahr- und Voltigierunterricht stattfinden. Reithallen sind zur kontrollierten Bewegung von Pferden nutzbar. Anlagen und Einrichtungen des Sportbetriebs müssen schließen, Ausnahmen gelten für Berufs- und Spitzensportler.

Der Pferdesportverband Sachsen hat Handlungsempfehlungen inkl. Hygienekonzeption für den Pferdesport im Freistaat Sachsen und einen Leitfaden für pferdehaltende Vereine und Betriebe mit Publikumsverkehr veröffentlicht. Die Dokumente sind ebenfalls unter diese Link zu finden: https://pferdesport-sachsen.de/aktuelles-zum-coronavirus/

Sachsen-Anhalt (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor:

Der Sportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Ausgenommen hiervon sind: Der kontaktfreie Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand, der Sportbetrieb von Berufssportlern, der Sportbetrieb von Kaderathletinnen und Kaderathleten, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1 oder Nachwuchskader 2 eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes oder dem Kader eines Olympiastützpunktes angehören sowie die Durchführung von Lehrgängen und Prüfungen zum Erwerb von Trainerlizenzen.

Für den zugelassenen Sportbetrieb gelten folgende Einschränkungen:
Die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, soweit die Ausübung der Sportart dem nicht entgegensteht. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten. Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Nutzung der Sportanlage erfordert die Freigabe durch den Betreiber. Dieser hat die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände zur Nutzungsvoraussetzung zu erklären und zu dokumentieren sowie entsprechend der Größe und Beschaffenheit der Sportanlage eine Höchstbelegung der Sportsstätte festzulegen. Die Nutzung der Sportanlage soll auf den für den oben genannten erlaubten Sportbetrieb notwendigen Personenkreis eingeschränkt werden. Auch eine Festlegung der Höchstbelegung muss erfolgen.

Nach Informationen des Landespferdsportverbandes gilt grundsätzlich weiterhin: Reiten ist eine Individualsportart und fällt demnach unter die Ausnahmeregelung der aktuellen Verordnung. Laut der Rückmeldung des Ministeriums darf maximal ein Pferd je 200 qm auf einer Sportanlage (Reithalle, Reitplatz) bewegt werden. Die Beaufsichtigung durch eine weitere Person ist aus Sicherheitsgründen möglich. Aktive Unterrichtserteilung hingegen ist nur in Form von Einzeltraining möglich.

Schleswig-Holstein (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung, gültig zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Die Sportausübung ist nur allein, gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person gestattet. Sportanlagen sind für die Sportausübung zu schließen. Dies gilt nicht für Tiersportanlagen, soweit der Betrieb zur Erhaltung des Tierwohls erforderlich ist. Zuschauerinnen und Zuschauer haben keinen Zutritt.

Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen, Sportangebote zur medizinischen Rehabilitation und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen unter der Voraussetzung zulassen, dass ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

Die Ausübung von Profisport ist zulässig. Das Abstandsgebot muss hier nicht eingehalten werden. Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt und ein Testkonzept enthält. Zudem müssen die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhoben werden. Die Konzepte und Empfehlungen der jeweiligen Sportfach- und -dachverbände sind umzusetzen. Zuschauerinnen und Zuschauer haben keinen Zutritt.

Zum Thema Pferdesport schreibt der Pferdesportverband Schleswig-Holstein: Pferdesportanlagen dürfen nur in so weit öffnen, wie der Betrieb zur Erhaltung des Tierwohls notwendig ist. Das Sporttreiben und Trainieren ist damit auf den Anlagen nicht zulässig, die Pferde dürfen aber versorgt und im Rahmen der Notbewegung auch so geführt, longiert, geritten, oder gefahren werden, wie es für ihre Gesunderhaltung notwendig ist. Unterricht auf den Anlagen ist während des Lockdowns grundsätzlich nicht gestattet. Es ist aber möglich, die Pferde und Ponys unter Aufsicht / Anleitung zu bewegen, wenn dies für ihre Gesunderhaltung notwendig ist, also zum Beispiel wenn zur notwendigen Bewegung kleinerer Ponys nur Kinder in Frage kommen und diese zur Sicherheit von Mensch und Tier beaufsichtigt werden müssen. Weiterführende Informationen dazu: https://pferdesportverband-sh.de

Thüringen (Stand 11.01.2021)

Aus der aktuellen Corona-Schutzverordnung gültig, zum 11.01.2021, geht folgendes hervor: Der Freizeitsport und der organisierte Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen sowie unter freiem Himmel außerhalb von Sportanlagen sind untersagt. Ausgenommen davon ist der Individualsport ohne Körperkontakt unter freiem Himmel, insbesondere Reiten.

In Thüringen gelten Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr: Wohnungen dürfen nur mit einem triftigen Grund verlassen werden. Dazu gehört u.a. die Versorgung von Tieren.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten landesweit. Für Landkreise/kreisfreie Städte, die mindestens an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner unterschreiten, können die lokalen Behörden abweichende Regelungen treffen. Das gilt allerdings nur dann, wenn auch die Inzidenz von Gesamtthüringen an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner unterschreitet.

Die Einführung einer Pflicht für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes obliegt nicht der Entscheidung der FN, sondern richtet sich nach den jeweils geltenden behördlichen Vorgaben/Empfehlungen. Sollte es eine solche Pflicht geben, empfiehlt sich nach Auffassung der FN das Tragen einer entsprechenden Maske überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden kann, etwa beim Aufenthalt im Stall, in den Sattelkammern, auf den Stallgassen und in den Sanitärräumen. Der Stallbetreiber hat das Hausrecht und kann daher auch jederzeit eine Maskenpflicht anordnen.

Informationen zum Tragen von Mund-Nasen-Masken gibt es auch auf den Seiten der Bundesregierung unter www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/schuetzt-ein-mundschutz-vor-ansteckung--1728426

Aus dem Beschluss der Bundesregierung und der Länder geht hervor, dass Veranstaltungen des Freizeit- und Amateursports untersagt werden. Dies bedeutet nach Auffassung der FN, dass etwa Reitabzeichenlehrgänge oder Seminare der Persönlichen Mitglieder derzeit nicht stattfinden dürfen. Da jedoch Berufssportler ihren Beruf weiter ausüben dürfen, sollten aus Sicht der FN Seminare und Lehrgänge von und für Berufsreiter erlaubt sein, sofern dies im jeweiligen Bundesland nicht anders geregelt ist und dabei alle geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Als Berufsreiter sind solche Personen zu bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend und dauerhaft mit dem Beritt und dem Training von Pferden bestreiten.

Dem Beschluss folgend werden alle PM-Seminare bis Ende des Jahres 2020 abgesagt. Alle Beteiligten und Teilnehmer wurden persönlich informiert.

Die FN bietet für Ausbilder und Persönliche Mitglieder ein umfangreiches Online-Seminar-Angebot: www.pferd-aktuell.de/seminare

Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom 13. Dezember 2020 müssen zwar Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe geschlossen werden, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, sollten aber weiter möglich bleiben. Aus Sicht der FN sollte deshalb auch Reittherapie weiter erlaubt sein, dies jedoch stets unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen und Infektionsschutzmaßnahmen. Je nach Infektionslage kann es in bestimmten Landkreisen/Regionen größere Einschränkungen geben. Die FN empfiehlt dringend, sich bei den örtlichen Behörden über die geltenden Regelungen zu informieren und an die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes/Landkreises zu halten.

Aus dem Beschluss der Bundesregierung und der Länder geht hervor, dass Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen sowie Veranstaltungen im Amateur- und Freizeitsport untersagt werden. Lediglich Profisportveranstaltungen können stattfinden, jedoch ohne Zuschauer (in manchen Bundesländern gibt es Ausnahmen für Wettkämpfe im Freizeit- und Amateursport). Als Berufsreiter sind nach Definition der FN solche Personen zu bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend und dauerhaft mit dem Beritt und dem Training von Pferden bestreiten. Teilweise sind auch Reiter mit Kaderangehörigkeit von den jeweiligen Landesverordnungen gedeckt. Turnierveranstalter sollten die Teilnahmeberechtigung exakt definieren und auf die Corona-Schutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes in der aktuell gültigen Fassung verweisen.

Eine Hilfestellung für Turnierveranstalter bietet der „Leitfaden zur Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes“, der im Downloadbereich dieser Seite zu finden ist.

Wie läuft die Rückabwicklung, wenn Turniere abgesagt werden müssen?
Jegliche Absage eines Turniers – aus welchen Gründen auch immer – müssen die Turnierveranstalter an ihre zuständige Landeskommission melden. Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem Nennung-Online eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.

Welche Turniere sind bereits abgesagt? 
Welche Turniere abgesagt sind, ist dem Online-Nennungssystem Nennung-Online (www.nennung-online.de) zu entnehmen oder kann direkt bei den Veranstaltern sowie den zuständigen Landesverbänden erfragt werden. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Bekomme ich mein Nenngeld zurück?
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren. Sofern in der Ausschreibung keine anderslautende Regelung enthalten ist, muss der Veranstalter bei Turnieren, bei denen das Nenngeld bereits abgebucht und an den Veranstalter überwiesen wurde, das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Da die Absagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Regel als höhere Gewalt eingestuft werden, können die Veranstalter drei Euro je reserviertem Startplatz behalten (Vielseitigkeits-LP zehn Euro). Die Nennung-Online-Gebühr bleibt bei der FN. Der Verbleib der LK-Abgabe ist in den Landesverbänden unterschiedlich geregelt.

Und so läuft das ab: Sobald die Veranstaltung in Nennung-Online als "abgesagt" gekennzeichnet ist, wird dem Turnierverwalter in Nennung-Online an der Stelle, an der auch die Nennungsdaten heruntergeladen werden, eine Datei mit Daten zur Rückabwicklung zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch FAQ unter www.nennung-online.de/faq/turnierverwaltung/68).

Wie können Turnierveranstalter Teilnehmer und Zuschauer informieren?
Turnierverwalter können in Nennung-Online „Wichtige Informationen“ bereitstellen. TORIS unterstützt beim Versenden von Informationen an Teilnehmer/Richter (Übersichten-Listen > Veranstaltung Vorbereitung > Briefe / Email-Exportdatei)

Welche Schäden drohen einem Veranstalter, wenn eine Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden muss?
Der wahrscheinlichste Fall eines Schadens sind sogenannte frustrierte Aufwendungen. Diese kommen zustande, wenn ein Veranstalter zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits Dinge angeschafft oder Dienstleister beauftragt hat. Teilweise wird sich der Veranstalter von diesen Verträgen wieder lösen können, weil mit der zwangsweisen Absage der Veranstaltung die Geschäftsgrundlage für die Anschaffung bzw. Dienstleistung weggefallen ist. In anderen Fällen kann er auf seinen Aufwendungen sitzen bleiben, wenn zum Beispiel bei Vertragsschluss nicht klar war, dass die Anschaffung/der Auftrag explizit für die Durchführung der Veranstaltung getätigt worden ist oder eine Rückabwicklung schlicht nicht möglich ist. Ein Haftungsschaden wegen Schadensersatzansprüchen von Teilnehmern o.ä. ist dem gegenüber unwahrscheinlich, weil in Fällen höherer Gewalt das erforderliche Verschulden des Veranstalters nicht vorliegt. Sonstige Kostenregelungen für Veranstalter ergeben sich aus den jeweiligen Verträgen mit Dienstleistern und Partnern.

Tritt eine Versicherung ein, wenn einem Veranstalter wegen einer Absage der Veranstaltung aufgrund des Coronavirus Schäden verbleiben?
Das kommt auf die Schadensform im Einzelfall und auch auf das Zustandekommen des Schadens an. Viele Versicherungsbedingungen schließen eine Haftung der Versicherung bei höherer Gewalt allerdings aus. Einzelfragen können letztlich nur von der jeweiligen Versicherung beantwortet werden.

Wie gehe ich als Veranstalter mit bereits abgeschlossenen Verträgen um?
Im Hinblick auf viele geplante Veranstaltungen sind bereits Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen worden. Die Veranstalter sind nun mit der Frage konfrontiert, ob sie sich von diesen Verträgen lösen können, wenn die Veranstaltung wegen des Coronavirus ausfallen muss. Eindeutig kann Frage nur im Einzelfall und auf Grundlage der konkret abgeschlossenen Verträge beantwortet werden. Grundsätzlich enthält das deutsche Recht eine Vorschrift, nach der man die Anpassung eines Vertrages verlangen oder sich ggf. auch ganz von dem Vertrag lösen kann, wenn ein weiteres Festhalten an dem unveränderten Vertrag unzumutbar ist. Es ist naheliegend, dass diese Vorschrift angewendet werden kann, wenn eine Veranstaltung aufgrund einer behördlichen Verfügung abgesagt werden muss. Auch wenn hoheitliche Auflagen, wie zum Beispiel eine Beschränkung der Anzahl der Besucher, gemacht werden, können diese Auswirkung auf das Interesse an dem abgeschlossenen Dienstvertrag haben, so dass über eine Vertragsanpassung verhandelt werden kann. Die Frage nach der Zumutbarkeit ist immer eine Werte-Entscheidung, bei der die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt und zum Ausgleich gebracht werden müssen. Es ist deshalb wichtig, nicht vorschnell einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären, sondern zuvor die Möglichkeiten einer Vertragsanpassung sorgfältig zu prüfen und ggf. anzubieten.

Was muss ich beachten, wenn ich als Pferdebesitzer/Einstaller unter Quarantäne gestellt werden?
Für den Fall einer häuslichen Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Denn im Falle einer Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen, auch nicht, um sein Pferd zu versorgen. Es empfiehlt sich, bereits vorab wichtige Informationen zu sammeln und Vertretungsregelungen zu treffen (Beispiel: im Falle einer Quarantäne weiß Frau XY welches Zusatzfutter mein Pferd braucht, wie es zu bewegen ist und wo Sattel und Trensen sind). Es ist auch ratsam, dem Stallbetreiber eine Liste mit den wichtigsten Daten zukommen zu lassen (Hufschmied, Tierarzt, Besonderheiten beim Reiten/ Longieren etc.), damit dieser im Falle einer Quarantäne alle Pferde entsprechend versorgen kann.

Aufruf an alle Pferdesportler: Seid bitte solidarisch und helft euch gegenseitig! Richtet Gruppen über Smartphones und Social Media ein und stimmt euch ab, wer sich wann um die Pferde kümmern kann.

Was ist, wenn der Betriebsleiter/-besitzer unter Quarantäne gestellt wird?
Jeder Betreiber/Besitzer eines Pensionstalls/einer Reitanlage muss für den Fall einer Erkrankung eine Vertretungsperson ernennen – das gilt auch unabhängig von Corona. Im dem Fall, dass eine Person aufgrund einer Infektion unter häusliche Quarantäne gestellt wird, hat sie den Anweisungen des Gesundheitsamtes unbedingt zu folgen und darf das Haus/die Wohnung nicht verlassen. Das bedeutet auch, dass der Betreiber/Besitzer den Stall/die Reitanlage nicht mehr betreten darf. Die ernannte Vertretungsperson muss dann die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde in Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstallern koordinieren.

Vielen Vereinen/Betrieben und anderen Selbständigen in Pferdesport und Pferdezucht beschert die Coronavirus-Pandemie harte finanzielle Einschnitte. Welche aktuellen staatlichen Hilfsprogramme es gibt, die jetzt von Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben in Anspruch genommen werden können, erklärt Steuerberater Frank Scheele in unserer Infosammlung zu finanziellen Hilfen für Pferdesportvereine und Pferdebetriebe.

Welche Hilfe bietet die Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Schutzschild für Beschäftigte, Betriebe und Unternehmen entwickelt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Es beinhaltet die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen und die Ausweitung bestehender Programme für Liquiditätshilfen. Dies soll Unternehmen den Zugang zu günstigen Krediten erleichtern, etwa durch die Lockerung von Kredit-Bedingungen. Mehr Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie Corona-Hotlines gibt es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html

Überbrückungshilfen II + III
Für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen:

  • Überbrückungshilfe II – Antragsfrist endet am 31.01.2021
  • Überbrückungshilfe III ab dem 01.01.2021 (Antragszeitraum bis Ende Juni 2021)
  • die Neustarthilfe als Teil der Überbrückungshilfe III unterstützt Soloselbständige mit einer Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro

Novemberhilfe (Antragsfrist endet am 31.01.2021)
für alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen) und Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen).

Bitte beachten: Um die Überbrückungshilfen/Novemberhilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Die Antragstellung erfolgt über ein bundeseinheitliches Online-Portal: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sich in der Übersicht Förderprogramme „Corona” von Bund und Ländern. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass im Netz unseriöse Seiten kursieren können, die gegen Geldzahlung Hilfe beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Fake-E-Mails zur Corona-Soforthilfe, in denen zur Rückzahlung „zu viel erhaltener Fördergelder“ aufgefordert wird.

Auch E-Mails mit Zahlungsanweisungen ohne Corona-Bezug sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Derzeit häufen sich Fake-Mails von Betrügern, die nach intensiver Recherche der Vereinshomepages Zahlungsaufforderungen im Namen des Vorsitzenden an den Kassenwart versenden. Wie lassen sich gefälschte E-Mails mit Zahlungsanweisungen erkennen?

  • Prüfen Sie die Endung der Absenderadresse auf Richtigkeit (z.B. „.com“ statt „.de“, oder oft Endungen anderer Länder).
  • Fragen Sie sich, ob es plausibel ist, dass Ihr Vorstandsmitglied Sie um die Ausführung dieser Zahlung bittet und ob es einen Verwendungszweck gibt, der Ihnen bekannt ist.
  • Besonders viele Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Anrede („Du“ statt „Sie“, direkte Ansprache mit dem Vornamen) und Grußformel in einer Mail können Hinweise auf eine Fälschung sein.
  • Zudem wird oft ein zeitlicher Druck durch Wörter wie „schnell“ oder „sofort“ ausgeübt.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie das Vorstandsmitglied per Telefon und lassen sich den Zahlungsauftrag bestätigen.
  • Sollte es sich um eine Fake-Mail handeln, antworten Sie nicht auf die Mail, laden Sie keine Anhänge herunter, klicken Sie keine Links an und zeigen Sie den Betrugsversuch bei der Polizei an.

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für landwirtschaftliche Betriebe?
Unterstützungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind zum Beispiel Erleichterungen bei Saisonarbeitskräften, Arbeitszeitregelungen und Hinzuverdienstgrenzen, Stundung von Steuerzahlungen und Anpassung von Steuervorauszahlungen sowie Liquiditätshilfedarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Alle diese Unterstützungsmöglichkeiten sollten direkt bei den zuständigen landwirtschaftlichen Behörden erfragt werden oder auch beim Deutschen Bauernverband bzw. den Landesvertretungen. Kontaktdaten gibt es in der Übersicht landwirtschaftlicher Behörden und Verbände.

Welche Corona-Sonderprogramme gibt es noch?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für kleine, mittelständische sowie Großunternehmen und gemeinnützige Organisationen unterschiedliche „Corona-Hilfen“ an wie Darlehen mit reduziertem Zinssatz oder auch Schnellkredite. Informationen zu allen Angeboten finden sich unter: https://www.kfw.de/kfw.de.html

Wann kann ich eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen?
Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Angestellte und selbstständig Tätige können in diesem Fall für den dadurch entstehenden Verdienstausfall eine Entschädigung beantragen. Wichtiger Hinweis: Eine Verdienstausfall-Entschädigung kann nur auf der Grundlage eines behördlich angeordneten „Tätigkeitsverbotes“ (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) gem. IfSG erfolgen: https://ifsg-online.de/index.html

Förderbanken/Landesförderinstitute
Jedes Bundesland verfügt über eine Förderbank bzw. ein Landesförderinstitut. Hierüber werden zumeist zinsgünstige Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel unterstützt. Zur Beantragung ist die Vorlage eines Businessplans bei der Hausbank erforderlich. Diese stellt nach Prüfung der Unterlagen beim Landesförderinstitut den Antrag. Eine Übersicht der Förderbanken, die zu den jeweiligen Bundesländern führt, gibt es unter www.investitionsbank.info. Wir empfehlen, die entsprechende Website der Landesförderbanken regelmäßig zu besuchen, denn dort werden immer wieder aktuelle Informationen bereitgestellt.

Bürgschaftsbanken
Notwendige Liquiditätshilfen für gewerbliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler können außerdem über Bürgschaftsbanken abgesichert werden. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank sowie Berater erfolgen. Wichtig ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Die direkten Ansprechpartner sind immer die Hausbanken. Eine interaktive Karte (unten auf der Internetseite) führt zu den Bürgschaftsbanken der Bundesländer und ihren Angeboten: https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/ermoeglicher.de

Politische Ebene
In der Coronavirus-Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Wir setzen uns auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe ein und drängen darauf, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Schildern Sie Ihre Notlage in knapper aber deutlicher Form Ihrem Kommunalpolitiker, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN bittet darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie zu bekommen (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de). So können wir uns viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner für Notsituationen im Pferdesport nach Bundesländern.

Die Bundesregierung fordert Bürgerinnen und Bürger auf, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche zu verzichten. Auch im Inland sollen tagestouristische Ausflüge unterbunden werden. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. Nach Auffassung der FN bedeutet dies auch, dass Pferdebetriebe nicht für den Reit- und Pferdetourismus öffnen dürfen.

Habe ich als Vereinsmitglied einen Anspruch auf (teilweise) Rückerstattung meines bereits geleisteten Mitgliedsbeitrages? 
Aufgrund der Schließungen von Vereinssportanlagen und der momentanen Absage von Turnierveranstaltungen stellen sich immer mehr Vereinsmitglieder die Frage, ob sie noch verpflichtet sind, ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen bzw. ob sie bereits geleistete Beiträge zurückverlangen können.

Ein aufgrund der Satzung eines gemeinnützigen Vereins geschuldeter und geleisteter (echter) Mitgliedsbeitrag einerseits kann grundsätzlich nicht durch das Mitglied zurückgefordert werden. Gleichzeitig dürfte ein solcher Beitrag auch durch den Verein gar nicht zurück erstattet werden. Eine Zurückerstattung wäre gemeinnützigkeitsschädlich. Selbst ein vom Verein „gut gemeinter“ (teilweiser) Verzicht auf die Beiträge seiner Mitglieder ist daher nicht möglich.

Der Mitgliedsbeitrag dient in erster Linie zur Erfüllung der jeweiligen satzungsgemäßen Zwecke und der Erfüllung der Gesamtbelange sämtlicher Mitglieder. Entscheidend ist dabei, dass bei (echten) Mitgliedsbeiträgen – meist handelt es sich dabei um Jahresbeträge – kein Leistungsaustauschverhältnis vorliegt. Ein Mitglied leistet den Mitgliedsbeitrag nicht in Erwartung einer konkreten Gegenleistung. Außerdem ergibt sich aus der Mitgliedschaft die Verpflichtung, sich gegenüber dem Verein loyal zu verhalten und den Vereinszweck aktiv zu fördern. Alles, was dem Verein schadet, hat zu unterbleiben. Die durch den Verein aufgrund der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen liegen in aller Regel nicht in der Sphäre des Vereins. Sie können ihm daher auch nicht vorgehalten werden. 

Anders wird sich die Rechtslage jedoch darstellen, wenn ein Mitglied – neben dem Jahresbeitrag – eine finanzielle Leistung für eine durch den Verein zu erbringende, konkrete Gegenleistung (Kurs, etc.) erbracht hat. Dabei handelt es sich um ein Leistungsaustauschverhältnis. Kann diese konkrete Gegenleistung durch den Verein gar nicht erbracht werden – und wird ein Kurs beispielsweise nicht nur verschoben sondern komplett abgesagt – wird die finanzielle Leistung dem Mitglied in der Regel zurück zu erstatten sein. Es kommt jedoch auf den Einzelfall an.

Habe ich das Recht meine Mitgliedschaft (sofort) zu beenden?
Eine ordentliche Kündigung der Mitgliedschaft im Reitverein ist bei Einhaltung der jeweiligen Regelung in der konkreten Satzung möglich. Eine solche muss vom Mitglied auch nicht begründet werden. 
Eine außerordentliche (fristlose) Kündigung der Mitgliedschaft, etwa mit der Begründung, dass die Vereinssportanlagen nicht mehr genutzt werden können und/oder keine Turniere stattfinden, dürfte allerdings nicht so einfach möglich sein. Auch hier kommt es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Dabei ist entscheidend, ob dem Mitglied die Mitgliedschaft im Verein unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung sowohl seiner als auch der Interessen des Vereins nicht mehr zugemutet werden kann. Gegen die Möglichkeit eines sofortigen Vereinsaustritts dürfte vor allem sprechen, dass Vereine größtenteils behördlichen Anordnungen Folge leisten und außerdem ihren gegenüber Mitgliedern bestehenden Schutzpflichten nachkommen.

Müssen ausgefallene Reitstunden, die im Voraus gezahlt wurden, nachgeholt werden, wenn ein Stall aufgrund des Coronavirus schließen musste?
Rein rechtlich stehen sich Unterrichtserteilung und Bezahlung der Reitstunde in einem Leistungsaustausch gegenüber. Wenn eine Leistung – hier die Reitstunde – nicht erbracht werden kann, entfällt auch der Anspruch auf die Bezahlung. In der aktuellen Situation ist ein solidarischer Umgang miteinander besonders wichtig. Wir Pferdesportler können die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergebenden Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen.
Sprechen Sie deshalb offen miteinander, zum Beispiel über einen anteiligen Solidarbeitrag, der hilft, die laufenden Kosten zu decken, oder über spätere Gegenleistungen des Betriebs oder Vereins, wenn diese extreme Ausnahmesituation überstanden ist. Schließlich hat niemand etwas von einer etwaigen Insolvenz eines Pferdebetriebs.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz-, und Strafverfahrensrecht („Corona-Abmilderungs-Gesetz“) ist in Kraft getreten. Damit haben sich weitreichende Veränderungen mit wesentlichen Erleichterungen für Vereine ergeben:

Virtuelle Mitgliederversammlungen
Ursprünglich war die Durchführung virtueller Mitgliederversammlungen bislang nur in jenen Vereinen möglich, in deren Satzung dies explizit vorgesehen war bzw. in denen sämtliche Mitglieder diesbezüglich ihre Zustimmung erteilt haben. Die Gesetzesänderung bewirkt nunmehr, dass es Vereinen generell ermöglicht wird, Mitgliedversammlungen virtuell abzuhalten. Es bedarf dafür weder einer Satzungsgrundlage noch einer „Allzustimmung“. Eine virtuelle Mitgliederversammlung ist der herkömmlichen Präsenzversammlung gleichgestellt.

Welche Möglichkeiten virtueller Zusammenkünfte gibt es?
In der Praxis kann eine virtuelle Mitgliederversammlung mit Hilfe von Bildschirmübertragungen, Chatrooms, etc. aber auch via Telefon in Betracht kommen. Zu beachten ist jedoch, dass den Mitgliedern bei einer Einberufung neben den regulären formalen Vorgaben auch der Verfahrensablauf rechtzeitig übermittelt wird. Unumgänglich ist ein Authentifizierungsverfahren, um sicherzustellen, dass nur Mitglieder teilnehmen. Dabei ist es sinnvoll, die Mitglieder zu verpflichten, die erforderlichen Zugangs- bzw. „Einwahldaten“ samt Passwort keinem Dritten zugänglich zu machen und unter Verschluss zu halten.

Stimmabgabe und Beschlussfassung
Durch die Gesetzesänderung ergibt sich für einzelne Mitglieder auch die Möglichkeit, ihre Stimmen bereits im Vorfeld schriftlich abzugeben. Die Abgabe der Stimme setzt demnach gar keine Teilnahme an der virtuellen/physischen Versammlung mehr voraus.

Während für eine wirksame schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren bislang die Zustimmung sämtlicher Mitglieder erforderlich war, ergibt sich aufgrund der Gesetzesänderung nunmehr die Möglichkeit eines Umlaufverfahrens unter erleichterten Voraussetzungen. Eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren ist bereits dann wirksam, wenn alle Mitglieder daran (lediglich) beteiligt werden UND bis zum Ende der durch den Verein gesetzten Entscheidungsfrist mindestens die Hälfte von ihnen ihre Stimme in Textform abgegeben hat. Die erforderliche Mehrheit des jeweiligen Beschlusses ergibt sich durch die Satzung bzw. durch das Gesetz. Da eine Stimmabgabe lediglich die „Textform“ voraussetzt, ist sie beispielsweise auch durch E-Mail, SMS etc. möglich.

Amtszeit von Vorstandsmitgliedern
Die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern von Vereinen, die für eine bestimmte Zeit bestellt wurden, endete bislang nach Ablauf des für die Amtszeit festgesetzten Zeitraumes. Dies konnte dazu führen, dass ein Verein nach Ablauf dieses Zeitraumes u.U. handlungsunfähig wurde, sofern die Vereinssatzung nicht ausdrücklich Gegenteiliges vorsah. Auch diesem Umstand wurde durch das Corona-Abmilderungs-Gesetz Rechnung getragen. Es enthält nunmehr die Regelung, dass ein Vorstandsmitglied auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt bleibt.

Anmerkung: Die Wirkung dieser Gesetzesänderung ist zum einen zunächst bis zum 31. Dezember 2021 beschränkt. Den Vereinen wird daher empfohlen, die neu geltenden gesetzlichen Regelungen per Satzungsänderung in die Satzung aufzunehmen und deren Anwendbarkeit dadurch auch über das Jahr 2021 hinaus sicherzustellen.

Zum anderen ist darauf hinzuweisen, dass sich die gesetzlichen Regelungen zur Beschlussfassung auf die Mitgliederversammlung beschränken. Für die Beschlussfassung des Vorstands ändert sich dadurch nichts.

Nähere Informationen gibt es unter www.vereinsrechtstag.de/aktuelles/

Insolvenzrechtliche Neuregelungen 
Aufgrund des Corona-Abmilderungs-Gesetzes ergeben sich zudem Neuerungen im Insolvenzrecht, welche rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft getreten sind. Für Vereine ist dabei vor allem die Neuregelung zur Stellung eines Insolvenzantrages wichtig. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung) des Vereins nicht auf den Folgen der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. War der Schuldner (Verein) am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

Mit anderen Worten ist daher nach wie vor unverzüglich ein Insolvenzantrag seitens des Vorstands zu stellen, sofern sich die Insolvenzreife durch Gründe ergibt, die nicht mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehen.

Im Hinblick auf die genannte Vermutung ist festzuhalten, dass diese auch widerlegt werden kann. Stellt sich daher in einem späteren Verfahren heraus, dass der Verein bereits am 31. Dezember 2019 zahlungsunfähig war, oder, dass sich die später eintretende Insolvenzreife nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie ergeben hat, drohen dem Vorstand neben Schadenersatzforderungen auch Strafverfahren.

Dringender Hinweis: Dem Vorstand von Vereinen, die aktuell tatsächlich von einer (angehenden) Insolvenz betroffen sind, wird daher dringend empfohlen, sich mit der gegenständlichen sowie den weiteren Regelungen zum Insolvenzrecht im Detail zu befassen.

Der Lehrbetrieb an den Fachschulen findet teilweise wieder statt. Informationen gibt es direkt bei den Fachschulen bzw. auf deren Internetseiten. Eine Liste der anerkannten Fachschulen ist im FN-Trainerportal zu finden.

Pferdewirtprüfung Fachrichtung klassische Reitausbildung
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.
Die Zwischenprüfungen im Herbst sollen wie geplant stattfinden.

Die Abschlussprüfungen in der Fachrichtung klassische Reitausbildungen finden unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder statt. Auch die Module der Pferdewirtschaftsmeisterlehrgänge können wieder durchgeführt werden.

Absage aller beruflichen Prüfungen
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 sowie weitere angesetzte Zwischenprüfungen entfallen bis zum Ende des laufenden Ausbildungsjahres (31.07.2020) ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, alle Abschlussprüfungen zunächst bis zum 30. April 2020 in allen Ausbildungsberufen abzusagen. Diese Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Aktuell kann leider noch nicht mitgeteilt werden, wann dies der Fall sein wird. Termine können erst festgesetzt werden, wenn es die Risikoeinschätzung zulässt. Unter www.landwirtschaftskammer.de werden tagesaktuell neue Informationen eingestellt.

Informationen für Trainer
Der DOSB hat beschlossen, die Vergabe für die DOSB-Lizenzverlängerungen und für die maximale Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen während der Corona-Krise dahin zu verändern, dass die Ausbildungsträger

  1. die DOSB Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages und ebenso
  2. die Ausbildungsdauer von Trainerausbildungsmaßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise nicht abschließend stattfinden können, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre

verlängern können.

Dies bedeutet für den Pferdesport, dass Trainer C und B Lizenzen, die bis 31. Dezember 2020 ungültig werden, ab dem Tag des letzten Gültigkeitsdatums auf fünf Jahre erweitert sind und Trainer A Lizenzen auf drei Jahre Gültigkeit zu verlängern sind.

Die Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen, die gesplittet worden sind, z.B. Modullehrgänge, Teilprüfungen bei Wiederholungsprüfungen etc. können von zwei Jahre auf drei Jahre verlängert werden.

Ablauf der Lizenzverlängerung
Die coronabedingte Verlängerung der Trainerlizenzen von weiteren zwölf Monaten auch ohne die geforderte Anzahl an Fortbildungseinheiten erfolgt nicht automatisch sondern muss von jedem Trainer selbst angefordert werden. Der Verlängerungsantrag wird von den Trainern unter Vorlage der bereits absolvierten Fortbildungseinheiten beim jeweiligen Landespferdesportverband wie bei einer gewöhnlichen Lizenzverlängerung eingereicht und bearbeitet.
Bei weiteren Fragen zu den Abläufen melden Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Landespferdesportverband.

Position der FN
Ohne Pferdezucht kein Pferdesport. Die Pferdezucht und die daraus hervorgehenden Pferde sind die Basis des Pferdesports im Freizeitbereich sowie auf breitensportlicher und auf spitzensportlicher Ebene. Damit dies auch so bleibt, setzen sich die FN und die deutschen Pferdezuchtverbände dafür ein, dass wirtschaftliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Pferdezucht soweit wie möglich aufrechterhalten bleiben. Unter dem Dach der FN hat die Gemeinschaft der Zuchtverbände Konzepte dafür entwickelt, damit Zuchtveranstaltungen/Zuchttermine auch in Corona-Zeiten stattfinden können (siehe oben unter Downloads).

Kann ich mit meiner Stute zur Hengststation fahren? 
Es gibt keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen für den Transport von Tieren auf Grund der Corona-Pandemie. Hengststationen wird dennoch empfohlen, den Samen nach Möglichkeit kontaktfrei abholen oder durch einen Kurierdienst verbringen zu lassen. Viele Hengststationen haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, um den Publikumsverkehr auf ihren Stationen zu beschränken. Hier hilft der Blick auf die Homepage der jeweiligen Hengststation. Dies gilt analog für Tierkliniken, sofern sie aus züchterischen Gründen aufgesucht werden. Darüber hinaus sind die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen des jeweiligen Bundeslandes bei allen Fahrten zu beachten.

Ab wann können wieder Hengstleistungsprüfungen, Stutbuchaufnahmen und Fohlenregistrierungen stattfinden?
Derzeit finden deutschlandweit wieder Zuchtveranstaltungen statt. Die FN und die Zuchtverbände informieren über alle Termine, die sie anbieten, auf ihren Internetseiten. Bei Hengstleistungsprüfungen sind derzeit keine Zuschauer zugelassen, die Abschlussprüfungen werden jedoch von ClipMyHorse.tv live übertragen und sind anschließend auch dort im Archiv hinterlegt. Informationen zu den Terminen sind unter www.hengstleistungspruefung.de abrufbar.

Wie sieht es mit der Eintrag von Hengsten ohne HLP ins Hengstbuch I aus? 
Hierfür gibt es einen Sonderbeschluss der FN-Mitgliedszuchtverbände, die ein Zuchtprogramm für Deutsches Reitpferd führen. Aufgrund des Ausfalls der Hengstleistungsprüfungen infolge der Coronavirus-Epidemie soll die vorläufige Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I im Jahr 2020 auch ohne die Nachweise der notwendigen Hengstleistungsprüfungen möglich sein. Diese Aussetzung der ZVO-Bestimmungen zum Hengstbuch I-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass den Hengsten die Prüfungen generell erlassen werden. Für die vorläufige oder endgültige Eintragung in das Hengstbuch I im Jahr 2021 müssen alle notwendigen Eigenleistungsnachweise gemäß Zuchtverbandsordnung (ZVO) nachgewiesen werden.

Dies bedeutet:

  • Vorläufige Eintragung von dreijährigen gekörten Hengsten ohne Teilnahme an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung bzw. an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung im Sommer/Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 sowie an der Sportprüfung für Hengste Teil I im Frühjahr 2021 nachweisen.
  • Vorläufige Eintragung von vierjährigen gekörten Hengsten mit entsprechendem Ergebnis aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung oder einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil I bzw. 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung oder an der Sportprüfung für Hengste Teil II in 2021 zweimal mit Ergebnis nachweisen. Falls die 14-tägige Veranlagungsprüfung noch nicht mit Ergebnis absolviert wurde, muss auch diese nachgewiesen werden.
  • Vorläufige Eintragung von fünfjährigen gekörten Hengsten mit entsprechenden Ergebnissen aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung sowie aus einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil II in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen sich diese Hengste im Laufe des Jahres 2020 zum Bundeschampionat qualifiziert oder eine 50-tägige Hengstleistungsprüfung im Herbst 2020 absolviert haben oder im Frühjahr 2021 mit Ergebnis absolvieren. Alternativ können Hengste auch die Teilnahme mit Ergebnis an der ausnahmsweise nur in 2021 durchgeführten altersgerechten Sportprüfung Teil II für 6-jährige Hengste nachweisen.

Wie sieht es bei den Ponys und Kleinpferden aus?
Auch bei den Pony-, Kleinpferde- und Sonstigen Rassen gibt es aufgrund der derzeitigen Corona-Krise eine Fristverlängerung für das Absolvieren der Hengstleistungsprüfungen. Für alle Hengste, die in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung ableisten müssen, wird die Frist für einen Verbleib im Hengstbuch I bis Jahresende 2021 verlängert.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Pferde mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV 2) infiziert wurden oder das Virus verbreiten können. Dazu schreibt das Friedrich-Löffler-Institut: „Coronaviren kommen natürlicherweise auch bei Heim- und Nutztieren vor. Diese sind allerdings von den Erregern der schweren respiratorischen Erkrankungen des Menschen deutlich zu unterscheiden.“ Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des FLI unter www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Stand: 15.01.2021