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Gesetzliche Grundlagen

Natura 2000, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie, Agenda 21, Schutzgebiete

Als Natura 2000 wird ein länderübergreifendes Netz von Schutzgebieten in der Europäischen Union bezeichnet, das aus Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung bzw. besonderen Schutzgebieten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und den Vogelschutzgebieten der Vogelschutzrichtlinie gebildet wird.  

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie, ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, die 1992 beschlossen wurde. Sie dient der Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. 

Die Vogelschutzrichtline der EU trat 1979 in Kraft und regelt den Schutz der wildlebenden Vogelarten und ihrer Lebensräume in der Europäischen Union. Die Richtlinie schreibt die Einschränkung und Kontrolle der Jagd ebenso wie die Einrichtung von Schutzgebieten als eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung, Wiederherstellung bzw. Neuschaffung der Lebensräume wildlebender Vogelarten vor. 

Die Agenda 21 (steht für 21. Jahrhundert) bezeichnet das im Juni 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro beschlossene Aktionsprogramm, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, das von 179 Staaten (auch Deutschland) unterzeichnet wurde. Ziel der Agenda 21 ist es, durch eine nachhaltige Entwicklung die Lebensgrundlagen und Entwicklungschancen für jetzige und künftige Generationen zu sichern bzw. wieder herzustellen.

Schutzgebiete
Zur Erhaltung und Sicherung der Schönheit, Eigenart und Vielfalt sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaft in Deutschland können gemäß § 22 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) die Länder bestimmen, dass Teile von Natur und Landschaft unter Schutz gestellt werden.
Die unterschiedlichen Gebietskategorien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, ihres Schutzgegenstandes, ihres Schutzzweckes und den daraus abzuleitenden Nutzungseinschränkungen. 

Naturschutzgebiete (NSG - § 23 BNatSchG) 

  • sind Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in Teilen erforderlich ist (z.B. größere Feuchtwiesen- oder Trockenrasenkomplexe) 
  • NSG dienen insbesondere der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und der daran gebundenen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten
  • in NSG ist jede Zerstörung, Veränderung oder Beeinträchtigung verboten; Nutzungen sind nur soweit zulässig, wie sie dem Schutzzweck nicht entgegenstehen

Nationalparke, Nationale Naturmonumente (§ 24 BNatSchG) 

  • sind großräumige Landschaften von besonderer Eigenart, die sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden bzw. entwickeln, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet
  • Nationalparke tragen zur Bewahrung der natürlichen Artenvielfalt bei und schaffen Rückzugsgebiete für wildlebende Pflanzen und Tiere 

Nationale Naturmonumente sind Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit von großer Bedeutung sind. Sie sind wie Naturschutzgebiete zu schützen.

Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG) 

  • sind großräumige und für bestimmte Landschaftstypen charakteristische Gebiete 
  • sie dienen vornehmlich der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt, einschließlich Wild- und früherer Kulturformen wirtschaftlich genutzter oder nutzbarer Tier- und Pflanzenarten; außerdem sollen beispielhaft besonders schonende Wirtschaftsweisen entwickelt und erprobt werden

Landschaftsschutzgebiete (LSG - § 26 BNatSchG) 

  • sind Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist (in der Regel sind das großflächigere Gebiete, die auch eine Bedeutung für die Erholung des Menschen haben) 
  • LSG dienen der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes 
  • alle Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwider laufen, sind verboten 

Naturparke (NP - § 27 BNatSchG) 

  • sind großräumige Gebiete (Kulturlandschaften) 
  • überwiegend LSG oder NSG, die sich wegen ihrer Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und in denen ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird  
  • NP dienen der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt und in denen zu diesem Zweck eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt wird 

Naturdenkmale (ND - § 28 BNatSchG)

  • zum ND können sowohl Einzelschöpfungen der Natur (z.B. markante Bäume, Felsformationen, Höhlen) als auch schutzwürdige Flächen bis zu fünf Hektar Größe (z.B. Moore, Heiden) erklärt werden
  • die Beseitigung des ND sowie alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des ND führen können, sind verboten 

Geschützte Landschaftsbestandteile (LB - § 29 BNatSchG) 

  • sind Teile von Natur und Landschaft, deren Schutz sich in bestimmten Gebieten auf den gesamten Bestand an Alleen, einseitigen Baumreihen, Bäumen, Hecken oder anderen Landschaftsbestandteilen erstrecken kann 
  • LB dienen der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, der Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes oder sind Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten 
  • die Beseitigung des LB sowie alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung führen können, sind verboten; Ausnahmen sind nur aus zwingenden Gründen der Verkehrssicherheit zulässig 

Gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG)

  • sind bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben,  
  • das können z.B. sein: Bereiche fließender und stehender Binnengewässer, Moore, Sümpfe, offene Binnendünen, offene Felsbildungen, alpine Rasen

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Diana Koch

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