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Ausritt in der Gruppe - Foto: Monika Kaup

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Kutsche fahren

Tipps für eine sichere Kutschfahrt

Kaum scheint mal die Sonne, holen die Motorradfans ihre Motorräder aus der Garage und die Cabrio-Liebhaber fahren „oben ohne“. Auch eine Ausfahrt mit der Kutsche oder einem Planwagen ist im Sommer beliebt. Damit die Fahrt auch reibungslos verläuft, gibt es im Vorfeld einiges zu beachten.

Anders als beim Reiten sind Kutschen selten auf dem Reitplatz unterwegs. Wer aber am Straßenverkehr teilnimmt, unterliegt auch den Regeln der Straßen-Verkehrs-Ordnung und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Diese schreibt unter anderem vor, dass der Fahrer für das Fahren eines Gespannes geeignet sein muss. Wie er diese Eignung nachweist, ist gesetzlich allerdings nicht vorgeschrieben. Die einzige Ausnahme macht das Land Niedersachsen: Hier müssen Anbieter von gewerblichen Kutschfahrten das FN-Fahrabzeichen mindestens der Klasse IV nachweisen. Aber auch in Bundesländern, wo dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, gilt: Der Eignungsnachweis ist am ehesten durch den Besitz des Kutschenführerscheins oder eines Fahrabzeichens möglich.

Für ein sicheres Fahrvergnügen, ist aber auch die Beschaffenheit der Kutsche von Bedeutung. Auch als Mitfahrer sollte man ruhig einen kritischen Blick auf das Gespann werfen, bevor man in die Kutsche steigt. Grundsätzlich gilt, dass niemand geschädigt oder gefährdet werden darf und dass die Insassen bei Unfällen möglichst geschützt sind. Fahrzeugbauteile, die für die Verkehrssicherheit besonders wichtig sind, sollten einfach zu überprüfen und leicht auszuwechseln sein. Ob eine Kutsche den Vorschriften entspricht, kann eine freiwillige Prüfung beim TÜV oder der Dekra sicherstellen. Ein Fahrzeug, das den Richtlinien entspricht und von einem anerkannten Sachverständigen überprüft wurde, erhält einen FN-Wagenpass und eine Plakette. Die Überprüfung sollte regelmäßig wiederholt werden: im gewerblichen Personenverkehr ein Mal jährlich, im privaten Bereich alle drei Jahre.

Tipps für den Fahrer:

  • Mit dem Kutschenführerschein oder einem FN-Fahrabzeichen lässt sich die Eignung zum Führen eines Gespannes im Straßenverkehr nachweisen. Wer länger nicht gefahren ist, sollte seine Kenntnisse mit Hilfe eines kompetenten Ausbilders auffrischen.
  • Die Kutsche regelmäßig von einem Sachverständigen überprüfen lassen (FN-Wagenpass).
  • Nur Pferde einsetzen, die an den Straßenverkehr gewöhnt und nicht außergewöhnlich schreckhaft sind
  • Geschirr und Zaumzeug penibel pflegen und Schäden sofort beseitigen.
  • Check vor jeder Abfahrt: Rundgang um das Gespann, dabei sollte besonderes Augenmerk auf Bremsen und Beleuchtung gelegt werden. An Bord vorhanden sein müssen: ein Erste-Hilfe-Koffer, eine Warnweste, die Winkerkelle und ein Unterlegkeil.
  • Die Rund-um-Sicht darf nicht etwa durch Aufbauten oder Personen auf der Kutsche behindert werden. Ein extra Rückspiegel bringt mehr Sicherheit.
  • Vorausschauend fahren und stark befahrene Straßen meiden.
  • Grundsätzlich mit einem Beifahrer fahren.
  • Die Pferde bei einem Halt nicht unbeaufsichtigt stehen lassen und sie nicht an beweglichen Gegenständen festbinden.

Tipps für die Mitfahrer

Für eine sichere Ausfahrt, sollten folgende Fragen mit ja beantwortet werden:

  • Machen die Pferde einen ruhigen Eindruck? Sind sie ordentlich gepflegt und in einem guten Zustand?
  • Passen Pferde und Kutsche zusammen (Anzahl der Pferde / Größe der Kutsche / Zahl der Passagiere?)
  • Macht der Fahrer einen zuverlässigen Eindruck? Kann er eine Eignung zum Führen eines Gespanns nachweisen (z.B. Fahrabzeichen?)
  • Hat die Kutsche einen FN-Wagenpass bzw. trägt sie eine Plakette mit FN-Emblem?
  • Sind Geschirr und Kutsche in einem sauberen, gepflegten Zustand?
  • Ist die Kutsche mit Bremsen ausgerüstet?
  • Sind genügend Sitzplätze vorhanden?
  • Gibt es Griffe zum Festhalten?
  • Kann man die Kutsche über einen festen Tritt besteigen?
  • Ist bei längeren Planwagen ein Notausstieg gekennzeichnet?

Kaufuntersuchung

IDEXX bietet im Rahmen einer Kaufuntersuchung die sofortige Untersuchung von Proben auf Fremdsubstanzen oder eine Probeneinlagerung für sechs Monate und Untersuchung bei Bedarf. Weitere Informationen zu dieser Absicherung beim Pferdekauf bei IDEXX oder beim Tierarzt.

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