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Ausbildung - APO, Richtlinien, Reitabzeichen - Foto: Jacques Toffi

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Führerscheine im Pferdesport

Pferdeführerschein Umgang, Pferdeführerschein Reiten und Kutschenführerschein

Sicherheit, Unfallverhütung, Tierwohl: Das sind die Ziele der FN-Führerscheine. Mit dieser Maßgabe wurden 2017 der Kutschenführerschein A (Privatperson) und Kutschenführerschein B (Gewerbe) eingeführt. Und mit dieser Intention wird es ab 2020 auch zwei neue Ausbildungs-Angebote geben: den Pferdeführerschein Umgang und den Pferdeführerschein Reiten.

Pferdeführerschein Umgang und Pferdeführerschein Reiten
"Es ist unsere Verantwortung als Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Qualifikationen anzubieten, die zeitgemäß sind und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen. Dazu gehört auch die größere Sensibilität gegenüber der Nutzung von Pferden. Die neuen Führerscheine sollen für mehr Sicherheit, Unfallverhütung und Tierwohl sorgen. Sie sind maßgeschneidert für Menschen, die mit ihrem Pferd nicht nur auf einer Anlage, sondern auch im Gelände unterwegs sind. Ausreiten bringt es oft mit sich, dass man mit dem Pferd Straßen nutzen muss und damit zum Verkehrsteilnehmer wird. Das stellt besondere Anforderungen an Mensch und Pferd", erklärt Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft, den Hintergrund für die Führerscheine.

Entsprechend sind die Inhalte: Beim Pferdeführerschein Umgang stehen der erste Kontakt zum Pferd, die Pferdepflege, das Pferdeverhalten und verhaltensgerechter Umgang mit dem Pferd einschließlich Haltung, Fütterung und Gesundheit auf der Agenda. Der praktische Umgang reicht von Bodenarbeit und Führen im eingezäunten Bereich bis hin zu Alltagssituationen, bei denen das Pferd auch im öffentlichen Raum zu führen ist. Der Pferdeführerschein Umgang ist damit eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Basispass Pferdekunde. Ab 2020 ersetzt er diesen.

Beim Pferdeführerschein Reiten sind die Inhalte wie folgt: Pferde pflegen und fürs Reiten vorbereiten, Reiten auf dem Reitplatz und/oder in einer Reithalle, Reiten im Außenbereich bzw. auf dem Außenplatz sowie Pferdegesundheit, Tierwohl und Grundkenntnisse der Reitlehre. Als fachliche Erweiterung des Reitpass wird der Pferdeführerschein Reiten den Reitpass mit Inkrafttreten der APO 2020 ersetzen. Voraussetzung für die Prüfung zu beiden Pferdeführerscheinen ist ein Vorbereitungslehrgang analog dem bisherigen Basispass bzw. Reitpass. Wer also ab 2020 seine Alltagstauglichkeit und Kompetenz im Umgang mit Pferden oder als Reiter verbessern oder mit einer Qualifikation nachweisen möchte, für den ist der Pferdeführerschein Umgang oder der Pferdeführerschein Reiten das passende Angebot.

Fragen und Antworten rund um den Pferdeführerschein

  1. Was ist der Pferdeführerschein Umgang? Was ist der Pferdeführerschein Reiten?
  2. Warum führt die FN den Pferdeführerschein Umgang / Pferdeführerschein Reiten ein?
  3. An wen richten sich der Pferdeführerschein Umgang / Pferdeführerschein Reiten?
  4. Ist der Pferdeführerschein Umgang bzw. Pferdeführerschein Reiten verpflichtend?
  5. Ab wann gibt es den Pferdeführerschein Umgang bzw. den Pferdeführerschein Reiten?
  6. Wie bekomme ich den Pferdeführerschein Umgang oder den Pferdeführerschein Reiten?
  7. Welche Voraussetzungen braucht man für den Pferdeführerschein Umgang bzw. Pferdeführerschein Reiten?
  8. Ist die Mitgliedschaft im Verein eine Voraussetzung für den Pferdeführerschein Umgang oder Pferdeführerschein Reiten?
  9. Wer kann Lehrgänge zum Pferdeführerschein Umgang / Pferdeführerschein Reiten anbieten und leiten?

Was ist der Pferdeführerschein Umgang? Was ist der Pferdeführerschein Reiten?
Der Pferdeführerschein Umgang ist ein Ausbildungsangebot für jeden, der mit Pferden umgeht. Mit dieser Qualifikation erwirbt und belegt er Grundwissen rund ums Pferd. Inhaltlich geht es um das Pferdeverhalten und den verhaltensgerechten Umgang mit dem Pferd einschließlich Haltung, Fütterung und Gesundheit. Das beginnt mit dem ersten Kontakt zum Pferd und wie man Pferde pflegt. Praktisch wird das Führen des Pferdes unter Sicherheitsaspekten in Alltagssituationen geübt: das reicht vom Führen im eingezäunten Bereich bis hin zum Führen im öffentlichen Raum – zum Beispiel, wenn mit dem Pferd auf dem Weg zur Weide eine Straße passiert werden muss. Damit ist der Pferdeführerschein Umgang mit dem Pferd eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Basispass Pferdekunde, den er ab 2020 ersetzen wird. Das heißt, der Pferdeführerschein Umgang ersetzt den Basispass ab 2020 als Zulassungsvoraussetzung zum Beispiel für die Abzeichen ab Kl. 5 (Reiten, Fahren, Voltigieren, Longieren, beim Westernreiten ab Kl. 4). Der Pferdeführerschein Umgang besteht aus einem Vorbereitungslehrgang mit abschließender Prüfung analog dem bisherigen Basispass.

Der Pferdeführerschein Reiten ist ein Ausbildungsangebot für jeden, der reitet – auch im Gelände. Es werden grundlegende Fähigkeiten für mehr Sicherheit und Übersicht beim Reiten in unterschiedlichen Alltagssituationen vermittelt. Der Pferdeführerschein Reiten ist ein reitweisenübergreifender Qualifikationsnachweis. Die Reiter werden mit Blick auf die sichere Sitzgrundlage sowie die korrekte gefühlvolle Einwirkung auf das Pferd geschult. Die Aspekte Sicherheit/Unfallverhütung und Tierwohl sowie der schonende Umgang mit Natur und Umwelt stehen dabei im Vordergrund. Der Pferdeführerschein Reiten ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Reitpass und ersetzt diesen in Zukunft. Der Pferdeführerschein Reiten besteht aus einem Vorbereitungslehrgang mit abschließender Prüfung analog dem bisherigen Reitpass.

Warum führt die FN den Pferdeführerschein Umgang bzw. Reiten ein?
Die Gesellschaft befindet sich in einem Wandel. Unter anderem wächst die Skepsis gegenüber der Haltung und der Nutzung von Pferden; immer häufiger wird ein transparenter Kompetenznachweis von Pferde- und anderen Tierhaltern gefordert. Als Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht ist es unsere Verantwortung das Leben mit Pferden zu bewahren, indem wir den gesellschaftlichen Wandel berücksichtigen. Mit den Pferdeführerscheinen stellen wir sicher, dass pferdebegeisterte Menschen ein Grundverständnis von Pferden haben (Haltung, Fütterung, Krankheiten, Ethik, Umgang mit dem Pferd). So werden zum einen Sicherheitsrisiken für Mensch und Tier minimiert. Zum anderen verbessert es das Leben der Pferde durch fachgerechte Haltung und Umgang. Und: Die Führerscheine sind bundeseinheitliche Ausbildungs-Mindeststandards und Kompetenznachweise.

An wen richten sich der Pferdeführerschein Umgang / Pferdeführerschein Reiten?
Pferdeführerschein Umgang und Pferdeführerschein Reiten sind Kompetenznachweise. Die Führerscheine vermitteln grundlegende Kompetenzen und Fähigkeiten für den richtigen und artgerechten Umgang mit dem Pferd sowie für  das sichere Reiten/Ausreiten. Es geht um Grundlagen, die jeder Reiter, Pferdebesitzer und Pferdefreund beherrschen sollte. Eine fundierte Ausbildung ist wichtig, um Unfällen vorzubeugen und ein Grundverständnis über die Verantwortung für den Partner „Pferd“ zu schaffen.

Die neuen Führerscheine sollen so für mehr Sicherheit, Unfallverhütung und Tierwohl sorgen. Sie sind maßgeschneidert für Menschen, die mit ihrem Pferd nicht nur auf einer Anlage, sondern auch im Gelände unterwegs sind. Führen, vor allem aber Ausreiten bringen es oft mit sich, dass man mit dem Pferd Straßen nutzen muss und damit zum Verkehrsteilnehmer wird. Das stellt besondere Anforderungen an Mensch und Pferd. 

Ist der Pferdeführerschein Umgang bzw. Pferdeführerschein Reiten verpflichtend?
Nein. Beides sind Ausbildungs- und Qualifikationsangebote. Da es sich bei diesen Qualifikationen um Grundkompetenzen rund ums Pferd und Reiten handelt, empfehlen wir jedem diese Ausbildungs-Mindeststandards zu erwerben.

Wer ab 2020 ein Abzeichen ab Klasse 5 (Reiten, Fahren, Voltigieren, Longieren) machen möchte, der muss den Pferdeführerschein Umgang absolvieren, da der Basispass als bisherige Voraussetzung durch den Pferdeführerschein Umgang ersetzt wird. 

Ab wann gibt es den Pferdeführerschein Umgang bzw. den Pferdeführerschein Reiten? 
Der Pferdeführerschein Umgang und der Pferdeführerschein Reiten können ab dem 1. Januar 2020 gemacht werden. 

Wie bekomme ich den Pferdeführerschein Umgang oder den Pferdeführerschein Reiten?
Der Pferdeführerschein Umgang bzw. der Pferdeführerschein Reiten ist ein Lehrgang mit abschließender Prüfung. Für den Lehrgang werden 30 Lehreinheiten empfohlen. Lehrgänge werden von Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben angeboten. 

Welche Voraussetzungen braucht man für den Pferdeführerschein Umgang bzw. Pferdeführerschein Reiten?
Für den Pferdeführerschein Umgang bzw. Reiten muss man an dem Lehrgang teilgenommen haben und die Prüfung bestehen.

Für den Pferdeführerschein Reiten muss man zudem mindestens 10 Jahre alt sein und eine gewisse Grunderfahrung im Umgang mit dem Pferd/Pony besitzen sowie reiterliche Grundfertigkeiten und Erfahrungen, um sein Pferd/Pony in allen Grundgangarten vorstellen zu können.

Ist die Mitgliedschaft im Verein eine Voraussetzung für den Pferdeführerschein Umgang oder Pferdeführerschein Reiten?
Nein.

Wer kann Lehrgänge zum Pferdeführerschein Umgang/Pferdeführerschein Reiten anbieten und leiten?
Pferdeführerschein Umgang: Lehrgang und Prüfung zum PFSU können Vereine sowie Betriebe mit Genehmigung des Landespferdesportverbandes (LV) bzw. der Landeskommission (LK) durchführen. Ein entsprechender Vorbereitungslehrgang mit 30 Lehreinheiten wird empfohlen. Lehrgangsleiter müssen eine der folgenden Mindestqualifikation haben: 

  • Trainer-C mit gültiger DOSB- oder DOSB/BLSV-Trainerlizenz 
  • Pferdewirt mit gültiger DOSB- oder DOSB/BLSV-Trainerlizenz oder gültigem BBR-Fortbildungsnachweis 
  • Pferdewirtschaftsmeister mit entsprechender Fortbildung 

Pferdeführerschein Reiten: Lehrgang und Prüfung können Vereine sowie Betriebe, die dem Niveau eines FN-gekennzeichneten Betriebes entsprechen, mit Genehmigung des LV bzw. der LK durchführen. Ein entsprechender Vorbereitungslehrgang über 30 Lehreinheiten wird empfohlen. Lehrgangsleiter müssen eine der folgenden Mindestqualifikation haben: 

  • Trainer-C Reiten oder Trainer C Reiten der Anschlussverbände
  • Pferdewirt – Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder Spezialreitweisen mit gültiger DOSB- oder DOSB/BLSV-Trainerlizenz oder gültigem BBR-Fortbildungsnachweis 
  • Pferdewirtschaftsmeister (Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder Spezialreitweisen) mit entsprechender Fortbildung erfolgen

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