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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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23.11.2019 | 09:00 Uhr | Adelheid Borchardt

Westfalen gewinnt Bundesberufswettbewerb 2019

33 Pferdewirte "Pferdehaltung und Service" sowie "Pferdezucht" stellen ihr Können unter Beweis

Warendorf (fn-press). Westfalens Pferdewirt-Nachwuchs hat den Bundesberufswettbewerb der Fachrichtungen „Pferdehaltung und Service“ sowie „Pferdezucht“ gewonnen, der diese Woche in der Deutschen Reitschule in Warendorf ausgetragen wurde. Mit 716 Punkten setzten sich die Westfalen deutlich von der Konkurrenz ab. Die Mannschaft aus Weser-Ems erreichte mit 678 Punkten Platz zwei und verwies mit knappem Vorsprung das Team aus Berlin-Brandenburg auf Platz drei. Der Bundesberufswettbewerb ist eine Art „Deutsche Meisterschaft der Auszubildenden“ und damit auch der Ausbilder, spiegelt der Wettbewerb doch deren Lehr- und Ausbilderfähigkeiten wieder.

Insgesamt elf Mannschaften mit 33 angehenden Pferdewirten aus ganz Deutschland maßen sich zwei Tage lang in Theorie und Praxis. Die 29 Pferdewirte der Fachrichtung „Pferdehaltung und Service" (H+S) mussten zunächst ihre Kompetenz in einer Dressurprüfung auf A-Niveau unter Beweis stellen. Die vier Pferdewirte der Fachrichtung „Pferdezucht" (Z) hingegen mussten ein Pferd korrekt auf der Dreiecksbahn vormustern. Anschließend stand für alle die Pferdebeurteilung auf dem Programm. Am zweiten Tag folgte eine Präsentation zu einem zugelosten Pferdethema wie z.B. Fütterung, Tierschutz oder Weidemanagement. Besonders berufstypische Situationen zu bewältigen, wie beispielsweise ein Beratungsgespräch mit einem Kunden, sorgen für entsprechende Praxisnähe der Prüfung. Daher geht die Teilprüfung Beratung auch mit Faktor Drei in die Gesamtwertung ein.

Am besten bewältigte all diese Aufgaben das Team aus Westfalen: Ann-Sophie Holtmann und Laura Schwarz, die beide ihre Ausbildung im Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf machen, sowie Kristina Speer aus dem Ausbildungsbetrieb Reitschule Terbrack in Nottuln. Die drei angehenden Pferdewirtinnen der Fachrichtung Pferdehaltung und Service wurden betreut durch die Mannschaftsführerinnen Isabell Rövekamp-Stroop und Katrin Suttrop. Den Vize-Titel für Weser-Ems holten Jana Böhmann (H+S) vom Ausbildungsbetrieb Gut Füchtel in Vechta, Moritz Friemelt (Z) vom Betrieb Sosath in Lemwerder und Franziska Mensing (H+S) vom Betrieb Coldeway in Sage-Haast (Mannschaftsführer: Catharina Betz). Für den dritten Platz für Berlin-Brandenburg sorgten die Azubis Franziska Früh (H+S) vom Reitstall Peters in Brück, Gabriel Lucano (Z) und Silas Prokisch (H+S), beide vom Trakehner Gestüt Staffelde in Kremmen (Mannschaftsführer: Jörg Ladwig).

Wenn nach den drei Prüfungsteilen die Mannschaftswertung feststeht, geht es um die Einzelentscheidung. Die drei besten Teilnehmer jeder Fachrichtung ziehen ins Einzelfinale ein. Für die Auszubildenden der Fachrichtung „Pferdehaltung und Service“ bestand die Aufgabe darin, ein Pferd zu longieren und in einem anschließenden Kundengespräch dem „Pferdebesitzer“ die Eindrücke zu schildern und ihn hinsichtlich der weiteren Ausbildung des Pferdes zu beraten. Mit Note 8,0 gelang dies Laura Schwarz vom NRW-Landgestüt am besten. Sie holte sich nach dem Mannschaftssieg damit den zweiten Sieg bei diesen „Deutschen Meisterschaften der Azubis“. Zweite wurde Natalie Grüneisl (7,7), Reitanlage Grüneisl in Gleißenberg, vom Team aus Bayern. Der dritte Platz ging ebenfalls an ein Mitglied aus dem westfälischen Siegerteam: Ann-Sophie Holtmann (7,5), ebenfalls vom NRW Landgestüt.

Aus drei verschiedenen Hengsten den passenden Kandidaten für eine Stute auswählen und dies anschließend auch einem Kunden zu begründen, war die Finalaufgabe für die Auszubildenden der Sparte „Pferdezucht“. Am besten machte das Gabriel Lucano vom Trakehner-Gestüt Staffelde (Note 8,5), der damit nach dem dritten Platz in der Teamwertung auch einen Sieg für Berlin-Brandenburg holte. Julia Wilk (Sportpferde Brähler in Herbstein ) aus Hessen wurde mit Note 8,3 Zweite vor Adriana De Peppe (8,1) vom Landesverband Hannover, die ihre Ausbildung im Betrieb Joachim Wahlers (Sottrum) macht.

Der Bundesberufswettbewerb der Pferdewirte Fachrichtungen „Pferdehaltung und Service“ und „Pferdezucht“ wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Bundesberufswettbewerb der Fachrichtung "Klassische Reitausbildung" ausgetragen. Weitere Informationen zur Pferdewirt-Ausbildung unter www.pferd-aktuell.de.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Mannschaftswertung
1. Westfalen; 716 Punkte
2. Weser-Ems; 678
3. Berlin-Brandenburg; 676
4. Thüringen; 671
5. Sachsen; 670
6. Hessen; 666
7. Baden-Württemberg; 659
8. Bayern; 652
9. Mecklenburg-Vorpommern; 633
10. Hannover; 631
11. Rheinland; 602

Einzelwertung „Pferdehaltung und Service“
1. Laura Schwarz (Westfalen); Note 8
2. Natalie Grüneisl (Bayern); 7,7
3. Ann-Sophie Holtmann (Westfalen); 7,5

Einzelwertung „Pferdezucht“
1. Gabriel Lucano (Berlin-Brandenburg); Note 8,5
2. Julia Wilk (Hessen); 8,3
3. Adriana De Peppe (Hannover); 8,1

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