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Infektiöse Anämie

"Ansteckende Blutarmut bei Einhufern"

Aktueller Stand
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat Anfang Januar den letzten Sperrbezirk im Kreis Viersen in NRW aufgehoben, so dass es derzeit keine Infektiöse Anämie mehr gibt.


Hintergrund
In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist im August 2012 die „Ansteckende Blutarmut“ bei Pferden (genau: „Infektiöse Anämie bei Einhufern“) aufgetreten. Auslöser war ein in einer Klinik gehaltenes Blutspende-Pferd. Alle Pferde, die Blut von dem Tier empfangen haben, wurden untersucht. Sechs dieser Tiere waren infiziert und wurden eingeschläfert. In den Ställen, in denen infizierte Pferde gehalten worden sind, wurden die anderen Pferde ebenfalls untersucht, ca. 600 Blutproben. Bisher sind dabei in NRW keine weiteren erkrankten Pferde festgestellt worden. Die Untersuchung muss nach drei Monaten wiederholt werden, weil die Entwicklung von Antikörpern bei dieser Erkrankung sehr langsam verläuft. Erst dann kannman sicher sein, dass kein anderes Tier infiziert wurde. Da die Infektion über lange Zeit unerkannt bleiben kann, hatten die zuständigen Behörden entschieden, auch die Pferde untersuchen zu lassen, die im Zeitraum September 2009 bis Juni 2012 nur sehr geringen Kontakt zu dem Blutspende-Pferd hatten, um einerseits die mögliche Infektionsquelle für das Klinikpferd zu finden und um andererseits auszuschließen, dass sich ein Pferd in der Klinik infiziert hat. Die örtlich zuständigen Veterinärämter in den Kreisen und kreisfreien Städten nahmen Blutproben bei den betroffenen Pferden. Die Proben wurden in Nordrhein-Westfalen vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Münster-Emscher-Lippe auf Antikörper gegen das Virus getestet.



Über die Krankheit
Die „Ansteckende Blutarmut bei Einhufern“ ist keine neue Krankheit, sie kann leider immer wieder auftreten, auch in NRW. Die Krankheit bricht in der Regel nicht unmittelbar nach der Infektion aus, sondern verläuft zunächst schleichend ohne äußerlich sichtbare Zeichen. Daher können Pferde über mehrere Jahre hinweg Träger der Infektion sein, ohne dass dies bemerkt wird. Bei besonderen Belastungen (z.B. anderen Krankheiten, Umstallung, Besitzerwechsel, Leistungsdruck) kommt es zu einer Virusvermehrung und zu ersten Anzeichen wie Müdigkeit, Apathie, Fressunlust und beginnende Anämie. Erst in fortgeschrittenem Stadium treten Fieberschübe, deutliche Anämie und Wasseransammlungen am Bauch und in den Beinen auf. Die Virus-Krankheit wird im Wesentlichen durch Blut übertragen - Pferdebremsen oder andere stechende Insekten können das Virus beim Blutsaugen aufnehmen und an andere Tiere weitergeben. Die Infektion wird in der Regel auf der Weide weitergegeben, weil Bremsen nicht in Stallungen fliegen und in den Stallungen die Fliegen in der Regel bekämpft werden.

Über die Bekämpfung
Die Ansteckende Blutarmut bei Einhufern ist eine anzeigepflichtige Krankheit. Wird sie festgestellt, werden staatliche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, um die Infektionsquelle zu ermitteln und um die weitere Verschleppung zu verhindern. Die Bekämpfungsmaßnahmen richten sich nach der Verordnung zur Bekämpfung der ansteckenden Blutarmut der Einhufer. Das erste kranke Tier hat in einer Klink gestanden, deshalb gibt es sehr viele Pferde, die Kontakt gehabt haben können und vorsichtshalber untersucht werden müssen. Diese Tiere haben eine Identifikationsnummer (ID) bekommen. Wenn Ihr Pferd untersucht wurde, weil es in der Klinik Kontakt hatte, können Sie das Ergebnis auf der Homepage des NRW-Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) abfragen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Stellen.

Ansprechpartner

Foto von Angelika Stephan

Angelika Stephan

Tel 02581/6362-237
Fax 02581/6362-543

E-Mail

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