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Die Bundestrainer der Disziplin "Vielseitigkeit".
Hans Melzer ist der Cheftrainer der Vielseitigkeitsreiter. Er trainiert den A- und B-Kader und ist gesamtverantwortlich für die Disziplin Vielseitigkeit.
Hans Melzer begann nach bestandenem Abitur und Studium der Betriebswirtschaft 1975 eine Bereiterlehre auf dem Gut Westenried bei Albrecht von Bredow. 1978 wechselte er als Nachwuchsführungskraft zum Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf, wo er unter anderem bei Willi Schultheis und Wolfgang Feld (Sassenberg) den letzten Schliff erhielt. Teilnahmen an Europameisterschaften im Vielseitigkeitsreiten 1975 und 1977 bestätigen seine reiterlichen Fähigkeiten. 1980 wurde Hans Melzer mit der Führung der Landesreitschule Weser-Ems in Vechta betraut. Ende 1981 übernahm er die Leitung des Ausbildungs- und Leistungszentrum Luhmühlen, wo er unter anderem erfolgreiche Buschreiter wie Claus Erhorn (Salzhausen) trainierte. 1982 ließ sich Melzer als Ausbilder in einem Vielseitigkeitsstall in Neu-Wulmstorf nieder. Von 1988 an zeichnete Melzer als Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeitsreiter verantwortlich, gab dieses Amt allerdings an Fritz Lutter (Olfen) ab, nachdem er Ende 1997 erneut die Leitung des Ausbildungszentrums Luhmühlen übernommen hatte. Hans Melzer ist bis heute selbst im Sattel aktiv und nahm zuletzt 1997 an Deutschen Meisterschaften teil. 2001 trat er die Nachfolge von Martin Plewa als Bundestrainer Vielseitigkeit an.
Christopher Bartle trainiert als Disziplintrainer den A- und B-Kader der Vielseitigkeitsreiter sowie die Kaderanwärter.
Christopher Bartle kam über die Dressur zur Vielseitigkeit. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles errang er einen sechsten Platz in der Dressur mit dem späteren Vielseitigkeitspferd Wily Trout. 1985 waren die beiden Vierte bei den Europameisterschaften der Dressur und 1986 Zweite beim Dressur World Cup. Seinen ersten großen Erfolg in der Vielseitigkeit feierte Bartle 1991 mit einem Sieg bei den Schottischen Meisterschaften mit Up River. 1995 belegte er mit Castle Hill II einen siebten Platz beim CCI**** Burghley. 1997 gehörte er zum siegreichen britischen Team, bei den Europameisterschaften in Burghley mit Word Perfect II, Sein größter persönlicher Erfolg war allerdings der Sieg beim CCI**** Badminton 1998, ebenfalls mit Word Perfect II. 1999 gewann er mit Oscar beim CCI*** Achselschwang. Aber nicht nur als Reiter, auch als Trainer hat Christopher Bartle Erfolge vorzuweisen. So gehörten viele britische Top-Reiter zu seinen Schülern. 1995 erhielt Bartle den "British Horse Society´s Trainers Award". Bartle war 1999 offizieller Trainer des britischen Vielseitigkeitsteams und fungierte bei den Europameisterschaften in Luhmühlen als deren Equipechef. 2001 wurde er zum DOKR-Bundestrainer Vielseitigkeit berufen.
Fritz Lutter trainiert als Nachwuchstrainer den D/C-Kader der Pony-Vielseitigkeitsreiter. Er ist verantwortlich für den DOKR/BLZ-Vielseitigkeitsstall, leitet die Lehrlingsausbildung und koordiniert die Zusammenarbeit mit der Bundeswehrsportschule in Warendorf.
Fritz Lutter stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und reitet von Kindesbeinen an. Mit 16 Jahren bestritt er seine ersten Turniere. Auch während seines Betriebswirtschaftsstudiums in Kassel gehörte Lutters eigentliches Interesse der Reiterei. Nach Beendigung des Studiums 1977 legte er daher zunächst den Berufsreitertest ab, machte 1981 die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister und erwarb 1983 an der Sporthochschule Köln das Trainerdiplom. Anschließend arbeitete Lutter, der selbst im Dressur- und Springsattel bis zur Klasse S und in der Vielseitigkeit bis Klasse M erfolgreich war, als Ausbilder in den Vereinen Flensburg, Bayer-Leverkusen und zuletzt acht Jahre in Olfen-Vinnum, wo er es unter anderem ständig mit 60 bis 80 Ponyreitern zu tun hatte.
Rüdiger Schwarz trainiert als Nachwuchstrainer den C-Kader Junioren und Junge Reiter in der Vielseitigkeit. Er ist verantwortlich für die Trainingsanlagen Vielseitigkeit am DOKR/BLZ und für den Geländeaufbau. Neben der Betreuung der Bundeswehrsportschule und der Perspektivgruppe Vielseitigkeit ist er Bundesbeauftragter für den Geländeaufbau.
Bevor Rüdiger Schwarz 1987 Traineramt übernahm, war er selbst im Vielseitigkeits- und Springsattel erfolgreich. 1979 stand Schwarz auf der Vielseitigkeits-Weltrangliste auf Platz drei, 1982 an zweiter Stelle; zu seinen größten Erfolgen zählen die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1979 in Luhmühlen, Mannschafts-Silber beim Internationalen Festival, der "Ersatz"-Olympiade, in Fontainebleau 1980 sowie Mannschaftssilber und ein vierter Platz in der Einzelwertung bei den Weltmeisterschaften in Luhmühlen 1982. Zudem gehen Siege und Platzierungen in Springprüfungen bis Klasse S auf sein Konto.
Heute ist der Diplom-Trainer Reiten vorrangig für die Junioren, für die Ausbildung der Bundeswehrsportschüler der Disziplin Vielseitigkeit und seit 2001 auch für die Jungen Reiter zuständig. In den ersten Jahren seiner Trainertätigkeit betreute Schwarz zudem die Pony-Vielseitigkeitsreiter, die 1987 und 1988 unter seiner Leitung sechs Medaillen bei Europameisterschaften gewannen. Ähnlich erfolgreich waren auch die deutschen Juniorenequipen: Vier Mal gab es Gold (1994, 1995, 1999, 2002), drei Mal Silber (1988,1997, 2001) und drei Mal Bronze (1987, 1990, 1993) für das deutsche Team. In der Einzelwertung sammelten die Junioren drei Mal Gold (1988, 1998, 2002), fünf Mal Silber (1988, 1996, 1997, 2001, 2002) und drei Mal Bronze (1987, 1996, 2001). Die Jungen Reiter errangen 2001 Doppel-Silber und 2002 Doppel-Gold unter seiner Führung.
Das Aufgabenheft - Reiten - enthält neben den verschiedenen Aufgaben zu Reiterwettbewerben, Basis- und Aufbauprüfungen und Dressurprüfungen auch Anforderungen für Stilspringprüfungen mit Standardanforderungen sowie Gelände- und Vielseitigkeitsprüfungen.
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