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Für Menschen mit Behinderung ist Reiten eine ideale Sportart, die auch zusammen mit Nichtbehinderten ausgeübt werden kann. Besondere Hilfsmittel, wie speziell umgebaute Sättel, machen das Reiten, Fahren oder Voltigieren auch Menschen mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen sowie Blinden zugänglich.
Das Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung ist nicht zu verwechseln mit Therapeutischem Reiten. Der Behindertenreitsport wird in Deutschland vom Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR), einem Anschlussverband der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), organisiert. Die Reiter mit Handicap sind im Leistungssport in Wettkampfklassen, sogenannte "Grades", eingeteilt. Die Zuordnung richtet sich nach der Schwere der Behinderung. So starten in Grade I die am schwersten behinderten Reiter, geritten werden Schritt- und wahlweise Trabsequenzen. Aufgaben vergleichbar zur Dressur der Klassen M bis S im Regelsport absolvieren dagegen die Reiter in Grade IV. Die Kür kann alle vorstellbaren Lektionen, wie beispielsweise Serienwechsel, enthalten.
Bei den Weltreiterspielen in Kentucky 2010 gehörte die Para-Dressur als achte Pferdesportdisziplin zum ersten Mal mit zum Programm.