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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Zehn Stufen als Karriereplan im Sattel

Neues Abzeichensystem nach APO 2014

Bestimmt habt ihr auch schon davon gehört, dass die FN ab dem 1. Januar 2014 das Abzeichensystem erneuert hat. Ob Steckenpferd oder Hufeisen – alles heißt ab ab 2014 einfach Reitabzeichen. Das neue zehnstufige Reitabzeichensystem tritt mit der neuen Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) in Kraft. Es sind drei neue Reitabzeichen dazu gekommen. Überarbeitet sind auch die Voltigier, Longier- und Fahrabzeichen. Dazu gekommen sind zwei neue Fahrabzeichen. Bei den Voltigierabzeichen wurden nur einige Namen geändert.

Im letzten Newsletter pferdenah haben wir euch schon mal die wichtigsten allgemeinen Neuerungen des neuen Abzeichensystems vorgestellt.

Aber was genau wird eigentlich verlangt in den verschiedenen Stufen eins bis zehn? Und welche Abzeichen sind wichtig, wenn man Turniere reiten möchte?

Ganz gut merken kann man sich, dass die ersten fünf der neuen Abzeichen (RA 10 bis 6) teilweise den „alten“ Motivationsabzeichen entsprechen. Die neuen RA 10,9 und 7 entsprechen den Motivationsabzeichen, 8 und 6 sind völlig neu.

Beim allerersten Abzeichen der neuen Stufe – das Reitabzeichen 10 – wird zum Beispiel das verlangt, was man vorher für das Steckenpferd können musste. Sprich: Schritt und Trab, geführt oder an der Longe, Pferdepflege und Umgang mit dem Pferd. Und beim Reitabzeichen der Klasse 8 stehen zum Beispiel das Abteilungsreiten auf Weisung des Ausbilders und ein Geschicklichkeitsparcours auf dem Außenreitplatz im Mittelpunkt der praktischen Prüfung. Außerdem sollte man sich gut auskennen mit Themen wie Rassen, Farben, Abzeichen, Körperbau und der Bahnordnung. Abgefragt werden auch der Umgang mit dem Pferd sowie Bodenarbeit im neuen Prüfungsteil der sogenannten Stationsprüfung. Die ist ganz neu im Abzeichensystem und ersetzt die bisherige Theorieprüfung.

Natürlich spielt auch das Wissen sowie euer Können und Handeln rund ums Pferd in dieser Prüfung eine große Rolle, aber dieses Wissen müsst ihr nun den Prüfern in der praktischen Anwendung demonstrieren. Wie das geht? Der Prüfer fragt jetzt nicht mehr nur ab, wie man ein Pferd korrekt sattelt, sondern er lässt es sich direkt am Pferd zeigen. Das ist besonders toll für die ganz jungen Reitabzeichen-Absolventen, die nicht mehr bloß Texte auswendig lernen müssen, sondern direkt zeigen können, dass sie das Gelernte verstanden haben und bereits am Pferd richtig umsetzen können. Auch für Spät- und Wiedereinsteiger sind die RA 10 bis 6 eine gute Möglichkeit, schrittweise wieder in den Pferdesport einzusteigen, da die Reitabzeichen nun für Pferdesportler jeden Alters offen sind. Für die ersten fünf Abzeichen braucht man weder Turnierkleidung noch eine Mitgliedschaft einem Verein.

Ganz wichtig im neuen Reitabzeichen-System ist auch das Thema Bodenarbeit (RA 10 bis 5) und zählt dort zu den prüfungsrelevanten Themen, die bei den Stationsprüfungen vorkommen. Hier geht es um das Ansprechen und Annähern an das Pferd, Führen, Halten, Sicherheit auf der Stallgasse bis zu Slalom und dem korrekten Vorführen auf der Dreiecksbahn. Die Anforderungen steigern sich hier von Abzeichen zu Abzeichen.

Wer das Reitabzeichen 5 erfolgreich abgelegt hat, kann eine Jahresturnierlizenz zur Teilnahme an LPO-Turniersportprüfungen erwerben (Leistungsklasse 6). Das RA 5 entspricht dem früheren DRA Kl. IV. Danach folgt das Reitabzeichen 4 (früher DRA Kl. III). Hier müsst ihr eine Dressurreiterprüfung der Klasse A sowie ein Stilspringen der Klasse A zeigen. Habt ihr das Vierer-Abzeichen bestanden und die Lizenzprüfung abgelegt, die gemäß der LPO vorgeschrieben ist, um in die Leistungklasse eingestuft zu werden, dann werden ihr entsprechen in die LK 5 eingestuft.

Es folgen das Reitabzeichen 3 (Dressurreiterprüfung Klasse L auf Trense, Stilspringprüfung Klasse A**) und nach einer Wartezeit von mindestens drei Monaten das Reitabzeichen 2 (Dressurreiterprüfung Klasse L auf Kandare, Stilspringen der Klasse L), das dem alten DRA Kl. II entspricht. Auch bei diesen Reitabzeichen gibt es die oben beschriebenen Stationsprüfungen. Am Ende der des neuen Reitabzeichen-Systems steht das RA 1. Hierfür sind Dressur und Springen auf Niveau der Klasse M gefragt. Das Golden Reitabzeichen bekommen weiterhin nur Pferdesportler verliehen, die ausreichend Erfolge auf dem Niveau der Klasse S haben.

Mehr über die Besonderheiten der Reitabzeichen 1 bis 10 (z.B. disziplinspezifisch) erfahrt ihr im nächsten Newsletter "pferdenah".

Genau wie bei den Reitabzeichen sind auch die Systematiken der Fahr-, Voltigier- und Longierabzeichen erneuert worden. Eine Übersicht zu diesen Abzeichen gibt es auf der FN-Homepage unter www.pferd-aktuell.de/reitabzeichen in den Broschüren zu den Reit-, Fahr- und Voltigierabzeichen.

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen sind finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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