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Turniersport - Disziplinen, Turniere, LPO - Foto: www.reit-bilder.de

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Einteilung in Option A(geschlossen) und B(offen)

Allgemeine Informationen, Neuerungen und häufig gestellte Fragen (Stand: Dez. 2013)

Im Januar 2013 trat die neue LPO in Kraft. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Einteilung in "offene" und "geschlossene" Prüfungen. Grundsätzlich gilt:

Option A: geschlossen
Option B: offen
Reiter, die in Option B eingestuft wurden, sind in "geschlossenen" Prüfungen nicht startberechtigt.


Ab dem 1. Januar 2014 gelten folgende geänderte bzw. angepasste Paragraphen der Leistungs-Prüfungs-Ordnung:

Teil A - Allgemeine Bestimmungen
III. Ausschreibungen
§23 - 3.)
Für die Disziplinen Dressur und Springen (inkl. entsprechender Aufbau-LP) sind LP grundsätzlich "offen" auszuschreiben. Mindestens 20% aller LP der Disziplinen Dressur und/oder Springen bei PLS bis einschließlich Kl. M (inkl. entsprechender Aufbau LP, exkl. LP nur für JUN/JR sowie LP nur für Lkl. 5, 6 und/oder 0) sind als "geschlossene" LP auszuschreiben.

Teil B - Besondere Bestimmungen
IV. Dressurprüfungen
§ 400 4.)
Bei PLS mit LP der Klasse A, L und M sind mindestens 20% der LP inkl. aller Aufbau-LP, exkl. LP nur für JUN/JR sowie LP nur für Lkl. 5, 6 und/oder 0) als "geschlossene" LP (vgl. §23.3 und Durchführungsbestimmungen § 63 III) auszuschreiben.

V. Springprüfungen
§500 5.)
Bei PLS mit LP der Klasse A, L und M sind mindestens 20% der LP inkl. aller Aufbau-LP, exkl. LP nur für JUN/JR sowie LP nur für Lkl. 5, 6 und/oder 0) als "geschlossene" LP (vgl. §23.3 und Durchführungsbestimmungen § 63 III) auszuschreiben.

Teil D - Durchführungsbestimmungen (DB)
Durchführungsbestimmungen zu § 63
III. Voraussetzungen für die Teilnahmemöglichkeit an "geschlossenen" LP (Option A gem. LPO § 20.6.7)
- Keinerlei Platzierungen in der zurückliegenden Saison (in der Zeit vom 01.10. des vorletzten bis 30.09. des letzten Jahres) mit mehr als drei verschiedenen Pferden in der betreffenden Disziplin (inkl. Aufbau-LP; exkl. Pony-LP und - auf Antrag - Mannschafts-LP, sowie Platzierungen, die mit Ponys errungen wurden), sofern eine Einstufung in Lkl. 4 und/oder höher erfolgt.
- Keinerlei Teilnahme an LP der Kl. S*** und/oder höher der betreffenden Disziplin vom 01.10. des vorletzten bis zum 30.09. des Vorjahres.
- Einstufung in Lkl. D 2 bis 6 bzw. S 2 bis 6 sowie ggf. Lkl. 0 ("Schnupperlizenz")
- Keine erfolgreich abgelegte Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister "klassische Reitausbildung".
- Keine innerhalb der letzten 4 Jahre erfolgreich abgelegte Prüfung zum Pferdewirt "klassische Reitausbildung". Nach Ablauf der 4 Jahre kann auf Antrag die Teilnahmemöglichkeit in "geschlossenen" LP gewährt werden.


Im Folgenden haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema "offene" und "geschlossene" Prüfungen für Sie zusammengestellt:

Allgemeines

Warum gibt es seit 2013 „geschlossene“ Prüfungen?

Die Statistik zeigt, dass sich die Turnierszene zunehmend in zwei Gruppen teilt. Die eine besteht aus einer – wenn auch überschaubaren – Anzahl von Reitern, die jedes Wochenende und mit mehreren Pferden auf Turnieren unterwegs ist, den Sport oft auch beruflich ausübt und die Prüfungen allein schon wegen der größeren reiterlichen Routine mehr oder weniger dominiert. Der zweite und größere Teil besteht aus Reitern, die gelegentlich ihren Leistungsstand auf einem Turnier überprüfen oder Gleichgesinnte treffen möchten. Diesen will die neue LPO einen „geschützten“ Bereich anbieten, in dem sie sich untereinander messen können. Dass dies von den meisten Reitern gewünscht wird, zeigt auch die große Turniersportumfrage der FN im Jahr 2011.

Teilnahmeberechtigung 

Wer darf an „geschlossenen“ Prüfungen teilnehmen?

Diese Frage lässt sich besser damit beantworten, wer nicht daran teilnehmen darf: Dies sind alle Reiter, die im LPO-Anrechnungszeitraum mehr als drei Pferde in einer Disziplin platziert haben, an S***-Prüfungen teilgenommen haben, der LK 1 angehören, Pferdewirtschaftsmeister der klassischen Reitausbildung sind oder Pferdewirte (klassische Reitausbildung), die ihre Prüfung innerhalb der letzten vier Jahre abgelegt haben. Die Regelung gilt zunächst nur für Dressur und Springen und bezieht sich auf die jeweilige Disziplin. So sind z.B. Reiter mit „Ausschluss“-Erfolgen im Springen für „geschlossene“ Prüfungen in der Dressur zugelassen, sofern sie da nicht auch die Ausschlusskriterien erfüllen.

Wer darf an „offenen“ Prüfungen teilnehmen?
Alle, für die die betreffende Ausschreibung passt. Hier ändert sich nichts.

Wären nicht andere Kriterien besser gewesen?
Ausschlaggebend ist, dass die Kriterien einfach messbar und für jeden nachvollziehbar sind. Ob auf Anhieb das richtige Maß getroffen wurde und wo ggf. nachgebessert werden muss, wird die Praxis zeigen. Wichtig ist vor allem, dass der Grundgedanke, der hinter der LPO-Änderung steckt, erkannt und von den Veranstaltern in den Ausschreibungen berücksichtigt wird.

Ist es nicht unfair, gerade die besonders aktiven Turnierreiter von bestimmten Prüfungen auszuschließen? Viele leben schließlich davon.
Die Problematik ist bekannt. Allerdings kann schon jetzt nicht jeder an jeder Prüfung eines Turniers teilnehmen. Ab 2013 bleibt ein kleiner Teil einer bestimmten Zielgruppe vorbehalten, um dieser einen gerechteren Leistungsvergleich zu ermöglichen. Gerade denjenigen, die vom Pferdesport leben, sollte daran gelegen sein, dass das Interesse am aktiven Turniersport auf möglichst breiter Basis erhalten bleibt.

Muss man sich gezielt für den „geschlossenen“ Bereich entscheiden?
Nein. Jeder, der nicht von den genannten Ausschlusskriterien betroffen ist, ist automatisch für die geschlossenen Prüfungen zugelassen. Das gilt für das gesamte Turnierjahr.

Wie werden Erfolge in Basisprüfungen gewertet?
Platzierungen in Reitpferde- und Eignungsprüfungen werden nicht angerechnet, das gilt auch für alle Pony-LP.

Gilt die Regelung auch für Jugendliche?
Ja und nein. Reine Jugendprüfungen, also solche für Ponyreiter, Junioren oder Junge Reiter sind immer „offen“ auszuschreiben. In altersoffenen „geschlossenen“ Prüfungen unterliegen die Jugendlichen allerdings denselben Ausschlusskriterien wie alle anderen Reiter auch.

Was passiert, wenn ich vier Pferde im letzten Turnierjahr (01.10. - 30.09.) platziert habe, aber eines davon inzwischen verkauft wurde?
Das ändert nichts an der aktuellen Einstufung. Es spielt auch keine Rolle, wer Besitzer der platzierten Pferde ist. Der Grund für die Unterteilung liegt ja in der unterschiedlichen Routine, mit der die Reiter zum Turnier antreten.

Ausschreibung

Auf welchem Niveau sollten geschlossene Prüfungen angeboten werden? A oder M? Und in welcher Disziplin?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten, sondern hängt stark vom Umfeld und dem Schwerpunkt der jeweiligen Veranstaltung ab. Vorgeschrieben ist allerdings, dass jeweils 20 Prozent der Dressur- bzw. Springprüfungen als „geschlossen“ ausgeschrieben werden müssen. Hilfreich ist ein Blick in die alten Starter- und Ergebnislisten: Wo bietet sich eine entsprechende Ausschreibung oder die Unterteilung einer Prüfung an?

Wir haben unsere Prüfungen bisher schon gehandicapt, also nach LK und Ranglistenpunkten getrennt ausgeschrieben. Ist dies auch weiterhin möglich?
Selbstverständlich! Auch weiterhin können und sollen „geschlossene“ und „offene“ Prüfungen wie bisher gehandicapt werden. Oberstes Ziel ist es, Prüfungen mit möglichst ausgewogenen Starterfeldern zu erzeugen. Dazu bietet die LPO schon jetzt gute Möglichkeiten.

Werden durch die neue LPO bestehende Systeme, wie beispielsweise der FAB (Förderkreis für den Amateur- und Berufsreitsport) überflüssig?
Nein, im Gegenteil. Alles, was dazu beiträgt, den Grundgedanken der LPO 2013 – die Schaffung ausgewogener Starterfelder und Chancengleichheit – zu gewährleisten, ist zu begrüßen. Dies gilt auch für bislang gut funktionierende Turniermodelle, wie z.B. den FAB-Cup, die sich an exakt definierte Zielgruppen wenden und von diesen gut angenommen werden.

 

Reitabzeichen-Filme

FN-Film zum Reitabzeichen 10

Was muss man können?

Welche Anforderungen bei den verschiedenen Reitabzeichen erfüllt werden müssen, erfährt man in diesen Filmbeiträgen der FN. Bei den Reitabzeichen handelt es sich um ein zehnstufiges Qualifikationssystem, mit dem man sich reiterlich vom Anfänger zum Könner entwickeln kann.