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Fragen und Antworten

FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten zur LPO 2013

Die neue LPO, das Regelwerk des deutschen Turniersports, trat am 01. Janunar 2013 in Kraft. Auf dieser Seite werden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zur Leistungs-Prüfungs-Ordnung 2013 sowie zu den LPO-Änderungen finden. Um die Suche zu erleichtern, sind die Fragen nach Schlagworten sortiert. Diese können Sie anklicken und werden zu den entsprechenden Fragen/Antworten weitergeleitet.

 

A
Abreiteplatz
Abstand
Abteilung
Abteilungsdressur
Abteilungsreiten
Ausfall einer PLS
Anrechnungszeitraum


C
Chaps

D
Damensattel
Dressurpferdeprüfungen Kl. A
Dressurpferdeprüfungen Kl. L
Dressurpferdeprüfungen Kl. M

E

Erfolgsanrechnung
Erfolgsauflistung
Erwachsene

F
Fahrer
Fahrprüfungen
Fliegenmütze

G
Gebisse

H
Hilfszügel
Hufschuhe
Hunterklasse

K
K-Ponies
Kandare
Kommandogeber
Kombinierte
Prüfung
Kopfnummern
Kopfbedeckung

L
Leistungsklasse

N
Nenngeld
Nennungsschluss
Nennung stornieren

P
Pelham
Platzierung (fehlende)
Ponyausgleich
Prüfungsanzahl

R
Rückerstattung

S
Scherriemen
Schnupperlizenz
Schutzweste
Schutzhelm
Schweiftoupet

Siegerehrung
Startberechtigung
Startfolge

Springpferdeprüfungen Kl. A
Springpferdeprüfungen Kl. L
Springpferdeprüfungen Kl. M

T
Teilnehmergebühren
Tetenreiter

Thiedemann-Springkombination
Turniererfolge
Turnierpferd
Turnierplatz

U
Unterlegtrense

V

Veranstalter

Z
Zeiteinteilung


Dressurpferdeprüfung Kl. A:  Ich habe ein 6jähriges Pferd, das in der letzten Saison eine Platzierung in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A errungen hat. Darf dieses Pferd nun in dieser Saison noch in Dressurpferdeprüfungen der Klasse A an den Start gehen?

Ja, seit dem 1.1.2014 gilt die LPO-Änderung des § 350. 6jährige Pferde ohne oder mit nur einer Platzierung in Dressurpferde- oder Dressurprüfungen der Klasse A oder höher im letzten Anrechnungszeitraum dürfen in der kommenden/aktuellen Saison weiterhin Dressurpferdeprüfungen der Klasse A laufen. Daran ändert sich auch nichts, wenn in der laufenden Saison weitere Platzierungen hinzu kommen. (Vgl. § 350 LPO)


Dressurpferdeprüfung Kl. L: Ich habe ein 7jähriges Pferd, das im letzten Anrechnungszeitraum eine Platzierung in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L errungen hat. Darf das Pferd in der aktuellen Saison weiterhin Dressurpferdepferdeprüfungen der Kl. L gehen?

Ja, da das Pferd nur eine Platzierung in der Klasse L errungen hat, darf es in der aktuellen Saison weiterhin in Dressurpferdeprüfungen der Kl. L an den Start gebracht werden. (Vgl. § 350 LPO, Änderung vom 1.1.2014)


Dressurpferdeprüfungen Kl. M: Darf mein 7jähriges Pferd, das in der letzten Turniersaison nur eine Platzierung in einer Dressurpferdeprüfung der Kl. M errungen hat, jedoch keine in der Kl. L aufzuweisen hat, in der aktuellen Saison noch in Dressurpferdeprüfungen der Kl. L und M an den Start gehen?

Ja, da das Pferd im Anrechnungszeitraum nur eine Platzierung in der Kl. M erhalten hat und keine in der Klasse L. Laut §350 der LPO darf ein 7jähriges Pferd in Dressurpferdeprüfungen der Kl. L an den Start gehen, wenn es keine oder nicht mehr als eine Platzierung in einer Dressurpferde- oder Dressurprüfung der Kl. L und/oder höher erworben hat im vergangenen Anrechnungszeitraum. Diese Änderung des § 350 trat zum 1.1.2014 in Kraft.


Springpferdeprüfungen Kl. A: Ich habe ein 6jähriges Pferd, das in der letzten Saison eine Platzierung in einer Springpferdeprüfung der Klasse A errungen hat. Darf dieses Pferd nun in dieser Saison noch in Springpferdeprüfungen der Klasse A an den Start gehen?

Ja, seit dem 1.1.2014 gilt die LPO-Änderung des § 360. 6jährige Pferde ohne oder mit nur einer Platzierung in Springpferde- oder Springprüfungen der Klasse A oder höher im letzten Anrechnungszeitraum dürfen in der kommenden/aktuellen Saison weiterhin Springpferdeprüfungen der Klasse A laufen. Daran ändert sich auch nichts, wenn in der laufenden Saison weitere Platzierungen hinzu kommen. (Vgl. § 360 LPO)


Springpferdeprüfungen Kl. L: Ich habe ein 7jähriges Pferd, das im letzten Anrechnungszeitraum eine Platzierung in einer Springpferdeprüfung der Klasse L errungen hat. Darf das Pferd in der aktuellen Saison weiterhin Springpferdeprüfungen der Kl. L gehen?

Ja, da das Pferd nur eine Platzierung in der Klasse L errungen hat, darf es in der aktuellen Saison weiterhin in Springpferdeprüfungen der Kl. L an den Start gebracht werden. (Vgl. § 360 LPO, Änderung vom 1.1.2014)


Springpferdeprüfungen Kl. L: Ich habe ein 7jähriges Pferd, das im letzten Anrechnungszeitraum eine Platzierung in einer Springpferdeprüfung der Kl. L sowie eine Platzierung in einer Springpferdeprüfung der Kl. M errungen hat. Darf mein Pferd dann aktuell noch Springpferdeprüfungen der Kl. L gehen?

Nein, darf das Pferd nicht. §360 der LPO besagt, dass 7jährige in Springpferdeprüfungen der Kl. L nur gestartet werden dürfen, wenn sie keine oder nur eine Platzierung in Springpferde- oder Springprüfungen der Kl. L oder höher aufzuweisen haben. Da das Pferd eine L und eine M Platzierung hat, darf es lediglich in Springpferdeprüfungen der Kl. M an den Start gehen.


Springpferdeprüfungen Kl. M: Darf mein 7jähriges Pferd, das in der letzten Turniersaison nur eine Platzierung in einer Springpferdeprüfung der Kl. M errungen hat, jedoch keine in der Kl. L aufzuweisen hat, in der aktuellen Saison noch in Springpferdeprüfungen der Kl. L und M an den Start gehen?

Ja, da das Pferd im Anrechnungszeitraum nur eine Platzierung in der Kl. M erhalten hat und keine in der Klasse L.  Laut §360 der LPO darf ein 7jähriges Pferd in Springpferdeprüfungen der Kl. L an den Start gehen, wenn es keine oder nicht mehr als eine Platzierung in einer Springpferde- oder Springprüfung der Kl. L und/oder höher erworben hat im vergangenen Anrechnungszeitraum. Diese Änderung des § 360 trat zum 1.1.2014 in Kraft.


Ich habe eine Schnupperlizenz. Muss mein Pferd zwingend als Turnierpferd eingetragen werden, damit ich auf Turnieren starten kann?

Es kommt ganz darauf an in welchen Prüfungen Sie mit ihrem Pferd starten wollen. So lang Sie in WBO Prüfungen reiten wollen, ist es nicht notwendig das Pferd als Turnierpferd eintragen zu lassen. Anders sieht es bei Prüfungen der LPO (LP) aus. Wenn Sie mit ihrem Pferd in LP starten wollen, müssen Sie ihr Pferd als Turnierpferd eintragen lassen (§16).


Wie müssen die Kopfnummern angebracht sein?

Der § 47 der LPO regelt diesen Sachverhalt. In den Durchführungsbestimmungen zu § 47 finden Sie alle genauen Angaben zum Thema Nummernschildern/Rückennummern. Die Nummernschildern (schwarze Schrift auf weißem Untergrund) müssen beidseitig und gut sichtbar angebracht werden. Es gibt keine Festlegung ob Sie am Reithalfter oder an der Satteldecke, etc. angebracht werden müssen. Wichtig ist, dass sie gut sichtbar sind.


Muss ich zur Siegerehrung einreiten?

Gem. des § 59.2. ist die Siegerehrung ein Bestandteil der LP. Somit ist die Teilnahme an ihr, für alle Platzierten an 1. bis 6. Stelle mit dem Pferd, Pflicht. Ein Nichtteilnahme dieser Teilnehmer hat die Aberkennung der Platzierung zur Folge. Jedoch können aus wichtigem Grund mit vorheriger Zustimmung der Turnierleitung und der Richter Ausnahmen zugelassen werden. Hierfür müssen Sie auf dem Turnier mit dem entsprechenden Richter sowie der Turnierleitung Rücksprache halten.


Rückerstattung: Wann wird das Nenngeld zurückerstattet?

Diese Frage ist in der LPO unter dem §26 Nenngeld, Startgeld, Einsatz, Stallgeld ausdrücklich geregelt. Dieser besagt, dass das Nenngeld zurückerstattet werden muss bei Zurückziehen der Nennung bis Nennungsschluss, wenn der Teilnehmer aufgrund der Verlängerung einer PLS gem. §43.2 oder aufgrund der Änderung des Prüfungstages der vorläufigen Zeiteinteilung (§23.1.10) in einer oder mehreren LP nicht starten kann (Innerhalb von 10 Tagen nach PLS-Ende geltend machen!) oder aufgrund von höherer Gewalt. (vgl. §32.5 LPO)


Warum fehlen Platzierungen bei meiner Erfolgsauflistung?

Zunächst einmal werden gem. §38.2 nur die Erfolge von bis zu 1/3 der gestarteten Reiter registriert. Es wäre allerdings auch möglich, dass die Erfolge nach dem 30. September erzielt wurden, dann fallen sie in den darauf folgenden Anrechnungszeitraum. In NeOn (Nennung Online) sehen Sie immer nur die Erfolge im Erfolgsanrechnungszeitraum.


Wie sollte der Ponyausgleich in Dressur und/oder Springen praktiziert werden?

Die LPO sieht die Möglichkeit vor, dass Veranstalter und Richter den sog. Ponyausgleich durchführen können. Es handelt sich dabei um eine Kann-Vorschrift. In Dressuren, die zu mehreren geritten werden, sollten Ponys in einer Prüfung starten, so ist auch hier der Mindesabstand gem. §48 einzuhalten (Mindestabstand von 8 Teilnehmern!). Bei mehreren Pferden und einer geringen Anzahl von teilnehmenden Ponys empfiehlt die FN folgende Handhabung:

Ist der Start aller Ponys im "Ponyblock" nicht möglich, so darf sich der Reiter ausuchen, welches Pony im "Ponyblock" am Anfang oder Ende der Prüfung reitet, das andere ist dann zwischen den Pferden zu starten.

In Springen, in denen der Ponyausgleich praktiziert wird, wird dieser dann nur für ein Pony beansprucht.


Anrechnungszeitraum: In welchem Zeitraum werden die Turniererfolge von Pferd und Reiter angerechnet?

Gemäß §62 gelten als Anrechnungszeitraum die Erfolge ab dem 1. Oktober des vorvorletzten Jahres und Erfolge bis zum 30. September des letzten Jahres. Dieser Anrechnungszeitraum gilt auch für die Aufbauprüfungen.

Weiterhin kann der Anrechnungszeitraum gem. § 62 LPO in allen Prüfungen über die Ausschreibung bis max. bis zum Nennungsschluss ausgedehnt werden. Wenn dies so ist, gelten bezüglich in der Ausschreibung angegebener Handicap-Erfolge alle Siege und Platzierungen der zwei zurückliegenden Saisons zzgl. der aktuellen Erfolge bis Nennungsschluss.

Für gem. Ausschreibung verlangte Mindesterfolge gilt grundsätzlich der Nennungsschluss der betreffenden PLS. Für Ranglistenpunkte wird nur die vergangene Saison zugrunde gelegt, die Leitungsklassen werden über den gesamten o.g. Erfolgsanrechnungszeitraum berechnet.


Ich habe ein Turnier genannt, bei dem die endgültige Zeiteinteilung nicht mit der vorläufigen übereinstimmt (Meine Prüfung wurde ohne Vorankündigung z.B. von Freitag auf Samstag verschoben). Am Samstag habe ich bereits auf einer anderen PLS genannt. Darf ich am Samstag auf 2 verschiedenen PLS starten oder bekomme ich das Nenngeld zurückerstattet?

Laut LPO §66.6.11 sind Pferde, die am selben Tag auf einer anderen PLS gestartet werden nicht zugelassen bzw. zu disqualifizieren. Das bedeutet, dass Sie mit dem selben Pferd nicht am selben Tag auf zwei verschiedenen Turnieren starten dürfen. Allerdings ist es möglich gem. §26.2.2 LPO die Teilnehmergebühren zurückzufordern, wenn Sie aufgrund der Änderung des Prüfungstages gem. vorläufiger Zeiteinteilung in einer oder mehreren LP nicht starten können. Zur Wahrung der Frist von 10 Tagen genügt die rechtzeitige Absendung des Rückforderungsschreibens (Datum des Poststempels).


Wie ist die Startfolge beim Start mehrerer Pferde?

Die alphabetische Startfolge muss auch beim Start mehrerer Pferde in derselben Prüfung eingehalten werden. Ein Tausch der Startfolge ist regelwidrig und führt zur Disqualifikation. Dies soll einer Gewährung der Chancengleichheit dienen. Ausnahme: Basis- und Aufbauprüfungen, hier darf der Teilnehmer die Reihenfolge der Pferde selbst bestimmen. Allerdings sind Teilnehmer mit mehreren Starts in einer LP möglichst so einzuordnen, dass zwischen den zwei Starts wenigstens 8, möglichst mehr, andere Teilnehmer starten. Wird dazu eine Verschiebung in der Starterliste erforderlich, ist diese, wenn möglich nach vorne vorzunehmen. Abweichungen von der alphabetischen Startfolge können in besonders begründeten Fällen von der zuständigen Richtergruppe genehmigt werden (§48).


Darf auf dem Turnierplatz ein anderer Reiter (nicht mit dem Pferd genannt, etc.) mein Pferd außerhalb der Prüfung reiten?

Solange es nicht ausdrücklich in der Ausschreibung geregelt ist (z.B. Landesmeisterschaften), dass nur der genannte Reiter das genannte Pferd auf der PLS reiten darf, kann jede andere Person das Pferd vor und nach der Prüfung reiten. Ausgeschlossen ist davon die Prüfung. Hier darf ausschließlich das genannte Reiter-Pferd-Paar starten.


Ausfall einer PLS: Was ist wenn eine PLS aufgrund des Wetters ausfällt?

Gem. §26.2.3 der LPO 2013 erfolgt eine Rückerstattung der Teilnehmergebühren, wenn eine oder mehrere LP aufgrund höherer Gewalt abgesagt werden müssen. Dem Veranstalter verbleibt der im Einsatz enthaltene Organisationsbeitrag (3€ ; gem. Durchführungsbestimmungen zu §27 der LPO). Der im Einsatz enthaltene Preisgeldanteil bzw. das bereits entrichtete Startgeld sind dem Nenner/Teilnehmer zu erstatten.
Aufgrund des Organisationsbeitrages werden Ihnen 3€ Ihres Nenngeldes abgezogen. Da das Turnier aufgrund von höherer Gewalt (z.B. das Wetter) abgesagt wurde, hat auch der Veranstalter keinerlei Einfluss auf diese Absage.


Muss mir der Veranstalter nach Nennungsschluss das Nenngeld erstatten, wenn ich oder mein Pferd erkranken?

Nein, der Veranstalter muss das Nenngeld nicht erstatten. Auch nicht wenn ein ärztliches bzw. tierärztliches Attest vorliegt. Dies regelt der §26 der LPO.


Bis wann kann ich eine Nennung stornieren?

Seit 2014 kann ich als Teilnehmer meine Nennungen selbständig aus NeON löschen. Dies ist allerdings nur bis 24 Stunden vor Nennungsschluss möglich. Siehe auch § 36 der LPO. 


Welche Gebisse sind erlaubt?

Maßgeblich für Reitpferde ist der §70 B (LPO) inkl. den Durchführungsbestimmungen zu §70. Die Durchführungsbestimmungen sind ein Kriterienkatalog für Beschaffenheit, Maße und Aussehen der zulässigen Gebisse in Leistungsprüfungen. Maßgeblich sind neben den in der LPO 2013 abgebildeten Gebissen (§70B), auch Beschaffenheitskriterien. Dadurch können Gebisse zulässig sein, die den Beschaffenheitskriterien gem. Durchführungsbestimmungen entsprechen, jedoch nicht in der LPO abgebildet sind.


Sind Schutzwesten in Leistungsprüfungen erlaubt?

Schutzwesten sind in allen LP der LPO erlaubt. Dies wird im §68 geregelt, da Ausrüstungsgegenstände welche der Sicherheit dienen grundsätzlich erlaubt sind. Vorgeschrieben sind Schutzwesten in Geländeprüfungen.


Darf ich mit einer 16mm Unterlegtrense in einer Dressur-LP auf Kandare starten?

Seit dem 1. Juni 2013 gilt eine Änderung der Durchführungsbestimmungen zu § 70. So ist die Gebissstärke bei Unterlegtrensen statt auf 14 mm Durchmesser nun auf maximal 16 mm begrenzt. Die Mindeststärke bleibt bei 10 mm. Die Maximal-Vorgaben für den Durchmesser der Gebissringe der Unterlegtrense wurden gestrichen.


Sind Chaps auf Turnieren erlaubt?

Gleichfarbige, eng anliegende Glattleder-Chaps sind auf Turnieren erlaubt (LPO §68). Sie müssen optisch einteiligen Reitstiefeln entsprechen (mit Stiefeletten).


Sind Schweiftoupets auf Turnieren zulässig?

Dieser Sachverhalt ist zwar (noch) nicht ausdrücklich in der LPO geregelt, das Schweiftoupet ist jedoch in nationalen Prüfungen zulässig, wenn es aus natürlichen Materialien (außer den erforderlichen Befestigungsteilen wie Gummibänder etc. und ohne beschwerende Teile o. ä.) besteht. Zu Identifikationszwecken (z.B. Verfassungsprüfung und Pferdekontrollen) ist das Pferd ohne jegliche Veränderungen vorzustellen.


Ist eine Thiedemann-Springkombination zulässig?

Nein, in Springprüfungen ist als Hilfszügel nur das gleitende Ringmartingal erlaubt (LPO §70D).


Wo hat der Fahrer auf dem Bock zu sitzen? Rechts, links oder in der Mitte?

Es gibt grundsätzlich keine Vorschrift, an welcher Stelle des Bocks der Fahrer zu sitzen hat.


Sind Springglocken auch an den Hinterbeinen erlaubt?

Springglocken sind gemäß § 70.C LPO in allen LP über Hindernisse zugelassen, auch an den Hinterbeinen. Ausnahme sind hier die Basis- und Aufbauprüfungen, wie z.B. die Springpferde-LP Kl. A-M. Hier sind an den Hinterbeinen lediglich Streichkappengenäß § 70 LPO Abb. 25 zugelassen.


Sind K-Ponies in Fahrprüfungen der Klasse A zugelassen?

Es existiert kein Passus in der LPO, der K-Ponys von Fahrprüfungen ausschließt. Allerdings kann ein Veranstalter einen solchen Passus in seiner Ausschreibung aufnehmen (LPO §750).


Welche Hilfszügel darf ich auf dem Abreiteplatz verwenden?

Generell gilt dass man auf dem Abreiteplatz nur die Hilfszügel (§70D) benutzen darf, die auch in den jeweiligen Prüfungen zugelassen sind.

Ausnahmen sind: Dressur-LP Kl.E: Hier ist auf dem Abreiteplatz ein Ausbindezügel gem. §70D erlaubt. Spring-LP Kl. E: Ausbindezügel sind erlaubt, aber nicht über Sprüngen.Springpferde- und Spring-LP Kl.A-S: Der Schlaufzügel ist auf dem Abreiteplatz gestattet allerdings nicht über Sprüngen.


Dürfen Pferde mit Hufschuhen auf Turnieren an den Start gebracht werden?

Ja, gem. den §§ 70 und 71 ist der Einsatz eines Pferdes mit Hufschuhen erlaubt. In der LPO steht geschrieben:"Hufschuhe sind grundsätzlich erlaubt, solche, die über den Kronenrand des Hufes hinausreichen, sind nicht zugelassen."


Dürfen Damensättel, etc. auf "Herkömmlichen" Turnieren benutzt werden?

Nein, der §70A definiert einen Pritschensattel, englische Sattelform. Gemäß "Richtlinien für Reiten und Fahren Band I" besteht der Englische Sattel aus einem durchgehendem, nach unten gebogenem Sattelbaum, mit geringem Gewicht und niedriger Höhe, so dass ein enger Kontakt des Reiters mit dem Pferderücken möglich ist. Die Sitzfläche setzt den Reiter in den tiefsten Punkt, muss aber genügend Raum für den ausbalancierten und unabhängigen Sitz des Reiters zulassen und den Sitz des Reiters nicht fixiert durch einen hochgezogenen und breiten Vorder- und Hinterzwiesel. Die Auflagefläche durch die Sattelkissen ist so knapp bemessen, dass präzise Gewichtshilfen wirken können. Einschließlich Steigbügeln/Steigbügelriemen (frei von der Sturzfeder herabhängend). Das heißt alle von diesen Kriterien abweichenden Sättel sind in Leistungsprüfungen der LPO nicht zugelassen.


Darf ich mein Pferd mit einer Fliegenmütze auf einem Turnier vorstellen?

Gem. § 70.C.IV der LPO 2013 sind Fliegenmützen in allen LP zugelassen.


Ist die Verwendung eines Scherriemens erlaubt?

Die Verwendung eines Scherriemens bei Kandare und Pelham ist erlaubt (LPO §70).


Startberechtigung: Ist ein Reiter mit der LK5 in Dressur- oder Springpferdeprüfungen der Klasse M startberechtigt?

Reiter mit LK5 sind in der Kl. M nicht startberechtigt.


Oft kommt es vor dass ich in einer Abteilungsdressur mit meinem Warmblut hinter einem Pony reiten muss. Gibt es hier eine Möglichkeit um diesem Problem aus dem Weg gehen zu können?

Die Meldestelle hat hier einen gewissen Spielraum. So gibt es die Möglichkeit dass Ponys zusammen am Anfang bzw. Ende starten, wie es in der Regel in Spring-LP üblich ist.
Um diesem Problem (Pony vor Warmblut) aus dem Weg zu gehen, können Sie einen „Antrag stellen“. Diesen „Antrag“ stellt man formlos und mündlich an der Meldestelle. Am besten vor Erteilung der Startbereitschaft oder früher.


Dürfen Erwachsene mit Ponys an Turnieren teilnehmen?

Erwachsene dürfen Ponys im Turniersport reiten, sofern die Ausschreibung in den jeweiligen Prüfungen Ponys zulässt beziehungsweise nicht ausdrücklich ausschließt. Selbstverständlich muss der Reiter bezüglich des Alters durch die Ausschreibung zugelassen sein. Grundsätzlich sollte ein Pony mit einem von Größe und Gewicht passenden Reiter keine schlechteren Chancen haben als ein vergleichbarer Starter auf einem Pferd. Beispielweise dürfen bei den Bundeschampionaten im Rahmen der Prüfungen für drei- und vierjährige Ponys nur Erwachsene teilnehmen, die mit Reitjacke, -hose und -stiefeln maximal 62 Kilogramm wiegen.


Darf ich in der Hunterklasse Gelände 90er/Hunterklasse Springen 85er mit Pelham reiten?

Da die Hunterklasse Gelände 90er gem. §686 dem Stilgeländeritt der Kl. E gleichgesetzt ist, sind Sie mit einem Pelham nicht startberechtigt, dies bezieht sich ebenfalls auf die Hunterklasse Springen. Die Klasseneinteilung wird vornehmlich durch die Leistungsabfrage definiert. Gemäß LPO ist die Kl. E 85cm hoch. Somit kann die Leistungsabfrage der Kl. E zugeordnet werden.


Platzierung: Wie viele Starter müssen/dürfen in einer Prüfung platziert werden?

Gem. § 38.2 ist je Prüfung/Abteilung grundsätzlich 1/4 der Teilnehmer zu platzieren [mind. 4 Teilnehmer! (§59)]. Darüber hinaus bleibt es dem Veranstalter gemeinsam mit der Richtergruppe überlassen, weitere Teilnehmer zu platzieren. Jedoch wird generell nur von einem 1/3 der Teilnehmer die Erfolge bei der FN registriert (§24.2.5).


Was ist wenn der Kommandogeber sich verliest oder sich der Tetenreiter verreitet?

Ist eine (Abteilungs-) Aufgabe nach Kommando ausgeschrieben, so muss auch nach Kommando geritten werden. Das heißt es muss geritten werden, was vorgelesen wird, auch dann, wenn sich der Tetenreiter verreitet.


Muss der Veranstalter den Kommandogeber bei Abteilungsdressuren stellen?

Gem. § 404.6. müssen, wenn laut Ausschreibung nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, alle Abteilungsaufgaben mit Kommandogeber (vom Veranstalter gestellt) geritten werden.
Sollte in der Ausschreibung nicht stehen dass der Kommandogeber von den Teilnehmern gestellt werden muss, so ist der Veranstalter verpflichtet diesen zu stellen.


Wie groß muss der Abstand beim Abteilungsreiten zwischen zwei Pferden sein?

Im Band 1 der „Richtlinien- Grundausbildung für Reiter und Pferd“ steht im Kapitel 6 „Grundübungen“ im Absatz 6.4 „Abteilungsreiten“ geschrieben: “Die Reiter folgen einem Anfangsreiter (Têtenreiter) und halten dabei mit ihren Pferd in der Regel einen vorgegebenen Abstand von einer Pferdelänge (= ca. 2,50 m). Zur Orientierung: Eine Pferdelänge erkennt der Reiter, wenn er über die Ohren seines Pferdes hinwegschaut und gerade noch die Sprunggelenke des Vorderpferdes sieht.“


Schutzhelm - Welche Kopfbedeckung ist vorgeschrieben?

Vorgeschrieben ist in allen LP ein Bruch- und splittersicherer Reithelm mit Drei- bzw. Vierpunktbefestigung. Empfohlen wird ein Schutzhelm gemäß aktueller Europäischer Norm. Einige Ausnahmen gelten für folgende LP und Altersklassen:

Junge Reiter und Reiter: In Dressur- und Dressurreiter-LP der Kl. L bis S sowie Dressurpferde-LP Kl. L und M: Reithelm oder Reitkappe, Melone bzw. Zylinder vorgeschrieben. In internationalen Dressuraufgaben für Senioren: Zylinder oder Reithelm vorgeschrieben. Für Junge Reiter ist auch in dieser LP Melone zugelassen.


Prüfungsanzahl: In wie vielen Prüfungen darf ein Pferd pro Tag in der Kombination LPO / WBO starten?

In der LPO 2013 regelt der §66 der LPO diesen Sachverhalt. Dieser besagt, dass die Teilnahmeberechtigung je Pferd auf einer PLS beschränkt ist auf 3 Starts pro Tag. Ausnahme sind WB gem. WBO, insgesamt jedoch max. 5 Starts pro Tag.

Das bedeutet für Sie, dass Ihr Pferd auf dem Turnier max. in 5 Prüfungen am Tag starten darf. Allerdings dürfen davon max. 3 Starts in Prüfungen nach LPO (LP) sein!


Wenn ein Teilnehmer mit seinem Pferd in der Klasse L und M startet, kann dieses Pferd dann auch in der Klasse A geritten werden?

Gem. §64 ist ein Pferd auf der gleichen PLS nur in zwei Klassen startberechtigt. Das Pferd kann jedoch von einem anderen Reiter mit der LK 5 oder 6 in der Kl. E und A gestartet werden.


Wie werden Erfolge aus der laufenden Saison für Reiter/Fahrer und Pferde/Ponys angerechnet und können diese mit hinzugezählt werden, wenn Erfolge verlangt werden?

Es gelten die Erfolge im Erfolgsanrechnungszeitraum, die Erfolge ab dem 1. Oktober des vorvorletzten Jahres und Erfolge bis zum 30. September des letzten Jahres. Bei verlangten Mindesterfolgen gilt der Nennungsschluss.


Warum werden einige Dressur-LP in einer Abteilung geritten?

Gem. der Richtlinien Band 1 „Grundausbildung für Reiter und Pferd“ zählt das Abteilungsreiten zu den Grundübungen, welche in der Klasse E und A abgefragt werden. Die klassische Reitweise hat sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt. Viele bedeutende Reitmeister ihrer Zeit haben einen Anteil daran. Das, was sich nicht bewährt hat, wurde verworfen. Bewährte Erkenntnisse wurden anerkannt, weitergegeben und weiterentwickelt. So haben sich unabhängig von Einsatz und Verwendungszweck des Pferdes wesentliche Kriterien der klassischen Reitweise im Sinne der Richtlinien für Reiten und Fahren der Deutschen Reiterlichen Vereinigung herausgebildet, die bis heute Gültigkeit haben. Hierzu zählt auch das Abteilungsreiten.
Das Abteilungsreiten hat mehrfachen Nutzen. Es dient der Überprüfung der Ausbildung des Reiters und der des Pferdes. In der Abteilung zeigt sich, ob der Reiter sein Pferd kontrollieren und ob er z.B. Abstand, Gangart und Tempo auf Kommando regulieren kann. Regelmäßiges durchgeführtes Abteilungsreiten dient dem Reiter als Übung und Kontrolle, ob er sein Pferd auch in der Abteilung losgelassen und gehorsam vorstellen kann. Bei den Pferden wird die Rittigkeit und der Gehorsam überprüft.


Ich möchte in einer Kombinierten Prüfung der Kl. A* starten. Diese Prüfung setzt sich zusammen aus einer Springpferde-LP Kl. A, Geländepferde-LP Kl. A und Dressurpferde-Kl. A. Das Pferd mit dem ich starten möchte, hat Platzierungen in Dressuren der Kl. A, Eignungen und eine Platzierung aus dieser Saison in einer Geländepferde-LP Kl. A. Darf ich mit meinem Pferd an dieser Kombinierten Prüfung der Kl. A* teilnehmen?

Es kommt auf das Alter Ihres Pferdes an. 4- und 5-jährige Pferde sind trotz der Erfolge startberechtigt in allen drei Teilprüfungen und somit auch in der Kombinierten Prüfung. Laut §350 der LPO sind 6-jährige Pferde nur mit nicht mehr als einem Erfolg in Dressur- bzw. Dressurpferde-LP der Kl. A und höher im Anrechnungszeitraum startberechtigt. Aufgrund mehrerer Platzierungen in Dressur-LP der Kl. A ist ihr sechsjähriges Pferd in Dressurpferde-LP Kl. A nicht mehr startberechtigt. Somit kann das sechsjährige Pferd auch nicht in der Kombinierten Prüfung der Kl. A* genannt werden. In der Springpferde- und Geländepferde-LP ist das Pferd mit den jetzigen Platzierungen startberechtigt. Analog zu §350 gibt es § 360 (Springpferde) und §370 (Geländepferde). Das bedeutet ihr sechsjähriges Pferd kann in dieser Saison noch an Geländepferde-LP der Kl. A und Springpferde-LP der Kl. A teilnehmen.



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