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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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07.07.2013 | 19:29 Uhr | Uta Helkenberg

Westfalen gewinnt Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit

Vorjahressieger Weser-Ems in Lonnerbecke auf Platz zwei

Fürstenau-Lonnerbecke (fn-press). Bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit in Fürstenau Lonnerbecke führte kein Weg an den Westfalen vorbei. Mit 132,9 Minuspunkten setzte sich das reine Herren-Quartett gegen den Vorjahressieger Weser-Ems (145,9) und die rheinische Mannschaft durch (159,8). Insgesamt bewarben sich Mannschaften aus sieben Landesverbänden um den Titel.

Der westfälische Equipechef Peter Müller (Soest) konnte sich über eine Topbesetzung freuen. Neben dem 27-jährigen Münsteraner Frank Feldmann mit Florenz, der bereits vor zwei Jahren beim Bundeswettkampf und im vergangenen Jahr bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaft für die Westfalen am Start war, traten in Lonnerbecke der ehemalige Deutsche Meister Andreas Ostholt (Warendorf) mit  Castell, Perspektivgruppen-Mitglied Benjamin Winter (Warendorf) mit Wild Thing Z sowie Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Edino für ihren Verband an. Von der Dressur an dominierten die vier Reiter die als internationale Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC2*) ausgeschriebene Meisterschaft und behielten ihre Spitzenposition auch im Springen und beim abschließenden Geländeritt am Sonntag bei. Bis auf Andreas Ostholt kamen alle ohne Hindernisfehler innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel. Das schlug sich auch in der Einzelwertung nieder: Frank Feldmann landete im Endstand auf Platz sechs (46,1) und sicherte sich mit seiner neunjährigen Westfalenstute auch den Etappensieg im Derby-Dynamic-Cup. Ben Winter wurde Dritter (44,2). Dirk Schrade verpasste knapp den Sieg und wurde mit 42,6 Minuspunkten Zweiter.

Mit einem Abwurf hatte Schrade bereits im Springen den Weg frei gemacht für Franziska Roth und Dictus J. Das Paar nutzte die Chance und beendete das CIC2* mit seinem Dressurergebnis von 42.5 Minuspunkten. Damit holte sich die aus Dörpen stammende Franziska Roth nicht nur den Sieg in der Einzelwertung, sondern auch im U25-Förderpreis, der in Lonnerbecke Station machte. Gleichzeitig trug sie maßgeblich zum Silberrang ihres Teams (Julia Krajewski mit Lost Prophecy, Anna Siemer mit Nice Connection und Solveig Hoffmann mit Casper K.) bei.

Auf dem Bronzerang landete die Mannschaft aus dem Rheinland, die sich dank vierer  Geländerunden ohne Hindernisfehler vom fünften Platz vorarbeiten konnte. Neben Jens Hoffrogge mit Layout (49,1/Platz neun) und Yvonne Booten mit Dream Fire traten auch Freya Füllgraebe mit Oje Oje und Jana Weyers mit Lardina für das Rheinland an. Beide hatten als Junge Reiter vor zwei Jahren in Lonnerbecke die Goldmedaillel mit dem Team geholt. 

Es war die dritte Veranstaltung des kleinen Vereins Pferdesport Lonnerbecke – und zugleich die dritte Meisterschaft. Nach der Deutschen Jugendmeisterschaft 2010, waren die „Lonnerbecke Open“ auf dem Hof der Familie von Dr. Ansgar Peiß nach einjähriger Pause zum zweiten Mal Gastgeber einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit. „Es war wieder eine tolle Prüfung. Der Veranstalter hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, eine würdige Meisterschaft auf die Beine zu stellen. Das war das beste Lonnerbecke bisher“, lobte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). Der Geländekurs, der vor zwei Jahren etwas in die Kritik geraten war, präsentierte sich 2013 in veränderter Form. Zwar wurde der zentrale und für Zuschauer wunderbar einsehbare Teil rund um den alten Springplatz beibehalten, die reinen Waldstrecken waren jedoch stark verkürzt. „Der Boden war überall hervorragend präpariert und ließ sich toll reiten“, sagte der Bundestrainer. „Das beweisen ja alleine die 14  Nullrunden in der Zeit, die hier gezeigt wurden.“

Neben den sportlichen Bedingungen hatte sich der Veranstalter auch für das Rahmenprogramm wieder viel Neues ausgedacht. Unter dem Motto "Eventing meets Agiltiy" erlebten die Zuschauer einen Hunde-Parcours mit kleinen Sprüngen, Tunneln, Slalomstangen und  Brücken.  Für die Hundeführer war das Wochenende nicht minder spannend als für die Reiter. Allerdings mussten sie sich in Lonnerbecke erst noch für ihre Deutsche Meisterschaft qualifizieren,

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