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07.08.2015 | 16:26 Uhr | fn-press

WM Ermelo: Franziska Peitzmeier geht in Führung

Westfälin schiebt sich mit Spitzenkür an die Spitze des Feldes / Tim Andrich auf Rang zwei

Ermelo. Riesen Erfolg für die deutsche Equipe bei den Junioren-Weltmeisterschaften im niederländischen Ermelo. Beim ersten U18-Championat in der Geschichte des Voltigiersports konnte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg am zweiten Wettkampftag deutlich nach vorn arbeiten.

Für eine riesige Überraschung sorgte Franziska Peitzmeier. Die junge Frau vom SC Blau-Weiß Ostenland, die in dieser Saison in Brakel trainiert und das WM-Ticket in Krumke gerade noch ergattern konnte, war als letzte Teilnehmerin des Feldes im Zirkel des nationalen Pferdesportzentrums in Ermelo eingelaufen – und kam nach ihrer Kür als strahlende Führende des Gesamtklassements wieder heraus. Die einminütige Choreografie der 16-Jährigen hatte das achtköpfige internationale Richtergremium sichtlich überzeugt. 7,842 Punkte bedeuteten das zweithöchste Ergebnis des Tages, womit sich Peitzmeier an der bis dato führenden Österreicherin Nicole Kirbisch vorbeischob. Peitzmeier steht nun nach der Hälfte des Turniers bei 7,747 Punkten, Kirbisch folgt mit 7,704 Zählern. Einen Mammutanteil am deutschen Erfolg hatte Dorian Gray. Der Vierbeiner, der sich in den Trainingseinheiten in Ermelo noch sehr nervös gezeigt hatte, sorgte an der Longe von Anna Brinkmann für Spitzenresultate in der Pferdenote.

Auf Rang drei rangiert die Französin Manon Moutinho (7,628), die die Kür mit 7,923 Punkten gewann, gefolgt von Emely Kristofics Binder (AUT/7,515). Sophia Stangl liegt mit 7,435Punkten auf Platz fünf. Die junge Dame vom VV Ingelsberg voltigierte mit Adlon und Longenführer Alexander Hartl zu 7,224 Zählern in der Kür. Chiara Congia folgt mit Celebration und Alexandra Dietrich auf Rang sechs. Die Rheinland-Pfälzerin, die beim Auftakt in der Pflicht gepatzt hatte, zeigte hinter Moutinho und Peitzmeier mit 7,778 Punkten die drittbeste Kür und verschaffte sich mit 7,383 Punkten in der Totalen wieder eine gute Ausgangsposition, obwohl eine erneute Medaille – im vergangenen Jahr hatte sie in Ungarn EM-Bronze gewonnen – wohl schwer wird.

Bei den Herren gab es aus deutscher Sicht Licht und Schatten. Der Deutsche Meister Tim Andrich vom Landesverband Berlin-Brandenburg konnte sich mit seinem Pferd Polan und Longenführerin Claudia Westerheide mit einer sehr starken Kür gleich um zwei Plätze verbessern. 7,478 Punkte gab es auf seine Computerspiel-Kampfkunst-Kür. Damit zog der 18-Jährige am WM-Favoriten Lambert Leclezio aus Mauritius vorbei und liegt mit 7,373 Punkten nur hinter Juan Martin Clavijo. Der Kolumbianer zeigte die beste Kür (7,57) und steht aktuell bei 7,492 Zählern. Einen bitteren Rückschlag verbuchte der Bayer Gregor Klehe. Der Ingelsberger ging in seiner Darbietung auf Adlon volles Risiko, stürzte bei einer extrem hoch angesprungenen Bauchwelle und beendete die Kür mit 6,733 Punkten. Damit fiel der 14-Jährige von Platz fünf auf sechs zurück, hat in den beiden folgenden Umläufen aber noch gute Chancen, um Boden gutzumachen und wieder aufzuholen. „Wer so mutig die Bauchwelle anspringt hat meinen Respekt und ist wenigstens mit Pauken und Trompeten abgesegelt. Das passiert den Besten“, sagte Linda Stenzel, langjährige Physiotherapeutin des deutschen Bundeskaders und Voltigierexpertin.

Die Mannschaften hatten heute einen Tag Pause und werden am morgigen Samstag mit ihrer ersten Kür auftreten. Für Deutschland geht der Voltigierverein Ingelsberg mit Lazio und Longenführer Alexander Hartl ins Rennen. Die Bayern wollen einen knappen Pflichtrückstand auf die Österreicher vom Club 43 aufholen.

Den Auftakt des morgigen Tages machen ab 9.30 Uhr die 3*-Einzelvoltigierer mit dem Kürfinale. Hier liegt Deutschland bei den Herren mit Daniel Kaiser (Delitzsch) und Viktor Brüsewitz (Garbsen) in Doppelführung. Die Hamburgerin Kristina Boe rangiert bei den Damen auf Platz drei. FN-press

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