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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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11.05.2015 | 09:15 Uhr | fn-press

Preis der Besten: Bayern dominieren die Voltigierprüfungen

Ingelsberg gewinnt bei den Teams / Caroline Reckordt und Gregor Klehe holen Einzel-Siege

Warendorf (fn-press). Den mit Spannung erwarteten Zweikampf zwischen Deutschlands besten Juniorteams hat der VV Ingelsberg für sich entschieden. Die bayrische Mannschaft von Trainer und Longenführer Alexander Hartl setzte sich beim Preis der Besten in Warendorf gegen die Konkurrenz aus Neuss-Grimlinghausen durch. Bei den Einzelvoltigierern siegten Gregor Klehe (Bayern) und Caroline Reckordt (Westfalen).

Das Teilnehmerfeld war schon vor dem ersten Jahreshöhepunkt stark dezimiert: Die amtierenden Vize-Europameister aus Brakel (WEF) mussten ihren Start in der Warendorfer DOKR-Springhalle – und damit die Chance auf eine erneute Championatsteilnahme – aufgrund einer Verletzung absagen. Auch das Team aus Mainz-Ebersheim konnte nicht anreisen. Lediglich die Sachsen aus Schenkenberg wollten den beiden Top-Teams der letzten Jahre Paroli bieten. Am Ende machten die beiden Favoriten jedoch das Rennen.

Mit 7,513 Punkten gewannen die Ingelsberger vor dem RSV Neuss-Grimlinghausen (7,288), entschieden alle drei Umläufe für sich und knüpften damit an die Erfolgslinie an, nachdem sie beim letzten Aufeinandertreffen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften 2014 ebenfalls triumphiert hatten. An den Preis der Besten aus dem Vorjahr hatten die Süddeutschen allerdings weniger gute Erinnerungen. Nach einem Sturz hatten sie ihren Auftritt abbrechen und die EM-Träume damit begraben müssen. In diesem Jahr wahrten die Schützlinge von Hartl alle Chancen auf das Championat. Und das ist anno 2015 ein ganz Besonderes: Im niederländischen Ermelo wird vom 5. bis 9. August erstmals eine Weltmeisterschaft im U18-Bereich ausgetragen. „Dort kann Geschichte geschrieben werden“, verdeutlicht Bundestrainerin Ulla Ramge.

Entsprechend begehrt ist das Ticket, das seit vielen Jahren auf nationaler Ebene hart umkämpft ist. 2010 vertrat Ingelsberg letztmalig den deutschen Verband, im Anschluss gingen die Vertreter aus Hamburg (2011), Neuss (2012, 2013) und Brakel (2014) auf Bundesmission. Eine Entscheidung fiel stets zu einem frühem Zeitpunkt der Saison. Von diesem Konzept wollten Ramge, Disziplintrainer Kai Vorberg und die Arbeitsgruppe Nachwuchssport vom Voltigierausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) auch 2015 nicht abweichen. „Die besonderen Umstände ließen eine endgültige Nominierung aber nicht zu“, erklärte Ramge. Denn trotz des deutlichen Sieges der Ingelsberger wollte sich das FN-Gremium noch nicht festlegen. „Wir wollen und müssen erst die endgültige Pferdesituation abwarten“, sagte Ramge.

Neuss hatte in der Vorwoche das CVI in Belgien deutlich gewonnen. An diese herausragende Leistung konnten die Rheinländer in Warendorf nicht anknüpfen. „Leider fehlt uns noch die Konstanz, aber ich bin mir sicher, dass wir das im Laufe der nächsten Wochen stabilisieren können“, sagte Trainerin Simone Lang-Wiegele. Zudem stand den Neussern ihr Erstpferd Damiana aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung. Auch auf Ersatzpferd Auxerre machten die RSV-Akrobaten, die in dieser Saison in ihrer Kür das Thema Zeit interpretieren, eine gute Figur. Die Ingelsberger, die auf Lazio an den Start gingen, zeigten ihre Choreografie mit Bezug zum Musical „Annie“. „Es war eine sehr gelungene Leistung und das Wochenende verlief aus unserer Sicht wirklich genial. Die Voltigierer haben gezeigt, dass sie unter Stressbedingungen gute Leistungen abrufen können, darauf bin ich stolz“, sagte Co-Trainerin Regina Burgmayr. Hartl lässt aktuell noch offen, ob Spitzenpferd Lazio für das Senior- oder das Juniorteam auflaufen wird. „Besondere Situationen erfordern besondere Entscheidungen. Wir brauchen einen weiteren Vergleich“, konstatierte Ramge. Dafür wird nun die Deutsche Juniorenmeisterschaft herangezogen, die Anfang Juli im sachsen-anhaltinischen Krumke ausgetragen wird.

In Krumke sollen dann auch die Entscheidungen bei den Einzelvoltigierern fallen. Hoch im Kurs für die Ermelo-Fahrkarten stehen Tim Andrich (Berlin-Brandenburg) und Chiara Congia (Rheinland Pfalz). Beide konnten in Warendorf nicht an den Start gehen – EM-Bronzemedaillengewinnerin Congia aufgrund einer Verletzung schon von vornherein nicht. Andrich erhielt aufgrund einer Fersenprellung von Physiotherapeut Christian Peiler in Warendorf kurzfristig ein Startverbot. „Beide hatten sich in diesem Jahr schon gut präsentiert und haben Dispens“, erläuterte Ramge. Bei den Damen nutzte Caroline Reckordt ihre Chance. Die Westfälin, die mit Elidano und Nina Vorberg im Zirkel unterwegs war, begab sich am zweiten Wettkampftag auf die Überholspur und zog mit 7,379 Punkten noch an der Ingelsbergerin Sophia Stangl vorbei (7,267). Bei den Herren siegte der Ingelsberger Gregor Klehe (6,738) vor Konstantin Näser aus Baden-Württemberg (6,628).

Randnotiz: Die Bayern Gregor Klehe, Sophia Stangl und Julia Sperl hatten sich eigentlich nicht regulär für den Preis der Besten über die Regionalsichtung qualifiziert, wurden aber aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen beim CVI in Italien nachnominiert. „Mit CVI-Siegen ist so etwas möglich. Das ist immer ein gutes Signal“, lautet die Ansage von Ramge.

Die Longlist der Junioren-Einzelvoltigierer für die WM in Ermelo: Chirare Congia (RPF), Franziska Peitzmeier (WEF), Caroline Reckordt (WEF), Julia Sperl (BAY), Sophia Stangl (BAY), Tim Andrich (BBR), Gregor Klehe (BAY), Konstantin Näser (BAW). FN/Daniel Kaiser

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