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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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12.05.2014 | 10:44 Uhr | fn-press

CVI*** Straßburg/FRA: Drewell setzt Ausrufezeichen

Westfale überzeugt Disziplintrainer Kai Vorberg auf französischem Hoheitsgebiet

Straßburg (fn-press). Mit zwei dritten Plätzen sind die deutschen 3*-Senior-Voltigierer aus dem französischen Straßburg heimgekehrt. Im Elsass sicherten sich die Mannschaft Mainz-Laubenheim (Rheinland-Pfalz) sowie Theresa Sophie Bresch (Baden-Württemberg) den Podestplatz. Highlight des Wochenendes war für Co-Bundestrainer Kai Vorberg der Westfale Jannis Drewell.

Beim Sieg der französischen Equipe „Ecuries Cigogne“ (8,138) vor den amtierenden Weltmeistern aus Lütisburg/SUI (8,091) konnte Mainz-Laubenheim, das vor einer Woche im niederländischen Ermelo triumphiert hatte, auf Elevation drei sehr gute Umläufe im Zirkel abliefern und verbuchte am Ende 7,892 Zähler. Da Teammitglied und Bundeskader-Athletin Sophie Hofmann, die sich in Erlemo verletzt hatte, nicht mitstarten konnte, musste die Mannschaft das Programm kurzfristig umstellen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. „Das war in Anbetracht der Kürze der Zeit nicht besser zu machen“, sagte Vorberg. „Aber dadurch ging ein wenig die Vielfalt verloren und offenbarten sich natürlich ein paar gestalterische Mängel“, analysierte der Disziplintrainer, der die deutsche Mannschaft in Straßburg als Equipechef betreute. Insgesamt attestierte der 32-Jährige dem Team um Trainerin und Longenführerin Hanne Strübel eine „souveräne und klasse Leistung“. Das Team Pegasus Mühlacker landete auf Ikarus (Longe: Karin Kiontke) auf Rang vier (7,176). Die Mannschaft des Voltigiervereins Köln-Dünnwald, die im März das erste 3-Sterne-CVI in Doha/Katar gewonnen hatte, konnte das Turnier in Straßburg nicht beenden. Holiday on Ice hatte sich vor dem abschließenden Kürdurchgang im Stallzelt am Kopf verletzt und musste tierärztlich behandelt werden. Das Team um Longenführerin Alexandra Knauf zog seinen Start daraufhin im Interesse des Pferdes zurück.

Bei den Damen vertrat Theresa Sophie Bresch (Tübingen) die deutschen Farben am besten, musste sich im Endergebnis aber mit deutlichem Abstand den Schweizerinnen Simone Jäiser (8,02) und Pascale Wagner (7,743) geschlagen geben. Auf Cyrano, vorgestellt von Doris Marquart, kassierte sie 7,187 Punkte. Positiv auffallen konnte Vanessa Hrastnik vom Voltigierverein Ingelsberg, die auf Adlon mit 7,096 Punkten auf Platz vier kam.

Für das deutsche Highlight des CVIs sorgte Jannis Drewell. Der 22-Jährige vom Ländlichen RFV Hollen zeigte sich in allen drei Programmen sehr erfreulich. „Er war für mich das Glanzlicht des Wochenendes“, sagte Vorberg über die Leistung des Mitglieds der neu eingerichteten FN-Perspektivgruppe Voltigieren. Der deutsche Vizemeister überzeugte vor allem mit kreativen Ausnahmeübungen in Technikprogramm und seiner Kür. „Er war sehr gut im Fluss und hat die eine oder andere kleinere Schwäche mit überragenden Elementen kompensieren können“, analysierte Vorberg und lobte unter anderem die Kür-Choreografie, in der Drewell in dieser Saison einen Shaolin-Mönch interpretiert. „Das kam selbst beim französisch geprägten Richterkollegium sehr gut an“, berichtete Vorberg. Als größten Erfolg schätzt der Equipechef den (Teil-)Sieg im Technikprogramm ein. „Das ist auf französischem Boden natürlich ein Ausrufezeichen.“ Insgesamt musste sich Drewell mit 7,384 Punkten und Platz vier zufrieden geben. Die ersten drei Ränge gingen an das Gastgeberland. Den Sieg holte sich Weltmeister Nicolas Andreani (7,696) vor zwei weiteren Vertretern der Tricolore. „Nur 0,3 Punkte Abstand auf den aktuellen Weltcup-Sieger Andreani sind eine sehr gute Leistung“, sagte Vorberg.

Einen Dreifacherfolg gab es bei den 2*-Junior-Teams. Hier sicherten sich die Bayern vom VV Ingelsberg den Sieg auf Feliciano (Longe: Alexander Hartl) mit 7,256 Punkten vor Köln-Dünnwald (7,044) auf Rubi (Ellen Ohoven) und Bad Friedrichshall (6,57) auf Dario (Hannelore Leiser).

In Hinblick auf die Gesamtleistung merkte Vorberg an, dass das deutsche Team in der Breite über alle Kategorien hinweg nach wie vor sehr gut aufgestellt ist. „Wir sind in nahezu allen Wettbewerben von 3*- bis zu 1*-Prüfungen, also auch im internationalen Einstiegsbereich, meistens auf der ersten Seite der Ergebnislisten vertreten.“ Das zeige, dass sich neben der Spitze auch die nationale mittlere Ebene im internationalen vergleich gut präsentieren kann. FN/Daniel Kaiser

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