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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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26.03.2016 | 21:40 Uhr | Julia Basic

Weltcup-Finale Springen: Christian Ahlmann gewinnt zweite Teilprüfung

Marcus Ehning vor Entscheidung am Montag auf aussichtsreicher Position

Göteborg/SWE (fn-press). Christian Ahlmann ist zurück in der Spur. Nachdem er sich am ersten Tag des Weltcup-Finales der Springreiter mit Colorit noch zwei Abwürfe geleistet hatte, siegte er in der zweiten von drei Teilprüfungen mit Taloubet Z souverän. Insgesamt sieht es für die deutschen Starter vor dem finalen Springen am Montag gut aus. Marcus Ehning liegt im Gesamtklassement auf aussichtsreichster Position – Rang zwei. In der zweiten Teilprüfung erreichte auch er, genau wie Marco Kutscher, das Stechen. Die beiden belegten mit jeweils acht Strafpunkten die Ränge fünf beziehungsweise sechs. Daniel Deußer und Cornet d’Amour unterlief bereits im ersten Durchgang ein Fehler, dennoch liegen die beiden vor dem entscheidenden Springen am Ostermontag auf Rang drei des Gesamtklassements. Niklas Krieg zählt weiterhin zu den besten 15 Startern.

Im Stechen mussten Ahlmann (Marl) und sein niederländischer Hengst Taloubet Z, mit dem er 2011 in Leipzig die Weltcup-Gesamtwertung schon einmal gewann, vorlegen. Sie gingen als erste Starter in die entscheidende Runde – doch das machten sie so souverän, dass sich keines der folgenden sechs Paare mehr an ihnen vorbeischieben konnte. Bei 36.85 Sekunden stoppte die Zeit – die mit Abstand kürzeste an diesem Abend. „Ich habe einfache ein unglaublich schnelles Pferd. Und ich wusste, dass das meine einzige Chance ist, im Ranking weiter nach vorne zu kommen“, sagte Ahlmann. „Also habe ich mir vorgenommen, meine Kollegen unter Druck zu setzen. Das war die einzige Option.“ Somit schob sich Ahlmann in der Gesamtwertung auf Rang zehn vor.

Zwar kamen auch Dennis Lynch und sein Hannoveraner-Hengst All Star (von Argentinus/Alme) ebenfalls ohne Strafpunkte ins Ziel, doch weitaus langsamer (41.42sec) als das Siegerpaar. Auf Platz drei folgte der Niederländer Harry Smolders (4/39.18), vor Titelverteidiger Steve Guerdat (4/40.24) aus der Schweiz, der den westfälischen Cornet-Obolensky-Sohn Corbinian gesattelt hatte. Guerdat führt die Gesamtwertung nach der zweiten Teilprüfung an.

Einen souveränen ersten Durchgang zeigten vor den knapp 11.000 Zuschauern im Göteborger Scandinavium auch Marcus Ehning (Borken) und sein westfälischer Landbeschäler Cornado NRW (von Cornet Obolensky/Acobat). Jedoch im Stechen fielen zwei Stangen – das bedeutete Rang fünf. Im Gesamtklassement liegen die beiden aber aussichtsreich auf Platz zwei. Ehning könnte am Montag seinen vierten Weltcup-Gesamtsieg feiern – das wäre ein Rekord. Rang drei teilen sich Smolders und der gebürtige Hesse Daniel Deußer (Mechelen/BEL). Ihm und seinem Westfalen Cornet d’Amour, mit dem er bereits 2014 in Lyon das Weltcup-Finale gewonnen hatte, wurde am Samstagabend die dreifache Kombination schon im ersten Durchgang zum Verhängnis – Platz 12.

Besser lief es für Marco Kutscher (Bad Essen), der mit seiner westfälischen Chacco-Blue-Tochter Chaccorina als dritter Deutscher das Stechen erreichte. Die zehnjährige Stute hatte den ersten Durchgang souverän gemeistert. „Es war schon stark, dass wir überhaupt ins Stechen gekommen sind“, sagte Kutscher. „Dort hätte ich vor dem Oxer das Tempo vielleicht ein bisschen rausnehmen müssen. So sind im Eifer des Gefechts dann diese zwei Fehler passiert. Aber trotzdem freue ich mich, weiterhin so gut dabei zu sein.“ Platz neun nehmen Kutscher und Chaccorina im Gesamtklassement ein.

Auch Niklas Krieg hält mit seiner Holsteinerin Carella (von Clearway/Concerto II) bei seiner Weltcup-Final-Premiere weiter gut mit. Die beiden erwischten einen guten Start in den ersten Durchgang – bis zur letzten Kombination, an der zwei Stangen fielen. Doch auch das fünfte deutsche Paar reiht sich in der Gesamtwertung vor dem entscheidenden Tag unter den besten 15 Paaren ein. Das kann sich sehen lassen und stimmt Bundestrainer Otto Becker durchweg optimistisch.

Die finale Prüfung der Springreiter beginnt am Ostermontag um 13 Uhr. Am morgigen Sonntag steht bereits die Entscheidung um den Gesamtsieg im Weltcup-Finale der Dressurreiter an. Die Grand Prix Kür steht um 13.15 auf dem Programm. Die beiden deutschen Starterinnen Jessica von Bredow-Werndl und Fabienne Lütkemeier sind mit dabei.

Alle Ergebnisse und den Zwischenstand der Gesamtwertung des Weltcup-Finales in Göteborg gibt es hier: www.longinestiming.com/#!/show-jumping/2016/1140/html/en/longinestiming/index.html

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