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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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17.01.2016 | 20:00 Uhr | Julia Basic

Leipzig: Niklas Krieg sorgt für Überraschungssieg im Weltcup-Springen

22-jähriger setzt sich mit Carella gegen hochklassiges Starterfeld durch

Leipzig (fn-press). Und plötzlich stand er im Rampenlicht. Fotos, Interviews, Pressekonferenz – so richtig realisierte Niklas Krieg am Sonntag nicht wie ihm geschah. Der Baden-Württemberger startete mit seiner Holsteinerin Carella zum ersten Mal in einem Weltcup-Springen und schnappte sich auf Anhieb den Sieg im Rahmen des internationalen Turniers Partner Pferd in der Leipziger Messehalle. Am Donnerstag feierte Krieg (Villingen-Schwenningen) seinen 22. Geburtstag, drei Tage später machte er sich selbst damit das größte Geschenk.

14 Starter hatten es ins Stechen geschafft, darunter drei Deutsche, alle drei nicht älter als 30 Jahre alt. Als fünfter Starter gelang Guido Klatte (Lastrup) im ersten Umlauf mit dem neunjährigen Wallach Quinghai (von Quidam de Revel/Cordalme) die erste Nullrunde aus deutscher Sicht. Qinghai stammt aus dem Springpferdezuchtverband Oldenburg International und wurde fünfjährig Bundeschampion. Mit seinem 20-jährigen Reiter behauptete er sich im Leipziger Weltcup gut, im Stechen verzeichneten die beiden vier Strafpunkte und belegten in 39.76 Sekunden Rang neun. Für Klatte war das Abschneiden in Leipzig eine weitere Bestätigung seiner Top-Form. Im vergangenen Jahr hatte er das Finale von Deutschlands U25 Springpokal in Aachen gewonnen, außerdem die Einzel-Bronzemedaille bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter sowie Silber mit der Mannschaft. Eine weitere Top-Ten-Platzierung gelang in Leipzig dem 30-jährigen Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit dem bayerischen Wallach Liberty Son (von Clooney/Lord). Die beiden leisteten sich ebenfalls nur einen Abwurf und kamen in 40.14 Sekunden auf den zehnten Platz.

Niklas Krieg und seine zwölfjährige Holsteinerin Carella (von Clearway/Concerto) fanden den effektivsten Weg durch den von Frank Rothenberger gebauten Parcours. Mit 38.04 Sekunden gelang ihnen die mit Abstand schnellste Zeit. Selbst der erfahrene Ire Denis Lynch kam mit seinem Hannoveraner All Star (von Argentinus/Alme) nicht mehr an Krieg und Carella heran. 41.04 Sekunden bedeuteten Rang zwei. Auf dem dritten Platz folgte in 46.85 Sekunden der Niederländer Harrie Smolders mit Don VHP Z, die nun mit 51 Punkten auch den dritten Platz im Weltcup-Ranking belegen.

„Das ist einfach unglaublich. Mein erster Weltcup und dann gleich ein Sieg. Ich hätte nie daran geglaubt, hier gewinnen zu können“, sagte Krieg nach der Siegerehrung. Der 22-Jährige hat ein erfolgreiches Jahr 2015 hinter sich. In Mannheim siegte er mit Carella bei der Etappe des U25-Springpokals und durfte am Finale in Aachen teilnehmen. 2014 hatten die beiden mit dem deutschen Team die Goldmedaille bei der EM der Jungen Reiter gewonnen, 2015 die Silbermedaille. „Carella steht bei uns im Stall seit sie zwei Jahre alt ist. Sie ist eine kleine Diva, aber wir sind ein richtig gutes Team und wie beste Freunde“, sagte Krieg.

Im Gegensatz zur jungen deutschen Garde gab es für die erfahrenen deutschen Springreiter diesmal nur wenige Weltcup-Punkte. Der Führende im Gesamtklassement, Christian Ahlmann, leistete sich mit Colorit einen Abwurf, steht mit 77 Punkten aber weiterhin an der Spitze des Weltcup-Klassements, denn der Zweitplatzierte Franzose Simon Delestre konnte ihn in Leipzig nicht einholen (61 Punkte). Ludger Beerbaum hatte zum ersten Mal sein neues Pferd Casello im Weltcup gesattelt. Der Holsteiner von Casall/Carolus hinterließ in Leipzig aber einen guten Eindruck, leistete sich im ersten Umlauf einen Fehler und sicherte sich mit dem dem 15. Platz noch zwei Punkte. „Er ist ein erfahrenes Pferd und für Ludger eine weitere Alternative im Hinblick auf Rio“, sagte Otto Becker. Der Bundestrainer zog in Leipzig ein insgesamt positives Fazit. „Mich freut es vor allem, dass unseren jungen Reiter hier mit der Weltspitze so gut mithalten konnten. Niklas hat uns natürlich alle überrascht, das war wirklich klasse. Für die anderen gilt es jetzt in Zürich und Bordeaux noch Weltcup-Punkte zu sammeln, um die Final-Teilnahme perfekt zu machen.“

Mehr Informationen über Niklas Krieg gibt es auf der Internetseite der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport unter www.spitzenpferdesport.de

Die vollständigen Ergebnisse aus Leipzig und den aktuellen Weltcup-Stand gibt es außerdem unter www.engarde.de/events/129

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