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27.07.2014 | 20:15 Uhr | Uta Helkenberg

EM Springen Arezzo: Silber und Bronze zum Abschluss

Kaya Lüthi wird Vizeeuropameisterin der Jungen Reiter, Laura Klaphake gewinnt Bronze

Arezzo/ITA (fn-press). Ein Krimi könnte kaum spannender sein: Bei den Europameisterschaften der Nachwuchsspringreiter im italienischen Arezzo hat zum Abschluss Einzelreiterin Kaya Lüthi (Aach) mit Pret a Tout die Silbermedaille bei den Jungen Reitern gewonnen, für Laura Klaphake (Steinfeld) mit Nifrane de Kreisker gab es Bronze.

Die deutschen Jungen Reiter waren in diesem Jahr so stark wie schon lange nicht mehr. „Im Grunde hatten alle fünf die Chance auf den Titel“, sagte Bundestrainer Markus Merschformann, der in diesem Jahr erstmals die Junioren und Jungen Reiter zum Championat begleitete. Souverän gewannen Angelina Herröder (Büttelborn) mit Abc Trixi, der ehemalige Junioren-Europameister Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Cooper, Niklas Krieg (Villingen/Schwenningen) mit Carella und Schlussreiterin Laura Klaphake die Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Mit ihren Leistungen zogen alle vier Teamreiter, aber auch Einzelreiterin Kaya Lüthi im Sonntag ins Finale ein, die Damen Herröder, Lüthi und Klaphake sogar an der Spitze des Feldes.

Bereits der erste Finalumlauf brachte jedoch Veränderungen. Mit einer Nullrunde übernahm Lüthi die Führung, während Klaphake und Herröder mit einem Abwurf je zwei Plätze zurückfielen. Dank einer fehlerfreien zweiten Runde konnte Laura Klaphake jedoch in die Medaillenränge zurückkehren. Bei Preis-der-Besten-Siegerin Angelina Herröder kamen jedoch zwei weitere Abwürfe hinzu, sie wurde Zehnte. „Sie hat hier eine Goldmedaille mit der Mannschaft gewonnen, das zählt. Alles, was dann in der Einzelwertung dazu kommt, ist obendrauf. Das ist auch im großen Sport bei den Senioren so“, tröstete Bundestrainer Markus Merschformann. Dies gilt auch für Maurice Tebbel, der am Ende Siebter wurde, sowie Niklas Krieg, der nach den guten Vorleistungen am letzten Tag etwas den Faden verlor und die EM auf Platz 25 beendete.

Beinahe hätte es noch zu Gold für Einzelreiterin Kaya Lüthi gereicht. Als Führende war sie die allerletzte Starterin dieser EM. Als in der Dreifachen eine Stange fiel, war zwar der Titel weg - er ging an die Schwedin Irma Karlsson mit Cornet - aber der Vorsprung reichte für die Silbermedaille. „Alle fünf waren hier einfach spitze. Und es toll, dass alle mit einer Medaille belohnt werden“, sagte Equipechefin Heidi van Thiel.

Gut geschlagen hatten sich zuvor schon die Children, deren EM einer wahren Achterbahnfahrt glich. Vom Unwetter, das zum Abbruch einer Prüfung führte, über einen Nationenpreis-Krimi mit Stechen um Team-Bronze bis hin zu einem spannenden Finale war alles dabei. Am Sonntag starteten dann 13 Paare mit weißer Weste in Finale, von denen am Ende vier übrigblieben. In einem Stechen machte der Brite Robert Murphy mit Del Fuego das Rennen vor Lorenzo Sciacca aus Italien mit Webster und Elisa Mellec (Frankreich) mit Renarde Rumel. Deutsche waren im Stechen nicht dabei, nachdem Laura Hetzel (Goch) mit Quanita einen Fehler und Marec Dänekas (Holtland) mit City zwei Fehler im ersten Umlauf verzeichnen mussten. Beeke Carstensen (Sollwitt) gelang mit Venetzia  zwar die Doppel-Null, allerdings hatte sie bereits vier Strafpunkte ins Finale mitgebracht. „Das waren heute Bilderbuchrunden von Beeke. Schade, dass sie in der zweiten Nationenpreisrunde diesen Flüchtigkeitsfehler gehabt hat“, sagte der für U14-Reiter zuständige Bundestrainer Eberhard Seemann. Laura Hetzel und Beeke Carstensen belegten am Ende zusammen mit drei weiteren Teilnehmern Platz sieben, Marec Dänekas landete auf Platz 18.

Als beste Deutsche beendete Preis der Besten-Siegerin Theresa Ripke mit Calmado die Europameisterschaften der Junioren. Die Tochter der ehemaligen Deutschen Meisterin Cora Ackermann und Nationenpreisreiter Andreas Ripke aus Steinfeld in Schleswig-Holstein, landete mit gerade einmal einem Abwurf in fünf Runden auf Platz sechs. Nach der ersten Prüfung, die erstmals auch bei den Junioren als Zeitspringen ausgetragen wurde, rangierte sie noch auf Platz 35, arbeitete sich dann aber kontinuierlich nach oben. Etwas Pech hatten ihre Mitstreiterinnen Teike Carstensen (Sollwitt) mit Cara Mia und Leonie Krieg (Villingen-Schwenningen) mit Champerlo. Nach dem Gewinn von Mannschafts-Bronze (zusammen mit Laura Strehmel mit DSP Lucie) waren auch sie ins Finale eingezogen, mussten dort aber jeweils acht Strafpunkte in Kauf nehmen. Sie beendeten die EM auf Platz 22 beziehungsweise 23. Neue Junioren-Europameisterin ist Amalie Hegre (Norwegen) mit Remedy vor dem Belgier Gilles Thomas mit Conaro und der Britin Jessica Mendoza mit Spirit T. 

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