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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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16.01.2016 | 17:00 Uhr | Julia Basic

Christian Ahlmann gewinnt erneut Championat von Leipzig

Fünf deutsche Reiter im Stechen, Felix Haßmann auf Rang zwei

Leipzig (fn-press). Und wieder Christian Ahlmann. Der 41-jährige Springreiter aus Marl hat zum zweiten Mal in Folge das Championat von Leipzig gewonnen und seine derzeit atemberaubende Erfolgsserie weiter ausgebaut. Nach den Weltcup-Siegen in Stuttgart, Madrid und Mechelen und dem Sieg im großen Preis von Basel sicherte sich Ahlmann nun mit dem westfälischen Hengst Cornado II auch die goldene Schleife im Hauptspringen des vorletzten Tages des internationalen Turniers Partner Pferd in Leipzig. Zweiter wurde Felix Haßmann (Lienen) mit Horse Gym’s Balance.

„Wenn’s läuft, dann läuft’s. Ich genieße diese Zeit, weil ich weiß, dass es auch ganz schnell wieder anders kommen kann“, kommentierte Ahlmann seinen Sieg ganz pragmatisch. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Marler mit Aragon Z das Championat von Leipzig gewonnen. „Aragon kenne ich inzwischen so lange, bei ihm weiß ich genau, dass er im Stechen extrem schnell sein kann. Heute habe ich mit einem Sieg aber überhaupt nicht gerechnet“, sagte Ahlmann. Der elfjährige Schimmelhengst Cornado II (von Cornet Obolensky/Acobat I) habe in seinem Leben bisher viel Pech mit Verletzungen gehabt, das habe ihn immer wieder zurückgeworfen. „Deshalb hat er mit seinen elf Jahren auch noch nicht die ganz große Erfahrung“, erklärte Ahlmann. „Jetzt ist er aber auf einem guten Weg und ganz sicher ein Pferd für die Zukunft, das in den großen Parcours vorne mitspielen kann.“ Die Olympischen Spiele habe er bereits im Blick, seine Spitzenpferde Taloubet Z und Codex One würden bis dahin nur sparsam und ganz gezielt eingesetzt werden. Unheimlich sei ihm seine derzeitige Erfolgssträhne nicht. „Meine Pferde sind momentan einfach super in Form, darauf darf man sich aber nicht ausruhen. Man muss sehr aufpassen, dass das auch so bleibt, alle gut pflegen, und das ganze Team muss dahinter stehen“, so Ahlmann.

Insgesamt schafften es am Samstag zehn Reiter ins Stechen, davon fünf Deutsche. Der Schweizer Paul Estermann hatte mit dem Oldenburger Lord Pepsi (Lord Pezi/Santander) in 42.97 Sekunden die erste Nullrunde gedreht und belegte Rang vier. Auf den dritten Platz schafften es Gert-Jan Bruggink (NED) und sein AES-Wallach Vampire. Das letzte Paar, das Ahlmann und Cornado II noch vom Thron hätte stoßen können, waren Felix Haßmann (Lienen) und seine westfälische Stute Horse Gym’s Balance (von Balou du Rouet/Libris). 40.37 Sekunden benötigten die beiden für den Stechparcours, damit trennte sie letztlich nur ein Wimpernschlag vom Siegerpaar, das in 40.07 Sekunden ins Ziel rauschte. Mit Horse Gym’s Balzaci steht auch der ebenfalls erfolgreiche große Bruder von Balance in Haßmanns Stall. „Die beiden machen sehr viel Spaß und kämpfen im Parcours immer super mit“, sagte Felix Haßmann.

Marco Kutscher (Bad Essen) belegte mit dem Holsteiner SIEC Carsten (von Cassini I/Quinar) und vier Strafpunkten Rang fünf, gefolgt von Philipp Weishaupt (Riesenbeck) und dem Hannoveraner Chico (von Cordalme Z/Sandro), mit ebenfalls vier Strafpunkten. Andreas Kreuzer (Marienheide) belegte mit seiner KWPN-Stute Zerafina Platz zehn (zwölf Strafpunkte).

Die TV-Übertragung im MDR kommentierte mit Toni Haßmann (Münster) der Bruder des Zweitplatzierten. Er konnte selbst nicht starten, weil er sich im Eröffnungsspringen am Donnerstag bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte.

Mehr Ergebnisse gibt es unter www.engarde.de/events/129

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