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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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01.02.2015 | 23:24 Uhr | fn-press

Calvin Böckmann gewinnt Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter

Platz zwei und drei für Jill Klupiec und Victoria Elbers

Verden (fn-press). Seine Cousine Leonie-Celine Böckmann hatte es 2014 vorgemacht, dieses Jahr heimste Calvin Böckmann (13) mit Soprano vom Landesverband Weser-Ems den Titel im Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter, der Höveler Trophy (FN), ein. Im Finale mit Ponywechsel setzte sich der EM-Bronzemedaillengewinner der Ponyvielseitigkeitsreiter in Verden mit einem Endstand von 16,8 Punkten gleich gegen drei Mädchen durch. Er verwies die Rheinländerin Jill Klupiec (16,6) und seine Verbands-Kollegin Victoria Elbers (15,9 Punkte) auf die Plätze zwei und drei. Vierte wurde Mylen Kruse vom gastgebenden Pferdesportverband Hannover (15,7).

Dabei hatte zuerst alles für einen Heimspiel für die Niedersächsin Mylen Kruse (15) mit Lord Lennox ausgesehen. Sie war mit 8,7 als Führende der Ponystilspringprüfung Klasse M*in das Finale mit Ponywechsel eingezogen und hatte auch im L-Stilspringen am Vortag mit 8,4 (Rang zwei) ein gutes Ergebnis vorgelegt. Am Ende reichte es mit dem Fremdpony von Calvin Böckmann nach zwei Fehlern und einer Note von 7,0 aber nur für den vierten Platz (15,7). Die Chance, sich den Richtern am zweiten Tag von ihrer besten Seite zu präsentieren, nutzte vor allem die 13-jährige Victoria Elbers, ebenfalls für Weser-Ems am Start, mit der routinierten 18-jährigen Ponystute Patty. Mit Platz neun am Vortag (7,4) rangierte sie noch im Mittelfeld, katapultierte sich aber dann mit einer 8,5 direkt ins Finale der besten Vier. Die Richter sahen „rhythmisches Reiten und eine gute Linienführung“. Kommentiert wurden alle Ritte übrigens von Springreiter Toni Haßmann (Lienen), der selbst sehr erfolgreich im Ponyspringsattel unterwegs war. „Ich kann gut nachvollziehen, wie sich das für euch anfühlt, vor so einer beeindruckenden Kulisse hier in Niedersachsenhalle zu reiten.“ Im M*-Parcours mit Standardanforderungen waren neben den guten Sitzgrundlagen auch fleißiges Reiten nach vorne, das Ausreiten der Linien sowie ein Übergang zum Trab gefragt.

„Es hat heute einfach alles gut geklappt. Ich hatte schon ein sehr gutes Gefühl mit meinem eigenen Pony Soprano, aber mit Mylens Lord Lennox lief es einfach super. Während der Prüfung wurde er sogar immer besser“, freute sich Sieger Calvin Böckmann, der von Mutter Simone Böckmann trainert wird und ein noch ein jüngeres Springpony im Stall hat. Parallel ist er außerdem auf Großpferden unterwegs: 2014 wurde der Allrounder in der Altersklasse Children Vierter beim Preis der Besten. Zu seiner Stilnote mit dem eigenen Pony Soprano (8,3) addierte sich noch eine 8,5 mit dem rittigen Lord Lennox. „Calvin ist ein sehr routinierter Reiter mit einer soliden Grundausbildung und einer großen Portion Ehrgeiz. Da er gleichzeitig sehr erfolgreich Vielseitigkeit reitet, stehen ihm nun die Wege in beiden Disziplinen offen“, so Bundestrainer Peter Teeuwen (Hanstedt).

„Calvin hält hier die Fahne für die Jungs im Reitsport hoch. Er hat wirklich ein klasse Distanzgefühl und drehte eine sehr rhythmische Runde. Das Pony stand einfach sehr gut an den Hilfen“, lautete der Richterkommentar. Für die Siegerin des Vortages (8,6), der 15-jährigen Jill Klupiec, sprang durch ein Fehler mit der Stute Patty von Victoria Elbers am Ende eine 8,0 heraus. Dabei hatte sie mit ihrem 14-jährigen westfälisch gezogenen Pony Montpellier schon gut vorgelegt (8,6). „Jill sitzt sehr ausbalanciert und hat ihr Pony auch zwischen den Sprüngen schön gearbeitet und es gut von der Hand wegbekommen“, lobten die Richter.  Die 13-jährige Victoria Elbers musste im Gegenzug Jills Pony durch den Parcours steuern. Gleich am ersten Hindernis fiel die Stange. Das kostete wertvolle Punkte für die Endabrechnung. Aber es reichte mit einer 8,5 und einer 7,4 noch für den dritten Platz. Mit den Leistungen im gesamten Feld war Peter Teeuwen sehr zufrieden. „Wir haben jetzt einen Generationenwechsel, da einige routinierte Paare der letzten Jahre aus Altersgründen nicht mehr dabei sind. Aber die jungen Talente haben wirklich gute Ponys unter dem Sattel und werden von ihren Familien im Sport bestens unterstützt.“ Bundesjugendwartin Heidi van Thiel (Essen) bedankte sich beim Veranstalterteam der VER-Dinale: „Das war ein Top-Ereignis und eine optimale Plattform für unsere Jugend im Ponyspringsport.“ Und Toni Haßmann fügte hinzu: „Ich bin mir sicher, dass einige der jungen Talente uns später auf Championaten vertreten werden.“ Bei ihm selbst ist das Konzept der Nachwuchsförderung ja auch bestens aufgegangen. Bei der VER-Dinale gewann er übrigens im Anschluss das Finale der Mittleren Tour. FN/ Tina Pantel

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