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08.07.2015 | 13:00 Uhr | fn-press

EM Aachen 2015: "Reining? Da ist richtig was los!"

Interview mit Frank Kemperman

Aachen (fn-press). Reining ist eine von fünf Disziplinen der Europameisterschaften in Aachen vom 11. bis 23. August. Im Gespräch erzählt Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), was in den kommenden Wochen die dringendsten Aufgaben sind, und warum die Europameisterschaften eine große Chance für die Reiner sind.

Frage: Zwei Monate noch bis zum Beginn der Europameisterschaften
Frank Kemperman: …und die Vorfreude bei uns allen ist riesig. Ich hoffe, dass sich alle noch gut an die tolle WM im Jahr 2006 erinnern. Eigentlich möchten wir da weitermachen, wo wir damals aufgehört haben.

Frage: Reining gehört nicht zu den CHIO Aachen-Disziplinen…
Kemperman: So ist es, daher haben wir uns mit Johannes Orgeldinger auch wieder einen erfahrenen Experten ins Team geholt. Die Reiner hier zu haben, ist aber nicht nur für das traditionelle CHIO-Publikum spannend, sondern auch für die Reiner. Denn sie sind eine sehr gut funktionierende, aber in sich geschlossene Gemeinschaft. Wir bieten die Möglichkeit, sich einem riesengroßen Publikum zu öffnen. Nicht nur vor Ort, sondern insbesondere via Live-TV-Übertragungen. Außerdem werden viele hundert Journalisten akkreditiert sein und über den Sport berichten. Andersrum können die anderen Sportler auch mal beim Westernreiten reinschnuppern.

Frage: Was ja durchaus Ihrem Konzept entspricht.
Kemperman: So ist es. Fünf Disziplinen – ein Ort. Das ist unsere Idee. Dazu gehört nicht nur, dass alle Wettkampfstätten in fußläufiger Distanz zueinander liegen, sondern selbstverständlich auch der Austausch der Disziplinen untereinander. Wir werden rund 60 Reiner hier haben, mal sehen wie viele von ihnen die Gelegenheit nutzen, die anderen Disziplinen zu besuchen.

Frage: Am 14. August geht das erste Reining-Pferd in die Bahn. Was ist bis dahin noch zu tun?
Kemperman: Mit dem Deutsche Bank Stadion haben wir eine tolle Arena für die Reiner. Wir werden das Stadion überdachen und natürlich den Boden austauschen. Aktuell liegt noch der Geomix-Boden für die Dressurreiter drin. Sobald das Dach steht, kommt der neue Boden: Lehm als Untergrund und dann Sand.

Frage: Wie kommt das Dach aufs Stadion?
Kemperman: Die größten Teile werden reingeschoben und dann dort aufgebaut. Wir arbeiten mit einer niederländischen Spezialfirma zusammen, die mit solchen Zeltdach-Konstruktionen viel Erfahrung hat. Jetzt Anfang Juli geht es los, Mitte Juli wird alles fertig sein.

Frage: Wie ist Ihre Erinnerung an das Jahr 2006, als Reining bereits Bestandteil der Weltreiterspiele in Aachen war?
Kemperman: Oh, das war laut, da war aber mal richtig was los, da haben unsere Reining-Fans mächtig viel Krach gemacht. Es war ein Erlebnis, dabei zu sein und ich freue mich bereits wieder riesig drauf.
Das Interview führte Ramona Billing.

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