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18.01.2015 | 14:52 Uhr | Susanne Hennig

Leipzig: Koss de Ronde gewinnt letzte Etappe

Christoph Sandmann und Georg von Stein fahren zum Weltcup-Finale

Leipzig (fn-press). Das Publikum in der Leipziger Messehallte hielt den Atem an, als der Marathonwagen des niederländischen Vierspännerfahrers Ijsbrand Chardon in rasanter Kurve von den Rädern kam und umfiel. Passiert ist nichts, aber sein sicherer Sieg war dahin. Den fuhr sein Landsmann Koos de Ronde nach Hause. Georg von Stein als einziger deutscher Teilnehmer rangierte an sechster Stelle.

Die erste Runde fuhr er Bestzeit und der Sieg im Finale der besten drei Fahrer im Weltcup der Vierspännerfahrer schien zum Greifen nah. Doch in einer scharfen Kurve des Parcours kam das Gespann des Niederländers Ijsbrand Chardon aus der Balance, Fahrer und Beifahrer sprangen herunter, der Wagen kippte auf die Seite – der einstige Weltmeister war ausgeschieden. „Ich weiß auch nicht, wieso das passiert ist. Ich habe keinen Fehler gemacht, der Parcours war gut und schnell zu fahren“, sagte der 54-jährige Chardon.

Auf Chardons Teilnahme am Weltcup-Finale in Bordeaux vom 6. bis 8. Februar in Bordeaux hatte der Zwischenfall keinen Einfluss, denn er ist bereits qualifiziert. Dafür konnte sich sein niederländischer Kollege Koos de Ronde über den Sieg freuen (242,34 Sekunden), denn Multichampion und Seriensieger Boyd Exell war diesmal nicht in Topform. Zwei Abwürfe im Umlauf hatten sein Konto bereits belastet, so dass er mit deutlichem Abstand Zweiter wurde (251,99). Der in der finalen Runde ausgeschiedene Chardon bleibt auf Rang drei.

Der Schweizer Werner Ulrich fuhr im Umlauf auf den vierten Platz (138,26), gefolgt von dem Ungarn Joszef Dobrovitz (138,57) und Georg von Stein (154,11), der drei Bälle von den Kegeln kullern ließ. „Ich habe nicht so einen glücklichen Tag gehabt, im zweiten Hindernis hatte ich außerdem Probleme mit den Leinen", sagte der 42-Jährige aus dem südhessischen Modautal.

Sein Ticket fürs Weltcup-Finale hat von Stein gelöst, wenngleich Irritationen um das FEI-Reglement den Start zwischenzeitlich ausgeschlossen hatten. Zunächst war nämlich gesagt worden, der ausgeschiedene Chardon bekäme keine Punkte. Dies hätte bedeutet, dass der fünftplatzierte Ungar Jozsef Dobrovitz die Punkte für Platz vier bekommen hätte, und dann hätte er Georg von Stein überrundet und ihm den Final-Platz weggenommen. Der belgische Chefrichter Mark Wentein führte ein paar Telefongespräche mit der FEI und gab dann Entwarnung: „Das Reglement muss anders ausgelegt werden. Chardon ist auf Platz drei, und dafür bekommt er auch Punkte. Nur wenn man im Umlauf ausscheidet, dann gibt es nichts.“ Die Diskussionen kamen zu einem Ende und Georg von Stein darf sich nun doch auf Bordeaux freuen. Zwar liegt er punktgleich mit dem Ungarn auf Platz sechs, kann aber als Tbeste Platzierung einmal Rand zwei nachweisen, was dem Ungarn nicht gelingt. Und die bessere Platzierung entscheidet bei Punktgleichheit über die Finalteilnahme. Leicht zu durchschauen sind Reglement und Rechenformel des Vierspänner-Weltcups jedenfalls nicht, wie Richter Mark Wentein zugab.

Folgende Fahrer machen in drei Wochen den Wettstreit um den Weltcup-Gesamtsieg unter sich aus: Titelverteidiger Boyd Exell (Australien), Ijsbrand Chardon und Koos de Ronde (Niederlande), Frederic Persson (Schweden) sowie die deutschen Deutschen Christoph Sandmann und Georg von Stein.

Ergebnisse: www.engarde.de

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