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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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25.07.2013 | 14:43 Uhr

EM Pony Arezzo: Deutsche Ponydressurreiter holen erneut Team-Gold

Deutschland gewinnt Gold - Silber und Bronze gehen in die Niederlande und England

Arezzo/ ITA (fn-press). Nach 2011 und 2012 konnten sich die jüngsten deutschen Dressurreiter bei den Pony-Europameisterschaften im italienischen Arezzo zum dritten Mal in Folge Mannschaftsgold sichern. Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern) freute sich über den gelungenen Auftakt im Dressurviereck.

In der Besetzung Nadine Krause (Bad Homburg) mit Danilo, Sophie Kampmann (Hamburg) mit Voyager, Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) mit Deinhard B sowie Hannah Cichos (Gelsenkirchen) mit Equistricons Lord Champion holten die vier deutschen Ponyreiterinnen in der Mannschaftswertung 2013 erneut Gold. Ponys und Reiterinnen vergossen bei Temperaturen von weit über 40 Grad jede Menge Schweiß für ihren goldenen Medaillen-Satz. Noch vor den heißesten Nachmittagsstunden fiel die Mannschafts-Entscheidung in Arezzo. Aus dem EM-Team von 2012 waren Semmieke Rotenberger (13) und Nadine Krause (14) vertreten, Hannah (15) und Sophie (15) schnupperten erstmals EM-Luft in Italien – und das sehr erfolgreich. Team-Gold mit insgesamt 225,795 Prozent ging an die Endres-Girls. Hauchdünn dahinter auf dem Silberrang folgte die niederländische Mannschaft mit 221,513 Prozent. Über Bronze freute sich diesmal das englische Team (219,667 Prozent), das auch die beste Reiterin in der Einzelwertung stellte: Phoebe Peters mit St. Lucci (77,795 Prozent).

Mit Top-Leistungen legten am Mittwoch bereits Nadine Krause als beste Teamreiterin (75,692, Platz drei) und Sophie Kampmann (75,513, Platz vier) die Punkte-Basis für das deutsche Team-Gold. „Topfit und frisch hat Nadine ihren Danilo präsentiert. Dabei konnten die beiden vor allem in der Galopptour mit vielen Achter-Noten punkten. Das war aus einem Guss und cool geritten. Sophie konnte ebenfalls in der Galopptour ordentlich Punkte sammeln. Die Anlehnung war sehr gleichmäßig immer mit der Nase leicht vorn. In den Verstärkungen hat sie alles riskiert. Für die einfachen Galoppwechsel zogen die Richter sogar einmal die Höchstnote Zehn“, lobte Cornelia Endres.

Die diesjährige Preis der Besten-Siegerin Semmieke Rothenberger hatte bei ihrem ersten Auftritt im Viereck bei der EM etwas Pech. Auf dem Vorbereitungsplatz ging ihr Erfolgshengst Deinhard B noch so gelassen wie immer, aber am kurz nach dem Einritt „hatte er sich vor irgendetwas verjagt“ (O-Ton Endres). „Deswegen ging Deinhard B im ersten Prüfungsteil etwas spannig. Aber Semmie hat das toll gemanaged, dann am Schluss nochmal richtig Punkte geholt und immer die Nerven behalten“, berichtet die Bundestrainerin. „Ich schaue nach vorne und gucke, was ich morgen besser machen kann“, ließ sich Semmieke nicht aus der Ruhe bringen. Sie holte für die Mannschaft 71,846 Prozent. Da die Niederländer nach drei Ritten den Deutschen gefährlich nah kamen - Lisanne Zoutendijk und Champ of Class wurden mit 75,821 Prozent Zweite in der Einzelwertung - lastete nun besonders viel Druck auf der deutschen Schluss-Reiterin Hannah Cichos mit Equestricons Lord Champion. „Hannah hat das ganz toll gemacht. Sie arbeitete wirkungsvoll die Stärken ihres Ponys heraus und verbuchte die meisten Punkte in der Galopp- und der Schritt-Tour. Hier hagelte es viele Achten und Neunen.“ Die Richter vergaben für diesen Ritt 74,590 Prozent – und da brach im deutschen Fan-Block auf der Tribüne großer Jubel aus. „Alle haben sich in den Arm genommen und Hannah gratuliert. Der Team-Spirit ist wirklich hervorragend – die Mädchen reiten hier füreinander“, ist Cornelia Endres begeistert. „Morgen in den Einzel-Entscheidungen geht alles wieder bei null los. Wir hoffen, dass wir nicht in der allergrößten Hitze reiten müssen und Glück bei der Auslosung haben. Dann ist Konzentration angesagt. Die Pferde werden hier mehrmals am Tag abgeduscht, bekommen die Beine gekühlt und ein richtiges Wellness-Programm, denn es weht kein Lüftchen und die Sonne brennt gnadenlos“, berichtet die Bundestrainerin aus der „Hitzeschlacht“ von der Pony-Euro, die „super organisiert ist“. „Die Anlage in Arezzo ist beeindruckend groß mit einem schicken Dressur-Stadion, sehr guten Vorbereitungsplätzen, professionellen Stewards und einem immer freundlichen Gastgeber-Team. Der Zeitplan passt auf die Minute genau.“ FN/ Tina Pantel

Alle Ergebnisse Pony-EM Arezzo 2013

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