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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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18.08.2013 | 20:39 Uhr | Uta Helkenberg

DJM Dressur: Titel für Rothenberger, Abbelen und Niemann

Semmieke Rothenberger wiederholt Vorjahreserfolg

München (fn-press). Drei Tage lang war die Olympiareitanlage in München Schauplatz der Deutschen Jugendmeisterschaften. Auf dem Viereck wurden die Karten bei den Junioren und Jungen Reitern neu gemischt, bei den Ponyreitern siegte nach ihren Geschwistern Sanneke (2008) und Sönke (2009) bereits zum zweiten Mal Semmieke Rothenberger aus Bad Homburg.

Auch am dritten Tag der DJM war Semmieke Rothenberger mit Deinhard B nicht zu schlagen. „Semmie ist heute in der Kür auf den Punkt geritten, da hat jede Lektion gesessen. Wenn sie so bei der Euro geritten wäre…“, sagte ihr Vater Sven Rothenberger. Dort hatte die 13-Jährige Bronze in der Kür gewonnen, in München reichten 82,3 Prozentpunkte zum Sieg und damit auch zur Titelverteidigung. Insgesamt kamen 241,8 Punkte zusammen. Während die zierliche Hessin noch nicht an einen Umstieg aufs Pferd nachdenkt, wechselt Sophie Kampmann (Hamburg) im kommenden Jahr das Lager. Ihren Abschied von Voyager versüßte sie sich mit einem Vizemeistertitel (230,508). „Wir haben den Hengst vor drei Jahren bekommen. Es war eine schwierige Aufgabe, die viel Fleiß und Mühe gekostet hat, aber es hat sich gelohnt. Sophie hat in diesem Jahr alle ihre Ziele erreicht: die erste Teilnahme an einer EM – für sie und das Pony – und nun auch die Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft“, erzählte Mutter Svenja Kampmann. „Aber der Umstieg fällt ihr schon schwer. Voyager ist wie ein Familienmitglied für uns.“ Auf dem dritten Platz landete Nadine Krause (Bad Homburg) mit Danilo. Damit beendeten alle drei Goldmedaillengewinnerinnen der Pony-EM in Arezzo die DM mit Medaillen. Die vierte EM-Reiterin landete knapp dahinter: Hanna Cichos (Gelsenkirchen). Sie startete in München mit ihrem Zweitpony Massimiliano (228,988). Fünfte wurde Anouk Wiemers (Meerbusch) mit Die feine Chanel (216,486).

Sieg für Pony-Umsteigerin Anna-Christina Abbelen bei den Junioren
Bis zum Schluss offen war die Entscheidung bei den Junioren. Am ersten Tag hatte Anna-Christina Abbelen (Kempen) mit Fürst on Tour, am zweiten Tag Claire-Louise Averkorn (Nottuln) mit Condio B die Nase vorn. Schließlich gab die Kür den Ausschlag, wo Abbelen und ihr Rappe die Richter mit ihrer Vorstellung zu Klängen aus dem Musical „König der Löwen“ zu überzeugen verstanden. Der Lohn waren über 80 Prozentpunkte und ein Gesamtergebnis von 228,975 Punkten. „Das Thema passt einfach zu den beiden“, sagte Heimtrainer Heiner Schiergen, der das Pferd fünf- und sechsjährig vorstellte. „Die Familie Abbelen hat das Pferd bereits vierjährig gekauft, im vergangenen Jahr hat Anna ihn immer schon ein bisschen parallel mitgeritten“, so Schiergen. Seit diesem Jahr sitzt die noch 16-jährige Pony-Umsteigerin kontinuierlich in seinem Sattel und gewann bei den Europameisterschaften nicht nur Mannschaftsgold, sondern auch Silber in der Kür.

Silber in München ging an Abbelens EM-Teamkollegin Claire-Louise Averkorn (18) mit dem von ihr selbst ausgebildeten Condio B mit 225,417 Prozentpunkten. Der Kampf um Bronze endete zugunsten einer weiteren westfälischen Reiterin, Joline Thüning (Steinfurt). Ihr Pferd Don Dayly hat sie erst in diesem Jahr von Victoria Michalke übernommen, die damit bereits bis Prix St. George platziert war. „Die beiden mussten natürlich erst zusammenfinden. Hier auf der Deutschen haben sie ihre bislang beste Leistung gezeigt“, sagte Bundestrainer Oliver Oelrich. Mit 216,590 Punkten verwies sie Marcella Geiger aus dem nordbadischen Sulzfeld mit Fulminant, eine ehemalige Finalistin des Bundesnachwuchschampionats, auf Platz vier (214,621). Auf den fünften Platz arbeitete sich die dritte Mannschaftseuropameisterin bei der DJM, Jessica Krieg aus Heinsberg vor. Sie hatte mit ihrem Nachwuchspferd Special Edition etwas Anlaufschwierigkeiten gehabt. „Bei der ersten Prüfung ist Spezi im Galopp gegen die Rails getreten. Ich dachte, er sei umgesprungen, habe durchpariert und wieder angaloppiert. Da habe ich mich wohl an meine Ponyzeit erinnert“, sagte die 16-Jährige enttäuscht. Im weiteren Verlauf zeigten sich die beiden in gewohnter Form und beendeten die DJM mit 74,45 Prozentpunkten in der Kür.

Vivien Niemann siegt bei den Jungen Reitern
Neu gemischt wurden die Karten auch bei den Jungen Reitern. Keiner der Medaillengewinner aus dem Vorjahr war am Start, so dass der Weg für neue Gesichter frei wurde. Von Anfang an ließ die Preis-der-Besten-Siegerin Vivien Niemann aus Mannheim keinen Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen. „Die Kür ist unsere Lieblingsprüfung und an diesem Wochenende mit Abstand unsere beste Runde. Ich bin aber vor allem froh, dass mein Pferd nach der Europameisterschaft wieder fit ist“, sagte die neue Deutsche Meisterin. Dort hatte Wirsol’s Cipollini ein Formtief gehabt. In München gewann das Paar alle drei Prüfungen und verwies mit einem Gesamtergebnis von 224,6 Punkten Juliette Piotrowski (Kaarst) mit Sir Diamond auf den Silberrang. Die angehende Pferdewirtin, die bei den Europameisterschaften in Compiegne mit Einzel-Silber und Kür-Bronze das beste Resultat für Deutschland erzielt hatte, kam auf 220,866 Punkte. In der Kür musste sie allerdings neben Niemann auch Bianca Nowag aus Westbevern den Vortritt lassen. Diese rückte im Gesamtergebnis bis auf ein Paar Hunderstel an Piotrowski heran und sicherte sich im Sattel von Fair Play RB die Bronzemedaille (220,285).

Keine Medaillen gab es an diesem Wochenende für die bayerischen Reiter. Dicht heran ritt Lisa-Maria Klössinger aus Aicha, eine Schülerin von Ulla Salzgeber (Blonhofen), mit FBW Daktari. Die 20-Jährige wurde mit 215,439 Punkten Vierte und durfte sich zusätzlich über das Goldene Reitabzeichen freuen, das ihr an diesem Wochenende verliehen wurde. Fünfte wurde Sophie Holkenbrink (Albersloh) mit dem westfälischen Vererber Rock Forever NRW (211,927).

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