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07.09.2013 | 19:23 Uhr | Christine Meyer zu Hartum

DKB-Bundeschampionate: Sandokan fliegt zum Sieg

Stakkato-Sohn umschwärmter Sieger der fünfjährigen Springpferde

Warendorf (fn-press). Er wurde seiner Favoritenrolle haushoch gerecht: Hannoveraner Sandokan, Zuchthengst im Niedersächsischen Landgestüt Celle, tat es seinem Vater Stakkato gleich und wurde mit Eva Bitter im Sattel umjubelter Champion der fünfjährigen Springpferde.

Eva Bitter kennt das Gefühl, wie es ist, wenn man einen Bundeschampion reitet. 1998 gewann sie mit Stakkato nach Traumrunden und Höchstnoten das Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde, 15 Jahre später reitet sie dessen Sohn Sandokan (Mutter v. Landor S) in ebenso überzeugender Manier zum Titel. Der Rapphengst leistete sich in vier Parcours nicht eine einzige Unsicherheit, erhielt in vier Runden dreimal die 9,5, in der letzten Runde dann sogar 9,7. Endnote 19,2 - das kann sich sehen lassen bei einer möglichen Höchstbenotung von 20. Richter Joachim Geilfus, der die Ritte kommentierte, kam ins Schwärmen: „Tolle Galoppade, immer sicher an den Hilfen der Reiterin, frisches, kraftvolles Springen, überzeugend am Sprung“. Züchter des Champions 2013 ist Hans-Werner Schubert, Besitzer das Niedersächsische Landgestüt Celle.

Immer wieder bringt Eva Bitter junge Springpferde in den Sport, hervorragend ausgebildet, dressurmäßig vorbildlich geschult. Das sieht man schon am äußeren Erscheinungsbild ihrer Pferde, da sitzt jeder Muskel am richtigen Fleck. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von viel Fleiß und sehr gutem Reiten.

Der Rheinländer Coco-Bongo ist ein ganz anderer Typ als der schicke Hannoveraner Sandokan. Er imponiert am meisten mit ganz viel Kraft und Vermögen. Als der Sohn des Cassini Boy Junior-Kigali eine 8,8 im ersten Umlauf bekam, waren Richter und Publikum ehrlich erleichtert. Zu viele Ritte mit eher mäßigen Leistungen hatten sie seit Sandokans Auftritt beobachten müssen. Aufgabe, Springfehler, Zeitfehler und was da sonst noch an Fehlerquellen in so einem Finalparcours lauert, hatten sich gehäuft. Zwölf Ritte in Folge mit reichlich Abwürfen ließen keine Begeisterung aufkommen. Coco-Bongo unter Otmar Eckermann hingegen machte Freude. Er zeigte sich zwar etwas maulig auf dem Weg zum Wasser, stellte aber seine Qualität als Springpferd eindrucksvoll unter Beweis. Der braune Hengst hatte genug Reserven, um sich in der zweiten Runde noch einmal zu steigern. Er erhielt eine 9,2, Notensumme somit 18,0 und den inoffiziellen Titel „Vize-Bundeschampion“. Züchter und Besitzer Sjaak Bindels wird es freuen.

Cabana ist eine Mecklenburger Dunkelfuchsstute, vorgestellt von Christian Kukuk. Als erste Starterin im ersten Umlauf eröffnete sie das Finale der Fünfjährigen mit einem „tollen Auftakt“, wie Joachim Geilfus kommentierte. „Cabana galoppiert gut im Gleichgewicht, präsentiert sich losgelassen, huft gut ab, 8,8“. Im zweiten Umlauf konnte sich die Tochter des Carrico M aus einer Lord Kemm-Mutter (Z.: Klaus Najarek, B.: Kai Gerken, sogar noch steigern und erhielt mit 9,1 eine der wenigen Noten, die ein „sehr gut“ attestieren. 17,8 in Endsumme und die Bronzemedaille für die reell vorsichtig springende Stute unter dem Bereiter aus dem Stall Beerbaum in Riesenbeck lautete die Bilanz. Christian Kukuk hatte mit Cornwall und Colfosco zwei weitere Pferde fürs Finale qualifiziert, erreichte mit dem Hannoveraner Sohn des Cornet Obolensky, Cornwall, ebenfalls den zweiten Umlauf und rangierte am Ende mit 16,9 auf Platz fünf. Dazwischen schob sich Hendrik Dowe mit Calino. 17,2 ergab die Notensumme für den Holsteiner Wallach, Sohn des Calico aus einer Corofino-Mutter.

Die Holsteiner stellten mit zwölf Finalteilnehmern das größte Kontingent, gefolgt von den Hannoveranern mit sechs Pferden. Die übrigen stammten aus den Verbänden Westfalen, Oldenburg, OS, Mecklenburg, Württemberg, Deutsches Sportpferd. Die Vielzahl der vertretenen Zuchten spiegelt wider, dass überall in Deutschland gute Springpferde gezüchtet werden.

Ergebnisse: www.fn-erfolgsdaten.de

 

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