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18.08.2013 | 23:22 Uhr | fn-press

DJM Voltigieren: Vierter Triumph in Serie für Neuss

Einzel-Siege gehen an Gianna Meier und Julian Wilfling / Neue Erkenntnisse für Ulla Ramge

München (fn-press). Der RSV Neuss-Grimlinghausen hat bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München-Riem den vierten Sieg in Serie geholt. Die Voltigiermannschaft aus dem Rheinland – die vor zwei Wochen den EM-Titel im österreichischen Ebreichsdorf verteidigen konnte – siegte auch im Vergleich mit der nationalen Konkurrenz souverän. Bei den Einzelvoltigierern trugen sich Julian Wilfling (Untermeitingen) und Gianna Meier (Lünen) in die Siegerlisten ein.

„Der Mannschaft waren die Strapazen des Championats noch anzusehen. Sie waren leicht hinter der EM-Norm“, stellte Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) fest. Die 50-Jährige gestand den frisch gebackenen Europameistern aus Neuss die kleineren Patzer – insbesondere in der Pflicht – aber zu. „Das Team war zum Saisonhöhepunkt in Österreich auf dem Leistungshöhepunkt. Und auch hier in München haben die Neusser erneut bewiesen, dass sie in dieser Besetzung national nicht zu schlagen sind.“ Mit 8,676 Punkten holte das Gespann der Trainerinnen Antje Hill und Simone Lang-Wiegele (zugleich an der Longe) mit seiner Kür auf Remake auch den dritten Tagessieg und deklassierte die weiteren 20 Mannschaften dieser U18-DM. Mit 7,916 Punkten im Endklassement siegten die Schützlinge vom Neusser Nixhof bereits zum vierten Mal in Serie. Seit 2010 ging der Junioren-Triumph damit jedes Jahr an die Rheinländer.

Extrem stark präsentierten sich auf der Olympia-Reitanlage auch die Sachsen vom RVV Schenkenberg. Die Mannschaft von Landestrainer Peter Wagner, der Santaro an der Longe dirigierte, landete mit 8,163 Punkten in der zweiten Kür erneut auf dem Silberrang und verteidigte diesen Platz auch im Endergebnis (7,555) souverän. Die Nordsachsen sorgten damit für ihre bislang beste Platzierung auf einem nationalen Championat. „Wir sind überglücklich. Es ist einfach nur Wow“, schrieben die Schenkenbergerinnen zugleich auf ihrer Homepage. Besonders bemerkenswert: Auch die zweite Juniorenvertretung des Vereins kam mit Platz zwölf auf ein beachtenswertes Resultat.

Nach einem enttäuschenden vierten Platz im vergangenen Jahr schob sich der Lokalmatador vom VV Ingelsberg – vorgestellt vom Voltigiermeister Alexander Hartl – auf Lazio auf Platz drei vor (7,368). „Ich hoffe, dass es die Neusser Verfolger im nächsten Jahr noch eher in der Saison schaffen, ihre maximale Leistung abzurufen. Die gezeigten Pflichten und Küren waren sehr gut, aber ich möchte das schon zum Preis der Besten im Mai sehen. Dann wird das Rennen um die EM-Tickets auch wieder enger“, sagte Ramge.

Bei den Damen voltigierte die Westfälin Gianna Meier zu ihrem zweiten Junioren-Titel. In Verden hatte sie 2012 auf Czambul den nationalen Triumph eingefahren. Zur diesjährigen Auflage gelang ihr dies auf Ersatzpferd Diabolus, nachdem ihr Erstpferd Tamino den Vetcheck nicht passiert hatte. Mit Simone Drewell an der Longe ließ sich die dreifache Einzel-EM-Teilnehmerin diesen Umstand nicht anmerken und turnte in einem spannenden Zweikampf mit der Vize-Europameisterin Miriam Esch auf den vordersten Platz. Obwohl Esch der amtierenden Meisterin im finalen Umlauf noch einmal zwei Zehntel abnehmen konnte, ließ sich Meier das Gold nicht mehr nehmen. Die Entscheidung fiel mit 8,077 zu 8,04 Punkten jedoch äußerst knapp aus. Esch, die auf Robbie Naish – longiert von Altmeisterin Annette Müller-Kaler – in den Zirkel eingelaufen war, präsentierte am Finaltag mit 8,559 Zählern die mit Abstand beste Darbietung. Zu ihrer ersten Medaille turnte sich Laureen Groß vom Landesverband Westfalen, die ebenfalls auf Diabolus (Longe: Simone Drewell) angetreten war und am Ende mit 7,705 Punkten Bronze in den Händen hielt. „Laureen hatte schon zu Beginn der Saison beeindruckt. Leider war Diabolus zu diesem Zeitpunkt verletzungsbedingt ausgefallen“, sagte Ramge.

Erfreuliche neue Aspekte zog die Bundestrainerin aus den Leistungen der weiblichen DJM-Teilnehmerinnen. „Wir haben mindestens sieben bis zehn Damen, die absolut förderungswürdig sind und für das Championat im nächsten Jahr heiße Eisen im Feuer werden können“, sagte die Warendorferin. Diese Erkenntnis hätte sie vorher noch nicht gehabt: „Da kommt gut was nach!“

Bei den Herren sei es leider nicht so. „Für das nächste Jahr steht uns im Juniorenbereich nur Miro Rengel zur Verfügung, den wir mit der aktuellen Leistung ins internationale Rennen schicken können“, analysierte Ramge. Dieser Umstand sei ihr erst in München bewusst geworden. „Die Lage ist sehr krass. Wir haben daher wieder einen Aufruf in den Landesverbänden gestartet, um talentierten Jungs den Weg an die Spitze zu ebnen “, sagte die Bundestrainerin. Ein ähnliches Förderprogramm hatte 2008 namhafte und erfolgreiche Pferdeakrobaten, wie beispielsweise Jannik Heiland oder Johannes Kay, ans Tageslicht gebracht. Ramge und Co-Bundestrainer Kai Vorberg würden schon seit geraumer Zeit nach derartigem Nachwuchs sichten. „Bislang sind wir aber auf diesem Niveau noch nicht fündig geworden“, bedauert Ramge.

Bis auf Rengel müssen alle anderen „Hochkaräter“ dieser DJM im kommenden Jahr ins „Senior“-Lager wechseln. Auch Julian Wilfling, der sich in München auf Luino (Longe: Alexander Zebrak) seinen ersten nationalen Titel sicherte. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Johannes Kay aus Flensburg freute sich der Bayer am Ende des dreitägigen Wettkampfs über den Gesamtsieg. Die letzte Kür gewann er – auch aufgrund der besseren Pferdenoten. „Luino wurde heute einmal mehr perfekt vorgestellt“, lobte Ramge. Mit 8,112 Punkten verwies der bayrische Vorzeigevoltigierer seinen Kontrahenten Kay, der auf 8,037 Zähler kam, auf Rang zwei. Justin van Gerven aus Köln stand zur Meisterehrung auf Platz drei (7,842), gefolgt von seinem Vereinskollegen Miro Rengel (7,464). Beide turnten auf Flashback, vorgestellt von Alexandra Knauf. FN/Daniel Kaiser

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