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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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19.05.2013 | 21:20 Uhr | fn-ress

CVI*** Masterclass Wiesbaden: Mainz sichert sich erstmals den Sieg

Laubenheimer Voltigierer triumphieren souverän im Schlosspark / Einzelsiege an Schweiz und Frankreich

Wiesbaden (fn-press). Das Team RV Mainz-Laubenheim, die Schweizerin Simone Jäiser, der Franzose Jacques Ferrari und das Geschwister-Duo Joanne und Hannah Eccles haben sich die Siege bei den internationalen 3*-Masterclass-Voltigierprüfungen im Rahmen des 77. Wiesbadener Pfingstturniers gesichert. Vor dem Biebricher Schloss musste sich Thomas Brüsewitz (Garbsen) nach deutlicher Führung im ersten Umlauf am Ende doch noch knapp geschlagen geben.

In den vergangenen Jahren hatten die beiden deutschen Top-Teams RSV Neuss-Grimlinghausen (Rheinland) und der VV Ingelsberg (Bayern) die Siege beim Pfingstturnier stets unter sich ausgemacht. In diesem Jahr triumphierte erstmals in der Geschichte des Events der Lokalmatador. Die Rheinland-Pfälzer um Voltigier-Urgestein und –meisterin Hanne Strübel dominierten beide Umläufe auf ihrem Pferd Elevation in der Nachbarstadt. Die Freude bei der FN-Voltigiermeisterin und ihrem Team war angesichts einer blitzsauberen Kür schon nach Durchgang eins – der traditionell unter Flutlicht ausgetragen wird – riesig. Und auch der Wiesbadener Regen am Sonntag konnte den Laubenheimern den Erfolg nicht mehr streitig machen. 8,395 Punkte war der deutliche Sieg vor den Vorjahres-Siegern des VV Ingelsberg. Die Mannschaft um Trainer und Longenführer Alexander Hartl kam diesmal nur auf 7,086 Zähler in der Totalen. Die Nervosität von Pferd Lazio spiegelte sich dabei aufgrund der hitzigen Wiesbadener Kulisse auch in der Galoppade wider. „Es war hier ein ziemlicher Eiertanz“, schätzte Hartl ein, war aber beruhigt, dass seine Schützlinge das Programm dennoch ohne Stürze absolvieren konnten.

Ein Sturz hingegen verhinderte bei den Damen den fünften Eccles-Triumph in Folge. Welt- und Europameisterin Joanne Eccles war im ersten Durchgang während einer schwierigen Rückwärts-Sprung-Kombination an der Außenseite ihres Pferdes WH Bentley abgerutscht und auf Platz fünf gelandet. Mit einem deutlichen Sieg im Finalumlauf schob sich die 24-jährige Zahnärztin noch auf Platz zwei vor. Mit 8,12 Punkten musste sie sich aber der Schweizerin Simone Jäiser geschlagen geben, die auf Luk – longiert von Mutter Rita Blieske – ihren ersten Pfingstturnier-Sieg mit 8,31 Zählern einfuhr. Platz drei ging an Hannah Eccles (7,932). Beste Deutsche war Regina Burgmayr vom VV Ingelsberg, die auf Cappucino an der Longe von Alexander Hartl auf Platz vier (7,795) voltigierte.

Bei den Herren gab es aus deutscher Sicht ein tragisches Déjà-vu. Im vergangenen Jahr hatte Sportsoldat Viktor Brüsewitz einen grandiosen Start in den Schlosspark gelegt, wurde aber im zweiten Durchgang noch vom Franzosen Ivan Nousse überholt. Bei der 77. Auflage des Traditionsturniers erging es Viktors Bruder Thomas ebenso. Der Abiturient eroberte mit einer fulminanten Vorstellung unter Flutlicht – unter anderem mit einem erstmals gezeigten nahezu perfekt ausgeführten Schrauben-Salto – die Herzen des Wiesbadener Publikums. Tagesnote: 8,576. „Eine Glanzleistung“, kommentierte Bundestrainerin Ulla Ramge. Mit stolzen vier Zehntel Punkten Vorsprung war Brüsewitz der Sieg auf Puccini – longiert von Irina Lenkeit – eigentlich fast nicht mehr zu nehmen. Doch dieses Meisterstück gelang schließlich erneut einem Franzosen. Jacques Ferrari schob sich auf Poivre Vert mit einer bei weitem nicht perfekten Kür zur Überraschung vieler Fans auf 8,231 Punkte vor und ließ Brüsewitz (8,099) damit hinter sich. Rang drei ging an den in Köln lebenden und trainierenden Tschechen Lukas Klouda. Zweiter des Finalumlaufs wurde Jannik Heiland (Garbsen), der im Gesamtergebnis hinter dem Schweizer Lukas Heppler auf Platz fünf landete.

Erstmals ausgetragen wurde auch ein Pas-de-Deux-Wettbewerb in Wiesbaden. Bei diesem siegte das Geschwisterpaar Joanne und Hannah Eccles auf WH Bentley (longiert von Vater John Eccles) mit 8,443 Punkten deutlich vor Torben Jacobs und Pia Engelberty (Köln) auf Weltoni RS von der Wintermühle (Longe: Alexandra Knauf/Wertnote: 7,901) und ihren Vereins-Kollegen Gera Grün und Justin van Gerven (7,513), die ebenfalls auf Weltoni antraten.

Überraschend nicht auflaufen konnte das Team des RSV Neuss-Grimlinghausen. Ein Teammitglied des amtierenden Europameisters und Vize-Weltmeisters hatte sich im Abschlusstraining verletzt, weshalb Trainerin Jessica Schmitz den Start kurzfristig absagen musste. FN/Daniel Kaiser

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Welche Anforderungen bei den verschiedenen Reitabzeichen erfüllt werden müssen, erfährt man in diesen Filmbeiträgen der FN. Bei den Reitabzeichen handelt es sich um ein zehnstufiges Qualifikationssystem, mit dem man sich reiterlich vom Anfänger zum Könner entwickeln kann.