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FN-Service - Turnierstart, Equidenpass, Besitzwechsel - Foto: Christiane Slawik

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Der Pferdepass

Equidenpass für Freizeitsportpferde

Der Pferdepass ist seit Beginn des Jahrtausends von der Europäischen Union ausnahmslos für alle Equiden (Pferde, Ponys, Esel) vorgeschrieben. Ziel ist eine eindeutige Identifikation der Pferde und Ponys, insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Pferd in der EU auch Lebensmittellieferant ist. Deutschland hat die Entscheidung in die nationale Gesetzgebung ("Viehverkehrsverordnung") übernommen. Also muss jedes Pferd einen sogenannten Pferdepass haben, der in der korrekten Form "Equidenpass für Freizeitsportpferde" heißt. Ausgestellt werden die Pässe von den jeweils zuständigen Pass ausgebenden Stellen wie zum Beispiel den anerkannten Pferdezuchtverbänden oder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Der Pferdepass ist Voraussetzung für die Eintragung als Turnierpferd. Außerdem dient er als Beleg für den ordnungsgemäßen und laut LPO vorgeschriebenen Impfschutz, der Bedingung für die Teilnahme an jeglichen Turnierveranstaltungen ist. Zur Teilnahme an internationalen Turnieren wird ein internationaler Pferdepass der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) benötigt.

Neuer Pferdepass seit November 2016
Seit dem 1. November 2016 gibt es bundesweit einen neuen Pferdepass. Betroffen davon sind jedoch nur Pferde und Ponys, die noch keinen oder keinen gültigen Pass besitzen. Jüngere Untersuchungen in den EU-Mitgliedsstaaten haben ergeben, dass der als Identifikationsdokument gedachte Pass Gegenstand erheblichen Betrugs ist, man denke nur an den Pferdefleischskandal 2013. Die neuen Pässe sollen nun eine erhöhte Fälschungssicherheit bieten.

Geändert hat sich insbesondere die Reihenfolge der einzelnen Abschnitte. Künftig sind die vorderen Seiten bis einschließlich Abschnitt V (Abstammungsnachweis) mit einer Seriennummer (Unique Equine Life Number) gekennzeichnet, weiterhin sind einige wesentliche, zur Identifikation des Pferdes/Ponys wichtige Seiten (Abschnitt I) durch die Nutzung von Sicherheitspapier vor Fälschung gesichert. In einigen Bundesländern, zum Beispiel Bayern, ist statt der Nutzung des Sicherheitspapiers eine Laminierung von Abschnitt I, Teil A verpflichtend.

Für Pferde, die bereits einen korrekt ausgefüllten Pass besitzen, ändert sich nichts. „Pferdehalter und -besitzer sollten sich allerdings vergewissern, dass im vorhandenen Pass ein Arzneimittelanhang vorliegt und dort die Entscheidung, Schlachttier oder Nicht-Schlachttier, durch die Unterschrift des Eigentümers/Halters und des Tierarztes dokumentiert wurde“, empfiehlt Henrike Lagershausen, Leiterin der FN-Abteilung Veterinärmedizin.

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Foto von Günter Stegemann

Günter Stegemann

Tel 02581/6362-199
Fax 02581/6362-540

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Böckmann

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