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Deutsche Classic Ponys - Foto: Stefanie Grober

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Welsh Pony - Sektionen A, B, C und D

Die Leistungsträger aus dem Bergland von Wales

Leistungswillen und Rittigkeit zeichnen die Ponys aus den Waliser Bergen - die Welsh Mountain-Ponys - aus. Das im Osten an England und im Westen an die Irische See grenzende Zuchtgebiet ist die Heimat einer bodenständigen Ponyrasse, die wie alle britischen Ponys eine bis in die Keltenzeit reichende Tradition hat. Bereits bei den Römern waren sie als wendige kleine und flinke Pferde berühmt und bei dem vor fast 1.000 Jahren entstandenen Teppich von Bayeux, der von der Eroberung Englands durch die Normannen berichtet, lassen sich deutliche Ähnlichkeiten der abgebildeten kleinen Pferde mit den heutigen Welsh Ponys feststellen.

Das vorwiegend als Reitpferd für die Schafhirten der Waliser Berge genutzte Pony wurde im Laufe der Jahrhunderte vielfach mit orientalischen Hengsten gekreuzt, um Größe und Eleganz zu verbessern. Ähnlich wie die Shetland Ponys waren sie begehrte Grubenpferde im vorigen Jahrhundert. Ebenso beliebt waren sie als elegante Kutschpferde und kleine Jagdpferde für die Kinder der britischen Grundbesitzer. Der Cob, als größter Vertreter der Welsh-Zucht, war als Tragpferd, aber auch als gängiger Einspänner oder als Reitpferd sehr verbreitet.

Impressionen vom Welsh Pony

Foto: Rosenthal

Im Jahre 1901 wurde die „Welsh Pony and Cob Society“ gegründet mit der Zielsetzung, dieses alte Kulturgut zu bewahren und durch die Einteilung in verschiedene Sektionen eine züchterische Systematik zu erreichen. Die durch Einkreuzung und Selektion unterschiedlich gezüchteten Typen wurden im Hinblick auf Abstammung, Größe und Blutführung in verschiedenen Sektionen eingeteilt. Im Jahr 1960 wurde das Stutbuch geschlossen, so dass nur noch mit Zuchtpferden, die bis zu diesem Zeitpunkt eingetragen waren, mit Stutbuchanerkennung gezüchtet werden konnte.

Welsh Mountain Pony (Sektion A)
Das Mountain Pony ist die Urrasse und erfüllt bis heute eine gewisse Erhalterfunktion. Es ist sehr genügsam und unempfindlich. Durch seine Intelligenz bei gutartigem Temperament und Leistungswillen ist es ein ideales Kinderreitpony. Aber auch im Fahrsport ist es sehr beliebt.

Welsh Pony (Sektion B)
Das mittelgroße, mehr im Reitponytyp stehende Welsh Pony der Sektion B ist durch Einkreuzung anderer Rassen entstanden, zeigt aber die typischen Merkmale der Welsh-Rasse. Unter Beibehaltung des Typs und des Adels ist es ein hartes und ausdauerndes Turnierpony in der mittleren Größe. Das angeborene Springtalent macht es auch als Vielseitigkeitspony interessant. Als Fahrpony im Turniersport ist es sehr verbreitet.

Welsh Pony im Cob-Typ (Sektion C)
Die Sektion C ist entstanden durch Einkreuzungen mit Cobs. Die Rassebeschreibung gleicht der der Sektion B. Allerdings sind die Ponys der Sektion C robuster im Typ, mit Fesselbehang und kräftiger in den Gelenken. Sie sind zuverlässige kleine Gewichtsträger und können auch von Erwachsenen geritten werden. Ebenso leistungsbereit sind sie im Gespann.

Welsh Cob (Sektion D)
Für die Größe wird ein Stockmaß von 150 cm bevorzugt. Nach der Überlieferung sollen die Cobs im 12. Jahrhundert durch die Einkreuzung spanischer Hengste und Berber entstanden sein. Auch ist belegt, dass Hackneys und sogar Kaltblüter in der Zucht der Cobs eingesetzt wurden. Der Cob ist ein beliebtes Reit- und Fahrpferd und eignet sich besonders gut als Familienfreizeitpferd.

Nach Deutschland kamen die ersten Welsh Ponys in den 60er Jahren. Teilweise wurden sie direkt in Wales, aber auch vermehrt in den Niederlanden gekauft. Sie fanden zunächst vor allem in Norddeutschland viele Anhänger, da sie sich auch als Basis für die Zucht größerer Reitponys gut eigneten. Die in der ersten Zeit als Welsh Ponys ohne Sektionszugehörigkeit registrierten Stuten und Hengste wurden in den 70er Jahren nach den britischen Regeln unterteilt, so dass heute in den Stutbüchern der deutschen Zuchtverbände nach den Richtlinien des Ursprungslandes gezüchtet wird.
 

In Deutschland gilt für die Welsh Ponyzucht (Sektion A) folgendes Zuchtziel:

  • Rasse: Welsh Mountain Pony (Sektion A)
      • A x A = A
      • Geschlossenes Stutbuch seit 1960
  • Herkunft: Walisisches Bergland
  • Größe: bis 122 cm
  • Farben: alle Farben, ausgenommen Schecken
  • Gebäude:
    • Kopf: klein, trocken; mit konkav geschwungenem Nasenrücken, breite Stirn, Ganaschenfreiheit, großes, lebhaftes Auge, kleine, spitze, hoch angesetzte Ohren; weite Nüstern
    • Hals: genügend lang, gut angesetzt, gewölbt mit gutem Aufsatz bei Hengsten, leichtes Genick
    • Körper: stark bemuskelt, deutlich geschwungener Rücken, melonenförmige Kruppe mit guter Behosung und gut angesetztem, schön getragenem Schweif; breite Brust; schräge, lange Schulter; große Gurtentiefe und gute Rippenwölbung; aufgerichtete Haltung
    • Fundament: kräftig, trocken; kurze, ovale Röhren; markante Gelenke, mittellang gefesselt; gut geformte, runde, feste Hufe
  • Bewegungsablauf: raumgreifend, elastisch frei aus der Schulter auch mit Aktion; mit energischem Antritt und Schub aus der Hinterhand; Takt
  • Einsatzmöglichkeiten: ideales Pony für kleinere Kinder; verfügt über hervorragende Fahreigenschaften
  • Besondere Merkmale: edel, unempfindlich; anspruchslos in Haltung und Umgang; lebhaft, gutwillig und mutig.


In Deutschland gilt für die Welsh Ponyzucht (Sektion B) folgendes Zuchtziel:

  • Rasse: Welsh Pony (Sektion B)
    • A x B = B        B x B = B
    • Geschlossenes Stutbuch seit 1960
  • Herkunft: Großbritannien, aus dem Welsh Mountain Pony durch gezielte Kreuzungen gezüchtetes größeres Kinderreitpony
  • Größe: bis 137 cm
  • Farben: alle Farben, ausgenommen Schecken
  • Gebäude:
    • Kopf: edel, trocken, nicht zu lang; breite Stirn; großes, lebhaftes Auge; zierliche, gut angesetzte Ohren; Ganaschenfreiheit
    • Hals: genügend lang; gut angesetzt; schlank und fein bei Stuten; gewölbt mit gutem Aufsatz bei Hengsten; leichtes Genick
    • Körper: stark bemuskelter, mittellanger, leicht geschwungener Rücken; melonenförmige, längliche Kruppe mit guter Behosung und gut angesetztem, schön getragenem Schweif; große Gurtentiefe und gute Rippenwölbung; lange, schräge, gut gelagerte Schulter mit nicht zu hohem Widerrist
    • Fundament: kräftig, trocken; kurze, ovale Röhren; markante Gelenke, mittellang gefesselt; gut geformte, runde, feste Hufe
    • Bewegungsablauf: raumgreifend, elastisch frei aus der Schulter; mit energischem Antritt und Schub aus der Hinterhand; Takt
  • Einsatzmöglichkeiten: vielseitiges Reit- und Turnierpony für Kinder sowie für den Fahrsport
  • Besondere Merkmale: zuverlässig, gutwillig und leistungsbereit; anspruchslos in Haltung und Umgang.


In Deutschland gilt für die Welsh-Ponyzucht im Cob-Typ (Sektion C) folgendes Zuchtziel:

  • Rasse: Welsh- Pony im Cob-Typ (Sektion C)
    • A x C = C    A x D = C    bis 137 cm
    • B x C = C    B x D = C    bis 137 cm
    • C x C = C    C x D = C    bis 137 cm
    • Geschlossenes Stutbuch seit 1960
  • Herkunft: Wales
  • Größe: bis 137 cm
  • Farben:    alle Farben, ausgenommen Schecken
  • Gebäude:
    • Kopf: edel, ausdrucksvoll mit Pony-Charakter; Ramsnase unerwünscht; breite Stirn; Ganaschenfreiheit; großes, lebhaftes Auge; feine, gut angesetzte Ohren; weite Nüstern
    • Hals: genügend lang; gut angesetzt; gewölbt mit gutem Aufsatz bei Hengsten; leichtes Genick
    • Körper: stark bemuskelt; deutlich geschwungener Rücken; melonenförmige Kruppe mit guter Behosung und gut angesetztem, schön getragenem Schweif; breite Brust; schräge, lange Schulter; große Gurtentiefe und gute Rippenwölbung; aufgerichtete Haltung
    • Fundament: kräftig und trocken; kurze, ovale Röhren; markante Gelenke; mittellang gefesselt; gut geformte, runde, feste Hufe; seidige Kötenhaare sind erwünscht
  • Bewegungsablauf: raumgreifend; elastisch frei aus der Schulter; auch mit Aktion; mit energischem Antritt und Schub aus der Hinterhand; Takt
  • Einsatzmöglichkeiten: vielseitiges Pony; geeignet für Erwachsene und Kinder sowie für den Fahrsport
  • Besondere Merkmale: zuverlässig; gutwillig und leistungsbereit; anspruchslos in Haltung und Umgang.

In Deutschland gilt für die Welsh Cobzucht (Sektion D) folgendes Zuchtziel:

  • Rasse: Welsh-Cob (Sektion D)
    • B x D = D        über 137 cm
    • C x D = D        über 137 cm
    • D x D = D
    • Geschlossenes Stutbuch seit 1960
  • Herkunft: seit mehr als 800 Jahren in Wales gezüchtet
  • Größe: über 137 cm
  • Farben: alle Farben, ausgenommen Schecken
  • Gebäude:
    • Kopf: edel; ausdrucksvoll mit Pony-Charakter; Ramsnase unerwünscht; breite Stirn; Ganaschenfreiheit; großes, lebhaftes Auge; feine, gut angesetzte Ohren; weite Nüstern
    • Hals: genügend lang; gut angesetzt; gewölbt mit gutem Aufsatz bei Hengsten; leichtes Genick
    • Körper:    stark bemuskelt; deutlich geschwungener Rücken; melonenförmige Kruppe mit guter Behosung und gut angesetztem, schön getragenem Schweif; breite Brust; schräge, lange Schulter; große Gurtentiefe und gute Rippenwölbung; aufgerichtete Haltung
    • Fundament: besonders kräftig; trocken; kurze, ovale Röhren; markante Gelenke; mittellang gefesselt; gut geformte, runde, feste Hufe; seidige Kötenhaare sind erwünscht
  • Bewegungsablauf: raumgreifend; elastisch; frei aus der Schulter auch mit Aktion; mit energischem Antritt und Schub aus der Hinterhand; Takt
  • Einsatzmöglichkeiten: Einsatz als Familien-Freizeitpferd mit den Schwerpunkten Erwachsenenpferd und Fahrsport
  • Besondere Merkmale: stark, muskulös; unempfindlich; anspruchslos in Haltung und Umgang; vielseitig; leistungsbereit; gutwillig und mutig.

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