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Ausbildung - APO, Richtlinien, Reitabzeichen - Foto: Jacques Toffi

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Pferdewirt - Fachrichtung Klassische Reitausbildung

Spezielle Voraussetzungen
Für diese Ausbildungsfachrichtung ist vor allem reiterliches Talent und Erfahrung im Sattel wichtig. In der Regel wird von den Ausbildungsbetrieben der Besitz eines Reitabzeichens vorausgesetzt, da sonst das Ziel der erfolgreichen Abschlussprüfung nach der Ausbildungszeit kaum erreicht werden kann. Unbedingt zu empfehlen sind die Informationsveranstaltungen der Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR), die an verschiedenen Orten in ganz Deutschland stattfinden und der jährlich angebotene Eignungstest für Berufsreiter. Weitere Informationen unter gibt es beim Berufsreiterverband

Spezielle Aufgabengebiete
Zu den Aufgabengebieten des Pferdewirtes mit Fachrichtung "Klassische Reitausbildung" gehören u.a.: 

  • die funktionelle Pferdebeurteilung 
  • die vielseitige, klassische Ausbildung des Pferdes 
  • die zielgruppenorientierte, klassische Ausbildung von Reiterinnen und Reitern und 
  • die Vorbereitung und Vorstellung von Pferden bei Leistungsprüfungen 

Wahl der Ausbildungsstätte
Bei der Auswahl der Ausbildungsstätte kann der zukünftige Berufsreiter seine Neigungen berücksichtigen. Es gibt Betriebe, die sich auf den Schulbetrieb spezialisiert haben, wodurch ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit die reine Unterrichtserteilung sein wird. In den Turnier- und Ausbildungsställen liegt der Schwerpunkt der täglichen Arbeit beim aktiven Arbeiten mit dem Partner Pferd. Der Lehrstellensuchende kann sich an Hand seiner persönlichen Fähigkeiten orientieren. Jedoch müssen von Beginn an alle notwendigen Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Generell ist zu bedenken, dass die eigene umfassende reiterliche Ausbildung einer möglichst vielfältigen Förderung unterliegt. Auf Grund der heutigen betrieblichen Spezialisierung wird die Vermittlung aller Ausbildungsinhalte häufig auch durch Kooperationsvereinbarungen mehrerer Betriebe realisiert. Wichtig ist auch, dass die eigenen Erwartungen mit denen des Ausbilders übereinstimmen. Als Entscheidungshilfe vor Beginn der Ausbildung sind Praktika empfehlenswert. 

Prüfungsbereiche mit beispielhaften Inhalten (mit deren Gewichtung) 

Dressurausbildung (20 %) 

  • selbstständiges dressurmäßiges Arbeiten von Pferden auf Trense und Kandare und reiten einer Dressurreiterprüfung der Klasse L 
  • Analyse von Exterieur, Interieur und Ausrüstung 
  • Daraus ableiten, wie das jeweilige Pferd gemäß der Reitlehre und der gestellten Aufgabe, bzw. des Ziels gearbeitet werden muss 

Springausbildung (20%) 

  • Selbständiges arbeiten von Pferden an, bzw. über Sprüngen und rieten einer Stilspringprüfung der Klasse L mit Standardanforderungen 
  • Analyse von Exterieur, Interieur und Ausrüstung 
  • Daraus ableiten, wie das jeweilige Pferd gemäß der Reitlehre und der gestellten Aufgabe, bzw. des Ziel gearbeitet werden muss 
Ausbildung von Reitern und Reiterinnen (20%) 

  • Unterrichtserteilung in Dressur und Springen 
  • Analysieren der Gegebenheiten von Pferd und Reiter 
  • Auf Basis dieser Analyse Unterricht planen, durchführen und beurteilen, bzw. analysieren 
Pferdegesundheit, Reit- und Sportlehre (30%) 

Wirtschafts und Sozialkunde (10%)
Die Prüfung ist bestanden, wenn sie im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend", im Prüfungsbereich Dressurausbildung mit mindestens "ausreichend", in mindestens drei weiteren Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" und in keinem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet worden ist. Nach bestandener Abschlussprüfung erhält der Prüfling die offizielle Berufsbezeichnung "Pferdewirt - Fachrichtung Klassische Reitausbildung" - und von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Berechtigung (Bereiter-Brief), sich "Bereiter (FN)" zu nennen. 

Berufsausbildung/Berufliche Weiterbildung für Fachrichtung "Klassische Reitausbildung"
Die folgende Übersicht zeigt neben den beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten auch die entsprechenden Trainer-Lizenzen des Deutschen Olympischen Sportbundes, die beantragt werden können. Informationen über Weiterbildungs­möglichkeiten erhalten Sie bei der FN oder bei der BBR. 

DOSB - Trainer B bzw. A: für Pferdewirte Fachrichtung "Klassische Reitausbildung"
Pferdewirtschaftsmeister - Teilbereich Reitausbildung
DOSB - Diplom-Trainer* 

* Die höchste Ausbildungsstufe ist der Diplom-Trainer - Reiten. Dieses Diplom kann nach der bestandenen Meisterprüfung und der Empfehlung durch die FN in Form eines dreijährigen Kombinationsstudiums in Kooperation mit der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Köln erworben werden. Neben der sportartübergreifenden Ausbildung in Köln wird die sportartspezifische Ausbildung von der FN organisiert.

Ansprechpartner

Foto von Markus Scharmann

Markus Scharmann

Tel 02581/6362-620
Fax 02581/6362-208

E-Mail

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