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12. PM-Schulpferdecup-Finale

Start-Ziel-Sieg für Erst-Teilnehmer Reitschule Altrogge-Terbrack aus Westfalen

Als "Durchstarter" entpuppte sich das Team der Reitschule Altrogge-Terbrack aus Westfalen. Zum ersten Mal überhaupt beim PM-Schulpferde-Cup am Start gewannen sie gleich das Finale, das im Rahmen des Turnieres Horses and Dreams in Hagen a.T.W. ausgetragen wurde. Pferdewirtschaftsmeister Markus Terbrack hatte seine vier Reitschülerinnen auf diese Premiere sehr gut vorbereitet: Elisabeth Becker, Ines Hövekamp, Anna Muster und Mia Tuhkurz erhielten für Leistungen in Dressur, Springen, Leichter Sitz und Theorie insgesamt 167,5 Punkte. Damit schlugen sie die Konkurrenz aus Schleswig-Holstein, den Reiterhof Schreiber (163,8). Die "Bronzemedaille" ging an den westfälischen Reitverein Rüenberg (155,4).

Insgesamt kämpften acht Teams am Teutoburger Wald um den Sieg. Zu bewältigen war ein Mannschaftsdressurreiterwettbewerb Klasse E, ein Schulpferdeparcours und der leichte Sitz. Nicht zu vergessen die Theorie: Bevor es in den Sattel ging, mussten alle Teilnehmer ihr theoretisches Wissen rund um das Pferd und den Pferdesport unter Beweis stellen. "Ich bin erfreut, wie gut heute geritten wurde", lobte Richter Christoph Hess (Warendorf) die Cup-Finalisten. In den praktischen Teilprüfungen komme es auf den guten, ausbalancierten und losgelassenen Sitz mit feiner Einwirkung an, erklärte der Leiter der Abteilung Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Kriterien. Begeistert zeigte sich der Richter auch über die Qualität der Schulpferde. "Wir haben hier außerordentlich gut gerittene, gefühlvoll ausgebildete Schulpferde gesehen. So wünscht man sich das. Auf solchen Pferden möchte man Reiten lernen. Auf solchen Pferden lernt man Reiten." Dazu gehöre allerdings, dass der Ausbilder selbst auch regelmäßig die Schulpferde mitreite. "Das ist die Grundvoraussetzung für gute Schulpferde. Jeder  kompetente Ausbilder weiß das."

Das Reiten lernen auf Schulpferden und die Schulpferde in der Öffentlichkeit zu propagieren, ihr Image und ihren Ruf zu verbessern, ist eines der zentralen Ziele, deretwegen 1998 der Cup aus der Taufe gehoben wurde. "Wir wollen zeigen, dass es in vielen Ställen sehr gute Schulpferde gibt. Das ist uns mit dem Cup - denke ich - gelungen. Schließlich sind wir froh, wenn die Leute auf Schulpferden beginnen. Viel zu oft wird zu früh ein Privatpferd gekauft," sagte Christoph Hess, der Mit-Initiator des PM-Schulpferde-Cups ist.

Dass der PM-Schulpferde-Cup ein Aushängeschild für Reitschulen ist, haben mittlerweile viele begriffen. Rund 250 Schulpferde-Mannschaften mit rund 1.000 Reitern kämpften in den vergangenen zwölf Monaten bei insgesamt 32 Qualifikationsprüfungen in ganz Deutschland um den Einzug in eines der Halbfinales. Dort traten die 42 besten Teams noch einmal gegeneinander an und bewiesen - diesmal auf fremden Pferden - ihr Können. Auch die Ausbilder sehen den Cup als eine Werbeplattform. "Inzwischen sehen wir hier Amateur- wie Berufsausbilder, die an der Basis tätig sind und die Teams für den Cup vorbereiten. Der Wettbewerb ist bei den teilnehmenden Ausbildern hochgeachtet. Man sieht richtig, mit welchem Stolz sie die Qualität ihrer Pferde und Reiter präsentieren. Ohne den Cup hätten gerade Ausbilder, die mit Schulpferden unterrichten, wenig Möglichkeiten, diesen Teil ihrer Arbeit zu zeigen," sagt Annette von Hartmann (Warendorf), die den PM-Schulpferde-Cup seit Anbeginn bei der FN betreut. Und sie nennt noch einen weiteren Punkt: Den Mannschaftsgedanken. "Dies ist ein Wettbewerb für das ganze Team. Nicht nur Mannschaftsführer und Reiter, eine ganze Crew steht hinter dem Wettbewerb und dem Teamerfolg." Das schweißt alle am Stall zusammen.

Für die Leistungen gab es reichlichen Lohn: Nicht nur über goldene Siegerschleifen und bunte Platzierungsschleifen, sondern auch über hochkarätige Ehrenpreise konnten sich alle Teilnehmer freuen. Als Hauptpreis winkt den Siegern in diesem Jahr neben den gewonnenen HKM-Lederstiefeln und dem Erinnerungsfoto in graviertem, silbernen Bilderrahmen der PM ein Böckmann-Pferdeanhänger, der dem Siegerstall ein Jahr zur Verfügung gestellt wird. Alle Platzierten durften sich über HKM-Jodhpurstiefel und ebenfalls Erinnerungsbilder freuen. Ermöglicht wird der PM-Schulpferdecup durch die Persönlichen Mitglieder der FN und unterstützt durch den FNverlag. Seit 2008 engagiert sich auch die Firma HKM Sports Equipment in der Serie mit zahlreichen Sachpreisen für die Qualifikationen, die Halbfinals und das Finale. Hierbei werden nicht nur die Reiter und Ausbilder bedacht, sondern auch die dahinter stehenden Vereine und Betriebe mit Schulbetrieb. Das Pferdesportfachmagazin Reiter Revue International begleitet den Cup ganzjährig redaktionell und während des Finales.

 
 
 

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