Deutsche Springreiterequipe gewinnt den Nationenpreis in Aachen
Hohe Auszeichnung zum 100. Nationenpreis von Ludger Beerbaum
von Thomas Hartwig
Der deutsche Sieg stand bereits nach dem Ritt von Meredith Michaels-Beerbaum fest, die als dritte Reiterin im zweiten Umlauf für Deutschland startete. Ihr Schwager Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Schlussreiter des Teams, musste daher im zweiten Umlauf nicht mehr in den Parcours. Für Deutschland gingen in Aachen an den Start: Marcus Ehning (Borken) mit Noltes Küchengirl (null Strafpunkte im erst und vier Strafpunkte im zweiten Umlauf), Christian Ahlmann (Marl) mit Cöster (in beiden Umläufen ohne Strafpunkte), Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly (in beiden Umläufen ohne Strafpunkte) und Ludger Beerbaum mit Goldfever (null Strafpunkte im ersten Umlauf). In der Gesamtwertung der Samsung Superliga bleibt Deutschland nach fünf von acht Etappen mit nun 27,75 Punkten weiterhin in Führung.
Im Anschluss an den Nationenpreis Springen beim CHIO Aachen wurde Ludger Beerbaum (Riesenbeck) für seinen 100. Einsatz bei einem Nationenpreis geehrt. Der 43-Jährige wurde von Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg), dem Präsidenten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), mit dem FN-Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer und Brillanten ausgezeichnet.
Ludger Beerbaum ist der erfolgreichste Springreiter der vergangenen 20 Jahre. Kein anderer Springreiter ist in dieser Zeit so oft und so erfolgreich für Deutschland an den Start gegangen. Bei fünf Olympische Spielen erzielte er mit der deutschen Mannschaft drei Goldmedaillen sowie eine Goldmedaille in der Einzelwertung. Bei ebenfalls fünf Weltmeisterschaften brachte es der achtfache Deutsche Meister auf zwei Gold-, eine Silber- sowie eine Bronzemedaille. Fünf Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille waren seine Ausbeute bei Europameisterschaften. Mit seinem 100. Ritt in einem Nationenpreis steht Ludger Beerbaum kurz davor den Rekord von Hans Günter Winkler (Warendorf) zu brechen, der auf 107 Einsätze bei Nationenpreisen verweisen kann.
