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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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PhilHippo: Zuchtwissen Ponyrassen

© Jürgen StroscherWoher kommen eigentlich die Ponyrassen, die heute zu den beliebtesten Sport- und Freizeitpartner gehören wie Deutsche Reitponys, Hafinger, Shetlandponys, Fjordpferde, Welsh und viele mehr? Die Ponyrassen, die heute in Deutschland am häufigsten vertreten sind, stammen ursprünglich aus dem Norden (Norwegen, Island) und aus dem Nordwesten (England, Irland, Shetlandinseln).

Und auch heute noch sehen viele Ponyrassen ihren wild lebenden Vorfahren, die sich über Jahrhunderte an harte Umweltbedingungen anpassen mussten, sehr ähnlich. Übrigens wurden die ursprünglichen Ponyrassen nicht als Kinder-, sondern als Arbeitspferde gezüchtet. Sie tragen im Verhältnis zu ihrem Gewicht mehr Last als ihre größeren Verwandten und sind bei weniger Futterbedarf oft ausdauernder als die Großen. Sie wurden nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt, sondern mussten leider auch in dunklen Bergwerksschächten ihr Leben als Grubenponys fristen – ganz ohne Licht, Sonne, Freiheit, Weide und Auslauf. 1931 arbeiteten zum Beispiel noch 16.000 Ponys in den englischen Zechen unter Tage. Dann aber stieg die Nachfrage nach Reitponys für Kinder, und die englischen Ponyrassen traten ihren Siegeszug über die ganze Welt an.

Deutsche Reitponys
Um ein möglichst großes Ponys mit guten Reitpferdeeigenschaften zu züchten, kreuzte man verschiedene Ponyrassen mit Großpferden, vor allem mit Arabern und Englischen Vollblütern. Die Deutschen Reitponys werden im gesamten Bundesgebiet in den verschiedenen Landeszuchtverbänden betreut. Jeder Landesverband hat dafür seinen eigenen Brand. Besonders die Deutschen Reitponys mit einem Stockmaß zwischen 1,38 und 1,48 Meter Stockmaß, die auch als G-Ponys bezeichnet werden, eignen sich gut für den Turniersport mit Kindern und Jugendlichen. Dafür werden sogar eigene Prüfungen und Turnier veranstaltet – bis hin zu Pony-Europameisterschaften in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Die Deutschen Reitponys sind oft sehr begabte Athleten im Dressurviereck und Springparcours sowie im Gelände und vor der Kutsche.

Shetlandponys
Die ersten Shetlandponys kamen um 1900 nach Deutschland. Diese im Schnitt etwa ein Meter Stockmaß großen Ponys haben mit ihrem guten Charakter, ihrer Geduld und Gelehrigkeit, vor allem die Herzen vieler Kinder erobert. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Shetlandinseln, auf denen heute nur noch wenige Ponys leben. Dafür gibt es in Amerika über 30.000 Shetlandponys. Auch in Deutschland sind die Shetlandponys verschiedener Sektionen (Mini-Shetlandpony, Deutsches Partbred Shetlandpony, Deutsches Classic Ponys und Shetlandpony) reichlich vertreten. Shetties gehören zu den spätreifen Ponyrassen und werden erst im Alter von vier Jahren angeritten und/ oder eingefahren. Dafür erreichen sie oft ein Alter von über 30 Jahren.

Ponys aus England und Irland
Sehr viele Ponyrassen kommen aus England. Die Exmoor-Ponys sehen den Urwildpferden am ähnlichsten. Dartmoor-Ponys sind besonders hübsche Einstiegsponys für Kinder. Die New-Forest Ponys können genau wie die Deutschen Reitponys auch von größeren Reitern geritten werden. Bis in die Zeit der Kelten lässt sich die Geschichte der Welsh Ponys zurückverfolgen. Durch die Einkreuzung von Araber- und Vollblut sind leistungsfähige Reitponys in unterschiedlichen Größen und für viele Zwecke entstanden. Man teilt die Welsh Ponys in Sektionen von A bis D ein. Zur Sektion D gehören die kräftigen Welsh Cobs, die oft auch größer als 1,48 Meter sind. Nicht nur besonders hübsch, sondern auch sehr springbegabt sind die irischen Connemara-Ponys.

Islandpferde
Norwegische Wikinger wanderten gegen Ende des neunten Jahrhunderts mit ihren Pferden auf die Vulkaninsel Island aus. Diese neuen Pferde auf Island blieben von da an unter sich, denn schon bald wurde die Einfuhr fremdblütiger Pferde, selbst aus dem Mutterland Norwegen, verboten. Und das gilt bis heute. Ein Vulkanausbruch 1873 vernichtete drei Viertel des gesamten Pferdebestandes.  Heute sind die sehr zähen und genügsamen Islandpferde wegen ihrer besonderen Eigenschaften auf der ganzen Welt beliebt. Denn neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen fast alle Isländer auch den Tölt und/oder den Rennpass als vierte und fünfte Gangart. Islandpferde sind im Schnitt 1,40 Meter groß und können je nach Fundament auch Erwachsene gut tragen. Am liebsten leben sie im Herdenverband. Für Islandpferde werden spezielle Turniere bis hin zu Weltmeisterschaften veranstaltet, bei denen ihre fünf Gangarten im Vordergrund stehen.

Fjordpferde
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Fjordpferde, auch Norweger genannt, in Deutschland noch unbekannt. In Norwegen war die Robustrasse wegen ihrer Vielseitigkeit beliebt. Fjordpferde wurden geritten, gefahren sowie in der Landwirtschaft eingesetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen sie in Deutschland genau wie die Islandpferde sehr in Mode. Der Traktor ersetzte die kräftigen Falben bald auf dem Acker. Etwas eleganter gezüchtet, avancierten sie bald zu einer der beliebtesten Freizeitpferderassen. Ihr besonderes Kennzeichen: Die Falbfarbe mit schwarzem Aalstrich vom Kopf bis Schweif, der auch in der Mitte der Mähne deutlich zu erkennen ist. Meist ist die Mähne als Stehmähne frisiert, damit die „Zweifarbigkeit“ gut zur Geltung kommt. Auch die Fjordpferde sind mit ihrem Stockmaß um die 1,40 Meter und dem kräftigen Fundament ideale Kleinpferde für Jugendliche und Erwachsene, die sich allen Pferdesportdisziplinen einsetzen lassen.

Haflinger
Die Füchse mit der blonden Mähne sind inzwischen auf der ganzen Welt bekannt. Seit 1973 gibt es einen Haflinger-Weltverband. Eine Tiroler Landstute, gedeckt von einem   Halbluthengst, brachte 1874 den Hengst Folie zur Welt, der der Stammvater der Haflingerzucht wurde. Ursprünglich in Südtirol, später auch in Österreich, entwickelte sich die Rasse zu einem sehr trittsicheren Gebirgspony. Heute ist aus diesen Arbeitspferden unter dem Einfluss von Araberblut eine der beliebtesten und vielseitigsten Freizeitpferderassen geworden, die inzwischen auch im Spring- und Dressursport bis in höhere Klassen vorgestellt werden. In Deutschland gibt es die Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger, die von den Pony- und Kleinpferdezuchtverbänden betreut werden.

Mehr über diese und weitere Ponyrassen erfahrt ihr unter der neuen Seite „Deutsche Ponyzucht“: http://www.pferd-aktuell.de/deutsche-ponyzucht/deutsche-ponyzucht

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen sind finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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