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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Dr. Dennis Peiler

Berufliche Werdegänge rund ums Pferd

FN

Er ist erst 33 Jahre alt und hat es bereits ganz an die Spitze eines deutschen Sportverbandes geschafft. Dr. Dennis Peiler, ehemaliger Spitzenvoltigierer, ist seit April 2012 neuer Geschäftsführer des Bereiches Sport bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Er wird als Chef de Mission die deutschen Reiter zu den Olympischen Spielen in London begleiten. „pferdenah“ war neugierig, wie Dennis diesen rasanten Karriereaufstieg geschafft hat. Mehr dazu in unserem Interview.

pferdenah: Vom Jugendsprecher zum DOKR-Geschäftsführer mit 32 Jahren. Das könnte man als Karriere nach Maß bezeichnet. Kommt Dir das selbst manchmal noch „unwirklich“ vor?

Dr. Dennis Peiler: Ehrlich gesagt, ja! Auf die Idee, mich überhaupt bei der FN zu bewerben, bin ich im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Landesjugendsprecher im Pferdesportverband Westfalen gekommen. Sonst wäre ich wahrscheinlich nie beim Verband gelandet. Ich habe bei der FN 2004 zunächst als Nachwuchsführungskraft (NFK) angefangen. Ein Jahr später bekam ich eine Anstellung als Redakteur in der damaligen Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. 2008 hatte ich das Glück, bereits als Pressesprecher mit zu den Olympischen Spielen nach Hongkong zu reisen. Jetzt werde ich Geschäftsführer. Das ging wirklich sehr schnell.

pferdenah: Welchen beruflichen Weg wolltest Du ursprünglich nach dem Abitur einschlagen, bzw. was waren damals Deine Vorstellungen eines „Traumjobs“?

Ich hatte bereits während meiner Oberstufenzeit in der Schule klare Vorstellungen von meiner beruflichen Zukunft. Ich wollte meine Leidenschaft für den Sport und mein Interesse an den Medien miteinander verbinden. Direkt nach dem Abitur absolvierte ich Praktika beim örtlichen Radiosender und bei der Tageszeitung, um mir hinsichtlich des geplanten Studiums sicher zu sein. Dann habe ich mir einen Studiengang ausgesucht, der beides zum Inhalt hatte. Und so war das Studium der Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation an der Sporthochschule Köln der ideale Weg. Ich gebe allerdings zu, dass ich ursprünglich TV-Sportmoderator oder -reporter werden wollte, mit dem Ziel, über sportliche Großereignisse wie die Olympischen Spiele zu berichten.

pferdenah: Verrate uns doch mal Dein Erfolgsrezept, sowohl sportlich als auch beruflich so erfolgreich zu sein? Welche Eigenschaften und Erfahrungen haben Dich so weit gebracht?

Dafür gibt es nicht das eine Erfolgsrezept. Sicherlich hat mir meine Laufbahn als Leistungssportler dabei sehr geholfen. Der Sport hat mir Eigenschaften vermittelt wie Disziplin, Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Kritik- und Lernfähigkeit und dass man immer das Ziel vor Augen haben sollte. Meine Familie hat mich immer unterstützt. Meine Eltern haben sowohl am sportlichen als auch am beruflichen Erfolg einen großen Anteil und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Am Ende gehört auch das nötige Quäntchen Glück dazu.

pferdenah: Was gehört alles zu Deinen momentanen Aufgabenfeldern und wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag als Geschäftsführer für Dich aus?

Der Terminkalender ist noch voller als er vorher als Pressesprecher war. Der Tag besteht aus sehr vielen Meetings und Gesprächen mit Kollegen, Gremien, Reitern, Trainern, Pferdebesitzern, Medien oder Institutionen. Alles mit dem Ziel, den Pferdesport und den Verband für die Zukunft optimal aufzustellen. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist aktuell natürlich die Vorbereitung der Olympischen Spiele in London. Gerade habe die Einarbeitung durch Herrn Wendt abgeschlossen. Seine langjährige Erfahrung und sein umfangreiches Wissen sind mir eine große Hilfe, um mich auf die zukünftigen Herausforderungen einzustellen.

pferdenah: Was rätst Du jungen Berufsanfängern, die davon träumen, auch unbedingt im Bereich Pferdesport zu arbeiten?

Ich rate dazu, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, was das berufliche Ziel sein soll. Nur dann kann man für sich einen entsprechenden (Ausbildungs-)Plan schmieden, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Verschiedene Praktika, um einen Eindruck von möglichen Tätigkeitsfeldern zu bekommen und ob einem der angestrebte Beruf auch Spaß macht, sind dabei sicherlich hilfreich. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Ausbildungen und Studiengängen rund um das Thema Pferd. Es ist deshalb auch wichtig, sich an kompetenter Stelle beraten zu lassen und sich vorab intensiv zu informieren. Ich rate davon ab, einfach mal „drauf los zu studieren“, nur weil man Spaß am Pferd hat.

pferdenah: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Stationen des sportlichen und beruflichen Werdegangs von Dr. Dennis Peiler:

Dennis Peiler kennt sich in den Verbandsstrukturen des Pferdesports aus. Als Jugendsprecher des Pferdesportverbandes Westfalen machte er sich bereits frühzeitig mit der Sportorganisation vertraut. Nach seinem Diplom als Sportwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation an der Deutschen Sporthochschule Köln folgte 2004 eine Ausbildung als Nachwuchsführungskraft bei der FN. Im Jahr 2006 wurde Peiler Redakteur in der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und reiste bereits als Pressesprecher zu den Olympischen Spielen 2008 nach Hongkong. 2009 schloss er seine Promotion im Bereich der Sportmedizin an der Universität Bielefeld ab. Die wissenschaftliche Arbeit befasste sich im Schwerpunkt mit der Leistungsdiagnostik und -optimierung im Spitzensport.
Bis Ende 2009 war er selbst erfolgreich im Pferdesport unterwegs. Als Voltigierer gewann er insgesamt drei Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, darunter 1999 DM-Gold in Aachen. Seinen größten internationalen Erfolg schaffte der neunmalige Landesmeister mit Platz fünf bei den Europameisterschaften 2007 in Kaposvar. Der FEI Chief Steward, Voltigierrichter und Fachbuchautor ist im elterlichen Pferdebetrieb in Hamm aufgewachsen und war parallel zum Voltigieren auch immer im Sattel unterwegs. Seine Trainerlizenz im Reiten erwarb Peiler im Rahmen seiner Ausbildung als Nachwuchsführungskraft. Seit 2004 ist er Aktivensprecher des DOKR-Disziplinbeirates Voltigieren.

 

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