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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Erste Hilfe fürs Pferd

Es gibt verschiedene Notfallsituationen, in denen das Pferd so schnell wie möglich Hilfe braucht. Das kann sowohl im Stall, auf der Weide oder auch bei Ausritten der Fall sein. Aber wie verhält man sich richtig und informiert den Tierarzt korrekt?

Jeder kennt die „Erste-Hilfe-Kurse“ für Menschen, die man absolvieren muss, wenn man die Führerscheinprüfung machen möchte. Inzwischen bieten auch viele Pferdesportverbände, bzw. Vereine und Betriebe Kurse an, in denen es aber um Erste Hilfe für das Pferd geht. Solch ein Kurs ist jedem zu empfehlen, der viel mit Pferden zu tun hat.

Beispiele für Notfallsituationen sind ein Unfall, eine Verletzung mit Blutungen, Kreuzverschlag (eine Entzündung der Rückenmuskulatur) oder eine Vergiftung (z.B. durch giftige Pflanzen). In den meisten Fällen dienen die Erste-Hilfe-Maßnahmen dazu, die Zeit zu überbrücken, bis der Tierarzt eintrifft und das Pferd behandeln kann. Wenn das Pferd zum Beispiel eine stark blutende Wunde am Bein hat, kann es lebensrettend sein, wenn der Besitzer das verletzte Bein abbinden, beziehungsweise einen Druckverband anlegen kann, um die Blutung unter  Kontrolle zu haben, bis der Tierarzt kommt. Achtet immer darauf, dass euer Pferd regelmäßig gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geimpft ist und kontrolliert den Pferdepass. Denn schon bei kleineren Wunden, besteht die Gefahr einer Infektion, die tödlich ausgehen kann.

Eine gut sortierte Stall-Apotheke mit den wichtigsten Utensilien sollte vorhanden sein. Für verschiedenste Erste-Hilfe-Maßnahmen braucht man einige Dinge aus der Stallapotheke stets griffbereit. Ein Handy sollte man im Stall und auch bei Ritten ständig dabei haben.

Das muss der Tierarzt im Notfall wissen:

Sprecht ruhig und deutlich und macht kurze, klare Angaben über:

  • Name des Anrufers und des Pferdebesitzers
  • Angabe des Standortes
  • Name des Pferdes mit kurzer Erklärung wichtiger Informationen (Rasse, Alter, Fohlen bei Fuß)
  • Anzeichen der Erkrankung und Ausmaß oder Art der Verletzungen
  • Seit wann besteht die Erkrankung oder Verletzung?
  • Welche Erste Hilfe wurde geleistet?
  • Sind noch andere Pferde verletzt oder krank?
  • Verhalten des Pferdes (ist es panisch, werden weitere Helfer benötigt)

Der Tierarzt wird euch dann am Telefon genau sagen, wie ihr euch weiter verhalten sollt. Je nach Art der Verletzung/ Erkrankung solltet ihr, wenn es möglich ist, dem Pferd ein Halfter anlegen und es in eine Box bringen. Dies geht natürlich nicht, wenn das Pferd vor Schmerzen nicht mehr auftreten kann (starke Lahmheit). Zum Untersuchen ist es immer vorteilhaft, wenn der Ort hell und gut zugänglich ist mit einer Waschgelegenheit. Steckt euer Pferd in einer Notfallsituation und hat vielleicht starke Schmerzen, ist es ganz natürlich, dass es aufgeregt, nervös oder ängstlich ist. Wenn ihr selbst in diesem Moment möglichst ruhig und gelassen bleibt (auch wenn das sicher schwer fällt), helft ihr dem Pferd schon mal sehr. Denn die Unruhe des Besitzers überträgt sich rasch aufs Pferd. Atmet tief durch, zählt bis zehn und redet dem Pferd beruhigend zu.

Je nach Art der Verletzung/Vergiftung sind verschiedene Erste-Hilfe-Maßnahmen notwendig. Allein eine Wunde kann sehr unterschiedlich sein (z.B. oberflächliche Wunde, Schürfwunde, tiefe Wunde, Stichwunde, Fremdkörperverletzung), so dass hier auch verschiedene Maßnahmen anzuwenden sind. So etwas lernt man in einem Kurz für Erste-Hilfe-Maßnahmen am Pferd. Und natürlich könnt ihr auch den Tierarzt fragen, ob er euch das Anlegen von Verbänden einmal in Ruhe erklären kann.

Wer sich weiter informieren möchte, findet zum Beispiel im „Pferdegesundheitsbuch“ von Dr. med. vet. Beatrice Dülffer-Schneitzer sehr gute Tipps (erschienen im FNverlag).

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen sind finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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