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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Richterausbildung im Reitsport: Welche Voraussetzungen braucht man?

Schwarze Melone, goldenes Glöckchen, strenger Blick: So sieht für die meisten Reiter der typische Richter aus, der auf dem Turnier in seinem Häuschen sitzt und Noten verteilt. Aber wie wird man eigentlich Richter im Reitsport? Geht das auch, wenn man jünger ist? Und kann man dann trotzdem noch aktiv Reiten? Wir geben einen kurzen Überblick, welche Voraussetzungen ein angehender Richter mitbringen muss.

Eine, die wissen muss, dass Richten und Reiten gleichzeitig geht, ist Vielseitigkeitsreiterin Wiebke H. aus Norddeutschland. Sie hat ihren Werdegang zur Richterin sehr lesenswert aufgeschrieben. Hier ein Ausschnitt aus ihrem Bericht: „Anfang 2010 schickte ich die Bewerbung für das Richteranwärteramt ab. Für mich war dabei vom ersten Tag an klar, das ich parallel Reiten und Richten wollte. Dann ging es ganz flott weiter. Dem theoretischen Test folgte ein praktischer Eingangstest mit dem Richten von A-Dressur, Parcoursabnahme und A-Stilspringen. Nachdem auch dies erfolgreich absolviert war, ging es mit dem ersten Testat los. Und das war gleich ganz typisch für mich. Am Freitag habe ich noch mit einem frechen Jungspund im strömenden Regen eine Dressurpferde-A geritten und dann tags darauf dort mein erstes Testat abgelegt. Ich wusste bis dahin übrigens - nach rund fünfundzwanzig Jahren Turnierreiterei wohlgemerkt - tatsächlich nicht, dass man auch auf dem Springturm während eines Zeitspringens jede Menge zu tun hat... Listen führen, Springblock im Auge behalten, Stoppuhr drücken, klingeln, und ein Auge drauf haben, was passiert, wenn ein Pferd sich bei der Pferdekontrolle losreisst und munter in den Parcours galoppiert kommt. Es ist auch ein gewaltiger Unterschied, ob man alle 32 Reiter in einer Trensen-L richtet oder ob man selbst teilnimmt, noch fünf weitere Starter gesehen hat, und hinterher womöglich über die Richter meckert. Noten erscheinen in einem ganz anderen Licht, wenn man das ganze Teilnehmerfeld gesehen hat, und abwägen muss, ob das etwas schiefe, aber schwungvolle, oder das etwas eng eingestellte, aber sehr lektionssichere, Pferd die Nase vorn hat.
Nach diesem ersten Anwärter-Testat war für mich klar: Das will ich weiter machen.“

Wiebkes Text „Richten und Reiten gleichzeitig – geht das eigentlich?“ könnt ihr hier komplett lesen:

Voraussetzungen für das Richteramt im Reitsport

Zuerst erfolgt die Aufnahme in eine Richteranwärterliste. Davor muss man ein entsprechendes Vorbereitungsseminar absolvieren. Diese Termine bekommt man bei seiner Leistungskommission (LK) im Landespferdesportverband. So ein Seminar dauert unterschiedlich lang, das ist von LK zu LK verschieden. Einzelne Landeskommissionen führen neben dem Seminar auch eine Prüfung durch.

Grundsätzliche Voraussetzungen sind:

  • Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, der einem der FN angeschlossenem Landes- und/ oder Anschlussverbände angehört.
  • Vollendung des 21. Lebensjahres.
  • Einwandfreie charakterliche Haltung und Führung, Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, nicht älter, als sechs Monate.
  • Die Prüfung zum Trainer C – Reiter/Leistungssport bestanden hat und entweder im Besitz des RA 2 oder von entsprechenden Platzierungen der Kl. L in Dressur- und Spring- oder Vielseitigkeitsprüfungen ist

    oder
    Platzierungen in einer Disziplin der Klasse M hat

    oder
    die Prüfung zum Bereiter FN bzw. Pferdewirt - Schwerpunkt Reiten oder zum Trainer A bestanden hat.


Nach der Aufnahme in die Richteranwärterliste erfolgt die ''Lehrzeit''. Man muss eine Reihe von Testaten in den einzelnen Prüfungen ablegen. Die Art und Anzahl der erforderlichen Testate regelt die LK. Die Führung auf der Richteranwärterliste beträgt mindestens ein jedoch maximal vier Jahre. Für die Zulassung zur Richterprüfung (Grundprüfung Dressur und Springen – DL, SL) müssen die Testate abgelegt worden sein. Die LK meldet den Bewerber zur Prüfung an. Der Prüfung ist immer ein mindestens dreitägiger Lehrgang vorgeschaltet.
Nach erfolgreicher Absolvierung dieser Prüfung ist das eigenständige Richten zunächst
bis zu Kl. L in Dressur und Springen möglich.

Dann schließt sich der lange Weg bis zur Qualifikation GP bzw. SS an, sprich den höchsten Klassen in den Dispziplinen Dressur und Springen. Die Qualifikation für Vielseitigkeitsprüfungen erfolgt zunächst über eine Zusatzprüfung ''VL'', der sich dann die Höherqualifikation ''GV'' anschließt.

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen sind finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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